Getriebe selbst bauen (Holz,?)

Gast #4143357
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Hallo,

vielleicht bin ich hier ja ganz falsch, aber ich frage einfach mal: ich 
habe einen Motor mit 30000 RPM, die über ein Getriebe auf etwa 120 RPM 
übersetzt werden sollen - und das preiswert und einfach. Ich bin da 
total neu und habe einfach mal bisschen gesucht und zum Beispiel diese 
Holz-Zahnradgetriebe gefunden http://woodgears.ca/gear/howto.html Da 
müsste ich allerdings (um nicht zu groß zu werden) jede Menge Zahnräder 
benutzen, so wie ich das sehe...

Hat jemand damit Erfahrung? Welche andere Möglichkeiten sehr ihr noch?

Danke! Viele Grüße, Ralf
#4143367
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Ralf schrieb:
> Hallo,
>
> vielleicht bin ich hier ja ganz falsch, aber ich frage einfach mal: ich
> habe einen Motor mit 30000 RPM, die über ein Getriebe auf etwa 120 RPM
> übersetzt werden sollen - und das preiswert und einfach. Ich bin da
> total neu und habe einfach mal bisschen gesucht und zum Beispiel diese
> Holz-Zahnradgetriebe gefunden http://woodgears.ca/gear/howto.html Da
> müsste ich allerdings (um nicht zu groß zu werden) jede Menge Zahnräder
> benutzen, so wie ich das sehe...
>
> Hat jemand damit Erfahrung? Welche andere Möglichkeiten sehr ihr noch?
>
> Danke! Viele Grüße, Ralf

Von 30000/min auf 120/min, das wird ein Spännensalat geben :-)) Aber mal 
erhlich, welche Drehmomente kann man mit dieser Holzkiste übertragen?
Persönliche Seite #4143654
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Guido C. schrieb:
> Hallo,
>
> Ralf schrieb:
>> ich
>> habe einen Motor mit 30000 RPM, die über ein Getriebe auf etwa 120 RPM
>> übersetzt werden sollen - und das preiswert und einfach.
>
> vielleicht einmal nach einem Planetengetriebe aus einem alten
> Akkuschrauber Ausschau halten.

Da müsste er aber zwei hintereinanderschalten ...
#4144263
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Wenn man die Achsen kurz hält kann man so ein Getriebe prinzipiell aber 
schon ausreichend selbst wuchten. (solange man es nicht aus Holz, 
sondern aus Metall baut) Man braucht nur das entsprechende Equipment und 
etwas Ruhe.
Ich hab z.B. ein 2 stufiges Getriebe schon gebaut, was zugegebenermaßen 
nur mit 19000 U/min angetrieben wird und dieses auch "nur" auf ca. 8500 
reduziert. Der Witz dabei ist eher, daß es mit einem 5kW Motor betrieben 
wird und die 2. Stufe eine Umkehrstufe ist.
Hier: http://youtu.be/mOGAKKPpu4M  kann man sich das Ergebnis in einem 
kurzen Testlauf ansehen. Die Rotoren haben 30cm Durchmesser.
Die Vibrationen sind als äußerst gering einzustufen. Man kann die Hand 
problemlos drauflegen, merkt auch, daß sich was bewegt, es ist aber 
alles im akzeptablen Bereich.

Was den Krach angeht: Mit geeigneten Zahnrädern und den richtigen 
Abständen sind die Getriebegeräusche halbwegs im Zaum zu halten.
Gast #4144440
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Christian B. schrieb:
> Das Getriebe
> ist ja auch zu nem drittel mit Öl gefüllt.

Das hat aber nicht nur die Aufgabe der Schmierung, sondern auch,
um die Reibungswärme ans Getriebegehäuse abzuleiten.

Ralf schrieb:
> Holz-Zahnradgetriebe gefunden http://woodgears.ca/gear/howto.html Da
> müsste ich allerdings (um nicht zu groß zu werden) jede Menge Zahnräder
> benutzen, so wie ich das sehe...

Das Beispiel in deinem Link ist aber nur für Handbetrieb gebaut worden.
Bei niedriger Belastung wird das schon eine Weile halte.
Wenn du weniger versuchen würdest den Weg, als vielmehr das Ziel, also
dein Projekt beschreiben würdest, könnte man dir sicher besser helfen.
#4145406
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MaWin schrieb:

> Christian B. schrieb:
>> Ich hab z.B. ein 2 stufiges Getriebe schon gebaut,
>
> Das klingt aber gar nicht gut, viel Reibung, die Propeller
> bleiben sofort stehen, da wird von den 5kW wohl 1kW im
> Getriebe in Metallabrieb und Wärme verwandelt.

Im Maschinenbau rechnet man, soviel ich weiss, überschlägig
mit einem Wirkungsgrand von 0.98 je Stufe (Stirnradgetriebe).
Ich wüsste auch nicht, wo höhere Verluste herkommen sollten.
#4145802
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Gerd schrieb:

> Bitte bau das Holzgetriebe.

Man kann mit Metallfräsmaschinen auch Holz erstaunlich genau
bearbeiten. Wenn man ein Metallschneckenrad auf der Motor-
welle verwendet, könnte das erste Zahnrad bereits aus Holz
sein. Ich glaube aber nicht, das dem TE eine passende (Zahn-
rad-)fräsmaschine zur Verfügung steht. Und das gefertigte
Holzahnrad würde zwar nicht unbedingt brennen, aber trotzdem
sehr schnell verschlissen sein. Das ganze wird also eine sehr
unrentable Angelegenheit.
Gruss
Harald
Gast #4145816
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Harald Wilhelms schrieb:
> Man kann mit Metallfräsmaschinen auch Holz erstaunlich genau
> bearbeiten.

Korrekt!

Harald Wilhelms schrieb:
> Wenn man ein Metallschneckenrad auf der Motor-
> welle verwendet, könnte das erste Zahnrad bereits aus Holz
> sein.

So würde ich es auch machen!

Du könntest z.B. eine M5-Schraube mit einer Schräg-Sägung und einer 
Bohrung für die Motorachse versehen und damit direkt ein Gegengewinde in 
eine runde, drehbare Holzscheibe fressen. Anschließend würde ich das 
Holzgewinde mit Sekundenkleber härten und noch mal vorsichtig 
nachschneiden.

(habe das selber so für eine astronomische Führungseinheit auf einem 
Teleskop gemacht)
Gast #4151228
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Warum machst du es nicht mit einem Zahnriemen oder Keilriemen?

Bei einer Übersetzung von 1:250 (wie du sie wünschst), könnte die kleine 
Riemenscheibe z.B. 50mm Durchmesser haben, die große 12.5m. Das geht 
bestimmt auch aus Holz. Der Riemen ist dann lang genug, um sich und das 
kleine Rad ausreichend zu kühlen. Vielleicht entzündet sich das Getriebe 
dann auch nicht selbst.
#4151879
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butsu schrieb:
> Bei einer Übersetzung von 1:250 (wie du sie wünschst), könnte die kleine
> Riemenscheibe z.B. 50mm Durchmesser haben, die große 12.5m.

Das ist eine hervorragende Idee! Wenn er es schafft, einen Zahnriemen 
oder Keilriemen für diese Größe (Immerhin muss er mindestens 40m lang 
sein) zu finden und er es weiterhin schafft, das kleine Rad so 
anzubinden, daß sich das große überhaupt bewegt (Das Gewicht einer 12,5m 
Durchmesser Holzscheibe würde mich mal interessieren) würde ich mir das 
gern mal ansehen... gib einfach Bescheid vorm ersten einschalten :)
#4152058
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Hallo,

rein aus Holz wir es schwierig - wurde ja schon geschrieben. Allerdings 
sind für die gewünschten Übersetzungen (250:1) sowieso weder 
Stirnradgetriebe noch Planetengetriebe wirklich sinnvoll, da sie zu 
viele Stufen bekommen (oder wesentlich zu groß bauen).

Alternativen wären das Gleitkeilgetriebe

http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitkeilgetriebe

oder das Zykloid-Getriebe

http://de.wikipedia.org/wiki/Zykloidgetriebe

Letzteres dann als zweistufiges Getriebe. Dieses kann man tatsächlich 
recht einfach aus Holz aufbauen, wenn man mehrere Handvoll Wälzlager (72 
kleine und 2 größere) übrig hat und diese auf die Holzscheiben geeignet 
aufschraubt.

Schöne Grüße,
Martin
(Firma: Linux© User Group Augsburg e.V) Persönliche Seite #4166497
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Ich habe vor ein paar Wochen mal Zahnräder mit Birkenholz gefräst,
STL- und DXF-Dateien, siehe:

https://github.com/koppi/involute-gear-collection

Online Zahnräder berechnen:

http://www.hessmer.org/blog/2014/01/01/online-involute-spur-gear-builder/

Oder mittels NodeJS auf der Kommandozeile DXFs erzeugen:

https://github.com/koppi/involute-gear-generator
Angehängte Dateien:
#4171348
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Jakob F. schrieb:
> Ich habe vor ein paar Wochen mal Zahnräder mit Birkenholz gefräst,
> STL- und DXF-Dateien, siehe:
>
> https://github.com/koppi/involute-gear-collection
>
> Online Zahnräder berechnen:
>
> http://www.hessmer.org/blog/2014/01/01/online-involute-spur-gear-builder/
>
> Oder mittels NodeJS auf der Kommandozeile DXFs erzeugen:
>
> https://github.com/koppi/involute-gear-generator

Schön.

Bei den geforderten Drehzahlen hält das eine Zehntelsekunde.
Zahnräder gibt es bei Mädler und Co.

Es reicht völlig sich mit der Präzision der Lager, Wellen und
Bohrungsabstände zu befassen und das richtig zu machen.

Ich baue doch auch keine Widerstände aus Kohlestäbchen, oder
wickel Kondensatoren aus Alu-Folie.

Ich ziehe mir auch meinen Kupferdraht nicht aus dem Block:)

Grüße Bernd

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