Visuelle Umweltverschmutzung

OP #4166329
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Jeder Mist ist in Deutschland reglementiert.

Ich darf weder rumstinken, noch andere Ohren quälen.

Aber das Auge? Das muss wohl alles abkönnen?

Blick aus meinem Büro auf eine Wand und einen Verteilerkasten, der
von einem viertklassigen  Schülerkünstler " verziert" wurde.

Bäh, das tut weh.

Grüße Bernd
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OP #4166361
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Oliver R. schrieb:
> Solange das Deine wichtigsten Probleme sind möchte ich tauschen ...

Es ist nicht wirklich wichtig, aber manchmal löst sich der
Blick vom Bildschirm und ich schaue aus der Glaswand des Büros.

Was sehe ich: Eine Firma die Weinflaschen reinigt.
Statt die Sauberkeit rüberzubringen, ist das Gebäude in Anal-
farben gestrichen ( Pissgelb und Kackbraun ).

Dazu noch dieser Verteilerkasten.

Das kann doch nicht sein, dass ich nicht mehr rausschauen will.

Und was soll diese Unsitte einen schönen grauen ( unauffälligen )
Verteilerkasten anzuschmieren?

Grau war der schöner.

Grüße Bernd
OP #4166426
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Jemin Kamara schrieb:
> Was für eine Katastrophe! Ruft schnell die UNESCO!

Ach nee, die helfen mir hier auch nicht weiter.

Sinnvoll wäre eher ein vernünftiger Kunstunterricht an den
Schulen. Eine vernünftige Ausstattung der Schulen mit Geräten
und Möbeln, die Qualität haben.

Die Dänen sind uns da weit voraus.

Erst mit der Beschäftigung der Formgestaltung ( Design) wächst
die Sensibilität.

Du kannst niemals Englisch, wenn du dich damit nicht befasst.
Also musst du auch " Design" lernen.


Grüße Bernd
#4166445
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Sieht doch noch gepflegt aus. Anbei was echt schlimmes. Stand so schon 
-keine Ahnung wie lange, min. 10 Jahre- an einer viel befahrenen 
Hauptstraße in Chemnitz. Sieht in real noch krasser aus, das Foto kann 
die farbliche Apokalypse gar nicht wiedergeben. Aber die 
Schmerzensschreie der augenkrebsgeplagten Bürger wurden nun endlich 
erhört, die Bude bekommt eine neue Fassade.
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OP #4166449
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Icke ®. schrieb:
> Sieht doch noch gepflegt aus. Anbei was echt schlimmes. Stand so schon
> -keine Ahnung wie lange, min. 10 Jahre- an einer viel befahrenen
> Hauptstraße in Chemnitz. Sieht in real noch krasser aus, das Foto kann
> die farbliche Apokalypse gar nicht wiedergeben. Aber die
> Schmerzensschreie der augenkrebsgeplagten Bürger wurden nun endlich
> erhört, die Bude bekommt eine neue Fassade.

Ich würde tauschen.

Grüße Bernd
OP #4166485
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Was ich immer wieder interessant finde:

Wenn hier ein Schaltung oder ein Code gepostet wird, und sich dann
die Spezialisten mit Jahrzehnten Erfahrung melden, ist das gut.

In der " Gestaltungsbranche" ist das ein echtes Problem.
Jeder sieht das Gleiche und meint sein unerhebliches Randwissen
wäre wichtig.

Ist es aber nicht, weil Erfahrung und Hintergrundwissen fehlt.

" Über Geschmack kann man nicht streiten" ?

Doch, kann man wohl.

Grüße Bernd
#4166631
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Icke ®. schrieb:
>Stand so schon -keine Ahnung wie lange, min. 10 Jahre- an einer viel 
befahrenen....

