Hallo allerseits,
bitte nicht steinigen - das ist kein Freitag-Nachmittag-Trollpost,
sondern eine ernst gemeinte Frage. Und, nein, ich will das nicht selbst
basteln.
(1) Kann man einen Elektroherd (mindestens das Kochfeld, evtl auch samt
Backofen) mit einer geeigneten Leitung und einem 16A-CEE-Stecker
versehen?
(2) Hat jemand schon einmal einen normalen Einbauherd umgebaut (Rollen
und Griffe sowie Rückwand dran), um ihn mobil zu machen? Tipps und
Hinweise dazu?
Hintergrund: Küche mit zwei Elektroherden, einer ganz normal fest
verbaut. Der zweite soll nun für Kochkurse etc. so platziert werden
können, dass er von mehreren Seiten zugänglich ist. Ansonsten soll das
Teil irgendwo in der Ecke stehen.
Eine feste Kochinsel lässt der verfügbare Platz leider nicht zu :-(
Ich schrieb:> Kann man einen Elektroherd (mindestens das Kochfeld, evtl auch samt> Backofen) mit einer geeigneten Leitung und einem 16A-CEE-Stecker> versehen?
ich wüsste nicht was dagegen spricht. Es gibt/gab auch schon Steckdosen
für Herde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Perilex
Ich schrieb:> (1) Kann man einen Elektroherd (mindestens das Kochfeld, evtl auch samt> Backofen) mit einer geeigneten Leitung und einem 16A-CEE-Stecker> versehen?
Der 16A-CEE-Stecker kann bis ca. 11kW belastet werden. Ein
handelsüblicher Backofen (mit Kochfeld) hat ca. 10,5kW.
geeignete Leitung: je nach Länge zw. 4 und 6mm2
Da es flexibel sein sollte solltest du schauen ob du ne Silke Leitung
bekommst ist elastischer und Hitze beständig.
Werden die e Herd Stecker überhaupt noch verbaut?
Perilex ist eigentlich tot, CEE ist problemlos möglich. Es gibt hier
auch Unterputz-Steckdosen und relativ Platzsparende Winkelstecker, falls
es platztechnisch problematisch ist. Selbst in Großküchen werden CEE
verbaut (meist mit höherer Leistung ;-) ). 4 oder 6mm² ist übertrieben,
außer du legst es 1x ums ganze Haus, normalerweise reicht 2,5mm²
vollkommen. Als Isolationmaterial kannst du YMM-J, GML, GMS, NGMH oder
wenns teuer sein darf N07V3V3 verwenden. (Qualität in aufsteigender
Reihenfolge)
Aderendhülsen und Zugentlastung nicht vergessen.
Viel Spaß beim Kochen,
Christian_RX7
Ich schrieb:> (2) Hat jemand schon einmal einen normalen Einbauherd umgebaut
Da würde ich keinen Einbauherd nehmen, sondern einen normalen
mit Seitenwänden.
Christian Kreuzer schrieb:> verbaut (meist mit höherer Leistung ;-) ). 4 oder 6mm² ist übertrieben,> außer du legst es 1x ums ganze Haus, normalerweise reicht 2,5mm²
der TE sagte nichts über die Länge
> vollkommen. Als Isolationmaterial kannst du YMM-J, GML, GMS, NGMH oder> wenns teuer sein darf N07V3V3 verwenden.
in DE: Gummischlauchleitung H05RR-K, H05RN-F oder H07RN-F
Franz Mayer schrieb:> der TE sagte nichts über die Länge
Indirekt schon:
"Hintergrund: Küche mit zwei Elektroherden, einer ganz normal fest
verbaut. Der zweite soll nun für Kochkurse etc. so platziert werden
können, dass er von mehreren Seiten zugänglich ist. Ansonsten soll das
Teil irgendwo in der Ecke stehen."
