Hallo,
ich versuche gerade die Einstiegsgehälter in den Bundesländern zu
sondieren.
Diverse Lohnspiegel und die legendaeren Gehaltsthreads habe ich schon
gelesen. Sehr informativ.
Mein Hintergrund: Master Informatik (Univ), Gesamtabschluss wird
schlechtestens mit Gut (2.0) - starke Tendenz eher besser abgeschlossen
sein. Nebenher noch viel nebenher als Werkstudent gearbeitet und dabei
alles von DSPs, über Mikrocontroller und Embedded Linux angefasst.
Assembler/C/C++/C# und weiß der Teufel. Ich brauchte mein Hobby also
nicht sonderlich in meiner Freizeit pflegen, sondern konnte damit
ordentlich Kohle machen.
Also zum Thema:
Berlin: 50.000€ fordern -> auf 43-46k€ maximal runter?
München: 65.000€ fordern -> Max. auf 60k€ runter (hohe Mieten und so)?
Hamburg: ?
Stuttgart: ?
Ein paar Erfahrungswerte von euch?
Fordere mal schön deine oben genannten Zahlen, du wirst dann schon noch
früh genug auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden, wenn dein
Gegenüber im Bewerbungsgespräch plötzlich kopfschüttelnd das Lachen
anfängt. :-)
Mach mal. In Berlin 50k als Anfänger kriegt der Personaler Schnappatmung
oder du wirst vom Sicherheitsdienst rausbegleitet. Eher 42k fordern und
auf 32 runter ist dort die Realität.
Blödsinn...
Natürlich können Sie fordern, für lau muß auch kein Anfänger arbeiten.
Die große Frage ist nur, wieviel sie angemessenerweise fordern können.
Aber danke für die Mühe, den Beitrag zu schreiben.
Klaus W. schrieb:> Mein Erfahrungswert ist daß in diesem Thread nicht mehr Nützliches> stehen wird wie in den Tausenden anderen zu diesem Thema.
q.e.d.
@Wastel-Wastel,
irgendwie müßte sich jetzt ein Rechtsanwalt finden, die dich wegen
Urheberrechtsverletzung wg. der Veröffentlichung deiner pubertären Fotos
an deinen Eiern packt.
Also bei 50k kriegt niemand Schnappatmung. Wer nicht mal für sich selbst
das Maximum rausholt, der wird dies erst recht nicht für die Firma tun.
Kenne genug Fh-Bachelor, die diese Summe zum Teil auch in Berlin
nannten. Klar wurden die letztlich auf 44k gedrückt, um das
"Gehaltsgefüge" der Abteilung nicht durcheinander zu bringen, aber im
Tarif der IAV in Berlin würde er die 50k ohne jegliche Verhandlung als
Master zum Einstieg kriegen (wie auch in München oder Chemnitz, weil der
Tarif bundesweit einheitlich geregelt ist).
polb schrieb:> Also bei 50k kriegt niemand Schnappatmung. Wer nicht mal für sich> selbst> das Maximum rausholt, der wird dies erst recht nicht für die Firma tun.
Interessanter Spruch! Ist das so ? Denken HR/Personaler so ?
Dann würde ich beim nächsten Mal einfach noch viel mehr verlangen.
Scheint dann ein gutes Zeichen für mich zu sein.
doppeling schrieb:> polb schrieb:> Also bei 50k kriegt niemand Schnappatmung. Wer nicht mal für sich selbst> das Maximum rausholt, der wird dies erst recht nicht für die Firma tun.>> Interessanter Spruch! Ist das so ? Denken HR/Personaler so ?> Dann würde ich beim nächsten Mal einfach noch viel mehr verlangen.> Scheint dann ein gutes Zeichen für mich zu sein.
Solange man realistisch bleibt, ist das so. Es kommt aber vielleicht
auch etwas auf die Stelle und Unternehmensgröße an.
Das man als einfach zu ersetzender Absolvent trotzdem keine 70k fordert
ist klar. An der IGMetall oder anderen Tarifen kann man sich jedoch
definitiv orientieren ohne ausgelacht zu werden. Ich würde eh in keinem
Unternehmen arbeiten wollen, wo der Personaler einen unerfahreren
Absolventen auslacht.
Was ist denn hier mit euch los? Weniger fordern als ein Dienstleister
wie IAV per Tarif allen Master-Absolventen zahlt? Dann ist es kein
Wunder, dass es hier im Forum gefühlt nur Reich und Arm gibt.
Wenn ich immer sowas lese, "42 fördern und 32 bekommen" ...
Erstmal will der TO nicht als Putzfrau ... äh, -mann und dann so ein
drastischer Unterschied. Das würde ich eher als Test ansehen.
Von einem Freund die Tochter, sie hat jetzt den Doktor gemacht und sich
neu beworben, da sollte sie Kaffee holen. Hat sie natürlich nicht und
einen entsprechenden Spruch abgelassen.
Mittlerweile ist sie schon weit oben und soll demnächst eine ganz neue
Sparte leiten.
Warum gebe ich dieses Beispiel?
Wer als Duckmäuser ankommt, der bekommt weder Geld noch den richtigen
Posten.
VierbeinigesUrmel schrieb:> Berlin: 50.000€ fordern -> auf 43-46k€ maximal runter?> München: 65.000€ fordern -> Max. auf 60k€ runter (hohe Mieten und so)?> Hamburg: ?> Stuttgart: ?
Schön, wenn man jung, unverbraucht und ambitioniert ist. Ich habe
Medizinstudenten aus dem 1ten Semester kennengelernt die schon davon
gesprochen haben, was die an Kohle als Oberarzt machen...
Naja, an deiner Stelle würde ich von den Firmen Angebote machen lassen
und dann kannst du schauen, was geht. In Berlin z.B. kenne ich selbst
Einsteiger mit Dr. Titel und ausgezeichneten Noten, die zum Anfang 45k
bekommen und dass nicht in kleinen Buden. Natürlich sind die
Gehaltspannen vom Unternehmen zum Unternehmen enorm, aber irgendwo
gemittelt weit unter 50k.
VierbeinigesUrmel schrieb:> Mein Hintergrund: Master Informatik (Univ), Gesamtabschluss wird> schlechtestens mit Gut (2.0) ...> alles von DSPs, über Mikrocontroller und Embedded Linux angefasst.> Assembler/C/C++/C# ...> Berlin: 50.000€ fordern -> auf 43-46k€ maximal runter?
Dafür bekommst du max. 36k eher 33k. 50k kannst du gerne versuchen, aber
da musst du schon sehr fortgeschrittene Profiskills aus der
Werkstudententätigkeit nachweisen können(;-)). Fordere 42k und lasse
dich runterhandeln, sage du brauchst wenigstens 38k und bei 36k willigst
du unterwürfig ein. Viel Erfolg!
VierbeinigesUrmel schrieb:> München: 65.000€ fordern -> Max. auf 60k€ runter (hohe Mieten und so)?> Stuttgart: ?
M und S: Zielgehalt sollte 60k oder gering darunter sein.
B und HH: Ziel 55k
Eine runde Zahl stellt oft eine psychologische Hürde dar, so dass der
Personaler evtl. unter diesem Wert bleiben muß. Dann akzeptiere 59k oder
58,5k während der Probezeit und danach dann z.B. 62k, vertraglich
fixiert.
Es ist gut, dass du dich bundesweit orientierst, zieh aber auch
Mittelstädte mit in die Betrachtung ein, z.B.: Ingolstadt, Regensburg,
Erlangen, Wolfsburg, etc.
Große Standorte großer Unternehmen werden oft mit Bewerbungen
überflutet. Es ist deshalb ratsam, sich auch an deren kleineren
Standorten zu bewerben. Ein späterer interner Wechsel ist leicht
möglich, wichtig ist, erst einmal in die Firma hinein zu kommen.
Mach dir ein Liste mit Firmen und unterteile sie in drei Gruppen:
Gruppe 1: Wunschunternehmen
G 2: mittlere "
G 3: für den Notfall, wenn man sonst keine Stelle finden kann
Bewirb dich zunächst bei 10 Firmen der Gruppe 2. Trainiere auf diese
Weise das Bewerben einschließlich Vorstellungsgespräche. Ein weiterer
Vorteil ist, daß man selbssicherer wird, vor allem, wenn man Zusagen
erhalten hat.
Nun bewibst du dich bei den eigentlichen Wunschfirmen und trittst bei
den Vorstellungsgesprächen souverän und mit gefestigtem Selbstwertgefühl
auf. Je größer die Firma, desto wichtiger sind diese Eigenschaften.
Wünsche viel Erfolg!
Gruß Jo S
polb schrieb:> Also bei 50k kriegt niemand Schnappatmung. Wer nicht mal für sich selbst> das Maximum rausholt, der wird dies erst recht nicht für die Firma tun.
Richtig!
Besonders bei großen Firmen ist das ein wichtiges Kriterium, weil man
dort weniger für ausführende Tätigkeiten eingesetzt wird, sondern eher
plant, verhandelt, koordiniert, überwacht und Vorgaben macht. deshalb
ist die Persönlichkeit der Bewerber sehr wichtig.
doppeling schrieb:> polb schrieb:>> Also bei 50k kriegt niemand Schnappatmung. Wer nicht mal für sich>> selbst>> das Maximum rausholt, der wird dies erst recht nicht für die Firma tun.>> Interessanter Spruch! Ist das so ? Denken HR/Personaler so ?>> Dann würde ich beim nächsten Mal einfach noch viel mehr verlangen.> Scheint dann ein gutes Zeichen für mich zu sein.
Naja, ein bisschen mehr gehört schon dazu, als nur ein hohes Gehalt zu
fordern. ;)