Nachdem im EW2015 Thread* hauptsächlich über "moderne" Entwicklungen im
Embedded Bereich hergezogen wird, stelle ich hier mal die Frage: Wie
stellt Ihr Euch denn die nächsten zehn Jahre im Embedded-Bereich vor?
Ich halte IoT für eine sehr spannende Entwicklung, auch wenn es gerade
sehr gehyped wird.
*Beitrag "Was gibt es Neues auf der embedded world 2015 in Nürnberg?"
Embedded heißt in erster Linie: Geräte, Apparate, Anlagen, Maschinen zu
entwickeln und zu bauen. Das sind Produkte, die da entwickelt bzw.
weiterentwickelt werden - und nicht deren Innereien.
Insofern hat diese Frage nur zweitrangig mit den eigentlichen
Entwicklungen zu tun. Die drinsteckende Elektronik ist nur Mittel zum
Zweck und nicht der Zweck an sich.
Welche Prognosen kann man also aufstellen, wenn es hier um die Frage
geht, wie es mit der in künftigen Geräten usw. verbauten Elektronik
weitergeht?
Gar keine.
Man könnte die Ist-Situation extrapolieren - und dabei käme heraus, daß
nur noch Moduln a la Toradex Colibri, F&S ArmStone und so in Benutzung
sind, weil die gewöhnlichen Geräteentwickler in 10 Jahren zu blöd sein
werden, einen Mikrocontroller SELBST zu verwenden. Da braucht es dann
vorgefertigte Moduln inclusive vorgefertigter Software, weil man als
Entwickler dann auch zu blöd sein wird, vernünftige Algorithmen SELBST
zu erdenken - und auch zu ignorant sein wird, bereits bestehende
Algorithmen zu übernehmen. Schließlich ist Erfahrung keine Handelsware,
ein jeder muß offenbar selber auf die eigene Nase fallen.
Aber das Leben hat immer so seine Überraschungen parat und deshalb ist
es eigentlich Quatsch, den Ist-Stand über mehr als einige Monate zu
extrapolieren und sich Gedanken zu machen, wie die Szene in 10 Jahren
denn aussehen wird.
Mich erinnert das an die grandiosen Zukunftsvorstellungen, die ich von
OS/2-Anhängern am Anfang de 90er Jahre gehört habe.
Ach ja.. eines weiß ich mit 99.9%iger Sicherheit: In der Linux-Szene
wird es dann immer noch kein verläßliches API geben, kein ausgereiftes
Userinterface, dafür aber immer noch den Haß auf Microsoft und Windows
16.2 ;-)
W.S.
W.S. schrieb:> Embedded heißt in erster Linie: Geräte, Apparate, Anlagen, Maschinen zu> entwickeln und zu bauen. Das sind Produkte, die da entwickelt bzw.> weiterentwickelt werden - und nicht deren Innereien.
Da würde ich mal vehement widersprechen! Die "Innereien", also die
verfügbare Rechenleistung pro Preis, Platz und Stromverbrauch bestimmt
ganz wesentlich, was machbar ist und was nicht.
Ich denke hier an den Intel Edison, der für wenige (bald wohl ein)
dutzend Dollar ein vollständiges Linux im SD-Karten-Format bietet. Da
werden Anwendungen möglich, von denen man früher nur träumen konnte.
W.S. schrieb:> In der Linux-Szene> wird es dann immer noch kein verläßliches API geben, kein ausgereiftes> Userinterface
Es ist reine Definitionssache was Du als "ausgereift" betrachten willst.
