Sicherheit im Labor

Gast #4232172
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Hallo zusammen,

bei uns im Elektroniklabor sollen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen 
eingeführt werden, da wir hauptsächlich 230V Geräte entwickeln, sollen 
Personen die unser Labor betreten geschützt werden. So will es die 
Berufsgenossenschaft. Das kann eine Signalleuchte sein oder 
Warn-Klebeband um den Labortisch geklebt. Warn-Schilder an der 
Zugangstür Not-Aus, Trenntrafo und FI-Schutzschalter haben wir schon, 
reicht aber nicht. Gibt es evtl. noch eine andere Möglichkeit?
#4232179
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Google mal nach BGI 891,
Errichten und Betreiben von elektrischen Prüfanlagen

Prüfplätze mit und ohne zwangläufigem Berührungsschutz etc.

Ich habe in einem Labor gearbeitet mit Spannungen teilweise über 1kV.

Für Spannung um 1kV hatten wir um den Prüfling eine Haube, Plexiglas, 
Metallrahmen geerdet.

Für sonstige Versuche, bei Spannungen über 25 Volt AC oder 60 Volt DC 
gab es an der Tür eine Kette mit dem Hinweis, Vorsicht Spannung bzw. 
Hochspannung, da wir auch über 1kV arbeiten.

Im großen Prüffeld gab es neben dem lokalen Not-Aus auch den großen, der 
alle Prüfplätze spannungsfrei schaltet.
Gast #4232181
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Warum setzt Ihr Euch nicht mal mit dem für Euch zuständigen TAB 
(Technische Aufsicht und BERATUNG) Eurer BG in Verbindung?
Da Euer Unternehmen 'BG-Abgaben' bezahlt hat sie einen angemessenen 
Anspruch auf Beratung (s.o.) bezüglich Arbeitsschutz und -sicherheit.
MFG Prüfer
Gast #4232302
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Dann kleb das scheiß Klebeband auf den Tisch und ihr habt Ruhe....Eure 
Sicherheitsmaßnahmen scheinen ja ausreichend zu sein.
Falls Ihr Zutrittskontrollsysteme für das Labor habt muss noch eine 
Notentriegelung rein.

Aber aus Erfahrung: die BG ist nicht der Laden der Ahnung hat..also 
Klebeband drauf :) Bzw irgendeine Markierung um den Arbeitsplatz herum
#4232346
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Servus,

bei uns werden, neben den schon genannten elektrischen Schutzmaßnahmen, 
solche gelb/schwarzen Pfosten mit ausziehbaren Gurten verwendet. Hat den 
Vorteil das diese Art von Absperrung an die Gegebenheit angepasst werden 
kann. Bekommt man eigentlich für kleines Geld bei jedem 
Betriebsausstatter.

http://shop.warmbier.com/shop/group/epa-absperrsysteme/221

Gruß


Sebastian
Gast #4232348
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Gerd schrieb:
> Das kann eine Signalleuchte sein oder
> Warn-Klebeband um den Labortisch geklebt. Warn-Schilder an der
> Zugangstür Not-Aus, Trenntrafo und FI-Schutzschalter haben wir schon,
> reicht aber nicht. Gibt es evtl. noch eine andere Möglichkeit?

Tische und Regale so aufstellen, das immer ein Entwickler auf den 
anderen schaut resp. schauen kann. Die "mauern" sich gern mit Regalen, 
Papierstapeln
etc. ein so daß keine andere Person mehr mitbekommt ob da grad eine im 
Mr. 1000V Zustand hängt oder nicht.

MfG,
Gast #4232359
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Leider sind diese Maßnahmen nötig.
Das liegt an der verbreiteten Technikfeindlichkeit und allgemeinen 
übertriebenen Bemutterung der Leute hierzulande. Wenn nicht auf jede 
kleine Gefahr extra hingewisen wird, gehen Herr und Frau Konsumschaf 
heute einfach davon aus, dass das ungefährlich ist, und greifen da 
drauf.

-> Die Leute werden immer dümmer, da müssen die Sicherheitsmaßnahmen 
mitziehen

Siehe auch:
http://derstandard.at/1376534590911/Auf-Eisenbahnwaggon-geklettert-24-Jaehriger-erlitt-Stromschlag

Es gibt viele solcher Fälle....
Oder erst die coolen Selfies auf der Bahnstrecke :-)

Ich würde das Labor immer abschließen, und nur geschulte Mitarbeiter 
(Fachkräfte) bekommen den Schlüssel. An die Tür kommt der bekannte Blitz 
und "Vorsicht Lebensgefahr".
Damit sollte das erledigt sein.
#4232863
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Dipl Ing ( FH ) schrieb:
> Ich würde einen elektrischen Sperrzaun aufbauen.

Aber auf die richtige Höhe achten und der Zaun darf nicht blickdicht 
sein.

WehOhWeh schrieb:
> Ich würde das Labor immer abschließen, und nur geschulte Mitarbeiter
> (Fachkräfte) bekommen den Schlüssel. An die Tür kommt der bekannte Blitz
> und "Vorsicht Lebensgefahr".
> Damit sollte das erledigt sein.

In meinem Ex-Labor, gab es eine Zugangskontrolle und mehrere Prüfräume, 
teilweise so, das nur bei geschlossener Tür die Spannung von außen 
eingeschaltet werden konnte (zwangsläufiger Berührungsschutz).
Bei 1kV und höher sinnvoll.
In anderen Prüfräumen, gab es eine einfache Sperrkette, mit dem 
Blitzzeichen und Hochspannung, da Spannungen über 1kV möglich sind.

Notausschalter müssen in ausreichender Zahl vorhanden sein, wie viele 
ist nirgends richtig aufgeführt. In einer BG-Vorschrift über 
Bandsägeanlagen steht etwas von alle 10m.

Du darfst da auch nicht alleine arbeiten, sondern es muss einer in hör- 
und sichtweite sein, der unmittelbar handeln kann.

WehOhWeh schrieb:
> -> Die Leute werden immer dümmer, da müssen die Sicherheitsmaßnahmen
> mitziehen

Deshalb gibt es eine kurze Einweisung, ggf. kleine nette 
Powerpoint-Schulung, dann noch einen kurzen Test.
Welches Zeichen steht für Achtung Spannung über 1kV - 3 Zeichen zur 
Auswahl
Name-Unterschrift-fertig.
Wenn dann noch einer Mist baut, ist der Sicherheitsfuzzie erstmal fein 
raus.

Die Putzfrau kommt dann aber nicht rein!
Besuchergruppen, Personalchefs etc. nur in Begleitung.
#4237372
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E. M. schrieb:
> So sieht es aus. Kenne einen Fall, wo man einem an die Wäsche wollte -
> der hat einfach den Zettel gezogen, den der MA 12 Jahre zuvor
> unterschrieben hatte. Ganz entspannt.

Normalerweise macht man einmal im Jahr einen "Test", lief im letzten 
Online.
5 Minuten Präsentation anschauen - 5 Fragen, die man so oft wiederholen 
kann, wie man will.
Oder man schaut sich so ein BG-Video an, entsprechend der Aufgabe und 
unterschreibt dafür. Ja, ich habe das Video angeschaut.

12 Jahre ist etwas sehr viel.

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