Mauer kürzen

Gast #4149341
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Hallo zusammen,

da ich leider kein anderes Forum kenne, welches so gut aufgestellt ist, 
stelle ich die Frage hier in die Unterkategorie "Mechanik + Werkzeug".

Ich habe an der Grundstückseite meines Hauses eine Mauer (aus einzelnen 
Kalksandsteinen), die laut Ordnungsamt gekürzt werden muss. Die Mauer 
ist vom Vorbesitzer, deshalb möchte ich diese Umbaumaßnahme möglichst 
zeitnah durchführen.
Die Mauer ist etwa 40 cm dick und insgesamt etwa 10 Meter lang. Momentan 
hat sie eine Höhe von ewta 2 Metern, die Mauer muss auf etwa 1.40 
gekürzt werden.
Da ich zwar handwerklich geschickt bin, aber noch nie etwas mit 
"Steinen" zutun hatte, wollte ich euch fragen, ob ihr mir helfen könnt, 
wie ich diese Kürzung am besten ohne Handwerker-Profis durchführen kann.

Ich dachte zunächst an einen Trennschleifer, da dieser aber eine zu 
kleine Trennscheibe haben wird, wird diese Idee flachfallen.

Deshalb vermutlich die Variante "Fäustel und Meißel". Mir stellt sich 
nur die Frage, wie ich die Oberseite dieser Mauer dann schön "glatt" 
bekomme, damit sie nicht abgefressen aussieht.

Könntet ihr mir helfen?


Vielen Dank!
#4149400
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Diese Säge ist meiner Meinung nach etwas überdimensioniert.

Du meinst mit "kürzen" die Wand in der Höhe verkleinern?
Ist die Wand verputzt?
Ich würde vorher rauskriegen, wo eine Horizontalfuge ist und die Wand 
bis zu der nächstpassenden Horizontalfuge abtragen. Den Putz mit der 
Flex an der Unterkante Fuge einschneiden.
Dabei mit einem Bohrhammer der 6-9 kg Klasse (SDSmax) und einem 
Breitmeissel Stein für Stein längs zur Wand lockern, indem man den 
Meisel unten an der Fuge flach ansetzt.
Passende Bohrhämmer gibts für etwa 30 Euro pro Tag in den meisten 
Baumärkten und Mietgeräteparks.

tex schrieb:
> aber die löschen die Admins hier immer sofort

Wer löscht hier links? Wenn das keine Hinweise auf eigene Ebay Werbung 
ist oder sonst illegal wird hier doch nichts gelöscht.
#4149403
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Bernd schrieb:
> Deshalb vermutlich die Variante "Fäustel und Meißel".

Vergiss das, auch Vorschlaghammer, Meisselhammer und Presslufthammer, 
denn die Erschütterungen auf die Steine bis er abbricht schädigt auch 
die Fugen der restlichen Mauer, die wackelt dann weil nur noch locker 
was aufeinandersteht.

Trennschleifer geht schon, es gibt 30cm Scheiben, und nach 2 Schlitzen 
von links und rechts kann man den Rest dann wegbrechen.
#4149409
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Bernd schrieb:
> Mir stellt sich nur die Frage, wie ich die Oberseite dieser Mauer
> dann schön "glatt" bekomme, damit sie nicht abgefressen aussieht.

Noch eine Frage.

Gar nicht.

Die Steine bilden nicht die Oberfläche, sondern werden abgedeckt. 
Entweder mit Alu oder Titanzinkblech, oder mit Steinplatten (z.B. 
Terracottafliesen) oder mit Beton.
#4149411
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Michael Bertrandt schrieb:
> Vergiss das, auch Vorschlaghammer, Meisselhammer und Presslufthammer,
> denn die Erschütterungen auf die Steine bis er abbricht schädigt auch
> die Fugen der restlichen Mauer

Wenn man das längs mit etwas Gefühl macht wird da nichts geschädigt.
Aber natürlich hilft es wenn man die Mörtelfuge ggf. auf max. Tiefe iner 
großen Flexscheibe einschneidet.
#4149423
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Bzgl. Trennschleifer: Nimm einen mit 2000W oder mehr und 230mm Scheibe.
Bei der Scheibe eine Diamantscheibe, aber keine Noname, die haben oft 
nur 1/10 der Anzahl an Diamantsplitter, die eine gute hat und glühen nur 
ohne zu schneiden. Kauf oder leihe dir eine Markenscheibe, damit geht 
das mit der großen Flex wie Butter.
Und denk an eine gute Staubschutzmaske mit mindestens ffp2 oder (noch 
besser) ffp3 und Schutzbrille!
#4149427
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Bernd schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> da ich leider kein anderes Forum kenne, welches so gut aufgestellt ist,
> stelle ich die Frage hier in die Unterkategorie "Mechanik + Werkzeug".
>
> Ich habe an der Grundstückseite meines Hauses eine Mauer (aus einzelnen
> Kalksandsteinen), die laut Ordnungsamt gekürzt werden muss. Die Mauer
> ist vom Vorbesitzer,

Bleibt die Frage, warum damals das OA nichts bemängelt hat.
Hier greift ggfs. Bestandsschutz.

> deshalb möchte ich diese Umbaumaßnahme möglichst
> zeitnah durchführen.
> Die Mauer ist etwa 40 cm dick und insgesamt etwa 10 Meter lang. Momentan
> hat sie eine Höhe von ewta 2 Metern, die Mauer muss auf etwa 1.40
> gekürzt werden.

Bevor man da Arbeit investiert, lohnt sich oft ein Blick in die 
jeweilige Landebauordnung. Üblich sind Mauern von 2m Höhe zulässig, 
insbesondere wenn ma ndiese als Stützmauer deklariert.


