Hallo,
bohre meine Platinen mit dem Proxxon IBS/E und dem Bohrständer MB 200.
Geht wunderbar.
Außer 0,6mm Löcher, die ich leider Gottes manchmal auch habe.
Für die anderen Größen habe ich Bohrer mit 3mm-Schaft. Für die 0,6er
habe ich (recht gute) HM-Bohrer, die am Schaft nicht dicker sind.
Die kann ich in die Proxxon nicht einspannen, muss also freihand mit dem
Akkuschrauber bohren. Dementsprechend brechen die Bohrer reihenweise ab
- schade drum.
Ich will die Bohrer nicht alle verheizen. Gibt's eine Möglichkeit 0,6mm
vernünftig in die Proxxon einzuspannen?
lg
Ich fürchte nur, dass das Bohrfutter nicht passen wird:
"Für alle handgeführten MICROMOT-Geräte (ausgenommen Graviergerät GG
12,Industrie-Bohrschleifer IB/E, Langhals-Bohrschleifer
LB/E,Feinbohrmaschine COLT 2 und Biegewelle 110/P)."
Den Industrie-Bohrschleifer IB/E gibt's IMHO gar nicht mehr, stattdessen
gibt's den IBS/E, den der OP verwendet und der zumindest nach Augenmaß
an der Spindel genauso aussieht wie sein Vorgänger.
Ich hab' noch den älteren IB/E, und bei dem passt das Bohrfutter leider
wirklich nicht. Das Gewinde ist zwar das gleiche wie bei den anderen
Proxxon-Bohrgeräten, man kann das Futter also draufschrauben. Aber die
Spindel ist zu kurz, man bekommt das Futter nicht weit genug drauf, dass
die Bachen auch schließen.
> Aber die Spindel ist zu kurz, man bekommt das Futter nicht> weit genug drauf, dass die Bachen auch schließen.
Vor dem aufdrehen des Bohrfutters irgendeine Spannzange in die Aufnahme
stecken?
olaf
Macht keinen Sinn und wir auch nicht funktionieren.
Ich verwende die Spannzangen wo immer es geht. Schont die Lager und es
sind damit doch wesentlich höhere Drehzahlen möglich. Für richtige
Fräser sind diese allerdings noch viel zu niedrig (Micromot 50), die
Gefahr des ausglühens ist sehr hoch und kann schnell teuer werden.
Teo D. schrieb:> Macht keinen Sinn und wir auch nicht funktionieren.
OK, wer lesen kann ist deutlich im Vorteil. Sorry
Für die, seit ein paar Jahren verkauften Micromot 50, passt das
eigentlich auch nicht mehr, aus den selben Gründen. Neue, längere
Überwurfmutter am Gerät. Proxxon hat aber die alte auf nachfrage
kostenlos zugesandt. Ob die Heute allerdings noch welche auf Lager
haben?
Mein erster unvollständiger Test hat mir keinen ruhe gelassen.
Die neue Mutter auf's Micromot 50 geschraubt und getestet wie weit man
die Spannzange zudrehen kann.
Ab 0,5mm fust es gerade so :)
Gewindelänge bei diesem Modell 5,85mm.
Walter T. schrieb:> Wobei ich dann gerne in ein paar Wochen einen Bericht zur Lebensdauer> der 0,6mm-Bohrer im Bohrfutter hätte.
Bruch o. Abnutzung (Stumpf)?
Matthias L. schrieb:> LM317 schrieb im Beitrag #4228909:>> Das Problem mit der zu kurzen Spindel haben findige so gelöst:>>>>> http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/3620...>> Danke für den Tipp! Die Idee ist so einfach, dass ich mich beissen> könnte, weil ich nicht selbst drauf gekommen bin...
Den IBS/E gibt es seit einiger Zeit in einer neuen Version (von außen
nun an den waagrechten Lüftungsschlitzen zu erkennen). Schau dir dazu
mal das Posting hier an:
https://www.stepcraft-systems.com/forum/zubehoer/194-neue-version-der-proxxon-ibs-e?limitstart=0#2377
Die Bilder lassen sich auch ohne Anmeldung einsehen. Beim neuen Modell
lässt sich der vordere Teil rausschrauben, um an das Kugellager zu
gelangen. Da dürfte die Methode kürzen durch absägen so einfach wie
bisher nicht mehr gelingen.
