Wago Klemme lösen laut Hersteller

Gast #4197951
Lesenswert?

Hallo,

ich habe bei Wago gelesen, dass man die Klemmen der Serie 2273 durch 
Festhalten des Leiters und gleichzeitiges Hin- und Herdrehen der Klemme 
lösen soll:

http://www.wago.de/loesungen/gebaeudetechnik/gebaeudeinstallation/abzweigdosen/verbindungsdosenklemmen/index-2.jsp

In diesem Zusammenhang frage ich mich folgendes...

Ist es erlaubt, den herausgedrehten Leiter trotz der dabei entstehenden 
Riefen im Metall erneut in eine Wago-Klemme einzuführen? In 
Verteilerdosen kann man aufgrund der oft eher statisch verlegten 
Leitungen leider nicht beliebig viel Kabel nachschieben und erneut 
abisolieren...falls man das Kabel also erneut einführen darf, wie oft 
ist das erlaubt?

Und was macht man, wenn mehr als 1 Kabel in der Wago-Klemme klemmt? In 
der Praxis hat man ja oft 3 oder mehr Kabel in so einer Klemme. Wenn ich 
da jetzt über die Jahre mehrfach die Klemme drehe, werden sich die 
anderen Leiter sicherlich freuen - so lange bis irgendwann die anderen 
Leiter vor Freude brechen. Ich frage mich ernsthaft, wie man bei einem 
Verlegekabel mit eindrähtigem Leiter solch eine Vorgehensweise empfehlen 
kann? Ich zumindest habe gelernt, dass man starre Leiter möglichst wenig 
bewegen soll. Wie löst man also dieses Dilemma mit dem hin- und 
herbiegen der anderen Kabel in der Klemme bzw. wie oft darf man so etwas 
gefahrlos machen?

Grüße...
Jens
Gast #4197985
Lesenswert?

Allzuoft muss man ja nicht umverdrahten...
Ich knipse die Drähte ab, kostet 1cm Leitungslänge, die fast immer 
entbehrlich ist. Falls keine Ersatzklemme zur Hand, kann man die Reste 
rausdrehen und die Klemme wiederverwenden. Ist wirklich ein einzelner 
Draht schon knapp, dann ausnahmsweise nur die anderen abschneiden und 
diesen einen herausdrehen.
Gast #4197987
Lesenswert?

..ja ich habe mich über diese Klemme auch schon geärgert, besonders 
gail, wenn da flexible Adern mit Hülse drin stecken.

-> in Deinem Fall - Klemme sprengen und ersetzen; oder gleich eine 
222-4xx verwenden.
#4198023
Lesenswert?

Hi,

In der Berufsschule (Elektronik) vor 2-3 Jahren habe ich auch mit diesen 
Wagoklemmen gearbeitet um eine Hausinstallation zu simulieren.
Uns wurde beigebracht die Leiter (egal wie viele) festhalten und solange 
dran rumnudeln bis die Klemme weg ist, danach einfach wiederverwenden -> 
Leiter gerade biegen und wieder rein in die Klemme.

Die klemmen wurden hinterher auch nicht weggeschmissen sondern 
wiederverwendet.

Und ja, das ganze wurde auch mit dem Stromnetz, auch unter last, 
angeschlossen und getestet.
Gast #4198030
Lesenswert?

CptH schrieb:
> stimmt nicht, Wago-Klemmen können mehrfach verwendet werden.

CptH schrieb:
> stimmt nicht, Wago-Klemmen können mehrfach verwendet werden.
>
> siehe:
> http://www.wago.de/media/3_branchsolution/building_2/Dosenklemmen_4-2011.pdf

[...]
Bei Arbeiten an vorhandenen Installationen sind die Zustände der Klemmen 
nicht abzuschätzen.
Bitte setzen Sie neue Klemmen ein!
[...]
also so falsch ist es nicht, sie wegzuschmeißen
Gast #4198655
Lesenswert?

Ah, geil, die 221 kannte ich noch gar nicht. An der 222 habe ich mir 
schon mal übelst die Fingerkuppe geklemmt, aber gut sind die trotzdem. 
Die 221 ist nur etwas kleiner, durchsichtig und kann nicht ganz so dünne 
Drähte klemmen wie die 222, richtig?

Grüße
Jens
Gast #4198839
Lesenswert?

Christian M. schrieb:
> Seit ich die 222 kenne, verwende ich nichts mehr Anderes!

Bei einer großen Neuinstallation ist das zu mühsam mit dem Hebel.
Und bei geringen Platzverhältnissen sind die zu groß. Und bei der 
installation ist immer irgendwo zu wenig Platz. :-)

Für bestimmte Anwendungen, z.B. Rohrmotoren bei Rollläden, sind die 
natürlich Pflicht.
Für Lampen kommen wieder die Wago 224 zum Einsatz.

Also: Man braucht alle Klemmentypen :-)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren