https-Verbindung für Forum abschalten

Gast #4106749
Lesenswert?

Ein möglicher Grund: Manche surfen auch zu Hause durch ihren privaten 
Proxy-Server, der sich die Seiten vorher anschaut und Werbung, unnötigen 
JavaScript-Schrott usw. herausfiltert.

Das funktioniert mit https nicht mehr.

Gruß
Olof
#4106928
Lesenswert?

Markus schrieb:

>> Proxy-Server, der sich die Seiten vorher anschaut und Werbung, unnötigen
>> JavaScript-Schrott usw. herausfiltert.
>
> Braucht man nicht! Firefox, Ghostery und Better Privacy reicht!
>
> Da gibts auch hier keine Werbung und FB-Plugins!

Die Einnahmen für das bisschen Werbung hier im Forum sollten wir dem
Andreas gönnen. Ohne diese Werbung gäbe es auch das Forum nicht!
Persönliche Seite #4107081
Lesenswert?

Wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen (Teilnahme an einer 
Dikussionen mit mehreren Benutzernamen) habe ich hier einiges gelöscht, 
und einige Reaktionen auf das Getrolle ebenfalls.

Abdul kann ja gerne erklären, warum er meint, auf ssl verzichten zu 
wollen, aber das muss kein anderer für ihn tun, und es ist auch nicht 
nötig, ihn als dumm oder uninformiert darzustellen.

Das ist er nicht, dafür ist er hier eindeutig schon lange genug 
unterwegs.
Admin Persönliche Seite #4107409
Lesenswert?

Für angemeldete Benutzer läuft alles nur noch über HTTPS, um Passwort- 
oder Session-Cookie-Klau zu verhindern. Es gibt keinen sinnvollen Grund, 
auf Verschlüsselung zu verzichten. Falls jemand unbedingt einen 
filternden Proxy verwenden möchte, dann muss der halt mit HTTPS umgehen 
können (Entschlüsselung und Neuverschlüsselung mit eigenem Schlüssel).
OP Persönliche Seite #4108398
Lesenswert?

Hm, jetzt jammert Proxomitron wegen Zertifikat rum. Kann man zwar 
installieren lassen, wird aber irgendwie nicht dauerhaft. Seite 
zugemacht und neu geöffnet und er fragt wieder nach dem Zertifikat...

Ehrlich gesagt, fand ich µC.net wegen seiner Einfachheit schön. Soll das 
jetzt das Ende sein?

Kann man ein Zertifikat per Hand dauerhaft ins Windoof-System 
installieren?

Am liebsten wäre mir eine Option in den Benutzereinstellungen. Wo ist 
das Problem? Ist ja kein Bankgeschäft und alles öffentlich.
Gast #4108548
Lesenswert?

Üblicherweise ist der Zertifizierungspfad schon vorhanden (siehe Bilder 
vom Firefox bzw. certmgr.msc).
https://cert.startcom.org/?lang=de

Was allerdings bei Proxomitron abgesehen vom Ankreuzen "Filterung SSL 
aktivieren" noch zu tun ist, mußt du selber herausfinden.
Empfohlen wird es allerdings nicht.
http://www.buerschgens.de/Prox/Seiten/Anleitung/Oberflaeche_Einstellungen.html

Es gab da auch vor einiger Zeit ein Problem mit irgendeinem 
Lenovo-Programm, dass genauso ein MITM-Szenario realisiert hat, ohne 
z.B. auf zurückgezogene Zertifikate zu prüfen. Link müßte ich aber erst 
suchen.
Angehängte Dateien:
OP Persönliche Seite #4108626
Lesenswert?

Peter II schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Kann man ein Zertifikat per Hand dauerhaft ins Windoof-System
>> installieren?
>
> selbstverständlich. Dafür gibt es den Zertifikatsmanager.
>
> Die Frage ist, ob dein Browser auch die Windows-Zertifikate nutzt.

Wie, es gibt zwei? Wozu?


Hm. Da war doch ne Option "auf Zertifikate prüfen bla bla" im Browser. 
Werde ich morgen mal näher untersuchen.
Gast #4108632
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Peter II schrieb:
>> Die Frage ist, ob dein Browser auch die Windows-Zertifikate nutzt.
>
> Wie, es gibt zwei? Wozu?

Oder auch mehrere - für Windows im Allgemeinen sind die Zertifikate mit 
certmgr.msc (Start-Ausführen) erreichbar. Firefox bringt hingegen seine 
eigene Zertifikatsverwaltung mit (Einstellungen-Erweitert-Zertifikate).

