Wenn ich nicht wollte, daß jemand erfährt, wo ich etwas versteckt habe,
würde ich es auch so machen. Nur das eine Teil (Festplatte?) zu
zerstören, macht deutlich, wo der Angreifer sitzt. Nun rätseln alle
wegen des Akku-Lade-Controlers. Mission accomplished!
Reine Machtdemonstration der britischen Behörden. Snowdens Daten waren
zu diesem Zeitpunkt längst verbreitet. Als netter Nebeneffekt schießen
wieder Spekulationen über schier übermenschliche Fähigkeiten der
Behörden ins Kraut.
Sie haben alles zerstört, das Speicher enthält. Also alles, woraus
eventuelle Informationen gewonnen werden können, unabhängig von deren
Gehalt.
Und dass man mit dem Feldpersonal jetzt nicht genau durchexerziert,
welche Informationen eventuell wann für die Dienste von Nachteil sein
könnten ist auch nicht überraschend.
Alles zerstören, das Informationen enthält, macht die Sache später frei
von Kopfschmerzen, wenn man sich nicht fragen muss, welche Spuren
eventuell noch da sind.
In dem Artikel werden übrigens die Ergebnisse der Analyse genannt -
darunter auch welche Informationen sich aus welchen Bausteinen ableiten
lassen. Bekommt man raus, wenn man mehr als die Überschrift liest.
>Notebook sicher zerstören
Schick es mir und ich gebe es meinem Ex-Chef. Der hat goldene Hände:
Was der anfasst, geht in kürzester Zeit unreparabel kaputt.
MfG Paul
Yep, sowas wollte ich auch schreiben. Ein Kumpel von mir braucht das
Ding nur einmal einschalten, schon ist's im Arsch und gibt niemals
wieder auch nur die geringste Information frei.
Ansonsten sind das meistens Vorschriften, wonach Datenträger, die
kritische Daten enthalten könnTen, physikalisch zu zerstören sind. Das
wird auch peinlich genau überwacht, etwa durch Prüfen der Seriennummern
von Festplatten, unmittelbar bevor sie in den Schredder fliegen. Das
sind sehr gute Schredder, es kommen ziemlich kleine Krümel raus. Da will
man einfach sichergehen, daß niemand die Daten restaurieren kann und
Geräte wie Festplatten sind zu diesem Zeitpunkt meistens sowieso lange
abgeschrieben. Finanziell gesehen wäre es für die Unternehmen also
teurer, jemanden zu beschäftigen, der sich um die sichere Datenlöschung
und Freigabe der Datenträger kümmert - zumal das sichere Löschen einer
größeren Festplatte auch sehr lange dauert.
magic s. schrieb:> Yep, sowas wollte ich auch schreiben.
Gut, daß Du es gelassen hast, so habe ich die Minuspunkte kassiert.
;-)
Die Humorfreien haben wohl wieder Probleme mit dem Temperaturwechsel...
MfG Paul
Nö, die Sachen haben sie eben nicht geschreddert. Gibt da Dokumente,
die je nach Klassifizierung besondere Maßnahmen vorsehen, wie hier
geschehen. Sprich manuelles Abschleifen der Platter in der Festplatte
mit Flex, etc.
Ausserdem ging es hier nicht um eine Festplatte, sondern das manuelle
Zerstören des ganzen Notebooks. Da es keine Entschädigung gab, ist das
Zerstören natürlich günstiger..
Sni T. schrieb:> Gibt da Dokumente,> die je nach Klassifizierung besondere Maßnahmen vorsehen, wie hier> geschehen.
Da haben sie aber sehr explizite Maßnahmen durchgezogen: Zerstören
gezielter Chips wie Tastaturtreiber oder Akkucontroller, also laut des
Artikels alles, was irgendwie Firmware beinhaltet oder Daten speichern
kann.
Da auch diesen Herrschaften klar gewesen sein müßte, daß die Daten nicht
nur auf diesem Rechner liegen und schon mehrfach kopiert wurden, kann es
eigentlich nicht um die Daten gegangen sein. Und für eine reine
Machtdemonstration wäre der Vorschlaghammer beeindruckender gewesen.
Bleibt also der dritte angedachte Grund: Die Zerstörung von eventuellen
Keyloggern oder Schnüffelprogrammen, die in der Firmware diverser
Controller stecken.
Zu paranoid? Sherlock Holmes meint: "When you have excluded the
impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth."
Timm T. schrieb:> Sherlock Holmes meint: "When you have excluded the> impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth."
Dr. Watson gab zu bedenken, daß nicht jeder der englischen Sprache
mächtig ist und sagte daraufhin:
"Wenn man alle logischen Lösungen eines Problems ausschließt, ist die
unlogische, obwohl sie unmöglich erscheint, unweigerlich die Richtige."
;-)
MfG Paul
\O.T.
An den Reddel, der meinen Beitrag negativ bewertete:
Wenn Du meinst, daß die Übersetzung nicht richtig ist, dann korrigiere
sie.
Es soll tatsächlich Leute geben, die keinen Englisch-Unterricht hatten
-auch ich nicht. Da reicht wohl Deine Vorstellungskraft nicht hin?
Wenn Du aber meinst, nur meine Person negativ bewerten zu müssen, dann
ist mir das ziemlich Brust -ich bin zu alt, um mich über Kindereien zu
echauffieren.
/O.T.
SCNR
Paul
Ich finde das auch nicht so absurd der Krams wie akku Controller hängt
am Systembus (SMB/I2C) da freie Speicherplätze drinnen zu finden und die
mit neuen Daten zu beschreiben ist wohl nicht das Problem wen da kein
Programm rein muss ist irgentwie ein end befehl des eigentlichen
programs und man kann munter die lehren Plätze voll schreiben, ich hab
nen Kolegen der bewart seine Passworter im EEPROM seines Monitors da ist
genug platz drinnen und da kommt niemand drauf, also so absurt ist das
nicht.
Da D. schrieb:
> lol, dein Beitrag sagt aber etwas ganz anderes :D
Na Eines hat's doch zumindest gebracht: Ich weiß nun, mit wem ich es zu
tun habe. Damit komme ich doch zurecht.
Schönen Sonntag Dieter!
MfG Paul
Paul B. schrieb:> An den Reddel, der meinen Beitrag negativ bewertete:
+1/-2 kannst du getrost ignorieren. Es gibt doch sicher ein paar, die
gar nicht verstehen, was da geschrieben steht. Buch's einfach unter
'statistische Ungenauigkeit' ab.
[ Ich schreib' das deshalb, weil ich gemerkt habe, dass du dich öfter
mal darüber ärgerst. Also: nicht ärgern, einfach ignorieren. Früher(tm)
hieß das 'Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist'. :) ]
Timm T. schrieb:> Bleibt also der dritte angedachte Grund: Die Zerstörung von eventuellen> Keyloggern oder Schnüffelprogrammen, die in der Firmware diverser> Controller stecken.
Dagegen habe ich auch nichts gesagt ;-)
Die Richtlinien sind eben dafür da, alle Spuren zu verwischen. Wenn sich
bei dem Notebook mit zerstörter Festplatte durch einen
Netzteilcontroller noch rausfinden lässt, dass das Notebook um 18:30
Samstag Abend gestartet wurde, als nur "Putzkraft" X im Haus war, aber
nicht der Eigentümer, sind das Informationen die der Geheimdienst sicher
nicht bekannt haben will.
Wenn sich aus dem Tastaturcache rauslesen lässt, dass da Befehle
eingegeben wurden, die nie von einem Journalisten kamen, will das der
Geheimdienst sicher auch nicht haben. Von "alternativen" Firmwares mal
ganz zu schweigen (und das ist heutzutage kein SiFi mehr).
Das gilt natürlich auch für Geräte der Geheimdienste selbst, wenn da
noch irgendwo Daten im Tastaturcache ausgelesen werden können, die aus
einer geheimen Mail stammen, ist das für die ebenso unerwünschenswert.
Daher eben die Vorgaben, alle Chips mit Speicher zu zerstören, das geht
sicher schneller als sich bei jedem Gerät zu überlegen, was genau später
mal unangenehm werden könnte.
Und diese Zerstörungsvorgaben gehen ab gewisser einer gewissen
Geheimstufe über einfaches Schreddern hinaus. Bei bestimmten Chips
dürfen z.B. nach der ersten Zerstörung nur 3mm große Stücke übrig
bleiben, die danach immer noch als "secret" eingestuft sind. So
zumindest die Vorgaben in Amerika. Bei den Engländern sind auch diese
Vorgehensweisen geheim, werden sich aber nicht stark von den anderen 5
eyes unterscheiden.
Kommt auf den Chef der Firma an. Als Arbeiter bekommst Du nur die
Anweisung "hier hast Du Laptops, vernichte die Daten!" Je nach Chef (und
dessen technischer Versiertheit) dürftest Du auch einen Laptop retten,
indem Du nur die Festplatte schredderst (Vorschrift). Wenn nicht oder
wenn der Arbeiter keine Ahnung oder kein Vertrauen seines Chefs hat - in
den Schredder passt auch der ganze Laptop und das geht sogar schneller,
als erst die Festplatte auszubauen.
Reden wir hier jetzt nur noch über Geheimdienste, oder was?!
Bei Geheimdiensten mußt Du auch aufpassen, daß Du nicht je nach
Tageslaune des Chefs selber geschreddert wirst, weil Du zuviel weißt...
Meine Fresse...!