Und da ich in absehbarer Zeit nicht sehe wie Microsoft jemals den
immensen Vorsprung noch einholen will den alle anderen bereits haben ist
es auch eher reine Haarspalterei ob man die unter Linux bereits heute
zur Verfügung stehende Technologie als vollständig ausgereift oder
lediglich als die bislang am weitesten fortgeschrittene bezeichnet,
besser als bei MS ist sie allemal und nur das zählt in der Praxis ;-)
Die Hardware wird immer stromsparender werden. Damit das am Ende nicht
zu wenig Strom verbraucht, wird man entsprechend schnelle
64-Bit-Multicore-Prozessoren und mehrere Gigabyte RAM in den simpelsten
Geräten haben. Um diese Ressourcen auch irgendwie zu nutzen, wird alles
mit einem möglichst aufwendigen und komplizierten Betriebbsystem und
Java oder .NET umgesetzt, auch das, was früher mal auf einem AVR lief.
Alles braucht Internet-Verbindung, und man muss sich grundsätzlich immer
erst einen Account anlegen, bevor man ein Gerät überhaupt benutzen kann.
An sämtliche Daten kommt man nicht direkt ran, sondern muss sie immer
erst nach Amerika in die Cloud hoch- und von da wieder runterladen,
damit die NSA es leichter hat.
Man tut gut daran, beim Toaster das Auto-Update für das Betriebssystem
und die Apps nicht abzuschalten, damit aktuelle Sicherheitslücken immer
zeitnah geschlossen werden können. Sonst kann man sich von außen per
WLAN einhacken und einen Hausbrand verursachen.
.
W.S. schrieb:> Man könnte die Ist-Situation extrapolieren - und dabei käme heraus, daß> nur noch Moduln a la Toradex Colibri, F&S ArmStone und so in Benutzung> sind, weil die gewöhnlichen Geräteentwickler in 10 Jahren zu blöd sein> werden, einen Mikrocontroller SELBST zu verwenden. Da braucht es dann> vorgefertigte Moduln inclusive vorgefertigter Software, weil man als> Entwickler dann auch zu blöd sein wird, vernünftige Algorithmen SELBST> zu erdenken - und auch zu ignorant sein wird, bereits bestehende> Algorithmen zu übernehmen.
[x] Du verwendest keine hochintegrierten Controller, sondern strickst
Deine Steuerungen oder was immer Du baust, generell nur aus
Einzeltransistoren zusammen ...
[ ] Du hast das Prinzip der Abstraktion, Spezialisierung und
Arbeitsteilung verstanden.
Embedded schrieb:> das Prinzip der Abstraktion, Spezialisierung und> Arbeitsteilung
... bitteschön da wo es auch Sinn macht! Nicht dort wo es nur
überflüssigen Overhead und Verwaltungsaufwand bedeutet.
Moby schrieb:> ... bitteschön da wo es auch Sinn macht! Nicht dort wo es nur> überflüssigen Overhead und Verwaltungsaufwand bedeutet.
Das ist ein sehr nichtssagender Kommentar.
Morgiger schrieb:>> ... bitteschön da wo es auch Sinn macht! Nicht dort wo es nur>> überflüssigen Overhead und Verwaltungsaufwand bedeutet.>> Das ist ein sehr nichtssagender Kommentar.
Nein, das bringt das Dilemma im konkreten Einsatzfall gerade erst auf
den Punkt. Die extreme Position wäre in diesem Zusammenhang, das
diskrete, unmittelbare Problemlösen nah an der Hardware (notfalls mit
einzelnen Transistoren ;-) oder aber am anderen Ende die allumfassende
Software-Abstraktion stets als das Optimale unabhängig von der Anwendung
zu ideologisieren.
> Ihr Euch denn die nächsten zehn Jahre im Embedded-Bereich vor?
Ich denke es wird eine Zweiteilung geben.
Auf der einen Seite Leute die nichts mehr richtig koennen, aber mit
immer leistungsfaehigerer Hardware Systeme irgendwie zusammenkopieren
und hinfrickeln.
