leichte Korrosion von Leiterplatte entfernen

OP #4255279
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Hallo,

Hintergrund ist folgender: vor ca. 6-8 Wochen habe ich eine Leiterplatte 
hergestellt. Nun hatte ich bis jetzt keine Zeit und wollte heute 
bestücken (THT) und löten. Aber sie hat auf den Leiterbahnen schon eine 
leicht dunklere Korrosion angenommen. Wie bekomme ich diese wieder ab?

Liebe Grüße
Flo_Rida
Gast #4255305
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Scotch-Schwamm oder ähnlicher Fliesschwamm,
Topfreiniger(Stahlwolle, Akopads oder Abrazo),
Scheuerpulver oder -milch geht auch.
Prinzipiell alle Metallreiniger. Günstige Methode
und leicht bechaffbar in fast jedem Supermarkt.

Gegen Oxidation kann man auch Lötlack aufsprühen
oder chemische Metalle (Gold, Silber oder Zinn)
aufreiben oder im Tauchverfahren auftragen.
Beschaffung ist ein wenig knifflich und kostet auch.

Man kann auch kombinieren.
#4255355
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Ich nehme für Streifenraster mit Kupferbeschichtung einfach 
Zitronensaft, zur Not kann man noch eine Prise Salz dazugeben. Bei 
Hartnäckigen Verunreinigungen kann man auch Essig mit Salz vermischen 
und ein wenig einwirken lassen. Hinterher die Platine\Hände gründlich 
waschen.
Gast #4255590
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Holger L. schrieb:
> Ich nehme für Streifenraster mit Kupferbeschichtung einfach
> Zitronensaft, zur Not kann man noch eine Prise Salz dazugeben.

In Drogerien gibts Zitronensäuregranulat womit es sicher auch geht.
Den Stahltank meines Bikes konnte man damit innen problemlos entrosten.
War nach der Behandlung wie neu, so das man eine Schutzbeschichtung
aufbringen konnte.
Gast #4256421
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Auch wenn du es nicht glauben magst,mein erster Versuch ist immer mit 
Zahnpasta. In Zahnpasta befinden sich ja auch Schleifkörper die bei 
manchen Belägen schon helfen. Alte Bürste und schruppen. Wenn das nicht 
hilft, dann eventuell ein chlorfreies Scheuerpulver. Wenn kein Lötstop 
drauf ist und noch keine Bestückung,dann hilft natürlich auch der 
Poliblock von Seno.
Gast #4257137
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Paul B. schrieb:
> Zahnweiß-Zahnpasten sogar mächtig viel davon.

Das weiß ich! Ich dachte es schon, das jemand mit solchen exotischen 
Mitteln kommt.
Mit CHLORODONT habe ich die Plaste-Skalenscheibe wieder glänzend 
bekommen, die vorher jemand mit einem Lösungsmittel behandelt hatte.
Heutige "normale" Zahnpasta reinigt nur, schleift aber nicht.
Mit Kreide und Wasser/ÖL geht das sicher recht prima und billig.
Besser als Nachbearbeitung ist aber, die Platinen sofort mit einem 
Lötschutzlack zu versehen.
Gast #4257200
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Fabian R. schrieb:
> Hintergrund ist folgender: vor ca. 6-8 Wochen habe ich eine Leiterplatte
> hergestellt. Nun hatte ich bis jetzt keine Zeit und wollte heute
> bestücken (THT) und löten. Aber sie hat auf den Leiterbahnen schon eine
> leicht dunklere Korrosion angenommen.

Normalerweise kein Problem. Das Flussmittel im Lötzinn sollte eine 6-8 
Wochen Schicht problemlos aufgelöst bekommen.

Falls die Platine nicht im Schrank mit der Salzsäureflasche lag...

Notfalls die Platine vorher mit Kolophonium in Spiritus als Flussmittel 
einpinseln (oder Lötlackspray nehmen).
#4258517
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> oder die blaue Seite für Tinte von so einem zweifarbigen Radiergummi...

Allerdings sind die inzwischen schon recht selten, braucht ja für den 
ursprünglichen Zweck kaum einer mehr. Die nehme ich gerne für allgemeine 
Korrosionsentfernung von Steckern...

<Anekdote> DJs scheinen zB. die Angewohnheit zu haben, die Kontakte 
ihrer Pickups bei leichten Kontaktproblemen abzuschlecken. Das hilft 
kurzfristig, langfristig werden aber damit auch vergoldeten Oberflächen 
erst recht übel, schaut dann eher nach uraltem Kufpfer aus. Nachdem das 
und ähnliches Gefrett mit stark angelaufenen XLR-Steckern häufiger 
vorkam, hat die Sekretärin eines Kunden extra für mich so einen 
Radiergummi bestellt :) </anekdote>

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