Hallo,
habe eine kurze Frage (siehe Bild im Anhang):
Ich habe ein Pad, welches 15,748031 mil breit ist.
Ich würde aber gerne eine Leiterbhanbreite wegen Versorgungsleiterbahn
von 35,433071mil wählen.
Wie realisiert man genau den Übergang? Wie im Anhang gezeigt?
Sieht irgendwie unschön aus.
Danke
@ larry (Gast)
>Ich habe ein Pad, welches 15,748031 mil breit ist.>Ich würde aber gerne eine Leiterbhanbreite wegen Versorgungsleiterbahn>von 35,433071mil wählen.
Sollte man nicht besser auf 35,31415926 mil gehen?
Falk Brunner schrieb:> @ larry (Gast)>>>Ich habe ein Pad, welches 15,748031 mil breit ist.>>Ich würde aber gerne eine Leiterbhanbreite wegen Versorgungsleiterbahn>>von 35,433071mil wählen.>> Sollte man nicht besser auf 35,31415926 mil gehen?
ich hab bessere erfahrungen mit 35,314159261 mil gemacht.
35,31415926 mil hat in der Herstellung zu viel tolleranz.
:-D
spontan schrieb:>>35,433071mil = 0,900000000000000000000000000000000000mm>> Oder so ählich.> Die Toleanzen beim Ätzen sind mindestens 1 Angström (=0,0000000001m)> oder so.
Inakzeptabel.
:D
>35,433071mil = 0,900000000000000000000000000000000000mm>Sollte man nicht besser auf 35,31415926 mil gehen?
Das sind aber 35, pi/10 . ist noch gerader ;-)
larry schrieb:> Wie realisiert man genau den Übergang? Wie im Anhang gezeigt?> Sieht irgendwie unschön aus.
Ich würde es auch nicht anders machen.
rgds
larry schrieb:> Hätte gedacht, dass man den Übergang "fließend" oder "abgewinkelt"> realisiert.
Das hat erst im sehr hohen GHz-Bereich einen Einfluss, für die reine
Ästhetik lohnt sich der Aufwand nicht.
Georg
Georg schrieb:> Das hat erst im sehr hohen GHz-Bereich einen Einfluss
Aber dann bitte auch nicht (wegen des Skin-Effektes) das Vergolden
vergessen!
73! LG
Logic-Guru schrieb:> Aber dann bitte auch nicht (wegen des Skin-Effektes) das Vergolden> vergessen!
Jo! Bei 35µm Enddicke wird der Skin-Effekt ja bereits ab rund 15MHz
relevant.
Wären mehrere "quadratische" Leiterbahn-Querschnitte nebeneinander nicht
besser, als eine flache Leiterbahn? Aber schmaler als 150µm wird oft
teuer.
150µm x 35µm wäre ja ziemlich flaches Rechteck.
Ich habe nirgends ein Bild von den Stromdichten in einer Leiterbahn
(flaches Rechteck) gefunden.
Mal eine Frage aus reinem Interesse. Gibt es eine Layoutsoftware, wo man
"das Ende einer Leiterbahn einstellen kann"? Ich kenne es nur so, dass
es mit einem Halbkreis abgeschlossen wird und dessen Mittelpunkt beim
Endpunkt der Leiterbahn ist. Ist nur nervig, wenn man mit einer dickeren
Leiterbahn z.B. bei einem TSSOP von oben an den 1. Pin will und durch
den Halbkreis im Idealfall zu Pin 2 einen kurzschluss macht oder
zumindest die Designruöes verletzt. Da würde ich mir einen
Rechtwinkligen Abschluss wünschen. Habe ich bloß noch nie gesehen.
Auch mit eckigen Leitungsenden muss man zuerst mit dünnen Leitungen die
Anschlüsse auffächern (engl. fan out) und dann erst kann man mit einer
breiteren Leitung weiter gehen.
Matthias Lipinsky schrieb:> Ich verkleinere die Bahnbreite daher immer kurz vorher.
Mache ich notgedrungen auch so. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hat
TSSOP ein Pitch von 0.635mm. Bei einer Leiterbahnbreite von 1.27mm ist
es mit dem abgerundeten Ende nicht möglich "von oben zu kommen", ohne
vor dem Pad verjüngen zu müssen. Allgemein darf man auch dann nicht eine
breitere Leiterbahn nehmen, als das Pad breit ist. Bei einem
rechtwinkligen Ende könnte man deutlich breiter dahin kommen.
Bussard schrieb:> .. bei Target z.B.:
Achja. Hab ich früher viel genutzt. Ist mir nie aufgefallen. Danke.
Falk Brunner schrieb:> Auch mit eckigen Leitungsenden muss man zuerst mit dünnen Leitungen die> Anschlüsse auffächern (engl. fan out) und dann erst kann man mit einer> breiteren Leitung weiter gehen.
Ich nehme an, du meinst man sollte. Können tut man es schon. Mir hat
auch jemand mal gesagt, es wäre eher unschön, benachbarte Pads direkt zu
verbinden (also wie |-| | | |-| ). Wenn man das nie tut, kann man sich
sicher sein: Wenn man sowas sieht, wurde nicht richtig geätzt. Gerade
bei feinen pitch wie 0.4mm.
@ Michael Skropski (rbs_phoenix)
>Mache ich notgedrungen auch so. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hat>TSSOP ein Pitch von 0.635mm.
0,65mm, TSSOP ist metrisch.
0,635 wäre 1/40 Zoll, das ist SEHR selten.
