Bohrfutter direkt an Motor

Gast #4166783
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Guten Tag zusammen,

it der Elektrionik kenne ich mich gut aus mit der Mechanik aber leider 
nicht so...

Da ich nicht so viel Platz in meinem Werkraum habe würde ich mir gern 
ein Bearbeitungszentrum so gestalten das ich mit einem Motor möglichst 
viele Dinge machen kann... Frästisch für Holz, Bohrmaschine, Fräse für 
Metall... Um meine Idee umsetzen zu können würde ich gern einen Motor 
mit 1000W nehmen und ihn über einen Frequezumrichter betreiben um die 
Drehzahl regeln zu können. Das Bohrfutter würde ich gern direkt mit der 
Welle des Motors verbinden, der Motor entspricht Bauform B5.

Welche verschiedenen Wellen gibt es bei Motoren?

Gibt es vielleicht einen schönen Adapter der auch gleichzeitig eine 
Höhenverstellung erlaubt damit man nicht den Motor bewegen muss um das 
Bohrfutter auf und ab zu bewegen?
Gast #4166802
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Bohrfutter schrieb:
> Frästisch für Holz, Fräse für Metall...

Unsinn.

Holzbearbeitung (10000-35000) und Metallbearbeitung (1800-5000) 
erfordern so unterschiedliche Drehzahlen, daß ein Motor dabei keinen 
Sinn macht.

Der Motor ist noch das Billigste, da muss man nicht sparen.

> Gibt es vielleicht einen schönen Adapter der auch gleichzeitig eine
> Höhenverstellung erlaubt damit man nicht den Motor bewegen muss um das
> Bohrfutter auf und ab zu bewegen?

Pinole. Fertig drin in Standbohrmaschinen. Natürlich mit eigenem Lager.
Gast #4167562
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Bohrfutter schrieb:
> Das Bohrfutter würde ich gern direkt mit der
> Welle des Motors verbinden

Kauf dir ein Bohrfutter mit Morsekegel-Aufnahme. Dann schleifst du die 
Welle von welchem Motor auch immer in etwa dem nötigen Winkel an. Geht 
während des laufenden Motors easy, musst nur das Lager abdecken. Dann 
gleichst du Welle und Bohrfutter an, indem du den Motor wieder laufen 
lässt, diesmal das Bohrutter aufdrückst. Vorher gibst Du etwas 
Schleifmittel in das Futter, und passt so im Nu den Rest an. Danach 
alles penibel säubern, entfetten, und das Futter aufsetzen. Hält 
normalerweise schon bombenfest. Fürs Fräsen kannst Du auch noch einen 
Tropfen anaeroben Kleber spendieren. Hält 100 Jahre, hat sauberen 
Rundlauf.
Gast #4167670
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0815 schrieb:
> Kauf dir ein Bohrfutter mit Morsekegel-Aufnahme.

Bohrfutter haben keine MK Aufnahme, sondern so was wie B10,
https://shop.rb-werkzeuge.de/Bohrfutter/Roehm-Schnellspann-Bohrfutter/Roehm-Bohrfutter-Schnellspannbohrfutter-0-6-5mm-B10-871022::410.html
schliesslich soll das Bohrfutter halten und nicht wieder rausgehen.

Dafür gibt es dann Kegeldorn-Einsteckschäfte wie B10->MK2
https://shop.rb-werkzeuge.de/Huelsen-und-Dorne/Kegeldorn-DIN-238-mit-Austreiblappen/Kegeldorn-Einsteckschaft-MK2-B10-fuer-Bohrfutter::339.html
mit dem man aber an der Achse eines Motors nichts mit anfangen kann.

0815 schrieb:
> Vorher gibst Du etwas Schleifmittel in das Futter

Das wird für den benötigten Rundlauf nicht funktionieren.
Gast #4167717
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MaWin schrieb:
> Bohrfutter haben keine MK Aufnahme

Habe aber gleich Mehrere, wenn auch Kleine. Bot Pollin mal für schmales 
Geld an.


MaWin schrieb:
>> Vorher gibst Du etwas Schleifmittel in das Futter
>
> Das wird für den benötigten Rundlauf nicht funktionieren.

Doch, habe mir das nicht ausgedacht, sondern nutze das seit Jahren. 
Trotz der geringen Grüße bei gutem Rundlauf. Das Anpassen geschieht 
immerhin an sich drehenden Teilen, woher soll die Unwucht kommen? Also 
einfache Bohrfutter selbst sind da deutlich ungenauer.
Er lässt seinen Motor laufen, und schleift die Welle erstmal z.B. mit 
nem Bandschleifer vor. Der Feinschliff dann ebenfalls am laufenden 
Motor, während er das Bohrfutter ständig dreht. Da gibt es keine 
menschlich verursachte Abweichung, nur enorme Präzision.


Harald Wilhelms schrieb:
> innen in die Motorwelle

Außen an die Welle. Das Futter selbst muss die keglige Bohrung haben.
#4167728
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0815 schrieb:

>> innen in die Motorwelle
>
> Außen an die Welle. Das Futter selbst muss die keglige Bohrung haben.

Normalerweise sitzt der Kegel am Bohrfutter und nicht umgekehrt.
Die Achse an der Bohrmaschine hat dann die dazu passende kegelige
Bohrung. Dickere Bohrer haben dann auch einen Morsekegel dran
und werden direkt in die Bohrung der Bohrmaschine gesteckt.
Zumindest Bohrer mit kegeligen Loch gibt  m.W. nicht. Bei Bohr-
futtern bin ich mir nicht ganz so sicher.
Gast #4167775
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Harald Wilhelms schrieb:
> Normalerweise sitzt der Kegel am Bohrfutter und nicht umgekehrt.
> Die Achse an der Bohrmaschine hat dann die dazu passende kegelige
> Bohrung. Dickere Bohrer haben dann auch einen Morsekegel dran
> und werden direkt in die Bohrung der Bohrmaschine gesteckt.

Ganz so ist es nicht.
Es gibt Bohrfutter mit Gewinde und welche mit Kegel.
Der Anpaßdorn hat dann am anderen Ende den entsprechenden Morsekegel.
Das was 0815 mit dem Einschleifen macht, das sollte man man nur im 
allergrößten Not machen.
Eigentlich nie.

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