Hallo zusammen,
ich habe ein wichtiges Anliegen zur drahtlosen Datenübertragung und
hoffe, hier im Forum kann mir weitergeholfen werden :)
Und zwar soll ich im Rahmen einer Bachelorabschlussarbeit eine drahtlose
Funkstrecke zur Bild-/Videoübertragung bauen.
Beitrag "Ein paar Fragen zu WLAN 802.11n"
Habe ich bereits gelesen, ist meinem Thema relativ ähnlich, wurde aber
irgendwann nicht weitergeführt. :D
Zur Realisierung brauche ich einen Sender und einen Empfänger, der
Empfänger ist hierbei per HMDI an einen Bildschirm angeschlossen.
Der Sender soll direkt die Live-Aufnahme einer Kamera, die an einem PC
angeschlossen ist, übertragen. Also quasi eine Bildschirmübetragung des
PC-Bildschirms per Adhoc-Netzwerk ohne zentralen Access-Point an einen
externen Monitor. Die Strecke Kamera->PC muss dabei erhalten bleiben, da
die Kamera Bilder auch im PC verarbeitet werden müssen.
Also: Kamera --USB--> PC --Wireless--> Empfänger --HDMI--> Monitor
Nun gibt es meiner Ansicht nach zwei Möglichkeiten, erstens der Bau
einer eigenen Platine, mit Auswahl der verschiedenen Bauteile.
Dabei würde ich zum WLAN Standard 802.11n mit einem 5GHz Netz statt
einem 2,4GHz Netz tendieren, mehr freie Kanäle, weniger Interferenzen
etc.
Das bisher noch relativ neue 60GHz Netz wäre auch eine Alternative,
allerdings ist dies technisch wohl weit außerhalb meiner Reichweite.
Aber macht der Aufbau eines eigenen Netzes / einer eigenen Platine
überhaupt Sinn, wenn nein, was sind die negativen Punkte die dagegen
sprechen? Und woher weiß ich, welche Hardwarebauteile die geeigneten
dafür sind?
Bin leider noch sehr neu in diesem Bereich, Grundlagen des WLANs kann
ich, Platinen designen ist kein Problem, aber ich weiß nicht genau, wo
ich suchen und mich einlesen muss, um sowas selbst zu bauen.. Das Thema
ist sehr breit gefächert und die meisten Google-Ergebnisse à la "So
verbessern Sie die Reichweite ihres WLANs" etc. sind nicht wirklich
hilfreich ;)
Für diese Möglichkeit des Projekts wäre ich sehr dankbar über ein paar
nützliche Links, die mir eine Richtung vorgeben, da die Zeit auch
relativ knapp bemessen ist, um mich komplett auf den ganzen Bereich der
WLAN Hardware und Funktechnik einzulernen.
Die Alternative wäre die Programmierung zweier Raspberry Pi 2, mit denen
eine Videoübertragung realisierbar wäre.
Einer spielt hierbei den Sender, der andere den Empfänger.
Hier müsste noch der passende WLAN-Adapter gefunden und implementiert
werden, ein Adhoc Netzwerk aufgebaut und die Daten, mal einfach gesagt,
gesendet und empfangen werden.
Bitte dazu keine bösen Kommentare, ich kenn mich leider
WLAN-Hardwaremäßig noch nicht so aus, bin aber gewillt bzw. fast schon
gezwungen mich in das Thema noch weiter einzuarbeiten, nur finde ich
mich noch nicht ganz so zurecht und wäre wahnsinnig dankbar über
hilfreiche Antworten, damit ich mich in eine Richtung orientieren kann
;)
Vielen Dank und viele Grüße,
Alexander
Was studierst du? Was wird entsprechen von dir erwartet ?
Ich würd wohl pi oder vergleichbares nehmen und wifi hardware
anflanschen ... auch ob ne usb cam so die richtige wahl is, die pi cam
ist garnicht so scheiße
eigene wifi hardware bauen? vergiss es. 2,4 oder 5GHz brauchen einen
tick erfahrung im umgang.... aber dazu können die hf experten die hier
mehr sagen.
60GHz: Zeig mir ein stück kaufbare hardware dazu? weist du was da an
problemen noch so alles ungelöst ist? 60GHz is noch die feuchte fantasie
einiger akademiker..
Das soll ne Abschlussarbeit werden? Ahja. Egal. Brauchst n
screenrecorder (kann man den Framebuffer ausm VRAM ziehen?), das ganze
komprimieren (zB h.264), an nen single Board Computer mit WLAN, Adhoc
Netzwerk zum anderen Computer, dekomprimieren, ausgeben, fertig. Das
ganze sollte in nem Tag gemacht sein. Musst nur n H.264 Strom selbst
erzeugen (fertigen encoder nehmen natuerlich), den Rest (mit streaming)
macht dann VLC.
Danke für die schnelle Antwort :)
> Was studierst du? Was wird entsprechen von dir erwartet ?
