ltspice Simulationsproblem die Hundertste

OP Persönliche Seite #4268278
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Hallo!

Habe das Netzteil für eine symmetrische Ausgangsspannung nach
http://www.transkommunikation.ch/dateien/schaltungen/diverse_schaltungen/power_supplys_circuits/Symmetrische%20Spannung%20mit%20einfachem%20Netzteil.pdf
in ltSpice nachgebaut.

Nun habe ich das Problem, dass ich das Teil nicht simulieren kann.
Die Buttons "Visible traces" "Set aut probe" sind grau und deaktiviert.
Eine Simulation kann ich starten, die läuft auch in der Statusleiste, 
allerdings ewig und kommt zu keinem Ende.

Was mache ich falsch?
Ein Ausgabe-Fenster für die Grafen wird nicht angezeigt.

btw.: wie zwingt man einen Core i7 in die Knie?
Simulation laufen lassen, Prozess auf einen Kern legen (ltSpice läuft 
singlethreaded, Prozesszugehörigkeit im taskmanager auf einen Kern 
legen) und Prozesspriorität auf Echtzeit stellen
Wenn die ltSpice-Simulation nicht iwann stoppt hilft nur noch der 
Reset-Knopf!
obwohl Echtzeit-Priorität auf einem einzelnen Kern sonst nie das gesamte 
System lahmlegt aber hier geht echt nix mehr (Win8.1 Pro 64 auf core i7 
4790)
der Mauszeiger ruckelt noch über den Screen aber ansonsten ist Ebbe
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Gast #4268414
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Diese Schaltung steckt so voller offensichtlicher Fehler, dass die 
Simulation nicht lohnt.
konkret
1) der gewählte OPV war selbst im Jahr 2001 schon ein Fossil
2) der npn-Transistor macht zusätzliche Spannungsverstärkung innerhalb 
der Regelschleife und
3) die Ausgänge werden kapazitiv belastet.

Beides stellt die Stabilität der Regelschleife in Frage und würde 
zumindest eine Kompensation erfordern - nichts dergleichen zu sehen.

4) die Ankopplung der Basis des npn-Transistors über 150k an den 
OPV-Ausgang ist auch einfach nur Panne.

Es findet sich sicherlich noch mehr. Alles in Allem mal wieder so ein 
typischer "Elektor"
Gast #4268437
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Ich habe übrigens keinerlei Probleme bei der Simulation in LTSpice.
Sobald man die Last etwas unsymmetrisch macht, beginnt durch einen der 
Darlingtons Strom zu fließen und das Ganze schwingt - wie schon 
vermutet.
Gast #4268488
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Mike B. schrieb:
> btw.: wie zwingt man einen Core i7 in die Knie?
> Simulation laufen lassen, Prozess auf einen Kern legen (ltSpice läuft
> singlethreaded, Prozesszugehörigkeit im taskmanager auf einen Kern
> legen) und Prozesspriorität auf Echtzeit stellen
> Wenn die ltSpice-Simulation nicht iwann stoppt hilft nur noch der
> Reset-Knopf!

LTspice hat ein äußerst leistungsfähiges Multithreading.
(siehe angehängten Sceenshot)
Warum sollte man also derartigen Unfug treiben und das deaktivieren?

Anwendungen unter Windows auf Priorität "Echtzeit" zu stellen ist ebenso
Unfug, es bringt keine meßbare Mehrleistung, verhindert aber wirksam, 
daß man so ein Programm noch beenden kann, wenn es mal nicht mehr 
antwortet...

Wenn eine Simulation unter LTspice endlos Rechenzeit benötigt, sitzt der 
Fehler in praktisch 100% der Fälle ca. 50 cm vor dem Monitor...
Anstatt dann an der Task-Priorität zu schrauben, sollte man sich seine 
Schaltung nochmal ansehen und den (die) Fehler suchen und beheben.
Angehängte Dateien:
OP Persönliche Seite #4268517
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J. T. schrieb:
> voltwide schrieb:
>> Diese Schaltung steckt so voller offensichtlicher Fehler, dass die
>> Simulation nicht lohnt.
>
> Besonders schön ist, das sich die ganze Schaltung so wie sie dasteht
> vereinfachen lässt zu:
>
> in----------out>
so ist diese Schaltung auch tatsächlich gedacht, es geht ja um die 
Erzeugung einer stabilen symmetrischen Gleichspannung aus einer normalen 
Gleichspannung
OP Persönliche Seite #4268778
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Thosch schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> btw.: wie zwingt man einen Core i7 in die Knie?
>> Simulation laufen lassen, Prozess auf einen Kern legen (ltSpice läuft
>> singlethreaded, Prozesszugehörigkeit im taskmanager auf einen Kern
>> legen) und Prozesspriorität auf Echtzeit stellen
>> Wenn die ltSpice-Simulation nicht iwann stoppt hilft nur noch der
>> Reset-Knopf!
>
> LTspice hat ein äußerst leistungsfähiges Multithreading.
> (siehe angehängten Sceenshot)
> Warum sollte man also derartigen Unfug treiben und das deaktivieren?
weil ich sehe, dass die Simulation auf meinem 8Kerner 
(4cores+Hypetrthreading) 12% Last bringt, also höchstwahrscheinlich mit 
einem thread Vollast läuft
und damit genau in diese Simulation keine anderen Anwendungen reinfunken 
bzw. umgekehrt Windows gar nicht erst versucht, diese eine Last ständig 
auf die Kerne zu verteilen wie man das häufig beobachten kann, zwinge 
ich ltspice explizit auf einen Kern

> Anwendungen unter Windows auf Priorität "Echtzeit" zu stellen ist ebenso
> Unfug, es bringt keine meßbare Mehrleistung, verhindert aber wirksam,
> daß man so ein Programm noch beenden kann, wenn es mal nicht mehr
> antwortet...
im Normalfall hat Windows das locker im Griff und blockiert bein einem 
Kern/Echtzeit nicht gleich das ganze System

> Anstatt dann an der Task-Priorität zu schrauben, ...
das war auch mehr so aus Gewohnheit denn aus Performancegründen, ich 
hatte nicht wirklich Aussicht auf Besserung erhofft
OP Persönliche Seite #4268848
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voltwide schrieb:
> Diese Schaltung steckt so voller offensichtlicher Fehler, dass die
> Simulation nicht lohnt.
> konkret
> 1) der gewählte OPV war selbst im Jahr 2001 schon ein Fossil
> 2) der npn-Transistor macht zusätzliche Spannungsverstärkung innerhalb
> der Regelschleife und
> 3) die Ausgänge werden kapazitiv belastet.
>
> Beides stellt die Stabilität der Regelschleife in Frage und würde
> zumindest eine Kompensation erfordern - nichts dergleichen zu sehen.
>
> 4) die Ankopplung der Basis des npn-Transistors über 150k an den
> OPV-Ausgang ist auch einfach nur Panne.
>
> Es findet sich sicherlich noch mehr. Alles in Allem mal wieder so ein
> typischer "Elektor"

na diese Kritik reiche ich dann einfach direkt an Elektor weiter

Als Anfänger dachte ich halt, mit einer Schaltung aus einer bekannten 
Zeitschrift für Elektronik wenig falsch machen zu können, woher soll ich 
ahnen, dass die Schrott veröffentlichen?

Was sollte ich bzgl. der Punkte 2) und 4) ändern?
OP Persönliche Seite #4268861
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Schaltung geändert, T2 gedreht

Was bedeuten die Error-log-Ausgaben:
1
Pseudo Transient failed in finding the operating point.
2
Trouble finding operating point....skipping operating point for Transient analysis.
3
Changing Tseed to 1e-007
4
Changing Tseed to 1e-009
5
Changing Tseed to 1e-006
6
Changing Tseed to 1e-010
7
Changing Tseed to 1e-005
8
Changing Tseed to 1e-011
9
Changing Tseed to 0.0001
10
Changing Tseed to 1e-012
11
Changing Tseed to 0.001
12
Changing Tseed to 1e-013
13
Changing Tseed to 0.01
14
Changing Tseed to 1e-014
15
Fatal Error: Analysis:  Time step too small; initial timepoint: trouble with u2:md2-instance d:u2:d2
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Gast #4268905
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voltwide schrieb:
> Diese Schaltung steckt so voller offensichtlicher Fehler, dass die
> Simulation nicht lohnt.
> konkret
> 1) der gewählte OPV war selbst im Jahr 2001 schon ein Fossil

Wieso ist das ein offensichtlicher Fehler? Solche OPVs funktionierten 
Jahrzehnte lang und auch heute noch.

> 2) der npn-Transistor macht zusätzliche Spannungsverstärkung innerhalb
> der Regelschleife

Welche Verstärkung?

Der Basiswiderstand 150k macht mit dem Eingangswiderstand des 
Transistors eine Teilung von ~(B*Ut/Ic)/150k~1/175. Dazu kommt noch die 
Dämpfung durch den Darlington-Emitterfolger. Die Verstärkung wird durch 
diese Teilung wieder aufgefressen. Die "zusätzliche Verstärkung" in der 
Rückkoppelschleife ist ~1.

> 4) die Ankopplung der Basis des npn-Transistors über 150k an den
> OPV-Ausgang ist auch einfach nur Panne.

Sie hat schon ihren Grund, s.o..
OP Persönliche Seite #4268913
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Klaus R. schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> Natürlich, bitte sehr!
>
> TIP127, CA3140 und NpnDarlington fehlen.
> mfg klaus

???
Wo fehlen die?
Wo muss ich die eintragen? Sind doch im Schaltplan enthalten?
Oder die Modelle? Die hab ich in der Sammlung drin und daraus eingefügt.

nur beim Tip127 seh ich gerade sagt er mir bei Rechtsklick:
"TIP127 Bipolar PNP Darlington, this component can not be edited"
OP Persönliche Seite #4269083
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Helmut S. schrieb:
> Natürlich nicht denn der extra invertierende Transistor ist die
> größte
> Schwäche der Originalschaltung bezüglich Stabilität. Hau weg den
> Transistor!

ich habe diese Schaltung hier zusammengelötet vor mir auf einer Platine, 
die bringt stabil ihre ziemlich symmetrische Ausgangsspannung
hab zwei große LEDs dran +/GND bzw. Gnd/- die jeweils knapp 40mA bei 
3,2V ziehen, die beiden TIP werden mit kleinen Kühlkörpern mit der Zeit 
handwarm
Gast #4269097
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Das sollte sie aber, ich schau noch mal nach.

Die Schaltung rechts im Bild ist ein Rechteckpulser, der die Stabilität 
des Ganzen testet.

Opv bringen typischerweise 10mA oder mehr Ausgangsstrom.
Darlingtons verstärken so um 1000-fach. Reicht Dir das nicht?
#4269113
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Kleine Einbrüche wird es immer geben. Auch die Quelle (9V) hat in der 
Realität noch einen Innenwiderstand. Außerdem hast du ja eventuell gar 
keine Lastsprünge mit 1us Anstiegszeit.
Mit C1 wird die Stabilität der Regelschaltung verbessert. Mit C1=100f 
(0.1p) schwingt die Schaltung.

Es gibt übrigens von TI einen Extra-Baustein für diese Anwendung. Da ist 
alles drin.
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tle2426.pdf
OP Persönliche Seite #4269499
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Ich brauche am Ausgang + und - (also die Lasten RL1 und RL2) 
rechteckähnliche Lasten.
Quasi als Simulation angeschlossener Gates, die ihre Eingaben als 
Rechtecksignal von anderen Gates oder von Tastern bekommen.

Geht das nur über die von Helmuth verwendeten Strom-Pulser, oder gibt es 
auch für Widerstände pulsierende "Veränderbarkeiten"?
Gast #4269505
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Du kannst z.B. einen Widerstand über einen spannungsgesteuerten Schalter 
hinzuschalten. Oder Du nimmst eine pulsende Spannungsquelle, die über 
einen Widerstand an der Spannungsquelle liegt. Oder Du nimmst als 
dummy-Last eine spannungsgesteuerte Stromquelle. Oder Du betreibst einen 
gate-Treiber, der eine definierte Kapazität treibt. Es gibt da 
unüberschaubar viele Möglichkeiten.

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