Walter T. schrieb:> Wenn ein 0.6mm-VHM-Bohrer lange genug lebt um stumpf zu werden ist der> Rundlauf in Ordnung.
Na dann...
Schwer zu schätzen wie viel 0,6er ich gebohrt habe, brauch die auch nur
selten. So 200-400 werden's wohl gewesen sein.
Billig Bohrer, einer war gleich stumpf, der rest verteilt sich zufällig
auf die restlichen 3, die noch gut funktionieren. Ein Bruch, durch
Unachtsamkeit beim absenken der Maschine :)
Wie gesagt, zumindest mein Exemplar funktioniert ausreichend gut.
PS: Natürlich rede ich hier von FR4 Material.
wrrrr schrieb:> Hallo,>> bohre meine Platinen mit dem Proxxon IBS/E und dem Bohrständer MB 200.> Geht wunderbar.> Außer 0,6mm Löcher, die ich leider Gottes manchmal auch habe.> Für die anderen Größen habe ich Bohrer mit 3mm-Schaft. Für die 0,6er> habe ich (recht gute) HM-Bohrer, die am Schaft nicht dicker sind.> Die kann ich in die Proxxon nicht einspannen, muss also freihand mit dem> Akkuschrauber bohren. Dementsprechend brechen die Bohrer reihenweise ab> - schade drum.>> Ich will die Bohrer nicht alle verheizen. Gibt's eine Möglichkeit 0,6mm> vernünftig in die Proxxon einzuspannen?
Klar, Akkuschrauber und Freihand ist bei 0,6mm definitiv Mist. Tue dir
selbst einen Gefallen, und nimm einfach VHM-Bohrer mit Schaft. Ob
normale HM-Bohrer wirklich hart genug zum Leiterplatten bohren sind, ist
eher Glückssache. Ich arbeite auch mit Proxxon (diverse FBS,
Bohrständer, Kreuztisch) und gebrauchten VHM hinunter bis 0,3mm. Die
Bohrer sind von einem bekannten Händler, und wenn man freundlich per
Mail fragt, kann man sich die Bestellung sogar auf einer der vielen
Messen persönlich bei ihm abholen.
Grüße.
Matthias L. schrieb:> Die 0,5er oder> 0,6er sind HSS, und die sind natürlich wesentlich elatischer und daher> deutlich toleranter gegen Rundlauffehler.
Ich bohre FR4 auch mit HSS_Bohrern. Das gab hier schon einmal
Diskussionen darüber, trotzdem tue ich das auch weiterhin wie eh und je.
MfG Paul
Matthias L. schrieb:> Nach der Produktinfo von Dormer> http://selector.dormertools.com/web/deu/de-de/mm/advanced-search/technical> haben die dünnsten HM-Bohrer einen Durchmesser von 1mm. Die 0,5er oder> 0,6er sind HSS,
^^^^^^^^^^^^^^
Danke, das bestätigt meine Vermutung. Man mag es glauben oder nicht, HSS
und FR4 passen einfach nicht zusammen. Und ich weiß wovon ich rede, habe
mit auch Jahre mit HSS herumgequält.
Michael L. schrieb:> Danke, das bestätigt meine Vermutung. Man mag es glauben oder nicht, HSS> und FR4 passen einfach nicht zusammen. Und ich weiß wovon ich rede, habe> mit auch Jahre mit HSS herumgequält.
Bohren! nicht Stanzen!
Natürlich ist's wesentlich angenehmer mit HM Fräser zu arbeiten, wenn
die Drehzahl stimmt! Und die schafft mein Micromot 50 nicht annähert
ohne sich dabei selbst zu zerlegen. >>20kU/min sollten's da doch min.
sein.
Teo D. schrieb:> Natürlich ist's wesentlich angenehmer mit HM Fräser zu arbeiten, wenn> die Drehzahl stimmt! Und die schafft mein Micromot 50 nicht annähert> ohne sich dabei selbst zu zerlegen. >>20kU/min sollten's da doch min.> sein.
Natürlich nicht, rechne mal die Leistung aus, die hierfür notwendig
ist!
Guido B. schrieb:> Natürlich nicht, rechne mal die Leistung aus, die hierfür notwendig> ist!
Das hat nicht mit Leistung zu tun, das begrenzende Element ist die
Qualität des Systems (hauptsächlich mechanisch). Die vom Bohrvorgang
benötigte Energie bleibt im optimalen immer gleich, wenn man bohrt und
nicht stanzt!
Leistung ist das Produkt aus Drehzahl und Drehmoment, und da man beim
Platinenbohren kein nennenswertes Drehmoment aufbringen muss, kann man
auch mit kleiner elektrischer Leistung 20.000 U/min erzeugen, da sehe
ich kein Problem.
Ich bohre 0.6mm, 0,8mm, 1,0mm und 1,2mm mit VHM-Bohrern und wahlweise
Micromot 50 und dem uralten Bohrständer mit 35mm-Bohrung (weil man damit
so schön freie Sicht auf die Platine hat) oder mit dem IB/E. Beide
Geräte haben eine Leerlaufdrehzahl von 20.000 U/min und ich habe beim
Platinenbohren keinen nennenswerten Drehzahleinbruch.
Für irgendwelche seltenen Durchmesser nehme ich auch HSS-Bohrer, die
kommen dann eben in die Schrottkiste, wenn sie stumpf sind. Das sind sie
bei FR4 schnell, aber nun - sie kosten ja auch fast nix.
Und größere Durchmesser für Befestigungsbohrungen, Aussparungen,
Potidurchführungen u. dgl. gehen natürlich nicht mit den
Micromot-Geräten, da reicht das erzielbare Drehmoment nicht aus. Da
nehme ich auch HSS, aber in der Werkstatt-Tischbohrmaschine. Diese
Durchmesser kann man ja nachschleifen...
Richtig vorgebohrt funst das prima, bei FR4, mit dem Micromot 50. Bis
max was das Bohrfutter aufnehmen kann. Metall, Kunststoff no change.
Nachtrag:
Bei relativ spröden Allu (Vollmaterial) hat's (auch ohne vorbohren) bei
2,4mm problemlos funktioniert (mit Spiritus).
Matthias L. schrieb:> Leistung ist das Produkt aus Drehzahl und Drehmoment, und da man beim> Platinenbohren kein nennenswertes Drehmoment aufbringen muss, kann man> auch mit kleiner elektrischer Leistung 20.000 U/min erzeugen, da sehe> ich kein Problem.
Sehen kann ich das auch nicht. ;-) Aber berechnen! Bei 20 k/min mit
0.6 mm in FR4 erhalte ich bei vernünftigem Vorschub minimal 60 Watt.
Die Mikromot 50 hat eine max. Leistungsaufnahme von 40 W, das kann
also nicht hinhauen. Und dann noch >>20 k/min ist natürlich Illusion.
Soviel zum Thema Stanzen versus Bohren.
Guido B. schrieb:> Bei 20 k/min mit> 0.6 mm in FR4 erhalte ich bei vernünftigem Vorschub minimal 60 Watt.
Da interessiert mich der Rechenweg allerdings sehr.
Guido B. schrieb:> Aber berechnen! Bei 20 k/min mit> 0.6 mm in FR4 erhalte ich bei vernünftigem Vorschub
LOL, jetzt wird's lächerlich. Niemand will hier die kosten einer
Produktion senken. Ein vernünftiger Vorschub ist das was Technisch
möglich ist und die sind nun mal bei einer Maschine um 100€ stark
begrenzt.
Da braucht halt Sachverstand und Fingerspitzengefühl, aber irgend wie
gewinne ich den Eindruck, das du nur was zustande bringst, wenn du deine
errechneten Werte in irgend ne Tastatur klöppeln kannst.
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Ich bin raus, mit Theoretikern zu
diskutieren.............................................................
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