Auf der anderen Seite einen Generationswechsel weil die alten C-Saecke
langsam in Rente oder in hoeheren Firmensphaeren entschwebt sind. Damit
besteht die Hoffnung, besonders vor dem Hintergrund immer
leistungsfaehigerer Hardware, das sich mal eine Programmiersprache
durchsetzt die den Moeglichkeiten der immer groesseren Controller und
der damit umgesetzten Projekte gerecht wird. Ich bin gespannt ob das C++
oder etwas ganz neues sein wird.
Es koennte auch eine weitere Aufteilung geben. So wie es heute immer
weniger Leute gibt die Hardware und Software entwickeln koennen, so
koennte es im Bereich der Software zu einer weiteren Aufspaltung kommen
zu Leuten die nur noch hardwarenah Treiber entwickeln koennen, und
Embedded-Anwendungsprogrammier die nur noch Objektorientiert denken
koennen.
Ansonsten empfehle ich jedem einen gesunden Lebenswandel damit wir Ende
von Eclipse und ARM noch erleben. :-)
Olaf
Olaf schrieb:> Auf der einen Seite Leute die nichts mehr richtig koennen, aber mit> immer leistungsfaehigerer Hardware Systeme irgendwie zusammenkopieren> und hinfrickeln.
Ich würde das nicht so abschätzig bewerten. Vielmehr wird es so sein,
dass gute Hardware zur Verfügung stehen wird, wo man kein C mehr können
muss um coole Embedded-Dinge zu kreieren. Diese Entwicklung öffnet neue
Möglichkeiten, z.B. dass in Zukunft direkt die jeweiligen Fachleute des
Anwendungsgebietes die Programmierung übernehmen können und nicht
irgendwelche IT-Leute, die vom Anwendungsgebiet keine Ahnung haben.
Das setzt aber gleichzeitig voraus, dass auch in anderen Studienfächern
eine vernünftige Informatik-Ausbildung gelehrt wird. Allerdings weniger
auf der Ebene von Bits und Bytes, sondern eben eher auf einem deutlich
höheren Abstraktionslevel. Das wird nicht mit C und C++ gehen, sondern
eher mit wohldesignten Skriptsprachen.
Rolf Magnus schrieb:> Damit das am Ende nicht> zu wenig Strom verbraucht, wird man entsprechend schnelle> 64-Bit-Multicore-Prozessoren und mehrere Gigabyte RAM in den simpelsten> Geräten haben. Um diese Ressourcen auch irgendwie zu nutzen, wird alles> mit einem möglichst aufwendigen und komplizierten Betriebbsystem und> Java oder .NET umgesetzt, auch das, was früher mal auf einem AVR lief.
Na ja, du bringst meine innersten Befürchtungen auf den Punkt.
Natürlich könnte jemand, der sein Handwerk versteht, auch mit kleinerer
Hardware das Problem lösen und es wäre schneller, leichter und besser,
aber das setzt echte technische Fähigkeit voraus. Leichter ist es
allemal, sich ohne dieses durch's Leben zu schummeln, hier oft als
"copy&paste" Mentalität bezeichnet. Nun, genau DAS bringt eben den Drang
nach immer heftigerer Hardware und mundfertig vorgekauter Software.
Zielrichtung: eben das, was du beschrieben hast.
Das fängt auch HIER ganz dreist an:
- Leute, die ihre Hausaufgaben nicht selber machen wollen, sondern die
Lösung aus dem Forum runterladen wollen,
- Leute denen das Lesen des Manuals zu unbequem ist (OK, manche Manuals
sind wirklich miserabel geschrieben)
- bis hin zu Leuten, die nach der IDE und der Standard-Lib brüllen, weil
sie unfähig sind, selbst ein Stück Software für ihr Problem zu
schreiben.
Man muß bei aller Kritik an die "CmSisse", "ST-Libse" und dergleichen
auch mal sehen, daß die App-Ings der Hersteller NIEMALS die eigentlichen
Einsatzzwecke ihrer Produkte beim Gerätehersteller vorhersehen können -
und deshalb sich auch schwer tun, dafür passende Software-Brocken
vorgekaut an ihre Anwender zu liefern.