>Bei einer Leiterbahnbreite von 1.27mm ist
Wer braucht bei einem TSSOP Pad 1,27mm Leiterbahnbreite?
>> Auch mit eckigen Leitungsenden muss man zuerst mit dünnen Leitungen die>> Anschlüsse auffächern (engl. fan out) und dann erst kann man mit einer>> breiteren Leitung weiter gehen.>Ich nehme an, du meinst man sollte. Können tut man es schon.
jaja.
> Mir hat>auch jemand mal gesagt, es wäre eher unschön, benachbarte Pads direkt zu>verbinden (also wie |-| | | |-| ).
Sowas macht man auch nicht. Braucht auch keiner.
>Wenn man das nie tut, kann man sich>sicher sein: Wenn man sowas sieht, wurde nicht richtig geätzt. Gerade>bei feinen pitch wie 0.4mm.
Eben!
Michael Skropski schrieb:> Mir hat> auch jemand mal gesagt, es wäre eher unschön, benachbarte Pads direkt zu> verbinden (also wie |-| | | |-| ). Wenn man das nie tut, kann man sich> sicher sein: Wenn man sowas sieht, wurde nicht richtig geätzt. Gerade> bei feinen pitch wie 0.4mm.
Die Kontrolle der Ätzung übernimmt der E-Test beim Fertiger. Und dessen
Software interpretiert nicht irgendwelche Daumenregeln von Anno dazumal,
sondern liest mein Gerberfile ein und interpretiert es.
Wenn ich mich darauf nicht verlassen kann, muss ich mir einen anderen
Fertiger suchen. Aber das haben mittlerweile auch die günstigen
China-Fertiger im Griff. Daher sehe ich den Grund für diese Regel nicht
mehr.
Das ist durchaus so, dass damit einige optische Testverfahren Probleme
haben. In dem Fall müsste dann jemand von Hand einstellen, dass die
Verbindungen zwischen den Pads keine Fehler ist, besonders wenn sich da
mehr Zinn sammeln sollte, dürften automatisierte optische Tests meckern.
Für "privat" ist das i.d.R. völlig egal, professioneller sieht's aus,
wenn man das weg lässt. Nachträgliches Auftrennen würde als Nebeneffekt
auch erleichtert.
Zur Ursprungsfrage; statt einer Leiterbahn könnte man das Pad auch
Flächig verbinden. Also Polygon über den Platz aufziehen, den du hast.
Hat dann einen noch mal geringeren Widerstand als die eine Leitung.
Einziger Nachteil; höhere Wärmeabfuhr beim Löten. Aber mit halbwegs
brauchbarem Equipment sollte sich das machen lassen.
Sni Ti schrieb:> Ergänzung; mit den optischen Tests meinte ich die Verfahren, die nach> der Bestückung eingesetzt werden.
ok, da hängt es davon ab wie das AOI des Bestückers arbeitet. Wenn es
einen Vergleich mit einer Musterplatine macht ist es kein Problem. Wenn
es aber das Bild systematisch in Muster zerlegt und das Muster "Brücke"
erkennt, dann muss da tatsächlich der Bearbeiter eingreifen.
Falk Brunner schrieb:> 0,65mm, TSSOP ist metrisch.> 0,635 wäre 1/40 Zoll, das ist SEHR selten.
Stimmt. Es hat mir keine Ruhe gelassen und ich hab nachgeguckt. QSOP hat
0.025" bzw 0.635mm pitch.
Falk Brunner schrieb:> Wer braucht bei einem TSSOP Pad 1,27mm Leiterbahnbreite?
Genaugenommen darf die Leiterbahn nicht breiter sein, als das Pad
(0.35mm hab ich in einem DB nachgeguckt) ohne dabei rüber zu stehen.
Wären nicht ganz 500mA bei 35µm Dicke laut Rechner. Aber ich sollte mir
wohl das rausführen angewöhnen ;)
Gerd E. schrieb:> ok, da hängt es davon ab wie das AOI des Bestückers arbeitet. Wenn es> einen Vergleich mit einer Musterplatine macht ist es kein Problem.
Das Problem hier ist, dass solche Stellen gerne zu Zinnansammlungen
neigen. Da die Klumpen dann nicht gerade gleichmässig oder überall
vorhanden sind, wirft das öfter Fehler raus. Die Stelle einfach
ignorieren zu lassen, birgt dann wieder die Gefahr, dass echte Lötfehler
(z.B. kalte Lötstelle) übersehen werden können.
Von daher sollte man das zumindest im professionellen Umfeld vermeiden.
Selbst wenn es bei einem Design aktuell keine Probleme geben würde,
könnte die Fertigung umgestellt/ verlagert werden. Und auf ein neues
Layout samt Nullserien und neuen Zertifizierungen (ja, auch bei solchen
Banalitäten) hat sicher niemand Lust, auf manuelles nachprüfen auch
nicht ;-)
Persönlich vermeide ich das auch bei Platinen für mich selbst. Genauso
wie ich keine 90° Ecken bei Layouts habe, auch nicht dort, wo es sich
nicht auf die Funktion auswirkt. Aber für's Hobby kann das natürlich
jeder handhaben, wie er möchte ;-)
Gerd E. schrieb:> Wenn ich mich darauf nicht verlassen kann, muss ich mir einen anderen> Fertiger suchen.
Da kannst du lange suchen, wenn du nicht mehr Information als die
Gerber-Daten lieferst - was da verbunden ist, ist eben korrekt
verbunden, den Stromlaufplan kennt der Fertiger ja nicht aus deinen
Daten. Das muss vorher dein DRC-Check leisten.
Georg