Hat jemand Erfahrungen mit der Reichweite der ESP8266 Module gemacht ?
Ich möchte gerne eines auf meinen kleinen Roboter verbauen zwecks
Fernsteuerung. Sollen ja als Accesspoint funktionieren, so könnte ich
mich bequem via Smartphone verbinden und mit dem Browser steuern,
Anweissungen geben, Sensordaten abfragen usw.
Grüsse
Matthias
Matthias W. schrieb:> Hat jemand Erfahrungen mit der Reichweite der ESP8266 Module gemacht ?
Ein Modul alleine hat keine Reichweite. Es kommt auf die gesamte
Funkstrecke drauf an, d.h. beide Transceiver, die Antennen und das, was
dazwischen ist.
Matthias W. schrieb:> Hat jemand Erfahrungen mit der Reichweite der ESP8266 Module gemacht ?
ESP12 ohne externe Antenne schafft knapp 10m durch zwei Wände, draussen
sind es so um die 30-40m mit noch akzeptabler Signalstärke.
Es ist, wie du sagst, Wlan. Wenn deine Umgebung voller iIrgendwas und
Fritzboxen ist, mag die Reichweite wohl ok sein, die Latency ist aber im
Keller. Und natürlich kommt es auf Antenne und Aufbau an. In der Wüste
mit der richtigen Antenne schafft man viele Kilometer, in der Stadt??
MfG Klaus
holger schrieb:> Da ist von gar keine bis 100m immer noch alles möglich.
Eben! ;-)
Aber im Grunde kann der TE die Abschwächungen und Reflektionen durch
Wände und andere Hindernisse in seinem konkreten Anwendungsfall mit
einem Stick ausprobieren.
hp-freund schrieb:> https://www.youtube.com/watch?v=7BYdZ_24yg0
LOL.
Das glaubt ihm ja keener.
Im besten Fall sendet er ein paar Bytes ohne Bestatigung, aber selbst
dann sind solche Distanzen einfach nicht realistisch und haben mit
einem Webserver nichts am Hut.
Und fur so etwas (paar bytes hin- und hersenden) gibt es bessere und
billigere Module.
Marc Vesely schrieb:> LOL.> Das glaubt ihm ja keener.> Im besten Fall sendet er ein paar Bytes ohne Bestatigung, aber selbst> dann sind solche Distanzen einfach nicht realistisch und haben mit> einem Webserver nichts am Hut.
Er sendet einen Ping, IMHO 60 Byte. Die Bestätigung ist die Antwort auf
das ICMP Paket, die man auf dem Schirm sehen kann. Und die Antwort ist
fehlerfrei, sonst würde ja nichts angezeigt. Und natürlich läuft auch
HTTP über eine solche Verbindung, ist ja dafür erfunden worden.
Die Werte sind schon realistisch. Im freien Feld, in der Wüste, ohne
Störung von anderen Stationen und mit guten Richtantennen sind mit Wlan
über 50km erreicht worden, Sichtlinie vorausgesetzt. Da man sich aber im
realen Einsatz den bzw die Kanäle mit jedem anderen Wlan teilen muß, ist
nichts vorhersagbar.
Marc Vesely schrieb:> Und fur so etwas (paar bytes hin- und hersenden) gibt es bessere und> billigere Module.
Billiger ist nicht so einfach. Kauft man ein paar mehr beim Ali aus
China, liegt man unter 2$. Und ein kompletter TCP/IP Stack ist bei
anderen Modulen meist nicht dabei.
Ob sich aber Wlan mit seinen unvorhersehbaren Latenzen als Fersteuerung
eignet, kann ich nicht beurteilen.
MfG Klaus
Klaus schrieb:> Die Werte sind schon realistisch. Im freien Feld, in der Wüste, ohne> Störung von anderen Stationen und mit guten Richtantennen sind mit Wlan> über 50km erreicht worden, Sichtlinie vorausgesetzt.
Wir haben mit XBee Pro auch mehr als 10Km erreicht, aber wie du schon
schreibst, unter idealen Bedingungen.
> Da man sich aber im> realen Einsatz den bzw die Kanäle mit jedem anderen Wlan teilen muß, ist> nichts vorhersagbar.
Eben. In der Wuste wirds wohl nicht so viel Wlan geben wie in der
Innenstadt.
Torsten C. schrieb:> NRF24L01+: Billiger, funkt aber auch nicht weiter.>> @Marc Vesely: Oder wie war das gemeint?
Genau so. Es ging um den Preis, nicht um die Reichweite.
Ich glaube nicht, dass er seinen Roboter in Mainz vom Wiesbaden aus
steuern will.