Länger als 10 Jahre, wenn ich mich noch recht erinnere, war dort damals 
der 1. Ikea drinne, den es jemails in KMST gab =)


Aber für wen sollte man die Hütte denn auch streichen, steht doch sicher 
eh so gut wie leer, zumindest war das mein letzter Stand

Man sollte nicht so meckern, Chemnitz hat sich die letzten Jahre mal 
echt gemacht. Überleg mal wie die Zentralhaltestelle früher aussah, 
Orange Stützen mit schwarzen Dächern.

Ich denke da gibt es mittlerweile Gegenden in Deutschland, welche 
schlimmer dran sin!
#4166686
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> Sinnvoll wäre eher ein vernünftiger Kunstunterricht an den Schulen.
Wie bitte?! Ich find gut, daß Dich der tolle Anstrich des Gebäudes und 
dieser herrlich angeschlossene Verteilerkasten quält, wenn Du Schüler 
vorsätzlich mit Kunstunterricht quälen möchtest. Waren bestimmt Schüler 
aus Deiner Nachbarschaft, die da den Pinsel geschwungen und unbedingt 
dort einen Verteilerkasten gebraucht haben. Auge um Auge, Zahn um Zahn!

> Überleg mal wie die Zentralhaltestelle früher aussah,
> Orange Stützen mit schwarzen Dächern.
Die Dächer sind doch nur wieder orange, weil die umliegenden 
Kohlekraftwerke inzwischen mit Filtern nachgerüstet oder abgeschaltet 
sind.
#4166710
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An Arbeitsplätzen mit schlechten Aussichten im Industriegebiet kommt 
nicht unbedingt Freude auf. Da, aber auch woanders, wird oft nur darauf 
Wert gelegt, daß die Gebäude billig, schnell aufgebaut und zweckmäßig 
sind. Auf den Fotos des TE sieht es allerdings noch harmlos aus. Immer 
noch besser, als z.B. ein Ausblick auf überfüllte Mülltonnen.

Anders bei Banken, Versicherungen o.a. Na ja, ob ich da gerne arbeiten 
würde? Lieber als Gärtner im Kirchengarten, da ist es schön und ruhig, 
immer frische Luft, ab und zu Kaffee und Kuchen. Und wenn die Kinder aus 
der KiTa nebenan mit Sand werfen, dann geht hier die Post ab ;)
#4166721
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Sven L. schrieb:
> Aber für wen sollte man die Hütte denn auch streichen, steht doch sicher
> eh so gut wie leer

Soviel ich weiß, ist inzwischen eine Lagerbox-Vermietung und ein 
Fitneßstudio drin.

> Chemnitz hat sich die letzten Jahre mal echt gemacht.

Hat dank der unfähigen SED-Bezirksleitung, ähh.. Stadtrat auch lange 
genug gedauert. Die Prioritäten liegen eben bei der millionenschweren 
Subventionierung des Theaters, dem Bau von Protzstadien für 
Drittligavereine, der Errichtung von irrsinnig teuren 
Konzeptspielplätzen, mit denen die Kinder nichts anfangen können und 
natürlich dem Aufstellen von 30-Schildern, wo immer ein Meter Platz 
dafür ist.
Verglichen mit Dresden oder Leipzig ist und bleibt Chemnitz trotzdem das 
ewige Aschenputtel.

Jemin Kamara schrieb:
> Schlimmer als Chemnitz? Kann sein. Langweiliger und verrentneter? Eher
> nicht.

Das Problem der Überalterung löst sich in den nächsten 10 Jahren von 
selbst, da ist nämlich die Hälfte der Bevölkerung weggestorben. Für 
Pflegedienste und Bestattungsinstitute ist C der Wirtschaftsstandort 
Nr.1 in Deutschland...
#4166779
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Icke ®. schrieb:
> Soviel ich weiß, ist inzwischen eine Lagerbox-Vermietung und ein
> Fitneßstudio drin.
Kann ich so bestätigen. Die restliche Hälfte wird im Moment noch 
saniert.

