Hallo zusammen,
kann mir jemand einen wirklich brauchbaren Leitungsfinder (stromführend)
empfehlen?
Bisher habe ich nur welche, die entweder nichts anzeigen, oder
behaupten, die ganze Wand wäre von Leitungen durchzogen (es leuchtet und
piept, sobald ich das Gerät an die Wand setze - in diesem Fall weiß ich
genau, dass dort keine Leitung versteckt ist).
Ich möchte die Leitungen dabei auf einen Bereich von +-3cm orten können.
Dabei sollen "nur" stromdurchflossene Leitungen, aber keine Nägel oder
Schrauben gemeldet werden. Notfalls nehme ich es auch hin, wenn zwischen
Metall und Kabel einwandfrei unterschieden werden kann.
Danke
Leitungssucher schrieb:> (es leuchtet und> piept, sobald ich das Gerät an die Wand setze - in diesem Fall weiß ich> genau, dass dort keine Leitung versteckt ist).
Bedienungsanleitung gelesen?
Bosch hat Geräte, die auswählbar Metall oder stromführende Leiter
detektieren. Ich habe hier ein Gms 120 - Funktioniert bestens.
Das erste, was ich bei diesen Detektoren mache, ist es das Piepsen
abzuschalten, das nervt nur. Die Bunte LED dient auch nur ein wenig zur
Orientierung. Um die Leitung dann wirklich zu finden, konzentriere ich
mich nur auf das Display.
Warum achtet eigentlich fast niemand, wer erstmals so ein gerät in die
Hand nimmt auf das Display? Ton und helle LED machen zuersteinmal mehr
Eindruck, eigentlich ein Designfehler dieser Dinger, muss aber
wahrscheinlich wegen Sicherheitsüberlegungen so sein, das nicht jemand
ohne Überlegen einfach drauflos bohrt ;)
Leitungssucher schrieb:> Dabei sollen "nur" stromdurchflossene Leitungen, aber keine Nägel oder> Schrauben gemeldet werden.
Und was ist mit einer Leitung, die vom Schalter zur Lampe geht, der
Schalter aber ausgeschaltet ist?
Leitungssucher schrieb:> Notfalls nehme ich es auch hin, wenn zwischen> Metall und Kabel einwandfrei unterschieden werden kann.
In einer Leitung ist Kupfer, das ist Metall
Michael H. schrieb:> Ich habe hier ein Gms 120 - Funktioniert bestens.
Hab ich auch, und ist fast nutzlos in unserem Altbau, bei dem ständig
das Material der Wand wechselt. Bei einem Gebäude das nach 1950 gebaut
wurde mag das besser sein.
Auch die Netzleitungserkennung ist bei mir nicht zuverlässig.
Das Beste meiner Meinung nach sind die Leitungsfinder, die ein
höherfrequentes Rechtecksignal in eine Leitung einspeisen und der
Detektor dann dieses Signal erkennt.
Sowas:
http://www.amazon.de/Fluke-Sicherungsfinder-Set-Leitungssucher-sortierer-0095969494731/dp/B003A5RB36
Ich habe mir gerade das „GMS-100M Professional“ von Bosch gekauft.
Bin eigentlich sehr zufrieden damit.
Es unterscheidet auch Eisen- und Nichteisenmetalle.
Wenn die Leitungen sehr dich zusammen liegen, kann es manchmal
schwierig werden.
Dann sollte man den Abstand zur Leitung erhöhen, und auf das Display
achten.
Störquellen in der nähe möglichst entfernen oder ausschalten.
Z.B. Handys, LED- oder Halogentrafos, Leuchtstoff- oder
Energiesparlampen.usw.
Die Leitungssucher mit Signaleinspeisung sind bestimmt besser, wenn man
eine ganz bestimmte Leitung unter vielen sucht.
Ich denke, das ist für die Hausinstallation eher ungeeignet.
Gruß
Thomas
Reinhard S. schrieb:> Besser Strom treffen als Heizungsrohr oder Wasserleitung.
Oder Gasleitung.
Ich habe in unserem Altbau alte Gas und Stromleitungen (Da waren
Gas-Einzelöfen) rausgerissen, da habe ich einen Dübel gefunden, der
genau zwischen einer Gasleitung und einer direkt daneben parallel
verlegten 3x1,5 NYM Leitung steckte. Die Aussenisolierung des Kabels war
durch und auch die Gasleitung war deutlich angekratzt.
Was in der Baubranche fehlt, sind aussagekräftige Dokumentationen
über sämtliche Installationen und baulichen Besonderheiten.
Eine Bilddokumentation vor dem Verputzen könnte auch hilfreich sein.
Man sollte mal bei der heutigen Technik ein bildgebendes
Scannersystem, ähnlich wie Ultraschall in der Medizin,
entwickeln. Nur wird das dann keiner mehr bezahlen wollen
oder können.
Wollmilchsau schrieb:>> Man sollte mal bei der heutigen Technik ein bildgebendes> Scannersystem, ähnlich wie Ultraschall in der Medizin,> entwickeln. Nur wird das dann keiner mehr bezahlen wollen> oder können.
Schau mal, kommt dem schon recht nahe:
https://www.youtube.com/watch?v=w48r-c4i22c
Es ist noch einigermaßen bezahlbar, jedoch sicher kein "schafft man sich
mal ebne für's Hobby an" Preis.
Ansonsten, wenn Du den Strom abschalten kannst, ist das Ding super:
http://www.kurthelectronic.de/pruef-und-messgeraete/kabel-leitungssucher-kit/ke501-elektro.html
Der Sender wird irgendwo an die Leitung geklemmt, und mit dem Empfänger
kann man das Gepiepse aus einem halben Meter Entfernung erkennen und
danach millimetergenau lokalisieren.
Die Telekomiker verfolgen damit das Verzweigerkabel über mehrere hundert
Meter von der Dose beim Kunden bis zum Schaltschrank und lokalisieren
dort die verwendeten Klemmen.
soul eye schrieb:> Ansonsten, wenn Du den Strom abschalten kannst, ist das Ding super:> http://www.kurthelectronic.de/pruef-und-messgeraete/kabel-leitungssucher-kit/ke501-elektro.html
Hatte ich oben schon angemerkt. Incl einem Sender, der auch an das 230V
Stromnetz einkoppelt.
Das nützt dir aber gar nix, wenn es darum geht irgendwelche Kabel zu
erkennen, einfach weil du ein Loch bohren willst.
Und die Gas oder Wasserleitung erkennst du damit auch nicht.
Der Bosch Wallscanner, den Andrew ins Spiel gebracht hat ist wohl noch
das Beste, aber auch der wird in einem Altbau mit mehreren
unterschiedlich starken Putzen übereinander, Balken, unterschiedliche
Ziegel, Schilfmatten etc seine Probleme bekommen.
Wäre es nicht besser, wenn man als Profilakte zum Löcher bohren nur ein
"reines" Metallsuchgerät verwendet?
Ja stimmt, ist ja schön wenn man zwischen Gasleitung und Stromleitung
unterscheiden kann, aber hineinbohren möchte man in beides nicht.
Selbst wenn ich mit einem Metallsuchgerät nur einen verputzen Nagel
finde wäre das kein Problem, dann bohre ich eben daneben.
Kupfer ist zwar auch ein Metall, beim Suchgerät bezieht sich das
"Metall" aber auf den Ferromagnetismus. D.h. in der Metall-Stellung wird
im allgemeinen nur Stahl und Eisen gefunden, und Kupfer braucht den
Strom bzw dessen Magnetfeld.
Die Metalldetektoren zum Schatzsuchen haben auch unterschiedliche
Detektionsmechanismen für Eisen und Nichteisenmetalle. Man muss also 2x
über den Rasen um alles zu finden.
Thomas B. schrieb:> Ja stimmt, ist ja schön wenn man zwischen Gasleitung und Stromleitung> unterscheiden kann, aber hineinbohren möchte man in beides nicht.> Selbst wenn ich mit einem Metallsuchgerät nur einen verputzen Nagel> finde wäre das kein Problem, dann bohre ich eben daneben.
und bei einer Betondecke ist das teil dann nur noch m Piepsen, wegen den
Armierungseisen?!
einfache Lösung, hier im Forum bereits erwähnt:
Am Ende der Leitung eine Leuchte mit Energiesparlampe anschließen.
Mit einem kleinen Transistor-Empfänger (MW oder LW-Bereich) die Wand
abtasten, der Verlauf der Leitung ist recht gut auffindbar, wegen des
massiven Störsignals das von der Leitung ausgeht.