PFC und Abwärtswandler

OP #4117646
Lesenswert?

Hallo,

ich bin auf diese Seite in diesem Froum gestoßen.

http://schmidt-walter-schaltnetzteile.de

Kann ich auf Grundlage der Daten dieser Seite ein Schaltnetzteil 
dimensionieren und bauen?
Meine Idee wäre mir die einzelnen Schaltungen zu suchen und dann die 
entsprechenden Parameter einzugeben.
Also z.B.  Leistungsfaktor- Vorregelung (PFC) mit anschließendem 
Abwärtswandler.

Anschließend würde ich die Schaltung in LTSpice simulieren.

Hat schonmal jemand Erfahrungen mit dem Anwenden der Ergebnisse dieser 
Seite gemacht und kann mir da frohen Mutes positives mitteilen?

LG und schönen Abend noch.
Gast #4117855
Lesenswert?

Nur mit den Parametern ist es nicht getan, der Teufel steckt im Detail. 
Aber wenn Du klein anfängst (hinsichtlich Spannung und Strom) bist Du 
auf dem richtigen Weg, die Ergebnisse auch in größeren Dimensionen 
erfolgreich umzusetzen. Ich würde dir aber noch passende Zusatzliteratur 
empfehlen, da steht ein bisschen mehr zu den Details drin als nur 
Formeln.
Gast #4117890
Lesenswert?

>der Teufel steckt im Detail.
Besonders bei Induktivitäten.

Ein Trafo, der z.B. bei 100 kHz Schaltfrequenz mit 20 A belastet wird, 
sollte nicht mit dem errechneten 3mm Runddraht gewickelt werden; da muss 
Litze her.

Der Kupferquerschnitt, die Kernempfehlungen und die max. Kernauslenkung 
sehen plausibel aus, auch wenn kein Kernmaterial angegeben wird.

LEler
Gast #4118204
Lesenswert?

Guten Morgen,

kann ich eigentlich auch eine Drossel nehmen , welche groer 
dimensioniert ist?
Hier liegt z.B. eine rum mit 1mH/16A.
Der errechnete RMS liegt z.B bei 7,9A und einem maximalen Strom von 
12,6A

Kann ich dann auch anstelle einer 330µH Drossel eine mit 1mH nehmen?

LG
Gast #4118298
Lesenswert?

J. H. schrieb:
> Anschließend würde ich die Schaltung in LTSpice simulieren.

Viel Spaß beim suchen der passenden Modelle.
Große Aussagekraft hat das dann alles nicht für die Realität es sei denn 
Du simmulierst penibel reale Bauteileeigenschaften inklusive Deiner 
imaginären Leiterbahnführung.
Das braucht dann eine große Festplatte und ein paar Stunden Zeit um die 
ersten 0.5 Sek. nach Einschalten zu simmulieren.

> Hat schonmal jemand Erfahrungen mit dem Anwenden der Ergebnisse dieser
> Seite gemacht und kann mir da frohen Mutes positives mitteilen?
Die Seite ist gut.
Wenn man eh schon weis was man da tut kann man sich viele elendige 
Rechenorgien sparen.
Die Seite ersetzt aber nicht profundes Wissen der Schaltnetzteiltechnik 
und ihrer Besonderheiten.

Schon um nur das TB an LTspice Daten zu sichten, zu analysieren und 
Maßnahmen daraus abzuleiten mußt Du auch wissen was das alles bedeutet, 
woher es kommt und was alles in den Daten nicht zu sehen ist aber später 
Auswirkungen haben wird.
Gast #4118359
Lesenswert?

Hallo Michael,

Michael Knoelke schrieb:
> J. H. schrieb:
>> Anschließend würde ich die Schaltung in LTSpice simulieren.
>
> Viel Spaß beim suchen der passenden Modelle.
> Große Aussagekraft hat das dann alles nicht für die Realität es sei denn
> Du simmulierst penibel reale Bauteileeigenschaften inklusive Deiner
> imaginären Leiterbahnführung.
> Das braucht dann eine große Festplatte und ein paar Stunden Zeit um die
> ersten 0.5 Sek. nach Einschalten zu simmulieren.
>

>> Hat schonmal jemand Erfahrungen mit dem Anwenden der Ergebnisse dieser
>> Seite gemacht und kann mir da frohen Mutes positives mitteilen?
> Die Seite ist gut.
> Wenn man eh schon weis was man da tut kann man sich viele elendige
> Rechenorgien sparen.
> Die Seite ersetzt aber nicht profundes Wissen der Schaltnetzteiltechnik
> und ihrer Besonderheiten.
>
> Schon um nur das TB an LTspice Daten zu sichten, zu analysieren und
> Maßnahmen daraus abzuleiten mußt Du auch wissen was das alles bedeutet,
> woher es kommt und was alles in den Daten nicht zu sehen ist aber später
> Auswirkungen haben wird.



Danke für deinen Beitrag. Ja das ins LTSpice zu packen wird kein 
Zuckerschlecken.

LG
Gast #4118784
Lesenswert?

Je nach Leistung mußt Du Dich erstmal für eine SNT Topologie 
entscheiden.
PFC: DCM, BCM, CCM ggf. Multiphasen

Dann kannst Du Dich aus einer Vielzahl von möglichen Bauformen für die 
Hauptstufe entscheiden die alle ihre Vorzüge und Nachteile haben.

Daraus ergeben sich dann schon mal die grundsätzlichen Bauteile und die 
zu lösenden Probleme.

Beitrag "aktive PFC für große Leistungen"

Fang lieber mal ganz klein an und vergiss LTspice, das ist unnütze Mühe 
die Dich nirgendwo hin führt.
Die Modelle die dort benutzt werden sind extrem simplifiziert damit die 
Berechnung überhaupt abgeschlossen wird bevor Du in Rente gehst.
Teilfunktionen kannst Du ja gerne simulieren um einen Eindruck zu 
bekommen was z.B. einen induktionsarmen Widerstand zur Strommessung von 
einem Drahtwickel R unterscheidet.
Alleine dafür musst Du Datenblätter wälzen und manche Messung selber 
machen um den Induktivitätsbeiwert zu ermitteln.

Für den Anfang rate ich zu einem einfachen Flyback <50W mit passiver 
PFC.
Das wird Dich genug auf Trab halten bis Du das am Laufen hast.
Da kannst Du dann schön mit der Leistung und der Schaltfrequenz 
rumspielen, die Eigenarten und die Messtechnik kennenlernen.
Gast #4118904
Lesenswert?

Also meine Topologie habe ich beteits, ebenso wie die Parameter der 
nötigen  Schaltung. Ebenfalls danke für den Thread.Diesen habe ich 
ebenfalls schon gewälzt, bezüglich der Spule.

Trotzdem vielen Danke. :)
Gast #4118905
Lesenswert?

c3ko schrieb:
> Also meine Topologie habe ich beteits, ebenso wie die Parameter
> der
> nötigen  Schaltung. Ebenfalls danke für den Thread.Diesen habe ich
> ebenfalls schon gewälzt, bezüglich der Spule.
>
> Trotzdem vielen Danke. :)

Letztendlich ging es mir nur darum wie sehr man sich auf die Ergebnisse 
verlassen kann, welche auf der Seite dort berechnet werden.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren