Faustregel für grounded coplanar waveguide?

Gast #4241493
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Hi,

gibt es bestimmte Faustregeln für das Design einer Grounded Coplanar 
Leitung?
Ich habe ein bisschen mit Online-Kalkulatoren rumgespielt zur 
Impedanzberechnung. Ab einem bestimmten Abstand zwischen Signaltrace und 
dem koplanaren Ground entsteht ja quasi wieder eine 
Mikrostreifenleitung.

Folgende Bedingungen sind gegeben:

Preprep Thickness: 360µm
Dielektrizitätskonstante: 4,8.
Signal- und koplanare Groundtraces Thickness: 18µm
Groundplane Thickness: 36µm
Impedanz: 50 Ohm

Sollte der Gap zwischen Signal- und Groundtraces größer oder kleiner 
sein als die Substratdicke? Eine bestimmte Leiterbreite (es liegen nur 
ca. 2Vpp an)?

Laut Kalkulator käme ich mit folgenden Werten auf meine 50 Ohm:
Signaltrace width: 0.6mm
Gap: 0.5mm

An manchen Stellen habe ich etwas gelesen von "Substratdicke > 2xGap + 
Signaltracebreite" und an anderen Stellen stand wieder, dass der Gap < 
Substratdicke sein sollte!?
#4245438
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Beim coplanaren Waveguide ist der Gap innerhalb der Plane eben kleiner 
als die Dicke des Substrates.

Genau so wie eine Mikrostripline mit einer zweiseitigen Leiterplatte 
geht, kann man eine Coplanare Stripline mit einer zweiseitigen 
Leiterplatte machen.

Ich habs mal gerechnet fuer FR4, da war der Gap noch 6mil, der 
reproduzierbaren Aufloesung meines bevorzugten Leiterplatten 
Lieferantes. War also nicht machbar.

Eine haeufiger Ueberlegungsfehler bei der (coplanaren) Stripline ist das 
Feld zwischen Strip und der GND Plane auf der anderen Seite. Man neigt 
ja dazu entlang des Strips in der GND Plane neben dem Strip moeglichst 
viele Vias zu plazieren. Wenn diese Vias zu nahe an den Feldlinien zum 
Strip sind schliesst man diese Feldanteile kurz, was dann zu anderen 
Impedanzen fuehrt.
#4245618
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Das mag ja sein... Coplanarer Waveguide bedeutet das E-Feld ist 
hauptsaechlich im coplanaren Gap, und nicht zwischen Strip und Plane auf 
der anderen Seite des Substrates. Und dieses erreicht man, indem der 
coplanare Gap einiges kleiner wie die Substratdicke ist. Je duenner das 
Substrat wird, desto mehr wird ein Mischmode gebildet.

Ich wuerd auch eine GND Plane auf der anderen Seite des Substrates haben 
wollen.
Moderator Persönliche Seite #4245983
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Die würde ich als nicht maßstäblich ansehen.

Aber letztlich sind die Übergänge natürlich fließend.  Wenn du einen
kleinen Spalt hast, dann ist das Feld überwiegend über dem Spalt
(und damit das, was er als Quasi-TEM beschreibt), und die Massefläche
hat einen eher geringen Einfluss.  Dann hast du aber praktisch kein
Grounded CPW mehr, sondern normales CPW.  Ist der Spalt groß im
Vergleich zur Substratdicke, ist das Feld überwiegend zwischen Leiter
und Massefläche, der Einfluss der beiden unterschiedlichen
Ausbreitungsgeschwindigkeiten wird geringer, das Ganze wird dann mehr
wie normales Microstrip.
#4246605
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Die Rechnung zeigt was man modelliert hat, was man gerechnet haben will. 
So wie ich's seh geht ein coplanarer Wellenleiter eh nicht ohne GND 
Plane. Die Draehte um die beiden coplanaren Planes zu verbinden sind ein 
theoretisches Konstrukt, da nicht fertigbar.
Es sind die Parameter drum herum, die interessant sind.
(Firma: www.harerod.de) Persönliche Seite #4247189
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Jetzt N. schrieb:
> Es gibt Tools zum Berechnen, resp, ueberschlagen. Das Appcad von HP,
> jetzt : http://www.hp.woodshot.com/
> http://www.avagotech.com/appcad

Ich muss immer über Reliability -> SPCS schmunzeln. Die Urkunde kommt 
irgendwann noch auf meine Website. Muss nur noch das Copyright klären 
bzw. Erlaubnis erfragen.
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