> Verglichen mit Dresden oder Leipzig ist und bleibt Chemnitz trotzdem das
> ewige Aschenputtel.
Chemnitz hatte halt nicht das Glück, eine Residenz- oder Messestadt zu 
sein. Da bleibt halt nur die Industrie...
#4166794
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Viel schlimmer finde ich das Zupflastern der Straßen mit Werbetafeln.
Und auch das Zukleben der Busse und Bahnen mit Werbung. Draußen ist 
Sonnenschein und steigt man ein, empfängt einen dunkles Schummerlicht, 
weil alle Scheiben zugekleistert sind. Wozu dann überhaupt noch 
Fensterscheiben?
Persönliche Seite #4166833
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Chris D. schrieb:
> Da bleib ich doch lieber in meinem Büro und schaue ins Grüne.

Wenn Du noch die schrecklichen Waschbetonplatten und die 
Beton-Beeteinfassung entfernen würdest, würde es noch netter aussehen 
...

Thomas Eckmann schrieb:
> Fahr mit der S-Bahn durch eine Grossstadt

Da muss man nicht mit der S-Bahn fahren. Jede Fläche wird vollgepisst, 
entweder von Kötern, Besoffenen oder dauerhafter von 
"Street-Art"-Künstlern, die ihre Reviermarkierung setzen müssen.

Andererseits setzen auch "Architekten" (aussprechen wie es Rheinländer 
tun) ihre Reviermarkierungen, die ästhetisch kaum dem 
sich-in-den-Bordstein-"lösen" eines Köters überlegen sind:

http://www.berlintrends.de/wp-content/uploads/2012/02/alexa-berlin.jpg

http://www.rundgang-berlin.de/fileadmin/Firmen_Marzahn_Hellersdorf/Eastgate/Bilder/eastgate_startbild.jpg

http://www.city-in-space.com/img/400/91-1_bierpinsel.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/3e/U-Bhf_Fehrbelliner-Platz_2002-07-20-3zu2.jpg/330px-U-Bhf_Fehrbelliner-Platz_2002-07-20-3zu2.jpg

Auch unter der Erde:
http://www.berliner-bahnen.de/u-bahn/steglitz/bilder/d02-407.jpg


Was müssen diese "Architekten" alles fressen, damit sie sich so über 
Städte (und meine Beispiele sind alle aus nur einer Stadt!) erbrechen 
können ...
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4166849
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@Bernd ich bin da ganz Deiner Meinung.

hier in D wird zwar mitunter ganz hip gebaut, aber das macht vielleicht 
nur ein paar % der Gebäude aus.
der Rest ist ein elendes Angestücke und Dichtgeflicke.
Vieles wird total vernachlässigt.
Die meisten Neubauten sind "Null-8-Fünzehn".

ganz "gelungen" finde ich Leute in Ihren DoppelHäusern,
die sich noch nicht mal auf eine einheitliche Optik einigen können.
eine Dachseite rot, eine dunkel etcpp.

wenn man aus dem Ausland wieder kommt, speziell aus England und 
Skandinavien fällt das besonders auf.

BTW am Schaltkasten stand bestimmt mal "bekleben verboten" :D
#4166855
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John Drake schrieb:
> Das häßliche Ding ist aber doch - so weit man das erkennen kann - ein
> Mistkübel und kein Verteilerkasten?

Hab auf die Schnelle nichts Besseres gefunden. Geht auch mehr um das 
hübsche Bild dahinter. In Hamburg ist jeder Mülleimer, Telefonkasten 
etc. verziert.

In der Hauptsache von Kultsprayer Oz. Der ist allerdings kürzlich 
verstorben. Standesgemäss beim Sprayen von einer S-Bahn überfahren.

mfg.
Gast #4166859
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Nun, eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass das keine guten Beispiele 
gegen Graffitis sind, da die besprühten Objekte (man beachte auch die 
schiache Mauer mit dem schäbigen Gitter) durch jene nicht in ihrer Optik 
leiden.
#4166875
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Thomas Eckmann schrieb:
> Fahr mit der S-Bahn durch eine Grossstadt und du wirst das Bild auf dem
> Kasten lieben lernen.

also ich finde nicht, dass dieses "Bild" der der "Schönheit" der Mauer 
abträglich ist.

