TV analog beliebiges Bildsignal auf Antenneneingang

OP #4183810
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Hallo

Ich bin mir sicher, dass es derartiges schon gibt, nur habe ich wohl 
nicht die richtigen Suchbegriffe zur Hand :(

Ich brauche eine Einheit, wo man auf der einen Seite beliebiges 
Bildmaterial einspeist und auf der anderen Seite ein analoges TV-Signal 
herausbekommt, das dann über den Antenneneingang in den Fernseher 
gelangt.

Bzw. etwas, das direkt die Ablenkmagnete im Gerät steuern kann.

Danke
Hannes
OP #4183828
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OK Danke erstmal.

Mit "beliebiges Bildmaterial" meinte ich, dass das Gerät was ich suche 
bereits bspweise einen SD-Kartenslot hat von der dann ein Minicomputer 
die Daten in das Analogsignal umwandelt. Also sagen wir ein Raspberry Pi 
evtl. mit angeschlossenem UHF-Modulator.

Diese Modulatoren sehen allerdings recht groß aus. Ich fände eine Lösung 
eleganter, mit der man direkt auf die Ablenkmagnete zugreifen könnte.

Wisst ihr da was?
Gast #4183860
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Moin,

Johannes H. schrieb:
> Diese Modulatoren sehen allerdings recht groß aus. Ich fände eine Lösung
> eleganter, mit der man direkt auf die Ablenkmagnete zugreifen könnte.

WTF willst du machen? Auf die "Ablenkmagneten" eines Fernsehers 
zugreifen hat wenig Sinn, wenn du irgendwas Bildartiges auf der Roehre 
sehen willst, und nicht willst, dass dir der Kathodenstrahl ein Loch in 
die Leuchtschicht brennt. Auch sind die Spannungen da eher schon 
unangenehm hoch (n'gutes Kilo Volt, darf auch gerne etwas mehr sein :-D)

Wenn du einen Fernseher mit SCART oder sonst einer AV-Buchse hast, 
kannst du den Raspi afaik direkt (also mit einer elektischen Schnur, 
einem sogenannten Kabel) anschliessen.
Wenn du aber unbedingt via Antennenbuchse das Signal in den Fernseher 
einspeisen willst, brauchst du die schon oben erwaehnten Modulatoren.

Gruss
WK
(Firma: matzetronics) #4183933
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Wenn du mit deinem Audio direkt den Strahl auf dem Schirm tanzen lassen 
willst - so ein Gerät heisst Oszilloskop (früher: Oszillograf) und ist 
genau für diesen Zweck gemacht worden.

Mit ein bisschen Glück gibts so ein Oszilloskop Programm auch direkt für 
deinem RPi, so das du den Videoausgang des RPi als Oszi benutzen kannst.
Gast #4183940
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Johannes H. schrieb:

> Ich brauche eine Einheit, wo man auf der einen Seite beliebiges
> Bildmaterial einspeist und auf der anderen Seite ein analoges TV-Signal
> herausbekommt, das dann über den Antenneneingang in den Fernseher
> gelangt.

Oh Gott, lausigste Bildqualität vorprogrammiert.

Der Antenneneingang ist der Weg mit dem größtmöglichen Qualitätsverlust. 
Etwas besser ist ein Composite-Eingang, noch etwas besser S-Video. Am 
besten (und obendrein am einfachsten anzusteuern) sind aber 
Komponenten-Eingänge oder SCART-RGB.

> Bzw. etwas, das direkt die Ablenkmagnete im Gerät steuern kann.

Sowas gibt es nicht als Gerät und es macht auch keinerlei Sinn, die 
Ablenkeinheiten direkt anzusteuern. Zumal davon ja noch kein Bild auf 
den Schirm gelangt, dazu müßtest du dann auch noch die Video-Endstufen 
"direkt" ansteuern. Außerdem haben "Flachbildschirme" überhaupt keine 
Ablenkmagnete, die man ansteuern könnte...

Am nächsten dran an diesem Wahnsinn ist, wie oben schon gesagt, 
Ansteuerung über Komponenteneingänge bzw. SCART-RGB. Bei analogen TVs 
gehen die RGB-Eingänge ziemlich direkt an die Video-Endstufen und die 
Ablenkeinheiten werden ziemlich direkt vom Sync-Signal synchronisiert.

Und tatsächlich gibt es Geräte mit SCART-Ausgang, die ziemlich 
beliebiges Bild- und Videomaterial darüber ausgeben können. Nennen sich 
DVD-Player, können aber oft viel mehr als nur DVDs, vor allem die 
billigen Chinakracher unterstützen oft eine große Auswahl möglicher 
Formate. Aber natürlich längst nicht alles, was vorkommt.

Das kann man nur mit einem universellen Gerät erreichen, bei dem sich 
notfalls die Unterstützung für zusätzliche Containerformate und/oder 
Codecs leicht nachrüsten läßt. Auch solche Geräte gibt es zu Hauf. Sie 
nennen sich Computer...
Gast #4183965
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Peter II schrieb:
> DVB-S2 ist auch nur ein Antenneneingang und damit bekommt man auch 4K
> Auslösung wenn man denn will.

