Hallo alle zusammen,
mein Mainboard regelt den Lüfter der CPU nach dem selbst gemessenen
Wert. Dieser ist aber anscheinend recht konstant. Gestern war er immer
46°, heute ist er immer 47°. Die aus der CPU ausgelesene Temperatur
schwankt unter Last aber stark (je nachdem wie stark ich den Lüfter
manuell einstelle zwischen 30° und 42°). Mein Lüfter regelt also gar
nicht nach der Temperatur, was schonmal nervig ist.
Dann kommt aber noch eine weitere Sache hinzu: Sobald die aus der CPU
ausgelesene Temperatur über 40°C steigt, regelt die CPU den Takt auf die
Hälfte runter, was eigentlich nicht sein sollte. Die CPU verkraftet ja
deutlich mehr als 40°.
Es schein da also irgendwas schif zu laufen. Weiß jemand, was es sein
könnte?
Die CPU ist ein Phenom II X6 1055T
Grüße, Werker
Kontrollier ob der CPU-Lüfter richtig angeschlossen ist.
Genau das von dir beobachtete Verhalten gibt es, wenn der CPU-Lüfter
z.B. an dem Anschluss für den Gehäuselüfter steckt.
Hab den Anschluss kontrolliert, der passt. Wenn ich die Lüfterkurve
manuell anpasse (d.h. eigentlich nur die Drehzahl bei der einen
konstanten Temperatur), dann verändert sich auch seine Geschwindigkeit.
Das Mainboard zeigt aber eine falsche Temperatur an. Sie verändert sich
nur beim Neustart des Computers und ist immer im Bereich 43°C-48°C.
Achja und dann noch etwas:
CPU-Z zeigt als Name "AMD Phenom II X2 B05"
Und als Spezifikation "AMD Phenom(tm) II X6 1055T Processor"
Ist das richtig?
Werker schrieb:> Wenn du den Beitrag genauer gelesen hättest, hättest du gesehen, dass es> hier um etwas völlig anderes geht.
Du fragtest dieses:
Werker schrieb:> Achja und dann noch etwas:> CPU-Z zeigt als Name "AMD Phenom II X2 B05"> Und als Spezifikation "AMD Phenom(tm) II X6 1055T Processor"> Ist das richtig?
Daher meine darauf bezogene Antwort mit genau dem Zitat Deiner Frage.
Das "genauer lesen" muss ich da leider zurückwerfen.
Zum ersten Problem:
Könnte ein Biosupdate nötig sein?
Kühlkörper richtig und mit WLP montiert?
mhh schrieb:> Das "genauer lesen" muss ich da leider zurückwerfen.
Im anderen Thread ging es um die falsch angezeigte Max TDP, die
Nachfrage in diesem Thread bezog sich darauf, dass unter Name und
Spezifikation völlig verschiedene Sachen stehen.
mhh schrieb:> Könnte ein Biosupdate nötig sein?> Kühlkörper richtig und mit WLP montiert?
Der neueste Patch ist von 2011 und seit dem Release wurden nur
Kleinigkeiten berichtigt:
Patch some MBs can not power on with some power supply
Improve the stability of the lan
Der Kühlkörper sollte richtig sitzen und WLP ist auch drauf. Selbst wenn
es nicht so wäre, würde sich ein anderes Verhalten zeigen.
Ich habe das gerade nochmal genauer beobachtet:
Die aus der CPU per Hardware Monitor ausgelesenen Temperaturen schwanken
ständig ein bisschen um 30° ohne Laste. Wenn ich den Lüfter aufdrehe,
dann fallen sie entsprechend.
Die aus dem Motherboard per Hardware Monitor ausgelesene Temperatur der
CPU bleibt immer konstant bei 48° (nach einem reset kann sich diese
Temperatur auch ändern), unabhängig vom Lüfter.
Wenn ich mir die Temperatur aber im BIOS anschaue, dann verändert sie
sich sehr wohl (steigt nach dem Anschalten langsam aber stetig auf ca.
52°).
Eine Möglichkeit der Probleme gäbe es noch.
Den X6 1055 gab es mit 95W und 125W TDP. Dein Board scheint wie es
aussieht nur Prozessoren bis zu 95W zu unterstützen.
Du wirst in diese Richtung weiterermitteln müssen.
Einige Mobo-Hersteller haben bei nur 4phasiger CPU Stromversorgung die
125W Unterstützung zurückgezogen bzw. garnicht erst erlaubt, da diese
dann doch zu schwach war/ ist. Die Hersteller bewerben explizit die 125/
140 Watt CPU Unterstützung, Dein Mobo Hersteller schweigt dazu in der
Beschreibung. Die CPU Liste auf der HP lässt sich leider nicht öffnen
(warum auch immer).
Das ist natürlich echt ärgerlich... Aber gut zu wissen!