Klar gibts kunstvollere Graffiti, aber besser als eine vor sich hin 
zerfallende Mauer auf jeden fall. Sch*** ist es nur, wenn da einfach 
wild übereinander gesprüht und gegenseitig verschandelt wird.
Persönliche Seite #4166882
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Vlad Tepesch schrieb:
> Sch*** ist es nur, wenn da einfach wild übereinander gesprüht und
> gegenseitig verschandelt wird.

Das aber ist der Regelfall. Denn es funktioniert genauso, wie Köter, die 
an der Ecke das Bein heben, um ihre Reviermarkierung zu setzen -- das 
passiert insbesondere da, wo vorher schon ein anderer Köter seine 
Markierung setzte.

Der Graffitti-"Künstler" funktioniert da genauso. Zwar gibt es welche, 
die durchaus künstlerische und sogar ästhetische Werke abliefern, aber 
die überwiegende Mehrheit hat davor überhaupt keinen Respekt und muss 
ihre individuelle Reviermarkierung darüberklatschen. Entweder als Tag in 
der ewiggleichen aus Amerika abgekupferten 
"Freestyle"-Graffitti-Normschrift (kaum lesbar, Textinhalt à la 
"HRNNNNGLLL!!"), oder mit irgendeinem anderen "Kunstwerk". Weil sich ja 
jeder berufen fühlt, und jeder "fame" haben will.

Das bestätigt die "Broken Windows"-Theorie.
Moderator Persönliche Seite #4166910
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Da bleib ich doch lieber in meinem Büro und schaue ins Grüne.
>
> Wenn Du noch die schrecklichen Waschbetonplatten und die
> Beton-Beeteinfassung entfernen würdest, würde es noch netter aussehen

Ja, Siebzigerjahre-Charme eben - aber wenn man da jeden Tag drüberläuft, 
sieht man das irgendwann nicht mehr ;-)
(vom Arbeitsplatz aus sehe ich den Weg sowieso nicht).

Die Dinger sind robust und noch in Ordnung - alle zwei Jahre mal mit dem 
Hochdruckreiniger drüber und man hat bei Glatteis/Schnee guten Halt, 
ohne räumen/streuen zu müssen :-)

Ich hatte den Austausch mal überlegt - aber: es wäre ein Haufen Arbeit, 
viel Geld und wenig Gewinn. Übersetzt: ich bin zu faul :-)

Außerdem: für Natur ohne Waschbeton habe ich hier nur drei Minuten 
Fußweg, und wir sind im tiefsten Wald.
#4167066
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Jan Hansen schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Ich darf weder rumstinken, noch andere Ohren quälen.
>
> Doch, darfst du. In meiner Gegenwart stinken ständig Raucher herum, und
> Motorradfahrer mit "Sportauspuff" (haben nichts mit Sport zu tun, nur
> mit Lautstärke) quälen meine Ohren durchaus.

Aber wehe man sagt was, dann ist man intolerant und rechtsradikal.
#4167074
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Bernd Funk schrieb:

> Und was soll diese Unsitte einen schönen grauen ( unauffälligen )
> Verteilerkasten anzuschmieren?
>
> Grau war der schöner.
>
> Grüße Bernd

Wo du natürlich Recht hast: Es fehlt das Gesamtkonzept. Die drei Kästen 
sind ja auch ohne "Kunst" nicht gerade ein Blickfänger.

Jetzt einen anzumalen kommt dem Versuch gleich, seinen Trabi mit EINER 
Breitreifenfelge aufzumotzen - so was kann nur schiefgehen.

Du solltest darauf hinwirken, dass die anderen Kästen AUCH angemalt 
werden - und zwar passend zu dem ersten Kasten.

Wenn das zuviel für die "Künstler" ist ist wieder Grau die Farbe der 
Wahl.

