Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Eine Rechtschreibkorrektur ist technisch noch halbwegs einfach
> umzusetzen,
Einfacher als die Grammatikkorrektur schon. Die vielgelesene Meinung,
dass sich die Rechtschreibkorrektur durch ein größeres Wörterbuch
verbessern lässt ist, ist leider falsch. Es erhöht sich dann eher die
Anzahl der falschen (zwar richtig geschriebenen, aber unpassenden)
Vorschläge.
> eine Grammatikkorrektur hingegen ist bei der Komplexität der
> deutschen Sprache kaum zu automatisieren.
Einiges ist durchaus machbar und wird auch gemacht. Das im Eingangspost
genannte Beispiel mit "das" vs. "dass" (hier allerdings mit korrekter
Schreibung) ist dabei noch eine der leichteren Übungen.
> Deswegen gibt es auch für
> Textverarbeitungsprogramme derartige Dinge nicht, bzw. nicht mit
> ernstzunehmender Funktion.
Doch, die gibt es, dazu mit Funktionen, die über Rechtschreib- und
Grammatikprüfung hinausgehen (Terminologie-, Stil-, Konsistenzprüfung).
Allerdings in einer deutlich anderen Preisklasse als Apps und
Browser-AddOns. Sowas wird derzeit überwiegend bei den Großen
eingesetzt. Z.B. arbeiten fast alle deutschen Automobilhersteller in
ihren Dokumentationsabteilungen damit. Als Textverarbeitungsprogramme
sind dort üblicherweise XML-Editoren im Einsatz, Word nur in geringem
Umfang.
Die beiden Firmen, die hierzu für die deutsche Sprache etwas anbieten
können:
http://www.acrolinx.de/
http://www.congree.com/
Bis vor ca. zwei(?) Jahren gab es aus dem Hause Duden den
"Duden-Korrektor" für kleines Geld als Plugin für MS-Office, dann wurde
die darunterliegende Linguistik ausgetauscht und dafür schlechte
Bewertungen eingefahren. Der neue Duden-Eigentümer hat daraufhin das
Produkt eingestellt. Eine ältere Online-Version (vor dem Austausch der
Linguistik) findet sich hier (Beispiel im Anhang):
http://www.duden.de/rechtschreibpruefung-online (Cookies erforderlich,
sonst geht da nix)