> Gibt es da eigenlich eine Faustformel oder einfach so viele wie möglich?
So viele wie möglich ist sicher gut, solange die mechanische Stabilität
gewährleistet bleibt.
Die Faustformel ist sowas wie "mindestens eins pro achtelwällenlänge"
oder in der Richtung.
Hf-Beginner schrieb:
> Ja stimmt habe ich auch schon auf anderen Platinen gesehen.
> Wie kann man das Physikalisch begründen? Will ja was dazu lernen :)
Im Detail sehr kompliziert aber ich stelle mir das immer so vor, dass
ich auf einer Kupferfläche die nirgends angebunden ist bestimmte Moden
von elektromagnetischen Wellen anregen kann (ungefähr so:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d2/Longitudinal_mode_v2.svg).
Durch die Vias legst du quasi fest, dass an der Stelle wo das Via ist
ein Knoten sein muss -- denn da wird die Spannung auf null gezwungen.
Hast du zum Beispiel eine Fläche in der sich wie im Bild 1 gezeigt eine
Welle ausbilden kann und setzt du ein Via in die Mitte der Fläche, dann
gibt es die Mode aus Bild 1 nicht mehr, sondern nur noch die höheren,
die in der Mitte Amplitude null haben. Je mehr Vias du hinzufügst, desto
weniger Schwingungsmoden sind möglich und die Frequenzen der möglichen
Moden werden immer höher. Deshalb diese "deutlich enger als die höchste
in der Schaltung verwendete Frequenz"-Regel.
Naja, vielleicht ein bisschen populärwissenschaftlich, aber ich denke
das ist schon der zugrundeliegende Mechanismus.
Grüße,
Sven