Master als Fernstudium

Gast #4177889
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Hallo,

ich, Dipl.Ing(FH), würde mich gerne weiterbilde, ich habe hierzu schon 
mal meinen guten Freund Googel gefragt.

hier bin ich über folgende Seite gstolpert und würde gerne Wissen was 
Ihr hierzu sagt?

http://www.fernstudium-elektrotechnik.de

Oder was kann man noch berufsbegleitend um sich weiter zu bilden?

Danke schon mal für die Antworten.

Gruß

Karl
Gast #4177903
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http://www.fernstudium-elektrotechnik.de/masterstudium/studiendauer-und-abschluesse/

"Die Studiengebühren betragen 2.200.- Euro pro Semester. "

"Wird das Masterstudium in der Regelstudienzeit abgeschlossen, zahlen 
Sie insgesamt 13.200,- Euro Studiengebühren und ca. 900,-Euro an 
Semesterbeiträgen. "

Wenn Dir das Studium soviel wert ist, ist es genauso gut oder schlecht 
wie jedes andere.

Was ich aber nicht wußte (ich dachte immer, die Hochschulen und Profs 
sacken das Geld für sich ein):

"Warum kostet Weiterbildung an öffentlichen Hochschulen Geld?

In den Hochschulgesetzen der Länder ist festgelegt, dass 
Weiterbildungsangebote der Hochschulen nur kostendeckend angeboten 
werden dürfen. Aus Steuermitteln darf nur die Lehre bis zu einem 
(ersten) akademischen Abschluss finanziert werden. Das kann auch der 
Masterabschluss sein, aber nur, wenn das Masterstudium direkt im 
Anschluss an den Bachelor begonnen wird.

Weiterbildungsangebote richten sich an Studierende, die bereits 
berufliche Erfahrungen gewonnen haben (mindestens ein Jahr nach dem 
ersten Abschluss) und in der Regel im Beruf stehen. Diese Angebote 
müssen ausschließlich von Studiengebühren getragen werden. Eine 
Subventionierung aus den Landesmitteln für Erststudienangebote (in der 
Regel in Präsenz und Vollzeit) ist nicht zulässig."
Gast #4178034
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Karl schrieb:
> Karl schrieb:
>> Was soll da bitte ein Trollbeitrags sein?
>
> Kennst du Dipl Ing (FH) nicht? Der möchte sich nicht anmelden und wird
> immer verarscht (glaubt wahrscheinlich er ist der einzinste Dipl Ing
> (FH)).

Immerhin der Einzige, der durchgehend plenkt. Das ist sein 
Alleinstellungsmerkmal.

P.S. Der letzte Beitrag ist von Fake-Karl !!!
Gast #4178064
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Der Dipl. Ing (FH) hat wegen seiner Fach"hoch"Schul-Laufbahn 
Minderwertigkeitskomplexe und wird hier ständig verarscht. Vielleicht 
heißt er aber auch Karl und antwortet seinem zweiten Ich, der Vogel.
Gast #4178166
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Stefan schrieb:

> In den Hochschulgesetzen der Länder ist festgelegt, dass
> Weiterbildungsangebote der Hochschulen nur kostendeckend angeboten
> werden dürfen. Aus Steuermitteln darf nur die Lehre bis zu einem
> (ersten) akademischen Abschluss finanziert werden. Das kann auch der
> Masterabschluss sein, aber nur, wenn das Masterstudium direkt im
> Anschluss an den Bachelor begonnen wird.
>
> Weiterbildungsangebote richten sich an Studierende, die bereits
> berufliche Erfahrungen gewonnen haben (mindestens ein Jahr nach dem
> ersten Abschluss) und in der Regel im Beruf stehen. Diese Angebote
> müssen ausschließlich von Studiengebühren getragen werden. Eine
> Subventionierung aus den Landesmitteln für Erststudienangebote (in der
> Regel in Präsenz und Vollzeit) ist nicht zulässig."

Sicher, dass das stimmt und nicht nur ein Vorwand ist?
Gast #4178228
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Karl schrieb:
> Hallo,
>
> ich, Dipl.Ing(FH), würde mich gerne weiterbilde, ich habe hierzu schon
> mal meinen guten Freund Googel gefragt.
>
>
> http://www.fernstudium-elektrotechnik.de


Das ist ein Weiterbildungs Master (also ein nicht-konsekutiver Master) 
der auch BWLer, Meister etc. zulässt. Vielleicht nicht die beste Wahl 
wenn man bereits einen grundständigen Abschluss in dem Gebiet hat. Die 
Uni Duisburg-Essen und die Uni Freiburg haben einen konsekutiven Master 
in dem Bereich. Ich hatte mich erst mit dem Thema auseinander gesetzt 
und ich habe das Gefühl als würden FHen den Master (zumindest im 
Fernstudium) doch recht leicht vergeben (z. B. hier das klingt mehr wie 
ein Bachelormodule als eine Masterveranstaltung und das gilt quasi für 
alle deren Veranstaltungen 
https://www.wings.hs-wismar.de/de/fernstudium_master/wirtschaftsingenieurwesen/inhalte/curriculum/fach/d/subject=communication_systems_i4)
#4178242
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MaWin schrieb:
> Sicher, dass das stimmt und nicht nur ein Vorwand ist?

Das stimmt schon, was du auch selber durch Nachsehen in einem 
Hochschulgesetz deiner Wahl nachprüfen könntest.

Der Trick ist natürlich, dass niemand wirklich ausrechnen kann, wann so 
ein Angebot kostendeckend ist. Man ist gewohnt mit Steuergeldern zu 
schlampen und kennt die echten Kosten nicht. Also wird irgendwas 
geschätzt und als Studiengebühr verlangt.