Torsten C. schrieb:> NRF24L01+: Billiger, funkt aber auch nicht weiter.
Chip oder Modul mit Protokollstack und soviel überschüssiger
CPU-Leistung, daß er auch ohne externe CPU Programme in Hochsprache
laufen lassen kann? Die eingebaute SW erlaubt 4 gleichzeitig offene
Sockets, ein paar mehr gehen sicher auch. Und wenn man nicht gerade
Reichweitenrekorde brechen will, gehen auch Megabits, Wlan halt.
Ist schon ein nettes Teil: UART anschließen, Terminal öffnen, ein zwei
Zeilen und man sieht alle Wlans in der Umgebung. Ein paar Zeilen mehr,
und man ist im eigenen Netz. Und schon ist mit irgendeiner Sprache, die
Netzwerk und Sockets kennt, eine Datenverbindung aufgebaut. Das ganze
ohne Entwicklung, Platine und löten: Steckbrettmäßig. Wollte ich eine
Ethernetverbindung in mein Netz bauen, wäre schon der MagJack teurer und
größer, vom Ethernetchip und dem Protokollstack garnicht zu reden.
Bevor ich mir in Zukunft Gedanken mache, wie ich mit einem meiner
Controler/Steuerungen kommuniziere, plane ich gleich den 2*5 poligen
Stecker und TX/RX vom UART für ein solches Modul ein und vergesse
USB-seriell Wandler.
Und für kleine Steuerungen (Garagentor, Außenlicht o.ä.) reichen
möglicherweise die 7 I/Os von den Modulen mit mehr Pins. Programmieren
kann man das dann in Lua mit der passenden Firmware,
https://github.com/nodemcu/nodemcu-firmware
die kann auf den Pins auch I2C und ähnliches. Ein Fernsteuerfahrzeug
könnte das Modul sicher direkt steuern, ob die Latency von Wlan dazu
passt, ist fraglich.
MfG Klaus
Klaus schrieb:> Chip oder Modul mit Protokollstack und soviel überschüssiger> CPU-Leistung, daß er auch ohne externe CPU Programme in Hochsprache> laufen lassen kann?
Das kann der ESP! Ist das 'ne Frage? Wozu das Fragezeichen?
Der NRF24L01+ ist nicht besser (Wer sagt das?). Ich muss ihn aber z.B.
für Batterie-betriebene Sensoren nutzen, denn der ESP benötigt ein
Netzteil.
Torsten C. schrieb:> Das kann der ESP! Ist das 'ne Frage? Wozu das Fragezeichen?
Wenn man das alles mit dem NRF machen will, ist dieser dann noch
billiger?
MfG Klaus
Es handelt sich nur um ein Spielzeug,
ein Raupenfahrzeug mit nen ATMega32, Ultraschall/IR Entfernungsmesser,
paar andere Spielereien :)
Wlan hat den Vorteil das man mit einen 10 Euro Smartphone (HTC
Hero/Wildfire..) eine potentielle Fernsteuerung hat.
Danke für eure Erfahrungen, für 3 Euro kann man da wohl nicht viel
Falsch machen.
50m sollten also drin sein :)
Die Reichweite ist das eine, aber für eine Fernsteuerung möchtest du
auch eine kurze Reaktionszeit haben. Und da sind die ESP Module nicht
die schnellsten. Ich weiß nicht ob mit aktueller Firmware mehr drin ist,
aber ich habe nur 200 ms hinbekommen, unabhängig ob TCP oder UDP.
Hallo zusammen,
es gibt die ESP ja
* mit U.FL-Antennen-Anschluss (z.B. ESP-02),
* mit Keramik-Antenne (z.B. ESP-11),
* mit U.FL- und Keramik-Antenne (ESP-07) und
* mit Leiterbahn-Antenne (z.B. ESP-01 und ESP-12).
Lassen wir den U.FL-Antennen-Anschluss mal außen vor, damit hat der ESP
sicher die beste Reichweite, wenn die Antenne stimmt. Frage:
Was ist besser: Die Keramik-Antenne oder die Leiterbahn-Antenne?
Im ersten Fall fände ich den ESP-07 gut, wiel beides optimal geht.
Hier nochmal eine Übersicht:
http://l0l.org.uk/2014/12/esp8266-modules-hardware-guide-gotta-catch-em-all/Klaus schrieb:> Wenn man das alles mit dem NRF machen will, ist dieser dann noch> billiger?
Im Prinzip ja.
Aber für ein NRF benötigt man immer noch einen separaten µC.
Alles andere stimmt. (Radio Jerewan)
Der 'separate µC' kann z.B. ein STM32F030F4P6 für unter 50ct sein.