Wenn ich mir http://www.proxomitron.info/files/ so ansehe, würde ich 
ersteinmal versuchen proxcert.pem (aus proxcert150101.zip) im 
Programmverzeichnis von Proxomitron abzulegen und in den Browser bzw. 
Windows zu importieren. Die im Installer/zip enthaltene Version ist von 
2003!
Damit sollte dann zumindest die Kommunikation Browser<->Proxomitron 
nicht mehr meckern.

Komplizierter wird es allerdings, wenn Proxomitron nicht die CA von 
Windows nutzt, sondern auf Zertifikate im Programmverzeichnis zugreift.
Die verfügbare Liste certs.pem aus certs.zip ist von 2006. In diesem 
Fall müßtest du alle deine aktuellen Stammzertifikate exportieren und im 
Programmverzeichnis ablegen, so dass dann die Verbindung 
Proxomitron<->Website auch verifiziert werden kann.
Gast #4108713
Lesenswert?

das das Proxomitron schon recht alt ist (2003) wird es wohl gegen alle 
Sicherheitslücken der letzten Jahre anfällig sein.
So etwas jetzt noch einzusetzen (im Zusammenhang mit https) ist ja schon 
fahrlässig.

Da wird versucht Sicherheit zu erreichen im dem JavaScript nicht 
aktiviert wird und dann installiert man sie so ein Sicherheitsloch.

muss man glaube ich nicht verstehen.
OP Persönliche Seite #4109182
Lesenswert?

Welche Sicherheit? Bankgeschäfte mach ich darüber eh nicht. Es gibt 
Seiten, die laden erstmal über 1MByte JS-Code, bevor die Seite 
dargestellt wird. Wenn du nun ne langsame Verbindung hast, ist das 
einfach nur nervig 2 Sekunden und mehr warten zu müssen. Da die 
Seitenbetreiber das nicht interessiert, muß man sich selber helfen. Und 
es gibt noch weitere Gründe.
Gast #4109190
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Welche Sicherheit?
> Bankgeschäfte mach ich darüber eh nicht.
email zugangsdaten sind genauso wichtig, Amazon&Co würde ich auch nicht 
unverschlüsselt übertragen.

> Es gibt
> Seiten, die laden erstmal über 1MByte JS-Code, bevor die Seite
> dargestellt wird. Wenn du nun ne langsame Verbindung hast, ist das
> einfach nur nervig 2 Sekunden und mehr warten zu müssen. Da die
> Seitenbetreiber das nicht interessiert, muß man sich selber helfen. Und
> es gibt noch weitere Gründe.
dafür wurde ein Cache erfunden.
Und seiten die 1Mbyte an code landen werden ihn auch irgendwo brauchen. 
Mit JS kann man auch Seitenteile austauschen, womit dann sogar weniger 
Daten übertragen werden müssen, weil nicht immer alles neu geladen wird.
Gast #4109464
Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Ja, wie sieht die Selbsthilfe aus?

Wenn du uns deinen Browser nennst, kann man mehr dazu sagen.

Für das Suchproblem verwende ich mit Firefox
http://www.basson.at/firefox-addons/contextsearch

JS halte ich mir mit NoScript vom Leib, Werbung erschlägt AdBlock und 
eine host-Datei mit den größten Sündern.

Zur Manipulation von Webseiten gibt es bei mir Stylish, Greasemonkey und 
versuchsweise NoScript-Surrogate (is' aber sehr gewöhnungsbedürftig).

Ansonsten ist der Browser restriktiv konfiguriert was Cookies, diverse 
andere Speicher, Verschlüsselungsalgorithmen und serverseitig 
aktivierbare Funktionen betrifft. Ich habe, bis auf VLC, alle Plugins 
deinstalliert bzw. deaktiviert und achte auch darauf, nicht allzuviele 
AddOns aktiv zu haben (sind in Summe 13)

Bisher konnte ich auch ohne Proxy(*) keine negativen Effekte feststellen 
- Webseiten die mit meinen Einschränkungen nicht funktionieren, sind es 
auch nicht wert, besucht zu werden.

ps. Hat es mit den Zertifikaten funktioniert?
pps. Laufzeitanalyse des Analogforums sieht bei mir (ADSL 6MBit/256kBit) 
OK aus.


(*) Der, abgesehen von zusätzlichen Sicherheitslücken, auch die 
Geschwindigkeit beeinträchtgen kann.
Angehängte Dateien:
Gast #4109719
Lesenswert?

