Plastikspachtel um zusammengeklipste Gehäuse zu öffnen?

#4180402
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Mir gefällt am besten:
Eine alte Malerspachtel, bei der die Schärfe der Kanten durch den Zahn 
der Zeit abgenagt sind. Vorn etwa 40mm breit, Ecken abgerundet. Der 
Handgriff, der hoffentlich noch vorhanden ist, erleichtert die 
Kraftübertragung.
Den Zahn der Zeit kann man auch durch Schleifpapier ersetzen. Auf jeden 
Fall müssen die original scharfen Kanten weg sein.

Scheckkarten krieg ich regelmäßig als Spam zugesendet. Fürs 
Gehäuseöffnen sind die zu weich, dafür aber ideal fürs Auftragen von 
Dispersionskleber, als Schaber beim Reinigen, als Mischspachtel für 
Zweikomponentenkleber, als Unterlagen für zu kurze Gehäusefüße usw.

Allen Zusendern dieser "Kundenkarten" sei hiermit herzlich gedankt.
Gast #4180535
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DP schrieb:
> kann jemand ... empfehlen um Gehäuse welche
> zusammengeklipst sind zerstörungsfrei zu öffnen?

Einspannen im Schraubstock und dann langsam zudrehen.

Liest sich wie ein blöder Witz, ist aber völlig ernst gemeint.

Besonders die kleinen Slimline-Schnappgehäuse, oft ohne überhaupt 
erkennbare Nut zwischen den Gehäuseteilen zusammengerastet, gehen damit 
idR vollkommen ohne Beschädigung in Sekundenschnelle auf. Beispiele 
dafür sind die kleinen Handsendergehäuse von Fahrzeugen, Garagentoren 
etc., die anderweitig kaum oder nur mit langer Pfriemelei zu öffnen 
sind.

An die beiden Backen kommt jeweils ein sauberes, unausgefaltetes Tempo 
oder mehrere, je nachdem, wie glatt oder rauh die Spannbacken eben sind. 
Dann wird das Gehäuse waagerecht zwischen die Backen gegeben, so daß 
eine Gehäusehälfte nach oben und die andere nach unten zeigt. Und nun 
dreht man die Sache mit viel Gefühl zu. Plötzlich macht es klack und die 
Teile purzeln unversehrt in die untergehaltene Hand. In der Praxis wird 
man besonders anfangs oft mehrere Anläufe brauchen und mit leichten 
Anstellwinkeln des Gehäuses beim Einspannen spielen müssen.

Es gibt nur zwei limitierende Faktoren für die Methode: die 
Öffungsweite/Spindellänge des Schraubstocks und die eigene 
Geschicklichkeit bzw. Erfahrung.
Auch lichte Plastikstege wie bei manchen älteren 
Fernseherfernbedienungen üblich können eher ungeeignet sein. Dafür haben 
diese Bauformen meisten ausreichen große Spalte, so daß hier die 
Fingernagel-Scheckkarten-Methode wieder greifen kann.
Die Kunststoffart kann ebenfalls noch Einfluss haben, aber das muß man 
dann halt im Einzelfall "mit Kennerblick" entscheiden.

Wenn man den Bogen raus hat, hat man danach nicht einmal den winzigsten 
Kratzer im Gehäuse.
#4181643
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unangemeldeter Rumspammer schrieb:
> Einspannen im Schraubstock und dann langsam zudrehen.
> Liest sich wie ein blöder Witz, ist aber völlig ernst gemeint.

Stimmt, das geht sogar oft auch bei geklebten/geschweissten Gehäusen.

Statt Metall- oder Plastikspachtel nutze ich Holzstäbchen. Besonders gut 
geht das mit Harthölzern wie z.B. Bangkirai. Kann man gut auf dem 
Bandschleifer in Form bringen.

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