P.S. In unserem Betriebsgebäude wurde in eine jugendstilorientiert Halle 
mit historischen Gemälden ein turmhoher Kaffeeautomat aufgestellt, nebst 
Abfalleimer für die vielen Plastikbecher... Ich glaube, da sollte ich 
auch mal ein Bild posten.
#4167104
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Das aber ist der Regelfall. Denn es funktioniert genauso, wie Köter, die
> an der Ecke das Bein heben, um ihre Reviermarkierung zu setzen -- das
> passiert insbesondere da, wo vorher schon ein anderer Köter seine
> Markierung setzte.

das mag in einigen Gegenden der Fall sein, manchmal werden ja aber auch 
Mauern Freigegeben, die ziemlich trist aussehen, aber eigentlich in 
Gegenden Liegen, wo viele vorbeikommen und die Abschnitte dann auch 
sauber abgegrenzt sind und die Graffiti auch lange halten.

Aber ich finde es manchmal tatsächlich etwas schade, wenn ein eigentlich 
(zumindest für mein Laienauge) ziemlich sauber gearbeitetes Graffiti 
(nicht so ein Buchstabenmist oder wirklich nur geschmierte Tags) wieder 
mit der langweiligen Hausfarbe überstrichen werden.

Was mich etwas traurig gestimmt hat: am Weißensee beim Strandbad, wurde 
am Wochenende das alte schöne Graffiti mit Weltraum-Duffy-Duck 
übersprüht. Da haben die jetzt so komische Mars und Bounty-Riegel 
drangesprüht (ohne die richtigen Markennamen, aber klar erkennbar.)
;-(

(weiß aber nicht, ob nicht der Putz, der nicht mehr der beste war auch 
saniert wurde - wahrscheinlich war das die eigentliche Ursache)
#4167249
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Lutz H. schrieb:
> könnten die Schwalben ein Nest bauen.

Schlammpfütze nicht nötig, laß nur lange genug ein Fenster offen stehen. 
Hier am Rand der Wahner Heide gibt es eine urige, kleine Kneipe, wo vor 
vielen Jahren der kaputte Lüfter aus der Wand entfernt worden war und 
nicht mehr erneuert wurde. Später hatten Schwalben ihr Nest auf dem 
Bewegungsmelder eingerichtet. Die waren auch mal länger weg, kamen aber 
jedes Jahr zurück und dann gab es eine Menge Nachwuchs.
#4167469
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magic smoke schrieb:
> Die Dächer sind doch nur wieder orange, weil die umliegenden
> Kohlekraftwerke inzwischen mit Filtern nachgerüstet oder abgeschaltet
> sind.

Na ja, wenigstens wussten die bösen DDR- Oberen in Karl- Marx- Stadt 
schon was Kraft- Wärmekopplung ist, dass man ein Kraftwerk auch mit 
verschiedenen Brennstoffen betreiben kann (Kohle und Erdgas)und wie man 
den Schwefel aus den Filtern gewinnbringend an die Bauindustrie als Gips 
verkaufen konnte und das am Besten per Bahn erledigt.
Es war damals auch schon bekannt, dass ein Schornstein etwa 300 Meter 
hoch sein muss, um die Schadstoffe aus den umliegenden Wohngebieten 
fernzuhalten.
Nach der Wende reichte dann für einen großen Steuerzahler auch ein etwa 
40 Meter hoher Schornstein aus, um Gießereiabgase schadlos abzuleiten.
Zur Erklärung: Es ist nicht ganz so schlimm, wie in Stuttgart, aber 
Chemnitz liegt auch in einem Talkessel.

Gruß Micha
OP #4167481
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#4167498
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Gast #4167561
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Michael Bauer schrieb:
> Im Freien sind solche einfachen, nicht wenigstens
> spritzwassergeschützten Steckdosen nicht zulässig.:)

Und Kinderschutz haben die auch nicht. Wenn da einer reinlangt!

