das Galileo-System kommt in die Gänge

Gast #4269332
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Das Galileo-System kommt in die Gänge. Wurde ja auch langsam Zeit. 
Wieviele Jahrzehnte ist das denn schon in Planung? Bisher hat man ja nur 
erst ein paar wenige Satelliten in Position gebracht. Wirklich nutzbar 
war es deshalb bisher nicht. Auch wenn mein GPS-Empfänger gelegendlich 
Galileo-Satelliten gefunden hat.
http://www.nachrichten.at/nachrichten/weltspiegel/Europa-baut-sich-ein-eigenes-Navi;art17,1969621

Braucht da der Endnutzer wieder neue Empfangsgeräte um das richtig zu 
nutzen?
Gast #4269339
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navigator schrieb:
> Braucht da der Endnutzer wieder neue Empfangsgeräte um das richtig zu
> nutzen?
Das Gerät muss Galileo unterstützen. Wenn das alte Gerät das tut, dann 
nicht. Irgendwie logisch.
Kompatibel sind die beiden Systeme nicht. Die USA haben dafür gesorgt, 
dass Galileo andere Frequenzen nutzt als GPS, weil sie sonst Galileo 
nicht stören könnten, ohne GPS auch zu stören.
Gast #4270542
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Wolfgang schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Die USA haben dafür gesorgt, dass Galileo andere Frequenzen nutzt als GPS
>
> Dann guck mal, wo die vom gemeinen zivilen Nutzer frei nutzbaren L1
> Frequenzen der beide Systeme liegen - du wirst dich wundern.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Globales_Navigationssatellitensystem

Ohne seinen Antiamerikanismus kann der dumme deutsche Dussel nicht 
leben.
#4270563
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Bernd schrieb:
> Ohne seinen Antiamerikanismus kann der dumme deutsche Dussel nicht
> leben.

Das eigentliche Ziel wurde als Ergebnis der Verhandlungen verfehlt.

Ursprünglich wollte man eine hohe Verfügbarkeit sicherstellen, indem das 
Signal nicht vorsätzlich gestört werden kann, ohne gleichzeitig auch das 
auf der gleichen Grundfrequenz operierende militärische GPS unbrauchbar 
zu machen. Die exakte Motivation dahinter ist mir unbekannt. Das muss 
nicht gegen die Amerikaner gerichtet gewesen sein, sondern lässt sich 
auch so verstehen, sie damit in einen Konflikt mit Dritten ggf. 
hineinzuziehen, also zu eskalieren.

Bei gleicher Frequenz und grossem Frequenzband hätte eine Störung von 
Galileo auch die militärische Nutzung von GPS lahm gelegt. Das haben die 
Amerikaner in den Verhandlungen verhindert. Schmalbandige GPS Störung 
legt nun beide zivilen System lahm, ohne das militärische GPS wesentlich 
zu beeinträchtigen.

Bei einem separaten Frequenzband hätte man Galileo ohne jede 
Nebenwirkung auf GPS unbrauchbar machen können und ausserdem wäre die 
Empfangstechnik für die Nutzung mehrerer Systeme erschwert worden. 
Völlig getrennte Frequenzen sind also nicht vorteilhaft. Die verwendete 
Modulationstechnik verlangt das auch nicht.
Gast #4270602
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Bernd schrieb:
> Ohne seinen Antiamerikanismus kann der dumme deutsche Dussel nicht
> leben.
Ich habe nichts gegen Amerika. Ich habe nur was gegen einige 
Verhaltensweisen der USA. Und wenn man sich jemanden als Feindbild 
aussucht, dann jemanden der es verdient hat. :-) Russland braucht dafür 
noch ein bisschen Zeit.

A. K. schrieb:
> Bei gleicher Frequenz und grossem Frequenzband hätte eine Störung von
> Galileo auch die militärische Nutzung von GPS lahm gelegt. Das haben die
> Amerikaner in den Verhandlungen verhindert. Schmalbandige GPS Störung
> legt nun beide zivilen System lahm, ohne das militärische GPS wesentlich
> zu beeinträchtigen.
Sowas wohl. Ich habe mich selber nicht damit beschäftigt, sondern 
wiedergegeben, was damals durch die 'normale' (nicht rechte oder linke) 
Presse ging. Das bezog sich wohl auf das, was du erklärst. Ist auch 
schon lange her.
#4270635
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navigator schrieb:
> Das Galileo-System kommt in die Gänge. Wurde ja auch langsam Zeit.

Verglichen mit dem BER liegt Galileo relativ gut im Rennen.

Galileo: Beschlussfassung 2003, geplanter Testbetrieb des produktiven 
Sat-Netzes 2008 (real eher 2020), geplante Kosten 3,4 Mrd € (real eher 
5,3 Mrd €).

BER: Beschluss 1996, geplante Eröffnung 2007 (real wohl nicht vor 2018), 
geplante Kosten 1,7 Mrd € (real eher 5,3 Mrd € zzgl. ein paar 
inoffizieller Mrd €).
#4275524
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Mittlerweile sollte man (Galileo) flexibel genug sein, so ein System 
adaptierbar zu machen. Es muss ja sowieso breitbandig ausgelegt sein. 
Die Sendefrequenz laesst sich schnell verschieben, Die Atomuhr als 
Referenz eines PLL, einen neuen Wert in die Zaehler und man ist da. Die 
Codesequenz ist ein paar Rueckkopplungskoeffizienten fuer ein 
Schieberegister, laesst sich also auch schnell aendern. Das Problem 
dabei : wer hat die aktuellen Werte ?

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