Johannes H. schrieb:
> Ich brauche eine Einheit, wo man auf der einen Seite beliebiges
> Bildmaterial einspeist und auf der anderen Seite ein analoges TV-Signal
> herausbekommt, das dann über den Antenneneingang in den Fernseher
> gelangt.

Wer lesen kann ist meist im Vorteil ;-)
OP #4184016
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Ich habe hier einen kleinen alten Schwarzweißfernseher aus den 70ern. 
Der hat nur einen Antenneneingang. Früher hatte ich den noch in Betrieb 
aber jetzt steht er nur rum.

Falls es möglich ist, wollte ich dem sozusagen ein 2. Leben geben und 
den so modifizieren, dass ich über die Knöpfe an der Vorderseite quasi 
das "Programm" umschalten kann, was vom Minicomputer kommt.

Möchte halt erstmal rausfinden, ob sich das überhaupt in nem sinnvollen 
Zeit- und Aufwandsrahmen realisieren lässt.
Persönliche Seite #4184025
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Sofern die Glotze kein "Sparnetzteil" hat, kannst Du sie aufwerten, 
indem Du den nutzlosen Tuner und die ZF-Stufe 'rauswirfst und das 
Composite-Video-Signal direkt einspeist. Das erhöht die zur Verfügung 
stehende Bandbreite, was die Darstellung von S/W-Bildmaterial 
verbessert.

Allerdings brauchst Du dann einen Schaltplan von der Glotze, und musst 
den auch interpretieren können.

Und ganz wichtig: Kein "Sparnetzteil". Wenn es das gibt, sind die 
Innereien der Glotze nicht von Netzspannung getrennt, und jede Bastelei 
daran ist potentiell lebensgefährlich - vor allem sollte man dann nicht 
versuchen, einen BAS-Eingang nachzurüsten.

Ob aber der Aufriss noch lohnt, für ein auch dann sehr dürftiges Bild 
ein viel Platz und Strom verbrauchendes Gerät zu betreiben -- da habe 
ich so meine Zweifel. Wenn es um ein "Retro"-Projekt in Sachen 
"Steampunk" ginge, mit der Konstruktion eines Computerterminals wie im 
Film Brazil, dann sähe die Angelegenheit etwas anders aus ...

Ein UHF-Konverter zusammen mit einem Raspberry Pi ist dann allerdings 
auch keine schlechtere Lösung, und wenn die 20 Minuten Reiz des Bizarren 
abgeklungen sind, kann man den Raspberry Pi auch für was anderes 
verwenden, und die Glotze dorthin bringen, wo sie hingehört.
Gast #4184085
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Moin,

Der Pollin Modulator waer imho genau richtig. Allerdings muss der ueber 
I2C-Bus immer erst noch auf den Ausgangskanal programmiert werden, d.h. 
einfach Betriebsspannung und Videosignal anlegen alleine reicht nicht.

Johannes H. schrieb:
> Falls es möglich ist, wollte ich dem sozusagen ein 2. Leben geben und
> den so modifizieren, dass ich über die Knöpfe an der Vorderseite quasi
> das "Programm" umschalten kann, was vom Minicomputer kommt.

Das wird ohne Eingriff in den TV (Mit den schon eroerterten Gefahren) 
kaum gehen. Wenn's wirklich 70er Jahre ist, dann kanns auch sein, dass 
der Tuner noch mechanisch (Mit Drehkondensatoren bzw. umschaltbaren 
Spulensaetzen) abgestimmt (=umgeschaltet) wird. Dann wirds auch ziemlich 
feinmechanisch, und ich wuerd's dem armen TV keinesfalls antun.

Was geht, waere der Einsatz mehrerer Modulatoren und Videoquellen, dann 
koennte man mittels der Programmknoepfe zwischen den Videoquellen 
umschalten, ohne irgendwas am TV zu basteln.

Gruss
WK
Gast #4187130
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Andreas M. schrieb:
> mileser schrieb:
>> Peter II schrieb:
>>> Auch bei DVB-S2 wird das Signal Analog übertragen.
>>
>> Hä?????
>
> Klar!
>
> https://www.st-andrews.ac.uk/~www_pa/Scots_Guide/R...

Was heißt 'Klar!'?
Schon die Überschrift lautet "Digital Modulation" und im gesamten Text 
einschließlich der Bilder ist keine Rede von einem Analogsignal. Im 
Gegenteil, es wird das Prinzip der QAM erläutert, was eindeutig nicht 
analog ist, sondern digital.
Gast #4187236
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Andreas M. schrieb:
> Ich hoffe, du bist bis zum Bild 19.6 gekommen.
> Es werden zwar digitale Informationem (Bits) übertragen,
> aber mit Hilfe von analogen Schwingungen, die sich in der Phase (QPSK)
> oder Amplitunde (QAM) verändern.