Studiere Elektrotechnik in der Fachrichtung Automation, also
Netzwerktechik ist dabei eigentlich nicht groß inbegriffen.
Erwartet wird nur die korrekte und störungsfreie Übertragung des
Kamerabildes, allerdings bin ich unsishcer ob ein Raspberry Pi nicht
komplex genug ist.
> auch ob ne usb cam so die richtige wahl is, die pi cam> ist garnicht so scheiße
Die Kamera ist hierbei schon vorgegeben und muss benutzt werden, da
führt kein Weg dran vorbei, die vom Pi ist sicher auch gut :)
> eigene wifi hardware bauen? vergiss es. 2,4 oder 5GHz brauchen einen> tick erfahrung im umgang.... aber dazu können die hf experten die hier> mehr sagen.
Okay, das war auch schon mein Gedanke.
> 60GHz: Zeig mir ein stück kaufbare hardware dazu? weist du was da an> problemen noch so alles ungelöst ist? 60GHz is noch die feuchte fantasie> einiger akademiker..
Dafür gibt es höchstens fertige Module, ein paar Qualcom
Quad-Prozessoren, kaufbar hab ich auch noch nichts wirkliches
gefunden...
Also der Weg über die zwei Raspberry Pi wäre theoretisch wie oben
beschrieben realisierbar?
Welchen Teil bei diesem Projekt sollst du den selbst bauen?
Für die Lösung des Problems gibt es doch sicher fertige käufliche
Komponenten ( ? ).
Aber auch nur eines davon selbst zu bauen halte ich für sehr sportlich.
Hahaha das mit der Kamera hab ich uebeesen. Dann ist es ja noch
einfacher. Kamerabild mit ffmpeg reenkodieren falls noetig, mit VLC
senden und empfangen, das wars. Halber Tag Arbeit, inklusive Adhoc
netzwerk einrichten.
Alexander schrieb:> Die Kamera ist hierbei schon vorgegeben und muss benutzt werden, da> führt kein Weg dran vorbei
liefert Linux auch passenden Treiber?
je nach Videoformat und Auflösung, könnte der Raspi etwas schwachbrüstig
für die Codierung sein - wurde das schon getestet?
Welche Entfernung sollte überbrückt werden?
Guest schrieb:> Das soll ne Abschlussarbeit werden? Ahja. Egal.
Sieht so aus..
> Brauchst n> screenrecorder (kann man den Framebuffer ausm VRAM ziehen?), das ganze> komprimieren (zB h.264), an nen single Board Computer mit WLAN, Adhoc> Netzwerk zum anderen Computer, dekomprimieren, ausgeben, fertig. Das> ganze sollte in nem Tag gemacht sein. Musst nur n H.264 Strom selbst> erzeugen (fertigen encoder nehmen natuerlich), den Rest (mit streaming)> macht dann VLC.
Okay, sorry Anfängerfrage, das Programming läuft dann über C# und Linux?
Peter II schrieb:> liefert Linux auch passenden Treiber?
Nein, das noch nicht.
> je nach Videoformat und Auflösung, könnte der Raspi etwas schwachbrüstig> für die Codierung sein - wurde das schon getestet?
Die Auflösung beträgt 1280 x 768 Pixel.
> Welche Entfernung sollte überbrückt werden?
Entfernung ist eigentlich sehr gering, nicht mehr als fünf Meter,
allerdings soll auch ein Multicast an mehrere Empfänger möglich sein,
diese können weiter verteilt sein, sage mal so 30m, auch durch Wände.
Getestet hab ich noch nichts, der Raspberry ist noch nicht da.
60GHz: Hat noch ungelöste Probleme... die Technik selbst ist bestimmt
interessant...
Der Pi hat nen Hardware encoder z.b. für h264 ... wenn man den dafür
nutzen kann reicht die leistung vom pi dicke dafür.
"Erwartet wird nur die korrekte und störungsfreie Übertragung des
Kamerabildes"
Je nach dem wie hart diese constrains sind wird das eckelig. Was macht
man wenn der kanal gestört ist? Man hat bei wifi keine feste bandbreite
die wirklich immer da ist... es können (und werden frames) verloren
gehen...
Das kann man sehr verschieden handhaben... nur eins ist bei funk sicher,
das es nicht störungsfrei ist.
Hört dein Wifi stack bei 5 ghz ein radar, könnte es dir passieren das er
garnciht mehr sendet. bei 2,4 ghz ist die pest los.... weil jeder mist
dort sendet...bandbreite ist mehr ein glücksspiel
Alexander schrieb:>> liefert Linux auch passenden Treiber?> Nein, das noch nicht.
und hofft ihr das es einen Passenden Treiber noch gibt, oder soll dieser
selbstgeschrieben werden?
> Die Auflösung beträgt 1280 x 768 Pixel.
wird schwer in Software auf dem Raspi in H264 umzuwandeln. Ob man den
Hardware Encoder mit einer USB Kamera zu laufen bringt weiss ich nicht.