Chris D. schrieb:
> Anbei mein Ausblick heute morgen - mitsamt meinen berühmten Tomaten ;-)

Muttu mal ausgeizen.

Icke ®. schrieb:
> Verglichen mit Dresden oder Leipzig ist und bleibt Chemnitz trotzdem das
> ewige Aschenputtel.

Die Bezirkshauptstadt der DDR mit 3 "Ohh" war nunmal eine 
Industriestadt. Nimm die Industrie weg, da bleibt halt nicht viel.

Bernd Funk schrieb:
> Blick aus meinem Büro auf eine Wand und einen Verteilerkasten, der
> von einem viertklassigen  Schülerkünstler " verziert" wurde.

Mach Dir nichts drauß, bei mir sieht das ähnlich aus. Gut, die Wand ist 
hier ein abwechslungsreicher Waldrand, der Parkplatz eine grüne Wiese, 
der Koniferenstreifen ein sich dahinschlängelnder Bachlauf, und die 
Pferde sind echt und rennen über die Wiese.

Aber der Mastverteiler am Telefonmast, echt so ein ödes Grau. Ich 
wünschte mir, da würde mal jemand ein Grafitto dransprühen.
#4167616
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Also in Dresden hat die Drewag (Stadtwerke) Trafostationen, 
Fernwärmeverteilerstationen und ähnliches von Künstlern gestalten 
lassen.

In Chemnitz wurden Wartehäuschen durch Künstler gestaltet.

Das Schöne es wurden Motive verwendet, die zum jeweiligen Betrieb 
passen, das unschöne - irgendwelche Schmierfinken haben drüber gesprüht
Persönliche Seite #4167987
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Peter Dannegger schrieb:
> Dort werden die Scheiben mit Brandenburger Toren zugekleistert.

Und vor allem ... mit falschen Brandenburger Toren. Der Idiot, der das 
"designt" hat, ist mit der räumlichen Darstellung überfordert gewesen, 
und das Resultat ... beleidigt das Auge.

Davon abgesehen gibt es auf diesem Planeten kein langweiligeres Motiv 
als das Brandenburger Tor.
#4168065
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Timm Thaler schrieb:
> Die Bezirkshauptstadt der DDR mit 3 "Ohh" war nunmal eine
> Industriestadt. Nimm die Industrie weg, da bleibt halt nicht viel.

Nun, das trifft auf die meisten Großstädte zu. Chemnitz hatte nach der 
Wende aber durchaus Chancen für einen grundlegenden Imagewandel. Aber 
die korrupte, inkompetente Seilschaft im Rathaus hat mit tödlicher 
Präzision immer wieder Investoren vergrault und es lange Zeit versäumt, 
die Stadt besonders für junge Menschen lebenswert zu gestalten. Die 
demographischen Folgen sind katastrophal, knapp die Hälfte der Einwohner 
ist älter als 50 Jahre, ca. ein Drittel sogar über 60 Jahre alt. Der 
Slogan "Chemnitz-Stadt der Moderne" klingt da wie blanker Hohn. Anderswo 
werden Wohnungen gebaut, in Chemnitz werden sie abgerissen, weil enormer 
Leerstand herrscht.
Solange noch genügend Greisenwählerschaft lebt, die ihr Kreuz da macht, 
wo sie es schon immer macht, wird sich auch nichts ändern.
#4168114
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Bernd Funk schrieb:
> Jeder Mist ist in Deutschland reglementiert.
>
> Ich darf weder rumstinken, noch andere Ohren quälen.


Na von wegen, hier mäht ständig irgendwer den Rasen (sobald der 1 mm zu 
lang geworden ist)
Oder es fahren Traktoren durch die Gegend (am besten mit Pestiziden oder 
Jauche)...
Oder es wird gegrillt, oder der Holzofen angeworfen...
Oder es ist mal wieder Silvester, oder Osterfeuer...