Wenn du es mit dem Zertifikatsimport/export nicht zum Laufen bringst, 
zahlt sich eventuell ein eigener Thread in PC-H&S aus.

Zumindest mir fällt kein Proxy ein, der alle deine Anforderungen 
erfüllt.
OP Persönliche Seite #4109771
Lesenswert?

Der Proxy läuft natürlich nur auf einem Rechner und die ganze Familie 
soll eben mit allen Geräten drüber gehen können. Das funktioniert ja 
auch prinzipiell. Also von IE6 auf WinME bis Android und Chrome.
Nur dann wurde µC.net geändert und nun gibts Probleme.

Ach, es ist einfach lästig. Am Ende hat MaWin recht mit dem Ausloggen. 
Die Eyecatcher-Bewertung wäre dann auch weg. Nervt mich genauso.
Gast #4109858
Lesenswert?

Steffen Rose schrieb:
> Wo finde ich den korrekten Fingerprint für ein Zertifikat, wenn ich
> dieses vor dem Import überprüfen will?

sollte auf der Webseite stehe, wo diese Zertifikat verwendet wird. 
(diese kann natürlich auch von jemand schon gefälscht sein). Am besten 
du rufst den Webmaster an und vergleichst die Daten.
#4110077
Lesenswert?

Ich bezweifle, dass dies real so praktiziert wird.
Zertifikate auf der Website habe ich schon gesehen. Ist aber eher 
selten.

Und nach den ganzen Problemen mit Signierungsstellen ist das Vertrauen 
in die Verschlüsselung bei mir nicht sehr hoch. Ich denke, wenn mir 
jemand eine faule verschlüsselte Webseite unterschieben will, dürfte die 
Hürde nicht sehr hoch sein.

Ich lasse mich hier jedoch gerne Belehren. Daher auch die ernstgemeinte 
Frage nach der Überprüfbarkeit.
Moderator Persönliche Seite #4110260
Lesenswert?

Steffen Rose schrieb:
> Ich bezweifle, dass dies real so praktiziert wird.

Bringt auch nichts.  Wenn schon, müsstest du den Fingerprint ja auf
einem anderen Übertragungsweg erfahren.  Ansonsten könnte jemand ja
den dargestellten Fingerprint genauso mit manipulieren.

> Und nach den ganzen Problemen mit Signierungsstellen ist das Vertrauen
> in die Verschlüsselung bei mir nicht sehr hoch.

Das Vertrauen in die Signierungsstellen ist aber der Dreh- und
Angelpunkt einer PKI (public key infrastructure).  Die Alternative
ist der “community trust” wie bei PGP/GPG, wobei der auch nur dann
sinnvoll funktioniert, wenn mehr als nur zwei, drei Hanseln den
Schlüssel unterschrieben haben.
#4110405
Lesenswert?

@Jörg
Ich stimme dir ja zu, dass das was du sagst für die Infrastruktur 
wichtig ist. Deinen Worten entnehme ich aber keine Erwiederung, dass 
meine "Sorge" unbegründet ist. Ich hatte eher die Hoffnung, dass ich 
etwas übersehe, was das Ganze sicherer macht als es aus meinem 
oberflächlichen Blick aussieht.
#4110663
Lesenswert?

Das derzeitige Konzept für SSL/TLS mit der großen Anzahl an CAs die im 
Browser hinterlegt sind hat definitiv seine Schwächen. So kann 
irgendeine chinesische CA ein Zertifikat für meine Webseite ausstellen 
wenn sie das will (oder muss) und die Browser bringen dann keinerlei 
Fehlermeldungen.

Dennoch ist das schon wesentlich besser als gar keine Verschlüsselung 
einzusetzen.

Denn das Ausstellen von Fake-Zertifikaten fällt bei zu breitem Einsatz 
relativ bald auf. Das führt dann wiederum dazu, daß die betroffenen CAs 
aus den Browsern rausfliegen und damit wertlos werden, siehe z.B. 
Diginotar. Daher wird jemand einen solchen Angriff nur bei den 
wichtigsten, handselektierten Zielen machen.

Hoffentlich kommen die Browserentwickler bald mit DANE in die Puschen, 
dann läuft das Vertrauen über den einen DNSSec-Rootkey. Manipulationen 
daran würden sofort und automatisch erkannt werden können.
Gast #4111979
Lesenswert?