Wie finde ich denn raus, ob ich ein 95W oder 125W Modell habe, wenn das
bei mir falsch ausgelesen wird?
Werker schrieb:> Sobald die aus der CPU> ausgelesene Temperatur über 40°C steigt, regelt die CPU den Takt auf die> Hälfte runter, was eigentlich nicht sein sollte. Die CPU verkraftet ja> deutlich mehr als 40°.
Das ist die Temperatur die du angezeigt bekommst, aber die internen
Dioden der Prozessoren sind ja nicht gerade genau, mir wurden teilweise
Temperaturen von 2 bis 5 °C, bei 16°C Raumtemperatur angezeigt.
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Wenn dein Prozessor merkt dass er warm wird oder verbrauchte Energie
über die TDP-Grenze steigt, dann taktet er runter.
Bei Intel nennt sich das "Thermal throttling" und gab es schon beim
Pentium 4.
Ich hatte meinen Pentium 4 (2.8GHz) der in meinem alten Laptop drin ist
mal auf 1.00V gestellt da er immer zu warm geworden ist und extrem
runtergetaktet hat, so dass man mit dem Rechner absolut nichts mehr
machen konnte. (alles war quälend langsam)
Jetzt mit 1.00V und 2.8GHt drosselt er nicht mehr runter und bleibt
trotz ausgetrocknetem Thermal-Pad erstaunlich kühl ... das hätte man ja
gleich machen können, dann wäre das Thermal-Pad damals nicht so schnell
ausgetrocknet.
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zu "Max TDP des AMD Phenom II X6 1055T":
Ich habe mal eine Tabelle mit meinen Messungen gemacht:
- AMD Phenom II X2 550 BE (TDP: 80W), zwei Festplatten, zwei
RAM-Module, drei Lüfter, ohne Monitor, nur der PC-Energieverbrauch wurde
gemessen.
- Ich kann bei meinem Mainboard scheinbar die Maximal-Frequenz
einstellen und die habe ich auf 3.0GHz gesetzt.
(FSB auf 200MHZ gelassen, CPU-Ratio auf 15x)
IDLE = ruhender Desktop, 0% CPU-Auslastung
100% = volle Auslastung beider Kerne mit Orthos (SuperPi für Windows)
1
Cool&Quiet | Frequenz | Modus | Leistung | Spannung | D1/T1+ Temperatur |
1. Test:
Hier ist C&Q aktiv, er taktet von 800MHz auf 3GHz und verändert die
Spannung
2. Test:
Hier ist C&Q deaktiviert, er taktet konstant auf 3GHz und verändert die
Spannung nicht (so lief es in meinem vorherigen System gut)
3. Test:
Hier habe ich die Spannung (im Bios: "CPU-Voltage") auf 1.119V gestellt
(1.14 zeigt er in Windows im HWinfo64 v.4.60 an).
(Bei meinem letzten Mainboard hat er die CPU-Spannung wieder auf maximal
1.34V gestellt wenn ich C&Q aktiviert hatte.)
Ergebnis :
Wenn ich von 95W ausgehe und diesen Wert als null-Marke sehen, dann
verbraucht der Prozessor ...
- im voreingestellten Modus (Test 1) mit 1.34V @ 3GHz:
64 Watt (74W*)
und
- im Undervoltage-Modus (Test 3) mit 1.14V @ 3GHz:
38 Watt (48W*)
*Da der Prozessor ja noch ca. 10 Watt verbraucht nur damit er an ist
habe ich diesen Wert noch addiert und in Klammern dazu geschrieben.
Unterschied: 26 Watt
Mit aktivierten C&Q im IDLE-Modus konnte ich 10W sparen, das ist bei
meinem vorherigen Prozessor/Mainboard weit weniger dramatisch
ausgefallen und war vernachlässigbar.
Scheinbar verbraucht man bei festem Takt im IDLE-Modus entsprechend viel
StandBy-Energie.
Bei 800MHz sollen es 10W sein.
Bei 3GHz sind es 20W und bei 3.6GHz hat jemand 26W ermittelt.
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Ich kann einfach mal davon ausgeht dass 6 Kerne mit 2.8GHz etwas weniger
als drei mal so viel verbrauchen wie zwei Kerne mit 3GHz.
10W Grundverbrauch
2 Kerne mit 2.8GHZ: (38W / 3GHz)*2,8GHz)= 35,5W
6 Kerne mit 2.8GHz: 106,4W
Mit Grundverbrauch: 116,4W
Mit dem undervolten solltest du eigentlich immer unter dem Grenzbereich
der 125W TDP bleiben.
Das ~~~~~ steht für "vergessen zu messen"
Eine Regelung für die CPU Spannung konnte ich in meinem BIOS nicht
finden.
C&Q bringt bei mir im Standby ganze 15W.