Aber mal ganz generell: Ihr alle, die ihr hier über Prozessoren und
Controller schwafelt und dieses HARDWARE nennt, ihr habt die Welt noch
nicht kapiert und ziemlich große Scheuklappen auf. Braucht meine Nichte
einen Prozessor oder ein Gigabyte RAM? Nö, braucht sie nicht. Aber ein
Mobiltelefon und ne Flatrate braucht sie, wo sie mit ihren Freundinnen
sinnloses Geschwätz führen kann, DAS BRAUCHT SIE. Natürlich könnte sie
sich ja mit denen zum Tee treffen, aber das ist ja nicht Mode. Aber ob
in ihrem Telefon ein Prozessor oder ein grünes Marsmännchen werkelt, ist
ihr und dem Rest der Welt völlig schnurz.
Versteht ihr jetzt, warum das Innenleben all der tollen Geräte nur
zweitrangig ist?
W.S.
Embedded schrieb:> Spezialisierung
Statt das Hohelied auf die ach so flexible, dafür immer komplexere
Software zu singen (und folglich auf eine nach der anderen
"vereinfachenden" Hochsprache) würde ich mir mal aus Hobbybastlersicht
ganz fromm wünschen, daß immer mehr Basisfunktionen in einfach
anzusteuernder Spezialhardware verschwinden würden. Das würde nicht nur
die Software vereinfachen und entschlacken, das würde vielleicht auch
zur Eindämmung des krebsartig sprießenden Standard- und Normenurwalds
führen: Aus purer Sicht der Anwendungen sind doch viele jener
hunderttausend Datenübertragungsstandards, Audio/Video Normen,
Bildschirmauflösungen usw. vor allem eines: Überflüssig.
ich glaube das sich dass sich Art wie wir mit den Geräten bzw. der
Umwelt interagieren am meisten wandeln wird. Ob Badezimmer spiegel,
Kühlschranktür oder Wohnzimmer tisch, ja evtl. sogar die Fenster. Und
weil es den Leuten dann auf dauer zu lästig ist alle 5 minuten ihre
eigenen Fingerschlieren wieder wegzuwischen, werden sich
Gestiksteuerungen durchsetzen.
Ich stell mir das in etwa so vor: Da steht einer mit einer Zahnbürste in
der Hand vor dem Badezimmerspiegel und gestikuliert wild in der Luft
weil er die App zum Zähne putzen sucht :)
Kartenleger schrieb:> Das ist einfach: Komplexität hoch, Preis runter.
Leider aber auch: Zuverlässigkeit runter.
Da immer mehr Leute daran entwickeln, immer weniger durchblicken und die
Entwicklungs- und Testzeiten immer knapper bemessen werden.
In vielen Flash-Speichern wirds aussehen, wie bei Hempels unterm Sofa.
Der Anwender kann ja nicht rein schauen, wie grottenschlecht eine Task
umgesetzt wurde, wie gründlich sie getestet wurde, ob es Seiteneffekte
gibt usw.
Und den Chef interessierts nicht, solange der Zeitplan eingehalten wird.
Die Geräte werden immer menschenähnlicher, d.h. machen immer mehr
Fehler. Man wird bald wieder die maximalen Steckzyklen eines
Netzsteckers angeben müssen, d.h. wie oft ein Anwender ein abgestürztes
Gerät rebooten kann.
Wenn da nicht ein grundsätzliches Umdenken erfolgt, sehe ich schwarz.
evtl. ein bisschen OT, aber ich finde dieses ganze IoT total (ok
größtenteils) schwachsinnig. Muß ich den wirklich jeden Quatsch mit dem
Netzwerk verbinden ?
Bernd K. schrieb:> W.S. schrieb:>> In der Linux-Szene>> wird es dann immer noch kein verläßliches API geben, kein ausgereiftes>> Userinterface>> Es ist reine Definitionssache was Du als "ausgereift" betrachten willst.> Und da ich in absehbarer Zeit nicht sehe wie Microsoft jemals den> immensen Vorsprung noch einholen will den alle anderen bereits haben ist
Welchen Vorsprung? Zumindest von der technischen Seite ist das nicht der
Fall. Von der aktuellen Verbreitung mit Sicherheit, was aber noch nichts
heißen will s.u.
> es auch eher reine Haarspalterei ob man die unter Linux bereits heute> zur Verfügung stehende Technologie als vollständig ausgereift oder> lediglich als die bislang am weitesten fortgeschrittene bezeichnet,> besser als bei MS ist sie allemal und nur das zählt in der Praxis ;-)
Was zu zeigen wäre...
Alleine vorherzusagen, ob Windows oder Linux in 10 Jahren überhaupt noch
eine Rolle spielen grenzt an Wahrsagerei. Wenn, wie bisher, der Weg zu
höherer Abstraktion gegangen wird, ist das darunterliegende OS so gut
wie irrelevant (so wie es heute z.T. schon die CPU-Architektur ist).
Ebenso ist es (nicht nur) denkbar diverse OS-Aufgaben direkt in die
Hardware zu gießen und bislang fest vorgegebene Peripherie durch
Software zu ersetzen. Letzteres wird z.Z. z.B. vom lowRISC wieder
aufgewärmt, ist aber schon deutlich älter (CDC6000 aus den 1960ern).
Zudem ist kein verbreitetes, aktuelles OS auf denkbare/absehbare
Entwicklungen ausgelegt, sondern nutzt Abstraktionen/Sprachen etc.pp.
aus der Computer-Steinzeit. Ähnliches gilt für die gesamte Middleware.
Crazy H. schrieb:> Muß ich den wirklich jeden Quatsch mit dem> Netzwerk verbinden ?
Ziel ist, Dinge sinnvoll miteinander zu verknüpfen.
Wenn man etwas mit offenen Augen durch die Welt geht kann man doch
erkennen, wie unendlich viel an täglicher Routine noch automatisierbar
ist.
Crazy H. schrieb:> aber ich finde dieses ganze IoT total (ok größtenteils) schwachsinnig.
Ich fand es auch schwachsinnig...
Peter Dannegger schrieb:> Leider aber auch: Zuverlässigkeit runter.> In vielen Flash-Speichern wirds aussehen, wie bei Hempels unterm Sofa.
Und das nicht nur, weil Programmierer nur noch irgendwelche APIs mit
irgendwelchen geraubkopieren Codeschnipseln zusammenklicken, sondern
auch, weil der Flashspeicher selbst unglaublich vergesslich ist und nur
mit extensiver Fehlerbehandlung (= fehlerbehaftete Software) noch in der
Lage ist, annähernd das rauszugeben, was reingespeichert wurde...
Da ich nicht zu einer humanoiden Steuerung verkommen möchte (ich will
nicht eine Stunde vor Feierabend daran denken müssen, die Heizung zu
Hause einzuschalten), wünsche ich mir mitdenkende Systeme. Erst dann
wäre IoT eine positive Aussicht.
@ Thomas Z. (tezet)
>Da ich nicht zu einer humanoiden Steuerung verkommen möchte (ich will>nicht eine Stunde vor Feierabend daran denken müssen, die Heizung zu>Hause einzuschalten), wünsche ich mir mitdenkende Systeme.
Das macht jede Schaltuhr schon seit Jahrzehnten, ganz ohne Internet.
Thomas Z. schrieb:> wünsche ich mir mitdenkende Systeme.
Irgendwann denken diese Systeme, dass es ohne den Menschen eigentlich
viel besser wäre. Denn der hat das eigenständige Denken und Tun durch
Dauerberieselung aus Smartphone, Computer und Fernsehen längst
eingestellt.
Schon witzig dass die Utopien mancher Science Fiction Autoren teilweise
Wirklichkeit werden.
PerryRhodan schrieb:> Irgendwann denken diese Systeme, dass es ohne den Menschen eigentlich> viel besser wäre.
Ja, das ist nur logisch. Dann gibts den Endkampf.
Aber vorher:
Wie kann ich einen Kühlschrank erpressen, der seine Tür verriegelt hat -
bloß weil die Waage ihm gemeldet hat, dass ich schon wieder zugenommen
habe?
Thomas Z. schrieb:> PerryRhodan schrieb:> Irgendwann denken diese Systeme, dass es ohne den Menschen eigentlich> viel besser wäre.>> Ja, das ist nur logisch. Dann gibts den Endkampf.>> Aber vorher:> Wie kann ich einen Kühlschrank erpressen, der seine Tür verriegelt hat -> bloß weil die Waage ihm gemeldet hat, dass ich schon wieder zugenommen> habe?
ausstecken :oD
Thomas Z. schrieb:> Aber vorher:> Wie kann ich einen Kühlschrank erpressen, der seine Tür verriegelt hat -> bloß weil die Waage ihm gemeldet hat, dass ich schon wieder zugenommen> habe?
Du musst das anders angehen. Z.B. über einen Buffer-Overflow im
Bluetooth-Stack undokumentierte CAN-Kommandos verschicken, die die
Türverriegelung trotz deiner im Kühlschrank geloggten Cholesterinwerte
der letzten Monate aufhebt.
"Vollkommenheit ensteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr
hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann. Das
Embedded System in seiner höchsten Vollendung wird unauffällig."
--- frei nach Antoine de Saint-Exupéry
Thomas Z. schrieb:> Wie kann ich einen Kühlschrank erpressen, der seine Tür verriegelt hat -> bloß weil die Waage ihm gemeldet hat, dass ich schon wieder zugenommen> habe?
Das wird nicht passieren. Aber Du solltest Dir schon mal Gedanken
machen, wie Du die Kommunikation zwischen Deiner Waage, Pulsuhr und der
Krankenkasse anpasst. Oder dem ecall/Maut/Fahrtenschreiber-Kombigerät in
Deinem Auto austreibst, Dir ständig Strafzettel für zu starkes Gasgeben
und Versicherungsprämienerhöhungen aufzubrummen.
Ach so, und so nen Ding wird auch in Deiner Wohnung hängen:
https://www.youtube.com/watch?v=5rVQGT01Kzg
Specht schrieb:> Man kann sich zum Teil- oder> Vollandroiden umbauen lassen
Klar doch, auch das kommt.
Wenn auch nicht in 10 oder 20 Jahren.
Ich glaube, zu jedermann/fraus Vorteil.
Nicht, weil irgendjemand hinter einem großen
Steuerpult Freude dran hat.
Thomas Z. schrieb:> Wie kann ich einen Kühlschrank erpressen, der seine Tür verriegelt hat -> bloß weil die Waage ihm gemeldet hat, dass ich schon wieder zugenommen> habe?
Ich habe mit Absicht eine Waschmaschine gekauft, die noch einen echten
Netzschalter und eine mechanische Türöffnung hat.
Ich kenne Leute, denen ist die Wäsche in der defekten Maschine
verschimmelt.
Peter Dannegger schrieb:> Ich habe mit Absicht eine Waschmaschine gekauft, die noch einen echten> Netzschalter und eine mechanische Türöffnung hat.> Ich kenne Leute, denen ist die Wäsche in der defekten Maschine> verschimmelt.
Auch die hat eine elektromechanische Türverriegelung wenn sie läuft ;o)
Crazy H. schrieb:> Auch die hat eine elektromechanische Türverriegelung wenn sie läuft ;o)
Die entriegelt sich aber ~30s nach dem Ausschalten, vermutlich ein
Bimetall.