Ich vermute was anderes!
Bisher konnte man ohne ssl den Datenstrom der Familie loggen und schaun 
was die so machen (gerade bei Kindern + Internet könnte ich es 
verstehen).

uC.net ist doch nur ein Vorwand!

Microsoft Forefront konnte sowas! Der stellt einen SSL-Server mit 
Stammzertifikat bereit. So konnte der Datenstrom komplett entschlüsselt 
werden um z.b. ein Vorus über SSL zu entdecken!
#4115285
Lesenswert?

Markus schrieb:
> Ich vermute was anderes!
> Bisher konnte man ohne ssl den Datenstrom der Familie loggen und schaun
> was die so machen (gerade bei Kindern + Internet könnte ich es
> verstehen).
>
> uC.net ist doch nur ein Vorwand!

Hast Du mal versucht bei deiner Bank anzufragen, warum ihre Passwörter 
sicher sind, obwohl nur viel weniger verschiedene Zeichen als üblich 
erlaubt sind? Hier bekommt man wenigstens eine Anwort.

Ich muß aber zugeben, ich habe bisher nicht gefragt, ob sie mir die 
Fingerprints auch per Post schicken können. Online sind sich verfügbar. 
Aber dass Thema hatten wir schon.

> Microsoft Forefront konnte sowas! Der stellt einen SSL-Server mit
> Stammzertifikat bereit. So konnte der Datenstrom komplett entschlüsselt
> werden um z.b. ein Vorus über SSL zu entdecken!

Wie funktioniert dann eine Seite, welche ein nicht passendes Zertifikat 
benutzt? Kann diese dann einfach nicht benutzt werden oder bekomme im 
Browser wie sonst auch eine Meldung, welche mich darüber informiert?
Gast #4115698
Lesenswert?

Steffen Rose schrieb:
> Wie funktioniert dann eine Seite, welche ein nicht passendes Zertifikat
> benutzt?

Der Proxy bastelt ein gültiges Zertifikat. Du musst das Stammzertifikat 
einbinden, dann kann der Server beliebige Zertifikate ausstellen.
Wenn das richtig konfiguriert ist bekommst du davon nichts mit.
#4115755
Lesenswert?

Steffen Rose schrieb:
> Panorama schrieb:
>> Wenn das richtig konfiguriert ist bekommst du davon nichts mit.
>
> Das wäre doch dann unsicher und schlecht, oder?

Nicht, wenn du dich darauf verlassen kannst, dass der Proxy seinerseits 
das Zertifikat des Servers ordentlich überprüft hat und nur bei Erfolg 
eines mit seinem CA-Zertifikat ausstellt, das der Browser dann sieht. 
Und wenn du weist, was der Proxy mit den zwischenzeitlich 
entschlüsselten Daten macht. Und wenn alle, die diesen Proxy 
mitbenutzen, das auch wissen.
#4115774
Lesenswert?

Steffen Rose schrieb:
> Wie funktioniert dann eine Seite, welche ein nicht passendes Zertifikat
> benutzt?

Malte S. schrieb:
> und nur bei Erfolg
> eines mit seinem CA-Zertifikat ausstellt, das der Browser dann sieht.

Meine Frage zielte ja genau auf die Zertifikate ab, welche die Kette 
nicht einhalten (z.B. selbst ausgestellte Zertifikate).

Gehen die/ gehen die nicht?
Bekomme ich hinter dem Proxy eine passende Fehlermeldung bzw. garnichts 
mit?

Wenn @Panorama mich richtig verstanden hat, heißt dies, dass es ohne die 
üblichen Warnungen und Fehlermeldungen funktioniert (je nach 
Konfiguration).
Und das fände ich unsicher.
Admin Persönliche Seite #4116014
Lesenswert?

Steffen Rose schrieb:
> Gehen die/ gehen die nicht?
> Bekomme ich hinter dem Proxy eine passende Fehlermeldung bzw. garnichts
> mit?

Das wird wohl davon abhängig sein was das für ein Proxy ist und wie er 
konfiguriert ist. Sinnvollerweise sollte er nicht vertrauenswürdig 
signierte Zertifikate natürlich ablehnen und keine Verbindung zulassen. 
Kommt aber auch vor dass das nicht so genau genommen wird:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Barracuda-Web-Filter-untergraebt-Sicherheit-von-SSL-Verbindungen-2632200.html
Gast #4116343
Lesenswert?

@Steffen, da habe ich dich falsch verstanden. Wie der Proxy selber mit 
unsicheren Zertifikaten umgeht weiß ich nicht.