Zwischen IDLE und max habe ich 75W. Irgendwie ist das nicht
zufriedenstellend...
Da ich im Moment keine Wärmeleitpaste zur Hand habe, kann ich nicht
nachgucken, ob ich einen 95W oder 125W Prozessor habe. Ich denke ich
besorge mir einfach ein anderes Mainboard, das sicher mit einem 125W
Prozessor zurechtkommt und die Spannung runterstellen kann. Mein
aktuelles spackt sowieso manchmal rum (z.B. wenn ich was auf einen USB
Stick schreibe, fällt die Tastatur aus).
Aber was interessantes habe ich noch entdeckt: wenn der PC aus ist,
verbraucht das Netzteil (BeQuiet 530W) immer noch 13W! Das hätte ich so
nicht erwartet!
Ich habe die Spannungsregelung doch noch gefunden!
Hab zuerst mal auf 1.06V runtergeregelt, habe dann aber beim Testen
einen Bluescreen bekommen. Nun bin ich auf 1.08V und muss sagen, dass es
deutlich was gebracht hat!
Bei Vollast ist die Leistung jetzt 120W, er kommt aber immer noch in den
Temperaturbereich, in dem er runterregelt. Das liegt vor allem daran,
dass der Kühler nicht nachregelt... Er liest immer dieselbe Temperatur
aus dem Mainboard aus. In dem BIOS Hardware Monitor verändert sie sich
noch, aber sobald Windows gestartet wurde, bleibt sie konstant...
Wenn ich den Kühler manuell hochdrehe, habe ich bei offener Haube und
20° Umgebung saubere 36° bei meißt vollem Takt. Das ist zwar ne Lösung,
wenn ich den PC über Nacht rechnen lasse (was schonmal richtig gut
ist!), aber so richtig schön ist das trotzdem nicht.
Werker schrieb:> Nun bin ich auf 1.08V und muss sagen, dass es> deutlich was gebracht hat!
Du könntest dir die Regelung auch selbst aufbauen.
Einen LM35 am Kühler befestigen, einen AVR zur Steuerung und den Lüfter
steuert man über einen MosFET.
Die Erfahrung zeigt aber dass man mehrere Stufen nutzen sollte, also den
Lüfter in einem bestimmten Temperaturbereich mit einer bestimmten
Spannung versorgen sollte, sonst dreht der Lüfter je nach Last hoch und
runter ... und das ist nervend.
Mögliches Ersatz-Mainboard für deine CPU:
https://www.alternate.de/MSI/970A-G46-Mainboard/html/product/972333?tk=7&lk=8490
Selber bauen ist immer ne tolle Sache, weils Spaß bringt, aber effektiv
ist das nur bei Sachen, die es nicht aufm Markt gibt. Deswegen hole ich
mir lieber ein gebrauchtes Mainboard für 40Euro und mach mir keinen Kopf
mit ner Bastellösung =)
Werker schrieb:> Deswegen hole ich mir lieber ein gebrauchtes Mainboard für 40Euro
Da du die AM3 Prozessoren auch auf das AM3+ Board stecken kannst würde
ich kein altes AM3 Board mehr holen.
Das oben beschriebene Board gibt es auch gebraucht.
https://www.alternate.de/html/product/listing/relatedProducts.html?productId=972333
Bei mir ist gestern der Desktop eingefrohren.
Wahrscheinlich während einer Spannungsumstellung von 0.78V auf eine
höhere Spannung und höher Frequenz muss er die höhere Frequenz wohl
etwas schneller angefordert haben als die höher Spannung.
1
Cool&Quiet | Frequenz | Modus | Leistung | Spannung | D1/T1+ Temperatur |
Diese 0.78V sind ja auch eigentlich nicht normal für solch einen CPU.
Jetzt habe ich die Frequenz wieder fest auf 3GHz und die Spannung auf
1.119V gesetzt.
Mir geht es ja vor allem darum dass er stabil läuft und bei Vollast
nicht so warm wird.
Wenn ich nicht die dicke Grafikkarte drin hätte, dann würde er im IDLE
ca. 30W weniger verbrauchen :-P
Hast du mal den Energieverbrauch mit der niedrigeren Spannung unter
Vollast gemessen ?
0.78V ist schon echt arg wenig!
Der Energieverbrauch unter Vollast mit niedrigerer Spannung liegt bei
mir jetzt bei 125W, also 15W weniger als mit hoher Spannung. Ohne Last
bin ich bei 62W, also 3W weniger.
Erstauhnlicherweise ist meine Temperaturregelung heute angesprungen. Hat
sich das Mainboard wohl erschreckt, dass ich es ausmustern möchte...
Das vorgeschlagene Mainboard hat den Formfaktor ATX und ich brauche
µATX.
Ich habe jetzt ein ASUS M5A78L-M im Auge, hoffe es für 30Euro zu
bekommen.