Screen sharing VNC

(Firma: Q3) #4256124
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Bei VNC wird einfach nur der lokale Bildschirminhalt kopiert, 
komprimiert und versendet. Die Benutzersitzung ("Session") verbleibt auf 
dem betrachteten Rechner. Bei VNC wird der Bildschirminhalt also nur 
grafisch/optisch übertragen. Deshalb ist das Verfahren extrem 
plattformübergreifend programmierbar und für nahezu Alles, was Null und 
Eins zusammenzählen kann, gibts VNC Server und Clienten.


Bei RDP läuft dagegen eine Instanz des grafischen Teiles der 
Desktop-Software (Windows z.B. "Explorer") remote beim Betrachter 
(deshalb geht der Screen an der Quelle aus). Da die meisten 
Betriebssysteme dies pro Session (aka "User") nur einmal zulassen, ist 
das eben nicht so einfach bzw. gar ganz unmöglich, zwei davon laufen zu 
lassen. Zwischen dem Server und dem Client werden überwiegend Kommandos 
statt grafischer Inhalte übertragen, deshalb ist die Programmierung 
ungleich komplizierter, weil sehr stark systemspezifisch. Dafür ist die 
benötigte Bandbreite meist deutlich kleiner als bei VNC.
Gast #4256218
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"Bei RDP läuft dagegen eine Instanz des grafischen Teiles der
Desktop-Software (Windows z.B. "Explorer") remote beim Betrachter
(deshalb geht der Screen an der Quelle aus)."

Aaa ha.

Wenn ich unter (Sparc-)Solaris eine RDP-Sitzung starte
laueft der Explorer wohl kaum auf einer Sparc-CPU.

So ein Quatsch.
Gast #4256220
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./. schrieb:
> Wenn ich unter (Sparc-)Solaris eine RDP-Sitzung starte
> laueft der Explorer wohl kaum auf einer Sparc-CPU.
>
> So ein Quatsch.

doch macht es. Die GUI Elemente werden auf deinen PC gerendert.

Es wird übertragen, Zeichne einen Kreis und dann macht den PC das.
#4256246
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Frank E. schrieb:
> (deshalb geht der Screen an der Quelle aus). Da die meisten
> Betriebssysteme dies pro Session (aka "User") nur einmal zulassen, ist
> das eben nicht so einfach bzw. gar ganz unmöglich, zwei davon laufen zu
> lassen.

Das ist weniger eine technische als mehr eine Lizenzproblematik. 
Beispielsweise kann ich mich mit der Remotedesktopverwaltung (Windows 
Terminalserver) ohne weiteres auf die Sitzung eines Nutzers aufschalten, 
alles sehen, was der User sieht, und auch aktiv eingreifen. Ein 
"Screensharing" ist also mit RDP sehr wohl möglich und wird, wie oben 
schon gesagt, auch in den Desktopversionen bei der Remoteunterstützung 
genauso benutzt.
In der Urversion von Windows XP (ohne Servicepack) war es noch möglich, 
mit zwei Usern gleichzeitig zu arbeiten, einer an der Konsole und einer 
über RDP. MS hat dieses "Versehen" jedoch mit dem SP1 korrigiert, sodaß 
der Konsolennutzer stets abgemeldet bzw. getrennt wird, sobald sich 
jemand über RDP einloggt. Kann ja nicht sein, daß eine Windowslizenz 
zwei User bedient...
Gast #4259933
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Es gibt einen "patch" für XP und 7 der es ermöglicht bis zu 10 
Remotesessions gleichzeitig anzumelden.

Auch gibt es eine Thinclient-Lösung die das gleiche macht, 10 
Thinclients an einer W7 Maschine sind kein Problem, gute Hardware 
vorausgesetzt. So können z.B. 10 User eine Office Installation 
verwenden. Es müssen natürlich 10 Lizenzen angeschafft werden.
#4259938
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Peter II schrieb:
> ./. schrieb:
>> Wenn ich unter (Sparc-)Solaris eine RDP-Sitzung starte
>> laueft der Explorer wohl kaum auf einer Sparc-CPU.
>>
>> So ein Quatsch.
>
> doch macht es. Die GUI Elemente werden auf deinen PC gerendert.
>
> Es wird übertragen, Zeichne einen Kreis und dann macht den PC das.

Es ist ja wohl noch ein ziemlicher Unterschied zwischen "Der Explorer 
läuft auf dem Client" (O-Ton Posting #4) und "Kommando: Zeichne einen 
Kreis". Meinst Du nicht auch?
#4260004
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PeterZ schrieb:
> Es gibt einen "patch" für XP und 7 der es ermöglicht bis zu 10
> Remotesessions gleichzeitig anzumelden.

Es gibt einen "Patch", mit dem noch viel mehr User gleichzeitig an einer 
Windows-Maschine arbeiten können, er nennt sich "Windows Remote Desktop 
Dienste" und ist ganz offizieller Bestandteil der Server-Versionen. ;-)

> Es müssen natürlich 10 Lizenzen angeschafft werden.

Für die korrekte Lizenzierung eines Terminalservers braucht es (x = 
Anzahl User):

- eine Serverlizenz
- x Clientzugriffslizenzen für Windows Server
- x Remote Desktop Zugriffslizenzen
- x Office Lizenzen

Für die Installation auf Terminalservern sind nur Office Volume-Lizenzen 
zulässig, ab Version 2007 lassen sich auch keine anderen mehr 
installieren.

Rechenbeispiel für 10 User

1x Windows Server 2012 R2 Standard OEM (enthält bereits 5 CAL) ~650 €
5x zusätzliche CAL ~150 €
10x RDP CAL ~1000 €
10x Office 2013 Standard ~4000€

Macht 5800€ nur für die Software.
#4260027
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Icke ®. schrieb:
>
> Rechenbeispiel für 10 User
>
> 1x Windows Server 2012 R2 Standard OEM (enthält bereits 5 CAL) ~650 €
> 5x zusätzliche CAL ~150 €
> 10x RDP CAL ~1000 €
> 10x Office 2013 Standard ~4000€
>
> Macht 5800€ nur für die Software.

Find ich jetzt zugegeben nicht sooo teuer. Ist natürlich die 
(Philosophie-)Frage, ob man das nun so macht oder per Fat Client, der 
softwaremäßig günstiger kommt.

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