Grundsätzlich ist es möglich solche Zertifikate ohne Warnung zu 
akzeptieren, oder statt der angeforderten Seite eine Meldung/Abfrage an 
den Nutzer auszuliefern. Was der Proxy genau macht hängt vom Anbieter 
ab.

Kann man eigentlich Stammzertifikate wiederrufen bzw. automatisch von 
den Clients entfernen?
Angenommen jemand hackt den Proxy und trägt die Root CA raus. Das hätte 
doch fatale Folgen und wäre in einigen schrottigen Firmennetzen kein 
großer Aufwand.
Moderator Persönliche Seite #4116531
Lesenswert?

Karl-Heinz M. schrieb:
> Das Zertifikat landet in dem Fall durch den Widerruf in einer Sperrliste

Es geht um den Widerruf eine CA-Zertifikats.

Nein, das geht meines Wissens nur, indem man die Zertifikatsliste des
Browsers aktualisiert, also nicht innerhalb von 5 Minuten und
automatisch, sondern erst durch eine der „beliebten“
Sicherheitsaktualisierungen der Browser.
#4116567
Lesenswert?

Karl-Heinz M. schrieb:
> Das Zertifikat landet in dem Fall durch den Widerruf in einer
> Sperrliste, die ebenfalls von der Anwendung beachtet wird. Die ganze
> Kette wird dadurch unterbrochen und das Zertifikat als ungültig
> betrachtet.

In der Theorie, ja. Die Praxis zeigt die Schwächen des Verfahrens. 
http://m.heise.de/security/meldung/Heartbleed-und-das-Sperrproblem-von-SSL-2174254.html
Moderator Persönliche Seite #4116599
Lesenswert?

Karl-Heinz M. schrieb:
> Dadurch erfolgt der Widerruf aber auch nicht, Jörg.

Zumindest bestätigt die am weitesten oben stehende Antwort hier meine
Sichtweise:

http://stackoverflow.com/questions/5930529/how-is-revocation-of-a-root-certificate-handled

Der verlinkte Heise-Artikel macht auch deutlich, dass das Sperren
gerade eines Root-Zertifikats wohl eine eher theoretische Option
bleibt.
#4118637
Lesenswert?

Was ich alles schon für unverständliche Fehlermeldungen hatte ohne 
Unterstützung, was zu tun ist...
Ich weiß mir ja wenigstens noch zu helfen, aber Otto-Normalverbraucher?

Und wenn es heißt, "Wenn der grüne Schlüssel erscheint ist alles 
sicher." werde ich alles versuchen diesen zu erzeugen. Klicke ich auf 
"Trotzdem akzeptieren" erscheint genau dieser. Und das ist doch, was 
gewollt ist.

Ich weiß, dass das nicht so ist. Aber ich frage mich, was manche 
Experten von einem DAU erwarten.
#4118699
Lesenswert?

Jetzt aber mal wieder konkret zur hiesigen Seite:

Rufe ich mit Firefox die Seite
https://www.postbank.de
auf, macht Firefox das Schloß grün.

Rufe ich
Beitrag "https-Verbindung für Forum abschalten"
auf, ist das Schloß grau.

(mikrocontroller.net schickt scheinbar keine Betreiberinformation mit)

Toll. Ein Fall, wo Otto-Normalverbraucher verwirrt sein dürfte und sich 
daran gewöhnt, dass das Schloß auch mal eine andere Farbe haben darf. So 
wird er dies später auch in anderen Situationen akzeptieren.

Im Ernst. Was heißt dies?
Der Schlüssel wurde durch StartCom bestätigt? Ist diese Bestätigung an 
mikrocontroller.net gebunden und es ist bloß nicht vermerkt, wer diese 
betreibt? Heißt, der Betreiber könnte wechseln und der Schlüssel bleibt 
gültig?

Anm: In 10 Tagen läuft die Gültigkeit aus.
Gast #4118707
Lesenswert?

Steffen Rose schrieb:
> Im Ernst. Was heißt dies?

das keine Kontrolle vom Eigentümer vorgenommen wird. Es wird nur auf die 
Domain ausgestellt. Wenn du es schafft an ein Postfach wie 
webmaster@postbank.de ranzukommen, dann kannst du einfach ein Zertifikat 
beantragen, aber die Prüfung ob du auch wirklich berechtig bist für die 
Postbank Zertifikate zu kaufen wird nur bei den "grünen" Zertifikaten 
gemacht.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren