hi
kann ich mit einem k typ element gemessene Temperatur bzw. die erzeugte
Thermospannung mit einem beliebigen Kabel zum Messsystem übertragen?
Also praktisch das k typ Element mit einem belibigen Kabel verlängern
zum Messsystem?
Danke im voraus
Rico schrieb:> kann ich mit einem k typ element gemessene Temperatur bzw. die erzeugte> Thermospannung mit einem beliebigen Kabel zum Messsystem übertragen?> Also praktisch das k typ Element mit einem belibigen Kabel verlängern> zum Messsystem?
Normalerweise werden Thermoelemente über sog. Ausgleichsleitungen
angeschlossen. Gerade wenn man, so wie Du, sich da nicht so gut
auskennt, sollte man sich auch an diesen Standard halten.
Nein, das geht nicht. Dann erfasst die Thermoelementanordnung nur die
Temperaturdifferenz zwischen dem Messpunkt und dem Punkt, an dem die
K-Leitungen in Kupferleitungen übergehen.
Da braucht man an der Übergangsstelle K-Leitungen -Kupfer entweder eine
auf konstanter Vergleichstemperatur gehaltene Klemmstelle oder eine sog.
aktive Vergleichsstelle, an der eine Kompensation der
Temperatureinflüsse durch die Klemmstelle durchgeführt wird.
Die Thermoelemente sind selbst ca. 50cm lang. Also Thermoelement + 50 cm
NiCr-Ni Kabel.
Bis jetzt wurden sie an Schleifringübertrager angeschlossen, wobei der
Schleifringübertrager selber am Eingangsanschluss ca. 10cm NiCr-Ni Kabel
hat und am Ausgang ca. 1m NiCr-Ni zum Messsytem.
Nun ist aber so, dass das kurze 10cm NiCr-Ni Kabel sehr schlecht an den
den Schleifringübertrager anzulöten ist. Deswegen wollen wir anderes
Kabel verwenden. Haben wir auch gemacht, getestet, und es hat keinen
Unterschied gemacht. Ist hier irgendwo ein Denkfehler?
Rico schrieb:> Nun ist aber so, dass das kurze 10cm NiCr-Ni Kabel sehr schlecht an den> den Schleifringübertrager anzulöten ist. Deswegen wollen wir anderes> Kabel verwenden. Haben wir auch gemacht, getestet, und es hat keinen> Unterschied gemacht. Ist hier irgendwo ein Denkfehler?
Der Fehler bewegt sich (mindestens) im Rahmen der Temperaturdifferenz
der Vergleichsstelle, also der TC Anschluß und Übergang zu 'normalen'
Leitern am oder im Messgerät und der Temperatur am
Schleifringübertrager, Eure neue 'Vergleichsstelle'.
Rico schrieb:> Deswegen wollen wir anderes> Kabel verwenden. Haben wir auch gemacht, getestet, und es hat keinen> Unterschied gemacht. Ist hier irgendwo ein Denkfehler?
klar Denkfehler,
Am Fusspunkt muss die Eiskompensation erfolgen nun habt ihr den
verlagert.
Das kann egal sein bei euren Toleranzen oder geringen Abweichungen, aber
das kann auch heftig stören, sauber ist eure Vorgehensweise nur wenn ihr
die Fehler akzeptiert weil sie euch bewußt sind.
Lesestoff:
http://www.jumo.de/de_DE/support/faq-weiterbildung/literatur/themen/temperaturmesstechnik/FAS146.html
Rico schrieb:> kann ich mit einem k typ element gemessene Temperatur bzw. die erzeugte> Thermospannung mit einem beliebigen Kabel zum Messsystem übertragen?
Wenn dein ganzes Kabel nur die Temperatur des Auswerteschaltung hat, und
nur über den Verlauf der echten Thermoelementleitung die Temperatur
(ansteigt), dann ja.
Ist also das Thermoelement im einem 1100 GradC heissen Ofen, kannst du
das Kabel ausserhalb des Ofens mit normler Kuperlitze biszur
Aufwerteschaltung verlängern, dort werden 20 bis 25 GradC herrschen und
die 5 GradC machen dann den Kohl auch nicht mehr fett.
Hast du aber Temperaturschwankungen im Verlauf des Kabels und dessen
Verbindungsstellen, z.B. Messgerät bei 20 GradC. erst Klemmstelle bei 50
GardC, zweite Klemmstelle bei 400 GradC, Thermoelement bei 1100 GradC,
dann MUSST du echte Thermoleitung nehmen, damit sich die
Temperaturdifferenzen (nur solche misst ein Thermoelement) addieren.
Rico schrieb:> Die Thermoelemente sind selbst ca. 50cm lang. Also Thermoelement + 50 cm> NiCr-Ni Kabel.> Bis jetzt wurden sie an Schleifringübertrager angeschlossen, wobei der> Schleifringübertrager selber am Eingangsanschluss ca. 10cm NiCr-Ni Kabel> hat und am Ausgang ca. 1m NiCr-Ni zum Messsytem.> Nun ist aber so, dass das kurze 10cm NiCr-Ni Kabel sehr schlecht an den> den Schleifringübertrager anzulöten ist. Deswegen wollen wir anderes> Kabel verwenden. Haben wir auch gemacht, getestet, und es hat keinen> Unterschied gemacht. Ist hier irgendwo ein Denkfehler?