> Entfernung ist eigentlich sehr gering, nicht mehr als fünf Meter,> allerdings soll auch ein Multicast an mehrere Empfänger möglich sein,
geht Multicast und AdHoc überhaupt?
( .) (. ) schrieb:> Der Pi hat nen Hardware encoder z.b. für h264 ... wenn man den dafür> nutzen kann reicht die leistung vom pi dicke dafür.
wenn da das wenn nicht währe. Mit der "internen" Kamera kein Problem
aber mit einer USB?
Hilft zwar vermutlich nicht direkt weiter, aber evtl. gibt es Anregungen
und für die Literatur-Sammlung taugt es auch: Sowas gabs schon vor 5
Jahren zu kaufen, Preis umara 400EUR. Das war das HD-W100B-System der
koreanischen Firma itrio.
Sender und EMpfänger waren jeweils ca. 20*10*2cm-Kistchen. Die Basis war
ein embedded Chip mit h264-Encoder und Decoder, auf der CPU lief Linux.
Daran via Mini-PCI angeschlossen eine 5GHz-WLAN-Karte. Für Bild und Ton
gabs HDMI, YUV oder FBAS als Eingang, unterstützt wurde bis zu 1080i60.
Codiert wurde es als 20Mbit/s h.264-Stream mit relativ geringer Latenz
(<50ms), die Kompression war normalerweise nicht bemerkbar. Es waren
auch problemlos mehrere unabhängige Funkstrecken benutzbar. Im Freifeld
war die Reichweite deutlich mehr als 100m. Das System war erstaunlich
robust, wir haben das als günstige Übertragungstrecke für mobile Kameras
bei Live-Übertragungen von Sport-Events benutzt. Leider hatte der
1080i50-Modus einen Bug im HDMI-Timing, unser neuer Videomischer hat das
Signal nicht mehr verstanden...
( .) (. ) schrieb:> 60GHz: Hat noch ungelöste Probleme... die Technik selbst ist> bestimmt> interessant...
Genau, für Vergleiche, was eventuell in der Zukunft machbar ist, klasse
Sache, aber mehr auch nicht :)
> ( .) (. ) schrieb:>> Der Pi hat nen Hardware encoder z.b. für h264 ... wenn man den dafür>> nutzen kann reicht die leistung vom pi dicke dafür.>> wenn da das wenn nicht währe. Mit der "internen" Kamera kein Problem> aber mit einer USB?
Die Kamera wird trotz allem erst an einem PC angeschlossen, nicht direkt
am Pi.. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber die Kodierung kann
ich doch auch vom PC erledigen lassen? Dann bräuchte ich auch nur einen
Pi als Empfänger.
Andernfalls gibt es doch auch schon fertige FPGAs, die z.B. genau auf
die Konvertierung für h.264 zugeschnitten sind..
Peter II schrieb:>> Die Auflösung beträgt 1280 x 768 Pixel.> wird schwer in Software auf dem Raspi in H264 umzuwandeln. Ob man den> Hardware Encoder mit einer USB Kamera zu laufen bringt weiss ich nicht.> geht Multicast und AdHoc überhaupt?
Adhoc sollte auf jeden Fall mit dem passenden WLAN-Adapter
funktionieren.
Multicast bei mehreren Empfängern muss getestet werden, also bleibt mir
doch noch etwas Entwicklungsarbeit :)
Georg und Phetty, danke für die Alternativmöglichkeiten, die helfen mir
auf jeden Fall um Vergleiche anstellen zu können! :)
Alexander schrieb:> Die Kamera wird trotz allem erst an einem PC angeschlossen, nicht direkt> am Pi.. Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber die Kodierung kann> ich doch auch vom PC erledigen lassen? Dann bräuchte ich auch nur einen> Pi als Empfänger.
und wozu brauchst du denn noch den Raspi?
Peter II schrieb:> und wozu brauchst du denn noch den Raspi?
Eben, fällt weg, wird nur noch einer empfangsseitig für die Demodulation
und den Anschluss an den Bildschirm benötigt.
Fertige WLAN IP Kamera kaufen --> auspacken, anschließen --> Fertig.
Da fällt ein PC ganz weg (und auch jegliche Arbeit) ;-P
Wenn doch ein PC - dann brauchts nur etwas SOFTWARE und nen WLAN Stick.
Gibts alles fix und fertig.
gg schrieb:> Fertige WLAN IP Kamera kaufen --> auspacken, anschließen -->> Fertig.> Da fällt ein PC ganz weg (und auch jegliche Arbeit) ;-P>> Wenn doch ein PC - dann brauchts nur etwas SOFTWARE und nen WLAN Stick.> Gibts alles fix und fertig.
Kamera ist gegeben, das ist eine für den Anwendungsbereich bestimmmte,
da geht nicht irgendeine Alternative! :)
Wlan Stick wird geliefert, Software wird geschrieben.