Aber immerhin ist hier die Aussicht schön ;-)
#4168120
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Das dürfte aber kein Problem der Stadt selbst sein

Leider doch. Chemnitz belegt nicht nur bundes- sondern sogar europaweit 
den Spitzenplatz beim Altersdurchschnitt. Siehe u.a. hier:

http://www.welt.de/welt_print/politik/article5914769/Chemnitz-wird-zur-aeltesten-Stadt-in-ganz-Europa.html

und hier:

http://www.faz.net/aktuell/reise/perspektiven-der-stadt-9-chemnitz-geriatriker-aller-laender-vereinigt-euch-11505562.html
#4168238
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Peter Dannegger schrieb:
>> Dort werden die Scheiben mit Brandenburger Toren zugekleistert.
>
> Und vor allem ... mit falschen Brandenburger Toren. Der Idiot, der das
> "designt" hat, ist mit der räumlichen Darstellung überfordert gewesen,
> und das Resultat ... beleidigt das Auge.

das fällt mir auch jedes Mal wieder auf.
Ich frag mich auch, was das soll. soll das Scratchings entgegenwirken 
oder gibts irgend einen sinnvollen Grund dafür?
Moderator Persönliche Seite #4168282
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Icke ®. schrieb:

> Leider doch. Chemnitz belegt nicht nur bundes- sondern sogar europaweit
> den Spitzenplatz beim Altersdurchschnitt. Siehe u.a. hier:
>
> 
http://www.welt.de/welt_print/politik/article5914769/Chemnitz-wird-zur-aeltesten-Stadt-in-ganz-Europa.html
>
> und hier:
>
> 
http://www.faz.net/aktuell/reise/perspektiven-der-stadt-9-chemnitz-geriatriker-aller-laender-vereinigt-euch-11505562.html

Allerdings wird der Spitzenplatz erst in fünfzehn Jahren erklommen.

Schlimm ist das trotzdem.
#4168568
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Mac Gyver schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Jeder Mist ist in Deutschland reglementiert.
>>
>> Ich darf weder rumstinken, noch andere Ohren quälen.
>
> Na von wegen, hier mäht ständig irgendwer den Rasen (sobald der 1 mm zu
> lang geworden ist)

Da haben wir die gleichen Nachbarn! Hauptsache es ist Mittagsruhe und es 
mäht nicht gerade ein anderer seinen Rasen. Gemäht werden muss immer 
NACHeinander.


> Oder es fahren Traktoren durch die Gegend (am besten mit Pestiziden oder
> Jauche)...

Traktoren nicht, aber penible Nachbarn, die die paar Grashalme, die sich 
zwischen den Gehsteigplatten durchgearbeitet haben, mit einer dermaßen 
aggresiven Pansche besprüht haben, dass das Grün von einem Tag zum 
anderen Braun war...
#4168574
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Icke ®. schrieb:
> Rufus Τ. Firefly schrieb:
>> Das dürfte aber kein Problem der Stadt selbst sein
>
> Leider doch. Chemnitz belegt nicht nur bundes- sondern sogar europaweit
> den Spitzenplatz beim Altersdurchschnitt. Siehe u.a. hier:
>
> 
http://www.welt.de/welt_print/politik/article5914769/Chemnitz-wird-zur-aeltesten-Stadt-in-ganz-Europa.html
>
> und hier:
>
> 
http://www.faz.net/aktuell/reise/perspektiven-der-stadt-9-chemnitz-geriatriker-aller-laender-vereinigt-euch-11505562.html

Da bin ich ja mal zufrieden, daß meine Heimat DE mit dem aktuell 
höchsten Anteil an älteren Menschen irgendwann in 20 Jahren von Chemnitz 
abgelöst wird...

http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/12739_de.htm
Persönliche Seite #4168734
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Hallo Bernd.

Bernd Funk schrieb:
> Jeder Mist ist in Deutschland reglementiert.

Leider.

> Aber das Auge? Das muss wohl alles abkönnen?

Das Leben ist halt kein Ponyschlecken.

> Bäh, das tut weh.