Ich gehe dabei mal von einer Küche unter 100m² aus somit sollte 2,5mm²
locker reichen. Wenn die Leitung wirklich länger wird, dann muss man
sich aber auch die Zuleitung vom Verteiler zur Steckdose ansehen.
Christian_RX7
Da ein Herd in der Regel für feste Installation gedacht ist, achte auf
die "Leitungseinführung". Keine scharfe Kanten an dieser Stelle, ideal
wäre etwas Rundes. Bei mobilen Geräten verwendet man ja gerne eine
Trompete oder einen Knickschutz.
Gegen einen Stecker (CEEE ist solide) mit ausreichender Belastbarkeit
spricht ansonsten nichts, ist zulässig. Die Leitung muss halt flexibel
sein, da hat es hier aber schon einige Ratschläge gegeben.
Vielen Dank für die ganzen Hinweise :-)
Das Kabel ist mit 6-7 Metern eher kurz, ich hatte in Richtung H07RN-F
2,5mm² gedacht. Zugentlastung/Knickschutz sowieso. Die Baugröße des
CEE-(Winkel-)Steckers stört zum Glück nicht.
Jetzt muss ich nur noch den Elektriker des Vermieters überzeugen, dass
er im Zuge des anstehenden Umbaus (u.A. Elektro komplett neu) eine
CEE-Dose in die Küche packt. Was aus dem ganzen Projekt wird, kann ich
euch leider erst gegen Jahresende sagen - momentan ist die Planungsphase
der ganzen Handwerker, bis zum Einbau der Küche vergeht noch ein wenig
Zeit.
Ich schrieb:> Das Kabel ist mit 6-7 Metern eher kurz, ich hatte in Richtung H07RN-F> 2,5mm² gedacht. Zugentlastung/Knickschutz sowieso.
...und den Kabeltrittschutz nicht vergessen.
http://www.voelkner.de/products/176175/100-xl.jpg
Obiges Modell ist vermutlich zu flach. Sowas gibts
aber in vielen verschiedenen Ausführungen. Es geht
dabei weniger um Schutz fürs Kabel, sondern mehr
um die Vermeidung von Stolperfallen
Ich schrieb:> (1) Kann man einen Elektroherd (mindestens das Kochfeld, evtl auch samt> Backofen) mit einer geeigneten Leitung und einem 16A-CEE-Stecker> versehen?>> (2) Hat jemand schon einmal einen normalen Einbauherd umgebaut (Rollen> und Griffe sowie Rückwand dran), um ihn mobil zu machen? Tipps und> Hinweise dazu?
Natürlich, das ist im professionellen Gastrobereich absolut üblich.
Freistehend mit CEE Stecker.
http://www.erento.ch/mieten/party_messe_events/gastronomie_bar/herd_kochplatten/7133575637.html
Die blöde Lüsterklemmendose gibt es nur im Privatkundenbereich.
MaWin schrieb:> Natürlich, das ist im professionellen Gastrobereich absolut üblich.
Kann ich bestätigen. Habe einen Händler, der solche Geräte vertreibt.
Meist ist da schon ein Stecker dran.
Franz Mayer schrieb:> Ein handelsüblicher Backofen (mit Kochfeld) hat ca. 10,5kW.
Wobei der Backofen den geringsten Anteil daran hat - der liegt unter 3.6
kW (und wird deshalb, wenn er separat vom Kochfeld betrieben wird, auch
über eine stinknormale Schuko-Steckdose angeschlossen).
Heftig sind nur die Kochfelder, wobei der antiquierte Kochplatten-Müll
oft noch die geringsten Anschlusswerte hat, Glaskeramik- oder
Induktionskochfelder sind da großzügiger dimensioniert.
Das ist im Eventbereich recht weit verbreitet.
Normaler E-Herd, also so ein freistehender Einfachherd.
Da hängt dann entweder mit H07RN-F oder teilweise der H05VV-F 5G 2,5 mm²
ein 16A CEE dran.
Regelmäßiger Isolations- und Erdungstest und gut ist.