timertick_t schrieb:
> Das Eclipse-Plugin zielt von Hause aus auf
> 'HAL-bezogenen' Code (viele verschachtelte xxxHALxxx.h).
Nein, das kann man so nicht sagen, nur die mitgelieferten Templates (der
Wizard der erscheint wenn Du ein neues Projekt erzeugst) legen das
nahe. Es funktioniert jedoch auch problemlos mit jedem x-beliebigen
Makefile-Projekt, auch (und gerade!) mit solchen ohne HAL oder sonstigen
libs, da wirds sogar noch einfacher!
Es läuft auf 4 in sich geschlossene und halbwegs überschaubare Schritte
hinaus die einer nach dem anderen in der folgenden Reihenfolge
durchgeführt werden müssen.
1. Sicherstellen dass es an der Kommandozeile mit make all kompiliert.
2. Import in eclipse ("Existing code as makefile project")
3. Sicherstellen dass aus Eclipse heraus immer noch kompiliert, dass das
das Makefile aufgerufen werden kann genauso wie zuvor bereits auf der
Kommandozeile.
4. Nun muss Eclipse noch über die ganzen Include-Pfade und Defines
informiert werden damit es sinnvoll als Editor verwendet werden kann,
damit die roten Wellenlinien alle verschwinden, damit Autocomplete
vernünftig funktionieren kann, damit unzutreffende ifdefs ausgegraut
werden und bedingte includes korrekt geparst werden.
Punkt 4 ist der Schritt in dem am meisten Arbeit steckt bzw der größte
Frustfaktor, aber auch das ist relativ straightforward. Du kannst
entweder per Hand alle notwendigen Include-Pfade angeben (alles was in
den -I Optionen beim gcc-Aufruf auftaucht) und alle Defines (alles was
in -D optionen beim gcc-Aufruf mitgegeben wird), schau Dir hierzu an was
alles auf der Konsole erscheint beim Build des Projekts es interessiert
was alles genau an den gcc übergeben wird. Das kommt letztendlich alles
aus dem Makefile aber je nachdem wie verzwickt das aufgebaut ist ist es
oftmals einfacher einfach zu sehen was es macht.
Punkt 4 kann auch von Eclipse vollautomatisch ausgeführt werden, dazu
muss Punkt 3 bereits erfolgreich laufen und es müssen einige
Einstellungen geändert werden aufgrund der fehlerhaften
Defaulteinstellungen des "Build-Output-Parsers" in Eclipse. Wenn der
aber erstmal funktioniert pflückt Eclipse sich alle notwendigen
Einstellungen von selbst, einfach indem es dem make bei der Arbeit
zuschaut und sich genau aufschreibt welche includes und defines
verwendet werden.
Wenn Du erstmal ein funktionierendes Projekt hast dann kannst Du ein
neues anlegen indem Du das Projekt in Eclipse einfach duplizierst, so
sparst Du Dir die ganzen Einstellungen erneut durchzukauen, es lohnt
sich also das einmal zu machen, danach wird es massiv einfacher.