Hallo,
ich habe bei einer alten ISA ADC-Karte das Problem, ein fehlendes
Bauteil zu Identifizieren. Ich vermute dass es ein Adress bzw. Daten
-Latch ist. Ist das Plausibel bzw. könnte ein 74373 das Richtige sein ?
Die Schaltung ist vermutlich aus den frühen Neunzigern mit einem MC6800.
Gibt es da etwas wegen der CMOS Technik der anderen Bauteile zu beachten
? z.B. Kein 74LS737 nehmen ?
holger schrieb:> 74245
Der mit Sicherheit nicht. Pin 19 ist in der Schaltung ein Datenbit und
beim 245 ist es Enable.
'573 oder '574 könnten passen. Der Speicher rechts besteht nur aus
Eproms, also nur eine Datenrichtung. Leider ist der Schaltplan sehr
unvollständig. An Pin11 müsste dann BHE angeschlossen sein - direkt oder
über Logik.
febc schrieb:> Die ICs Rechts sind SRAMs von sony
Man lernt nie aus. SRAMs mit VPP und PGM als Pinbezeichnung kannte ich
bisher nicht.
Aber dann muss ich passen. Bus Transceiver mit Enable oder Direction auf
Pin 11 kenne ich nicht.
febc schrieb:> MC6800
Du solltest doch mal Fielmann aufsuchen. Das kann kein MC6800 sein. Der
hatte den Datenbus 8 Bit breit, nicht 16, und auch nur 16
Adressleitungen.
febc schrieb:> ich habe bei einer alten ISA ADC-Karte das Problem, ein fehlendes> Bauteil zu Identifizieren.
War da sicher ein Bauteil drin? Macht irgendwie nicht viel Sinn, die
zwei Hälften des Datenbus zu koppeln...
Möglicherweise ist das ein Sockel für eine Tochterplatine, wenn irgendwo
die Adressleitungen auch noch angezapft sind könnte man damit eine
Speichererweiterung ansteuern.
Falk Brunner schrieb:> @ febc (Gast)>>>Stimmt es ist ein 86000P12>> Schon wieder ein Zahlendreher? War es nicht eher ein 68000P12>> Schöne CPU, lange ist es her 8-0
Wird vielleicht wirklich Zeit für eine Brille...
Richtig ist 68000P12.
rmu schrieb:> febc schrieb:>> ich habe bei einer alten ISA ADC-Karte das Problem, ein fehlendes>> Bauteil zu Identifizieren.>> War da sicher ein Bauteil drin? Macht irgendwie nicht viel Sinn, die> zwei Hälften des Datenbus zu koppeln...>> Möglicherweise ist das ein Sockel für eine Tochterplatine, wenn irgendwo> die Adressleitungen auch noch angezapft sind könnte man damit eine> Speichererweiterung ansteuern.
Nein, es ist definitiv ein IC, habe die Schaltung Funktionsfähig mit
einem IC an dieser Stelle gesehen. Von der Pin belegung her kann es ja
nicht viel anderes als 74xx sein oder irre ich mich ?
Georg G. schrieb:> febc schrieb:> Bus Transceiver mit Enable oder Direction auf Pin 11 kenne ich nicht.
i8286 hat direction auf Pin 11 (und output enable auf Pin9).
Paßt aber ohnehin nicht zum Schaltplan, denn Pin 11 ist ja nicht als
Eingang beschaltet. Und Pin 1 soll wohl enable sein.
Ich denke dein Schaltplan ist murks...
Wenn da ein Latch ala 574 drin ist dann könnte man damit den Oberen
Datnebus D8-D15 auf den unteren D0-D7 schalten. Das ergibt überhaupt
keinen Sinn.
Es könnte ein PAL drin gewesen sein, dass irgendwie bei bestimmten
16-bit-Mustern den Ausgang durchschaltet. Ich weiss aber
zugegebenermassen nicht, wo PALs ihre GND und VCC pins haben. Wenn das
so ist, dann hast Du keine Chance.
Was mich stutzig macht is die ~CE Ansteuerung aller einzelnen chips. Hat
der 68k das bei 8-bit Zugriffen wirklich so gemacht?
Matthias Melcher schrieb:> Was mich stutzig macht is die ~CE Ansteuerung aller einzelnen chips. Hat> der 68k das bei 8-bit Zugriffen wirklich so gemacht?
Der 68k tut damit ja gar nix? Vermutlich werden die CEs aus höheren
Adress-Bits generiert...
Ah, eben noch mal nachgelesen. UDS und LDS entscheiden über den Zugriff.
Ob man das nun aus CE oder RE/WE decodiert ist eher egal.
Letzte Idee für die vorliegende Karte: der 68000 war damals recht teuer.
Kann es sein, dass die Karte einen 8-bit Modus hat, bei dem eben auf
Anfrage (Zugriff auf ein ungerades byte) der hi-Bus auf den lo-Bus
durchschaltet? So könnte man die Karte optional am 68008 betreiben.
Matthias Melcher schrieb:> Es könnte ein PAL drin gewesen sein, dass irgendwie bei bestimmten> 16-bit-Mustern den Ausgang durchschaltet. Ich weiss aber> zugegebenermassen nicht, wo PALs ihre GND und VCC pins haben. Wenn das> so ist, dann hast Du keine Chance.>> Was mich stutzig macht is die ~CE Ansteuerung aller einzelnen chips. Hat> der 68k das bei 8-bit Zugriffen wirklich so gemacht?
Danke für den Tip. Ich denke das wird es sein. Passt von der Pinbelegung
exakt auf z.B. Reprogrammable CMOS PALC 16L8, 16R8, 16R6, 16R4
Macht von der Schaltung her auch Sinn. Vielen Dank an Alle.
febc schrieb:> Matthias Melcher schrieb:>> Es könnte ein PAL drin gewesen sein, dass irgendwie bei bestimmten>> 16-bit-Mustern den Ausgang durchschaltet. Ich weiss aber>> zugegebenermassen nicht, wo PALs ihre GND und VCC pins haben. Wenn das>> so ist, dann hast Du keine Chance.>>>> Was mich stutzig macht is die ~CE Ansteuerung aller einzelnen chips. Hat>> der 68k das bei 8-bit Zugriffen wirklich so gemacht?>> Danke für den Tip. Ich denke das wird es sein. Passt von der Pinbelegung> exakt auf z.B. Reprogrammable CMOS PALC 16L8, 16R8, 16R6, 16R4> Macht von der Schaltung her auch Sinn. Vielen Dank an Alle.
Der 68k benötigt auf den Adressen 0x0...0x7 der Reset Vector, die
Einsprungadresse ins EPROM. Wenn man ab 0x0 SRAM hat muss man da also
mit der CS-Logik ein bischen tricksen um das EPROM in den Bereich zu
spiegeln und das SRAM-wegzuschalten. Das kann über PLDs gemacht werden.
Jetzt hat aber Dein System nur SRAM, wie will der 68k also starten wenn
er Code ab 0x0 erwartet?
Was ein PLD aber am DATEN-Bus dazu machen soll noch dazu mit den
Eingängen erschließt sich mir nicht.
rgds
6A66 schrieb:> Der 68k benötigt auf den Adressen 0x0...0x7 der Reset Vector, die> Einsprungadresse ins EPROM. Wenn man ab 0x0 SRAM hat muss man da also> mit der CS-Logik ein bischen tricksen
Achnaja, ich glaube nicht, dass das der Grund für den Chip ist, denn
nirgendwo ist ersichtlich, dass diese Karte auf die Adresse 0 gemappt
wird. Die ~CS Logik ist ja nicht gezeichnet.