Perlator der Marke "Handwerk" verstopft ohne Reinigungsmöglichkeit

OP #4205182
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Habe mich damals beim Kauf gewundert, warum in der Packung gleich 10 
Perlator-Einsätze enthalten waren, aber was solls.

http://www.sanitop-wingenroth.de/marken/handwerkr/

Zwischenzeitlich weiß ich warum: Die grünen Plastikeinsätze haben 
dermaßen feine Öffnungen, dass das Wasser zu Beginn zwar wunderbar 
perlt. Sobald aber ein paar Eisenkörnchen vorbeikommen oder sonst etwas, 
lässt der Wasserdurchsatz extrem nach.

Beim Aufschrauben sieht man dann kleinste Eisenpartikel, die sich in die 
Ritzen geklemmt haben.

Gut, die Dinger kosten nur rund 1 Euro pro Stück (incklusive des 
Metallrings zum Montieren, Gummiring etc.

Aber ärgelich finde ich es schon, wenn die Einsätze nicht wie in der 
guten alten Zeit in Essig eingelegt werden können (bringt beim Eisen 
nix, mit der Bürste gehts auch nicht raus, Foto kommt noch) sondern 
inclusive Ring Wegwerartikel sind.
Persönliche Seite #4209031
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Hallo J.A.

J. A. schrieb:

> Beim Aufschrauben sieht man dann kleinste Eisenpartikel, die sich in die
> Ritzen geklemmt haben.

Mmmh. Irgend jemand, der sich gut mit Wasserleitungen auskennt, hat mir 
mal erzählt, dass das braune weniger Rost, als vielmehr die Reste und 
Hinterlassenschaften von Wasserasseln sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserassel#Wasserleitungen

> Aber ärgelich finde ich es schon, wenn die Einsätze nicht wie in der
> guten alten Zeit in Essig eingelegt werden können (bringt beim Eisen
> nix, mit der Bürste gehts auch nicht raus, Foto kommt noch) sondern
> inclusive Ring Wegwerartikel sind.

Hast Du mal Natronlauge oder Kalilauge probiert? Kann organische 
Substanzen oft gut zersetzten.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
OP #4209053
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Bernd W. schrieb:
> Hallo J.A.
>
> J. A. schrieb:
>
>> Beim Aufschrauben sieht man dann kleinste Eisenpartikel, die sich in die
>> Ritzen geklemmt haben.
>
> Mmmh. Irgend jemand, der sich gut mit Wasserleitungen auskennt, hat mir
> mal erzählt, dass das braune weniger Rost, als vielmehr die Reste und
> Hinterlassenschaften von Wasserasseln sind.

Ach du Sch...     Wie könnte ich das erkennen? Ist Rost magnetisch?

Der Kram sieht zumindest so ähnlich aus wie das, was nach 
Wasserabstellen wg. Installationsarbeiten zu finden ist. Wenn ein 
Monteur kommt, schraube ich daher alle Perlatorköpfe ab, damit das dann 
wiederkommende Wasser nicht den Rost in die Siebe schwemmt.
Persönliche Seite #4210034
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Hallo J.A.

J. A. schrieb:

>> Mmmh. Irgend jemand, der sich gut mit Wasserleitungen auskennt, hat mir
>> mal erzählt, dass das braune weniger Rost, als vielmehr die Reste und
>> Hinterlassenschaften von Wasserasseln sind.
>
> Ach du Sch...     Wie könnte ich das erkennen? Ist Rost magnetisch?

Nein.

Aber keine Panik. Die Wasserasseln weiden die Biofilme ab, die sich im 
innern der Rohre bilden. Damit halten sie sie auch "sauber". Insofern 
ist ein gewisser Grundsatz von Wasserasseln sogar erwünscht.

Der Biofilm wird kaum vermeidbar sein. Ich habe mal in einer 
Leiterplattenfabrik gearbeitet, und in fast allen Becken/Zellen, ausser 
in denen mit sehr extremen pH-Werten und den stark Cyanidhaltigen aus 
der Vergoldung gab es Biofilme. Auch dort, wo z.B. mit Salzsäure und 
Wasserstoffperoxid Kupfer geätzt wurde.

Das machte sich s.B. störend bemerkbar, wenn Oberflächen "klebrig" 
wurden, und dadurch z.B. Schwimmerschalter festhingen.

> Der Kram sieht zumindest so ähnlich aus wie das, was nach
> Wasserabstellen wg. Installationsarbeiten zu finden ist.

Das ist, je nach Närstoffgehalt des Wassers, zwischen 30 und 80% 
organisch.
Aber....Du lebst damit, seitdem Du geboren wurdest, und der Aufwand, das 
weg zu bekommen, wäre enorm. Also mach Dir keinen (zu großen) Kopf.

> Wenn ein
> Monteur kommt, schraube ich daher alle Perlatorköpfe ab, damit das dann
> wiederkommende Wasser nicht den Rost in die Siebe schwemmt.

Das ist trozdem eine sehr gute Idee!
Aber vergiss nicht, die Perolatoren vor dem Einbau zu fetten, dann 
bekommst Du sie leichter wieder ab. Ok, sollte bei Plastik vermutlich 
nicht so furchtbar kritisch sein. Vaseline ist dafür ok*), Silikonfett 
ist besser aber schweineteuer.

*) Vaseline würde "echtes" Gummi an- bzw. auflösen. Allerdings sind 
aktuelle Dichtungen nicht mehr aus Naturkautschuk. Aber diese Geschichte 
ist eben der Grund für das Ablehnende Verhalten von Installateuren wenn 
man denen das "Fetten" vorschlägt.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
OP #4232566
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Bernd W. schrieb:

> Aber keine Panik. Die Wasserasseln weiden die Biofilme ab, die sich im
> innern der Rohre bilden. Damit halten sie sie auch "sauber". Insofern
> ist ein gewisser Grundsatz von Wasserasseln sogar erwünscht.

Ich hab jetzt mal ca. 10 l Wasser (kalt) durch eine Teefilter-Tüte 
laufen lassen und nun sind in dem trockenen Filter auch so einige 
Krümmel drin. Den Perlator habe ich vorher abgeschraubt.

Wie könnte ich rausbekommen, aus was diese Krümmel bestehen?

Den Versuch wollte ich noch mal mit dem Warmasserhahn machen, ob da auch 
Krümmel rauskommen.

Was bei uns ist: Das Kaltwasserrohr läuft wohl nahe der Heizungsrohre im 
Installationsschacht hoch. Daher ist das kalte Wasser erst mal nie 
richtig kalt sondern eher lau. So was beflügelt natürlich jede 
Biosphäre.

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