Oszilloskop defekt?

Gast #4044633
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Hallo,
habe heute ein Oszi besorgt. Leider zeigt das recht wenig an. Stelle ich 
X-Trigger auf 50Hz und die Zeit gut ein, leuchtet es im Sekundentakt 
rechts und links, eigentlich außerhalb des Bildes.
Erhöhe ich die Frequenz wird es dunkler, da es ja weniger lang 
leuchtet...

Helligkekitsregler macht keinen Unterschied...

Y habe ich kurzgeschlossen, da erwarte ich doch einen gerade Strich?
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#4044772
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Da ich keine Elektrode zur Nachbeschleunigung sehe im Bild, gehe ich von 
1000 bis 2000 Volt Hochspannung aus, in seltenen Fällen eventuell 3000 
Volt, aber nicht mehr.
Zuerst sollte man die "üblichen" Versorgungsspannungen messen, und dann 
die Spannungen an den Ablenkplatten im XY-Betrieb, und die Spannungen 
beim Drehen der zugehörigen Positionssteller beobachten. Das wird schon 
viel bringen.
#4044813
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Die Einsteller x-Pos und Y-Pos sind vorne am Gerät.
Die 4 Transistoren im TO-5-Gehäuse sind sicher die Y-Endstufe, dort 
fließt mehr Strom als in der X-Endstufe, da dort die höheren Frequenzen 
verarbeitet werden. Es wird also auch eine Anordnung von noch einmal 4 
Transistoren geben, dies dürfte die X-Endstufe sein - beides auf der 
horizontal liegenden Leiterplatte. Außerdem kann man die Drähte in der 
Röhre gut verfolgen und sehen, welche zu den Ablenkplatten gehen.
BeimMessen dort ist allerdings wie schon bemerkt, Vorsicht geboten, die 
HV geh auch über den Röhrensockel.
Falls sich ein schärferes Foto der horizontalen Leiterplatte anfertigen 
ließe, könnte man noch detaillierter helfen.
#4044889
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M. Rath schrieb:
> Hallo,
> habe heute ein Oszi besorgt. Leider zeigt das recht wenig an. Stelle ich
> X-Trigger auf 50Hz und die Zeit gut ein, leuchtet es im Sekundentakt
> rechts und links, eigentlich außerhalb des Bildes.
> Erhöhe ich die Frequenz wird es dunkler, da es ja weniger lang
> leuchtet...
>
> Helligkekitsregler macht keinen Unterschied...
>
> Y habe ich kurzgeschlossen, da erwarte ich doch einen gerade Strich?

Respekt, ich dachte, ich habe einen alten OSzi ;-)))
Gast #4044902
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OK, die X und Y Einsteller kenn ich ja, die sind bei diesem Gerät 
unendlich empfindich. Oberer und unterer Rand ist kein Grad Unterschied 
am Regler, Berühren reicht.
Mit großem Aufwand schaffte ich es einen 1cm Matschfleck fast in die 
Mitte zu bekommen. In der Mitte ist es unmöglich hinzukommen.

Wen die Hochspannung den Lichtstrahl (Elektroden) nach Vorne bewegen 
soll und X/Y die Ablenken, klingt das doch sehr nach Hochspannung: Mitte 
unbrauchbar, X/Y empfindlich.
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#4044928
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Es sieht so aus, als ob ich falsch lag, je 2 Transistoren im 
TO-5-Gehäuse scheinen Y und X zu sein, jeweils mit einem 
68K-Kollektorwiderstand. Der Widerstand links vorne unter dem Trafo 
sieht nicht mehr sehr frisch aus.
Da man auch bei einem Dutzend Volt an Kathode und Wehnelt schon einen 
gewissen Stromfluß erzeugen kann, denke ich, daß die Theorie mit der 
fehlenden Hochspannung durchaus sein könnte.
Gast #4044929
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OK, hat heute ganze 8 Euro gekostet inkl. 30V 2A Labornetzteil 
(Netzfilterkondensator flog mir um die Ohren, sonst OK). Die hatte wohl 
noch mehr davon, kam leider zuspät...

Also ebäh. Hat jemand noch ein billiges Oszi herumfliegen? Brauche das 
nur für Schaltnetzteile...

Ich bezweifel, das das jemand sammelt, das hat ja keinerlei Bezeichnung.
Gast #4044937
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Hallo

schau mal ob da im Netzteil 2 oder 3 gleiche Hochvoltdioden sind und 
entsprechende Kondensatoren. Dann könnte es eine Villard-Schaltung sein.

Mein erstes Scope von 1970 hatte eine Trafowicklung mit 700V. Die wurden 
dann verdoppelt für die Röhre.

Die Potis für X und Y wirst du ersetzen müssen. Für Tests kannst du 
versuchen mit Kontaktspray die Potis zu reinigen. Das hilft aber nur 
kurz.
#4045004
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Bei Versuchen an Röhren haben 6 bis 12 V ausgereicht, um mehr als 1 mA 
Kathodenstrom zu erzeugen. Schließlich gibt es ja auch noch die 
Spannungen für Fokus und Geometrie. Wenn die Kathode geheizt wird, habe 
ich die Elektronenwolke. Auch wenn Hochspannung da ist, gehen die 
Elektronen vom Wehneltzylinder gebremst in die weitere Bahn. Nun ist der 
Wehnelt aber nicht auf negativerem Potential als die Kathode, läßt also 
voll durch.
Gast #4045006
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M. Rath schrieb:
> Potis schon alle mit Kontaktspray gemacht, werden nochmal gespült und
> nochmal Kontaktspray drauf, ist auch alles ok.

Damit hast Du die erfolgreich gekillt. Vielleicht nicht gleich, aber 
erholen werden die sich davon nie mehr.

Schade, mein letztes funktionierendes habe ich gerade verramscht. Das 
hätte ich 1zu1 mit Deinem getauscht.

Warum kippenndie Leute immer gleich Kintaktspray in die Potis (und 
Schalter)? Man zerlegt die und reinigt mit einem Papier, das mit 
Kontaktspray behandelt wurde. Wenn das Poti durch Sprühen geflutet wird, 
saugt sich der Pertinaxträger voll und verändert seinen Isolationswert.


Old-Papa
Gast #4045022
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Ich flute die Potis noch mit Bremsenreiniger, der entfernt das 
Kontaktspray und verdunstet Rückstandslos ok?
So, die Sekundäre 235V Wicklung ist offen. Man nehme also nun 2 
identische Steckernetzteile / andere Trafos schließe die sekundären 
Seiten zusammen und habe ein Trenntrafo mit ca. 230V Ausgang. Dürfte 
klappen oder?

Spannung liegt nicht an, die 2 V kommen wo anders her, das stimmt 
schon...
#4045112
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Das Bild sieht relativ gut aus!
Mein uralter HM 107 aus den allerersten Baujahren hat ein ähnliches 
Bild. Ich würde sagen - Wiederauferstanden!
Aber für Messungen an Schaltnetzteilen eventuell nicht schnell genug. 
Man rechne die 68K für den Vertikalzweig und die Annahme, daß man so 20 
bis 30 pF umladen muß, dann erhält man die Grenzfrequenz, die das Gerät 
anzeigen kann. Sicher unterhalb 1 MHz.

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