Die Änderungen in der Phase und Amplitude würde ich nicht als analog 
bezeichnen. Zum Beispiel bei QAM16 gibt es genau 16 mögliche 
Kombinationen. Bei einem Analogsognal wären es unendlich viele (wie bei 
der Amplitudenmodulation eines Rundfunksenders z.B.). Die Definition von 
"Digitalsignal" lautet: (Zitat Wikipedia)
1
Ein Digitalsignal (von lat. digitus = Finger; mit Fingern wird gezählt)
2
ist eine spezielle Form eines Signals, welches
3
1. einen abgegrenzten und gestuften Wertvorrat umfasst und
4
2. in der zeitlichen Abfolge nur zu bestimmten periodischen
5
   Zeitpunkten definiert ist bzw. eine Veränderung im
6
   Signalwert aufweist.
Genau diese Voraussetzungen sind für das QAM-Signal erfüllt.

Andreas M. schrieb:
> Deshalb konnte man auch mit "analogen" LNBs digitale SAT-Signale
> empfangen.

Du weißt aber schon, daß ein LNB gar nichts empfängt, oder?
Ein LNB setzt lediglich das Frequenzband um, (also nur ein Mischer) so 
daß es von einem Satellitenempfänger empfangen werden kann.
#4187272
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Hier ist wieder einer von denen, die meinen, über eine besonders 
spitzfindige Auslegung der Begriffe zu zeigen, dass es digitale Signale 
eigentlich gar nicht gibt. Bringt zwar niemanden weiter, ist aber prima 
für eine absurde Diskussion geeignet.

Andreas M. schrieb:
> Über die Funkstrecke geht aber bei QPSK und QAM kein Impuls in Reinform,
> auch kein stufiges Signal, sondern Schwingungen.

Über die Funkstrecke gehen Photonen. Davon gibt es aber immer nur ganze, 
also ist die abgestrahlte Energiemenge gestuft -> digital.
Gast #4187567
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Also Die Aussage "Anna log" ist eindeutig eine Vergangenheitsform.
Und jeder weiss doch dass de Zukunft digital ist. Da sollte man sich 
nicht daran stören, dass die Zukunft immer rosig dargestellt wird.

und um ein beliebiges Bildsignal auf einem Fernseher mit nur 
Antennenbuchse darzustellen braucht es einen Wandler von "beliebiges 
Bildsignal" zu HF-TV-Signal. Also am besten einen Computer (z.B. Raspi) 
und einen TV-Modulator.
Gast #5459268
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ob aber der Aufriss noch lohnt, für ein auch dann sehr dürftiges Bild
> ein viel Platz und Strom verbrauchendes Gerät zu betreiben -- da habe
> ich so meine Zweifel. Wenn es um ein "Retro"-Projekt in Sachen
> "Steampunk" ginge, mit der Konstruktion eines Computerterminals wie im
> Film Brazil, dann sähe die Angelegenheit etwas anders aus ...


Nicht ganz, aber habe tatsächlich ein ähnliche Vorhaben und Probleme wie 
der Herr.
Wir möchten für ein Festival eine Art Kopf zu bauen, welcher mittels 
Kamera und Röhrenfernsehern mit "Pupillen" den vorbeigehenden Leuten 
folgt.

Vom Grundgerüst etwa wie im Anhang.

Dafür wollte ich ein Videosignal über Composite S-Video von einem Pi3 
über einen UHF Modulator an zwei SW Röhrenfernseher der frühen 80er 
senden.

Dabei kommt es leider auch zum flimmern.

Weiß jemand, wie ich die richtige Bildrate am Pi einstellen kann?

Liebe Grüße
25D
Angehängte Dateien:
Gast #5459528
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Rolf M. schrieb:
> Hier ist wieder einer von denen, die meinen, über eine besonders
> spitzfindige Auslegung der Begriffe zu zeigen, dass es digitale Signale
> eigentlich gar nicht gibt. Bringt zwar niemanden weiter, ist aber prima
> für eine absurde Diskussion geeignet.

Wollen wir ihn ab sofort "Kurt" nennen? ;-)
Gast #5460039
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als man damals das analoge Farbfernsehen entwickelte, wurde darauf 
geachtet, dass auch die alten SW-Geräte weiterhin funktionierten.

Zitat Wiki
" Das Farb-Bild-Austast-Synchron-Signal (FBAS; englisch CVBS, Color, 
Video, Blanking, and Sync.), wird auch umgangssprachlich als 
„Farbfernsehsignal“ bezeichnet.

Es hat bis auf die Farbanteile prinzipiell die gleiche Struktur wie ein 
BAS- (Schwarzweiß-) Signal und kann deshalb auch auf einem 
Schwarzweiß-Empfänger wiedergegeben werden, was bei der Einführung des 
Farbfernsehens sehr wichtig war (Kompatibilität).  "
Gast #5460059
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Heribert Frucht schrieb:
> Frank schrieb:
>> als man damals das analoge Farbfernsehen entwickelte, wurde darauf
>> geachtet, dass auch die alten SW-Geräte weiterhin funktionierten.
>
> Heutzutage undenkbar.

Richtig. Heute ist es wichtig, daß neue Systeme möglichst inkompatibel 
mit den alten sind, damit die Kunden alte Geräte durch neue ersetzen 
müssen und damit "die Wirtschaft stärken".

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