Was Dich nicht Umbringt, macht Dich nur noch härter. Den doofen Spruch 
hab ich auch immer zu hören bekommen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
#4169477
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Mac Gyver schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Jeder Mist ist in Deutschland reglementiert.
>>
>> Ich darf weder rumstinken, noch andere Ohren quälen.
>
>
> Na von wegen, hier mäht ständig irgendwer den Rasen (sobald der 1 mm zu
> lang geworden ist)

Ist mir immer noch lieber als diese akustische Umweltverschmutzung, der 
man überhaupt nicht mehr entkommt, weil in 5 Meter Umkreis immer 
irgendwer ein Handy am Ohr hat um der Schantalle zu erzählen, was der 
Kevin zur Mischelle gesagt hat, warum er die Monike uncool findet.
OP #4170169
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Das Problem bei der visuellen Verschmutzung ist doch, das man sich
ihr nicht entziehen kann.

Wenn mein Bauer meint, seine gequirlte Schweinescheiße großflächig
auf der Wiese verteilen zu müssen, kann ich das Fenster zumachen.

Wenn der Nachbar sein Pflaster abrüttelt, mache ich halt das Radio
lauter.

Aber jahrelang die Augen zu machen?

Grüße Bernd
#4170323
Lesenswert?

Bernd Funk schrieb:
> Das Problem bei der visuellen Verschmutzung ist doch, das man sich
> ihr nicht entziehen kann.
>
> Wenn mein Bauer meint, seine gequirlte Schweinescheiße großflächig
> auf der Wiese verteilen zu müssen, kann ich das Fenster zumachen.
>
> Wenn der Nachbar sein Pflaster abrüttelt, mache ich halt das Radio
> lauter.
>
> Aber jahrelang die Augen zu machen?
>
> Grüße Bernd

Vorsicht! Weggucken geht immer! Aber wegriechen, weghören etc. - DAS 
geht gerade nicht.

Also Bernd: Schau deinen Kunden in die Augen und leier ihnen 
Folgeaufträge aus dem Kreeuz.

Solange auf dem Kasten kein Bild von "Bernd das Brot" abgebildet ist 
solltest du dich doch damit arrangieren können... :-)
#4170546
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Bernd Funk schrieb:
> Hier habe ich was Tolles gefunden:)
> ( " Das Kunstwerk"  Juni 1967 ! )

Diese Passage hat mir am besten gefallen:
1
Was hat die Oberen der Stadt veranlaßt, in einem der schönsten Gärten
2
von Karlsruhe ausgerechnet während der Gartenschau einen Intelligenztest
3
für Affen durchzuführen?

Offenbar ist hatte die Gartenschau einige Anziehungskraft auf Affen - 
besser konnte man den Intelligenztest kaum plazieren, um 
aussgagekräftige Ergebnisse zu bekommen...

PS: Die Bilder sind leider unbrauchbar, um sich ein Bild vom Test zu 
machen.
OP #4171026
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Bernd Funk schrieb:
>> Hier habe ich was Tolles gefunden:)
>> ( " Das Kunstwerk"  Juni 1967 ! )
>
> Diese Passage hat mir am besten gefallen:
>
1
> Was hat die Oberen der Stadt veranlaßt, in einem der schönsten Gärten
2
> von Karlsruhe ausgerechnet während der Gartenschau einen Intelligenztest
3
> für Affen durchzuführen?
4
>
>
> Offenbar ist hatte die Gartenschau einige Anziehungskraft auf Affen -
> besser konnte man den Intelligenztest kaum plazieren, um
> aussgagekräftige Ergebnisse zu bekommen...
>
> PS: Die Bilder sind leider unbrauchbar, um sich ein Bild vom Test zu
> machen.

Auf "Anzeigen" klicken! Nun sieht man, dass Herr Antes der Nase
eine gewisse Ähnlichkeit zu einem männlichen Körperteil gegeben hat.

Das geht doch gar nicht ( 1967! )

Grüße Bernd

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