Bevor man also einige Stunden mit Werkzeug verbringt und Staub 
schluckt... LBO downloaden und durchlesen .-)
Das OA muß man dann noch unter vorlage derselbne etwas "überzeugen".

> Da ich zwar handwerklich geschickt bin, aber noch nie etwas mit
> "Steinen" zutun hatte, wollte ich euch fragen, ob ihr mir helfen könnt,
> wie ich diese Kürzung am besten ohne Handwerker-Profis durchführen kann.
>
> Ich dachte zunächst an einen Trennschleifer, da dieser aber eine zu
> kleine Trennscheibe haben wird, wird diese Idee flachfallen.
>

wenn es dann wirklich abgetragen werden muß:
Es gibt durchaus TS mit 250er Blatt. Baumärkte verleihen sowas (2 kW 
Klasse, mit Diamantscheibe). Da arbeitet man dann von Vorder und 
Rückseite der Mauer. Eine zweite Person, die  Wasser per Schlauch 
zuführt: ist nützlich (man schluckt dann deutlich weniger Staub...).
Gast #4149621
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du kannst auch einen betonschneider beauftragen. die haben eine säge die 
die ganze mauer auf einen satz abschneidet und gleichzeitig auch eine 
(relativ) glatte oberfläche hinterlassen. und bei passender beauftragung 
(baufirmen machen das auch) gibts auch gleich ein beton-bett oben drauf 
und der dreck wird auch mitentsorgt.

die "lustige" variante ist ein "meinungsverstärker" (vorschlaghammer), 
geht mit etwas gefühl und ein bisschen erfahrung auch...
Gast #4149732
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Ich werde nun eine Betonsäge-Firma beauftragen mit einer 
schienengeführten Stein-Kreissäge.
Das sollte dann einen ordentlichen Schnitt ergeben, die verlangen für 1 
Quadratmeter abgetragenes Material 200 Euro. Klingt zwar viel, da die 
Mauer aber nur 25 cm dick ist (habe ich soeben aus dem Plan entnommen), 
ist das garnicht so teuer.

Grüße und Danke für die Antworten!
#4149740
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Bernd schrieb:
> Mauer aber nur 25 cm dick ist

nicht die mama schrieb:
> Udo Schmitt schrieb:
>> (wird wohl eine 24er
>> Wand sein)
>
> Bernd schrieb:
>> Die Mauer ist etwa 40 cm dick

Habe heute meine Hellseherprüfung gemacht :-)

Bernd schrieb:
> die verlangen für 1
> Quadratmeter abgetragenes Material 200 Euro.

Also 500 Euro für die Mauer.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4149751
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Man schlägt Mauersteine nicht horizontal ab also NICHT im rechten Winkel 
zur Mauer hin,
sondern z.B. von oben nach unten, wenn man nur ein Stück seitlich 
einkürzen will.

Oder von der Stirnseite einer Mauer her kommend, wenn man ganze 
Steinlagen
also parallel zur Fuge alles abnehmen will.

das geht alles auch in der Obelix-Methode, mit Hammer und Meissel.

man sollte natürlich vorher vernünftig gegessen haben und das Bewegen 
eines Hammers sollte auch nicht genz unbekannt sein, sonst hat man von 
"nie gemacht" auf heute den ganzen Tag rumkloppen schnell mal ne 
Sehnenscheidenentzündung.
Oder zumindest das Gefühl, dass man am Abend die Hand nicht mehr öffnen 
kann.
Gast #4150223
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Man könnte es zumindest mit Hammer und Meißel mal probieren. Auch eine 
Brechstange oder ähnliches ist ganz hilfreich um Fugen zu spalten. Nach 
1/2 Stunde kann man dann besser abschätzen was für Werkzeug man braucht, 
und ggf. einen Profi beauftragen.

Der Mörtel kann halt von sehr weich - oder unangenehm hart sein, so dass 
eher die Steine auseinander gehen.
Wenn der Mörtel nicht extrem hart ist, aber doch zu mühsam von Hand, 
kann auch ein Meißelhammer (5-10 kg), von der Stirnseite her ganz gut 
gehen.
Gast #4150283
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Statt Strampelanzug gibt es aber noch "bessere" Alternativen, noch dazu 
wenn man treues Material aus vergangenen Tagen dazu noch mal sinnvoll 
verwenden kann.

http://i.ebayimg.com/images/i/181031508527-0-1/s-l1000.jpg

ob es den Schnuffi dazu auch noch gibt, wäre zu klären,
damit sollte arbeitsschutztechnisch aber ausreichend vorgesorgt sein !
Gast #4150347
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Antifaul schrieb:
> Bernd schrieb:
>> Das sollte dann einen ordentlichen Schnitt ergeben, die verlangen für 1
>> Quadratmeter abgetragenes Material 200 Euro. Klingt zwar viel, da die
>> Mauer aber nur 25 cm dick ist (habe ich soeben aus dem Plan entnommen),
>> ist das garnicht so teuer.
>
> Meinst du m³ oder m²? Bei m² spielt die Dicke keine Rolle...

Bezieht sich das nicht auf die Schnittfläche?
#4150485
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Bernd schrieb:
> Deshalb vermutlich die Variante "Fäustel und Meißel". Mir stellt sich
> nur die Frage, wie ich die Oberseite dieser Mauer dann schön "glatt"
> bekomme, damit sie nicht abgefressen aussieht.

Ich würde es mit einem Meißel und Hammer machen.
Einen elektronischen Bohrhammer solltest du aber trotzdem nutzen, das 
hilft dir und du arbeitest schneller.

Wenn du die Fugen nutzt, dann ist die Oberfläche recht glatt und du 
kannst danach auf der Oberseite eine Art Dach erstellen damit das Wasser 
ablaufen kann.

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