1
_ K+_____T1__K+ o. Cu_T3_SR_T5____K+___T7_
2
/ \
3
Tmess - Messgerät
4
\__K-_____T2__K- o. Cu_T4_SR_T6____K-___T8_/
K+ = NiCr, K- = Ni
Aufbau so wie oben?
T1 = Temperatur am Übergang K+ K+ bzw. K+ Cu
T2 = Temperatur am Übergang K- K- bzw. K- Cu
T3, T4 Temperatur am Eingang des Schleifringübertragers
T5, T6 Temperatur am Ausgang des Schleifringübertragers
T7, T8 Temperatur am Messgerät/Kaltstelle
Angenommen die Temperaturen sind wie folgt:
T1 = T2 = T3 = T4 = T5 = T6 dann ist es egal, ob zw. T1 und T3 bzw. T2
und T4 Thermoelementleitung oder Kupfer verwendet wird.
Angenommen nur die Temperaturen am Ein-/Ausgang des
Schleifringübertragers sind gleich: T3 = T5 = T4 = T6, dann hängt es
davon ab, ob eine Differenztemperatur zw. T3 und T1 und T4 und T2
vorliegt
Da die Pins der Schleifringübertrager bzw. das Innenleben dessen nicht
aus NiCr und Ni sind, dachte ich, dass die Verwendung von 10cm Kabel aus
Cu nichts ausmachen würde.
Mein Denkfehler bei der Prüfung kann natürlich gewesen sein, dass ich
die Temperatur simuliert habe und keine echte Temperatur gemessen habe.
Rico schrieb:> Mein Denkfehler bei der Prüfung kann natürlich gewesen sein, dass ich> die Temperatur simuliert habe und keine echte Temperatur gemessen habe.
Das ist egal. Aber Anfang und Ende des eingefügten Kupferkabels hatten
bei Deinem Aufbau die gleiche Temperatur. Wenn Du das ausreichend genau
sicherstellen kannst, hast Du kein Problem.
Halt mal einen Fön an den Übergang Thermo/Kupfer oder an den Anschluß
zum Schleifring. Dann siehst Du, wie weit die Werte weglaufen.
senke schrieb:> Warum nicht einen Messwandler zwischenschalten der zwischen dem> Thermoelement und dem Schleifring das Messsignal in eine> Stromschnittstelle umwandelt?
was erhoffst du dir davon?
Es bleibt doch die Spannung durch Temparaturdifferenz und jede
Verlagerung mit irgendwelchen anderen Mitteln zum Ice-Point Kompensator
ist ein Fehler.
Der Ice-Point Kompensator muss am Ausgang vom Thermoelement liegen und
die Verlängerung muss weiterhin mit Ausgleichsleitung sein, sonst
Fehler.
Genau deswegen will er doch die Kaltstellenkompensation zum
Thermoelement hin verlagern. Damit nicht mehr die Thermospannung durch
die komplette Anlage muss, sondern ein aufbereiteter und kompensierter
Messwert. Diese Stromschnittstellen sind relativ unempfindlich, auch bei
großen Leitungslängen.
http://www.asm-sensor.com/asm/pdf/pro/tcm.pdf
soul e. schrieb:> Genau deswegen will er doch die Kaltstellenkompensation zum> Thermoelement hin verlagern.
Wo ist das geschrieben?
Wenn er das meinte OK, ich sah nur Messwandler (welcher Art beschrieb er
nicht) und Stromwandlung!
Das könnte alles sein.
soul e. schrieb im Beitrag #4210728:
> Da:>> senke schrieb:>> Warum nicht einen Messwandler zwischenschalten>> Messwandler für Thermoelemente haben eine Kaltstellenkompensation> eingebaut.
wo stand Messwandler für Thermoelemente?
Es soll auch Messwandler von Spannung zu Strom geben!
Es scheint du verstehst die Worte von senke (Gast) anders als ich, ich
lese nur was geschrieben wurde.
Kein Wort von Messwandler für Thermoelemente vor der Umsetzung zu
Kupfer.
http://www.connexin.net/de/humor-witze/projekt-management/projekt-schaukel-baum.png
Ich kann einigermaßen sicherstellen dass Anfang und Ende des
Kupferkabels die gleiche Temperatur haben. Was passiert wenn ich die
beiden Kupferkabel vertausche, so dass NiCr nach Kupfer auf Ni, und
umgekehrt trifft? Wie machst dich das bemerkbar?
Dein Thermometer läuft rückwärts. Bei Raumtemperatur passt der Wert
ungefähr, und bei Erwärmung zählt es runter statt hoch.
Bzw wenn du nach dem Kupfer wieder NiCr/Ni hast, misst du die
Temperaturdifferenz.
Rico schrieb:> Da die Pins der Schleifringübertrager bzw. das Innenleben dessen nicht> aus NiCr und Ni sind, dachte ich, dass die Verwendung von 10cm Kabel aus> Cu nichts ausmachen würde.
Wenn Du ein grobes Schätzgerät statt eines Thermometers haben
willst, kannst Du natürlich eine beliebige Schaltung verwenden.
:-(
Durch den Schleifringübertrager habe ich sowieso eine Fehlerquelle.
Die zusätzliche Verlängerung um 10cm sollte da nicht viel ausmachen, da
die Verlängerung sowie der Schleifringübertrager der selben Temperatur
ausgesetzt sind
Rico schrieb:> Die zusätzliche Verlängerung um 10cm sollte da nicht viel ausmachen
Wenn du nur bestätigt haben willst, dass es so wie du möchtest
fehlerfrei funktioniert, bist du hier falsch.
Der vernünftigste Vorschlag bisher war, die Kaltstelle gleich am
Anschluss des Thermoelements zu plazieren, so dass von da an z.B.
4..20mA Signale vorliegen, und alle Probleme mit Schleifring und
Ausgleichleitungen hören auf zu existieren. Aber offensichtlich sind
sinnvolle Vorschläge umsonst, weil du nur hören willst, dass es so geht
wie du das von Anfang an wolltest. Dazu brauchsr du keine Fachleute,
eher im Gegenteil.
Eine Eigenart der Thermoelement-Ausgleichsleitungen ist es übrigens,
dass die Tasache ob es nun 10 cm oder einige Meter sind für die
Thermospannungen völlig irrelevant ist. Das sind Grundlagen.
Georg
soul e. schrieb:> Genau deswegen will er doch die Kaltstellenkompensation zum> Thermoelement hin verlagern. Damit nicht mehr die Thermospannung durch> die komplette Anlage muss, sondern ein aufbereiteter und kompensierter> Messwert. Diese Stromschnittstellen sind relativ unempfindlich, auch bei> großen Leitungslängen.>> http://www.asm-sensor.com/asm/pdf/pro/tcm.pdf
Danke für den Link
Genau so was hatte ich mit meinem "Messwandler" im Hinterkopf.
Wer ein wenig über die Materie Bescheid weis weis auch mit dem Begriff
umzugehen.
Rico schrieb:> Durch den Schleifringübertrager habe ich sowieso eine Fehlerquelle.> Die zusätzliche Verlängerung um 10cm sollte da nicht viel ausmachen, da> die Verlängerung sowie der Schleifringübertrager der selben Temperatur> ausgesetzt sind
Das Problem ist nicht die Länge der Leitung, das Problem sind
die vielen Stellen in Deinem Aufbau, wo unterschiedliche Metalle
aufeinander treffen. Jeder dieser Punkte muss auf der gleichen
Temperatur liegen. Allerdings relativiert sich das Problem, wenn
Du bei der Messung von hohen Temperaturen eine Messtoleranz von
einigen 10 Grad akzeptieren kannst. Bisher hast Du noch nichts
darüber berichtet, was für eine Meßgenauigkeit Du überhaupt
erwartest.
Die Kaltstelle ist im Messgerät. Es hat extra Eingänge für
Thermoelemente. Also ein 4..20mA Signal ist keine Option.
Georg schrieb:> Eine Eigenart der Thermoelement-Ausgleichsleitungen ist es übrigens,> dass die Tasache ob es nun 10 cm oder einige Meter sind für die> Thermospannungen völlig irrelevant ist. Das sind Grundlagen.
Es geht um Verlängerung des Scheifringeingangs mit Kupfer.
Eine Abweichung von +-20 bei hohen Temperaturen wären ok.
Rico schrieb:> Die Kaltstelle ist im Messgerät.
Die Kaltstellenkompensation funktioniert bei Deinem Aufbau
natürlich nicht.
> Es geht um Verlängerung des Scheifringeingangs mit Kupfer.>> Eine Abweichung von +-20 bei hohen Temperaturen wären ok.
Diese Abweichung wirst Du bei allen Temperaturen haben.
Du kannst ja mal testen: Bei konstanter Temperatur Deines
Thermoelements richtest Du einen Fön auf den Bereich
Schleifringübertrager. Dann schaust Du nach, wie Dein
angezeigter Meßwert "wandert".
Rico schrieb:> Ich kann einigermaßen sicherstellen dass Anfang und Ende des> Kupferkabels die gleiche Temperatur haben.
immer noch nicht verstanden?
Rico schrieb:> Durch den Schleifringübertrager habe ich sowieso eine Fehlerquelle.
nein durch den Messwandler der nicht am Thermoelement oder deren
Ausgleichsleitung sitzt, vor dem Messwandler haben andere Metalle nix zu
suchen.
Das Ganze erinnert mich an meine Situation heute Nachmittag.
Nur mit dem Unterschied, dass ich den ganzen fehlgeplanten Murks
abgerissen habe und morgen nochmal RICHTIG neu mache und der TE
unbedingt seine Version irgendwie schön- und/oder richtiggeredet haben
will.