2200€ / Semester ist nicht viel. Bei 15 Wochen / Semester, 20 SWS (ja, 
ich bin Old School), sind das 225 Stunden / Semester. Das macht 9,78 € / 
Stunde für die Bespaßung eines Studenten. Dafür muss anteilig alles, vom 
Gebäude über Geräte, Labore und Verwaltung bis zum Professor, bezahlt 
werden.
Gast #4178251
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Hannes J. schrieb:
> Dafür muss anteilig alles, vom
> Gebäude über Geräte, Labore und Verwaltung bis zum Professor, bezahlt
> werden.

Das sind bei 30 Studenten ca. 300€/45 Minuten. Der Fixkostenanteil 
dürfte relativ gering sein, weil die Fixkosten zum großen Teil von dem 
gedeckt werden, was die Hochschule für den regulären Lehrbetrieb vom 
Land erhält. Was also gedeckt werden muss sind die variablen Kosten und 
das Gehalt des Dozenten. Variable Kosten sehe ich nicht großartig. 
Wahrscheinlich gibt es Farbausdrucke, statt selber drucken zu müssen. 
Den Rest stecken sich Professor und Hochschule in die Tasche.
Gast #4178691
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Cyblord -. schrieb:
> MaWin schrieb:
>
>> Den Rest stecken sich Professor und Hochschule in die Tasche.
>
> Du wirst dem Prof. doch wohl die Zweitjacht in Saint Tropez gönnen!?

Nein, den der wird schon ordentlich bezahlt!
Und die Altersversorgung sucht ihres gleichen.
Das schon immer geplant war die Master als kostenpflichtiges 
Zweitstudium in D-Land  zu etaplieren, dürfte wohl hier nur mehr die 
wenigsten wissen.
Aber das Ziel den Master à la GB oder USA zum Luxusbildugnsgut zu 
machen, ist politisch  eine klammheimlich  gewollte Zielsetzung.
Gast #4179031
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MaWin schrieb:
> Das sind bei 30 Studenten ca. 300€/45 Minuten.

Klingt erst einmal wenig, in Relation zu kommerziellen 
Bildungsangeboten. Eine Tagesschulung für 200 Euro pro Person ist schon 
sehr billig, und bei 15 Teilnehmern käme man etwa auf den gleichen Satz.

30 Studenten halte ich außerdem für unrealistisch. Gehe mal eher von der 
Hälfte aus.

MaWin schrieb:
> Der Fixkostenanteil
> dürfte relativ gering sein, weil die Fixkosten zum großen Teil von dem
> gedeckt werden, was die Hochschule für den regulären Lehrbetrieb vom
> Land erhält.

Und wieso sollte jetzt der Fernstudent nicht an diesen Kosten beteiligt 
werden? Im Gesetz steht doch, dass der Studiengang kostendeckend sein 
soll. Wieso sollte man da Fixkosten ausnehmen?

MaWin schrieb:
> Was also gedeckt werden muss sind die variablen Kosten und
> das Gehalt des Dozenten.

Und die Verwaltung. Da werden sicherlich ein, zwei Vollzeitstellen 
fällig. Vielleicht sogar noch ein wissenschaftlicher Mitarbeiter. Da 
muss man erst einmal die Studiengebühren von ein paar Studenten nur 
dafür ausgeben und hat noch keinen Cent für die Dozenten übrig.

So groß werden die Studentenzahlen auch nicht sein. Was glaubst du, 
wieso die Fernuni Hagen ihren Elektrotechnikstudiengang eingestampft 
hat? Der war einfach zu teuer bei zu wenigen Studenten.
Gast #4182016
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Karl schrieb:
> Es wurde hier ja lange über den preis geredet aber gibt es denn
> eine
> sinvolle weiterbildungsmasnahme oder eine brauchbare Alternative zu
> Darmstadter FH?

Es gibt mittlerweile einiges an Fernstudien in Deutschland. Siehe 
http://www.hochschulkompass.de/studium/suche/fernstudium.html

Wichtig:

Akkreditiert (heute, nicht in Zukunft). Sieh dir auch die 
Akkreditierungsunterlagen an (z.B. ob vorläufig, mit Auflagen, usw.).

Eine seit längerem existierende Hochschule. Keine Neugründung die ihren 
Weg noch finden muss. Besonders keine private Hochschule, bei der nicht 
klar ist, ob sie im nächsten Jahr noch genug Finanzmittel hat.

Wenig bis keine Präsenzzeit. Es soll schließlich ein Fernstudium sein.

Art der Betreuung, gute Erreichbarkeit der Lehrenden und Assistenten. 
Nicht einfach nur Selbsthilfe der Studierenden in einem Forum.

Vorhandene Online-Tools, oder steinzeitliches Erhalten und Einschicken 
der Aufgaben mit der Post?

Kein Modefach. Besonders keines dieser frisch erfundenen 
Spezialstudiengänge. Basis sollte eine etablierte Disziplin sein, mit 
einem Schwerpunkt in einer seriösen Fach.

Plane mit dem Ende im Sinn. Wo kannst du deine Masterarbeit schreiben? 
Besteht die HS auf einer Arbeit, die bei deinem Arbeitgeber geschrieben 
werden muss? Was machst du, wenn du den Master hast? (Eventuell neuen 
Job suchen?)
#4182186
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Karl schrieb:
> Es wurde hier ja lange über den preis geredet aber gibt es denn eine
> sinvolle weiterbildungsmasnahme oder eine brauchbare Alternative zu
> Darmstadter FH?

Siehe mein obiger Beitrag.
Ansonsten auch der Master der Uni Freiburg (IEMS). TU Kaiserslautern hat 
auch was im Programm.

Darüber hinaus gibt es noch zwei weitere Vorschläge.
Ein wenig recherchieren wirst du dann ja auch noch selbst können.

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