Bootloader >>> Init-Problem

OP #4273030
Lesenswert?

Hallo!

Versuche gerade eine FRANZIS Lernpaket-Leiterplatte mit einem ATmega88, 
über FT232RL zum Laufen zu bringen. Zur Übertragung wird ein 
mitgelieferter Bootloader von FRANZIS verwendet.

Im uC war, laut beiliegender Literatur, ein FRANZIS-Miniprogramm 
vorinstalliert, damit ein ISP-Programmer überflüssig ist und direkt 
seriell programmiert werden kann.

Die erste hex-Übertragung via Bootloader brachte keine Fehlermeldung. 
Allerdings leuchtet seit dem die LED PB6 (Ausgangs-Port ATmega88) nicht 
mehr, die jugfräulich dauernd doppelblinkte.

Set dem wird im Bootloader-Programm dauernd folgeder Fehler angezeigt;
"Init Bootloader...
Retry: 1"
nach 6 Retry-Versuchen, abbruch mit "Error: Upload failed!"

Wurde das vorinstallierte FRANZIS-Prg im ATmega "zerschossen"?
Kann der Bootloader daher keine Verbindung auf nehmen?
Angehängte Dateien:
#4273109
Lesenswert?

Hallo,
ohne das konkrete Set von Franzis zu kennen gehe ich mal stark davon aus 
das es entscheidend ist wie du deine .hex Datei erzeugt hast welche du 
geflasht hast.
Liefert Franzis zu diesem Zweck eine angepassten Compiler an?
Wohl möglich hast du den Bootloader überschrieben und kannst ihn nur 
wieder herstellen mit einem ISP-Programmer.

Gruß
  Philipp
OP #4273404
Lesenswert?

Compiler von Atmel Studio 6.2, compiliert für ATmega88.
Die übertragene hex-Datei war ein compiliertes Programm, abgetippt von 
dem begleitenden FRANZIS-Buch, geschrieben in C, in der es lediglich um 
eine Blinkdiode, mit delay_ms in einer endlos while-Schleife ging.

FRANZIS sprach in dem Buch, von einem kleinen vorinstallierten Prg. 
innerhalb des ATmega88. Ist das der Bootloader, oder das 
Übertragungsprogramm auf dem PC, das ich oben als Foto eingestellt habe?
#4273437
Lesenswert?

Philipp F. schrieb:
> Wohl möglich hast du den Bootloader überschrieben

Das sollte nur möglich sein wenn:
(a) Das hex größer war als der freie Platz vor dem Bootloader
(b) Der Bootloader schrott ist weil er das nicht prüft

Sind die ISP-Anschlüsse rausgeführt auf dem Board auf nen 6-poligen 
ISP-Stecker? Wenn ja dann würde ich mir einen ISP-Programmer besorgen 
und auf das lästige Herumgewürge mit dem Bootloader verzichten. Sowas 
mach echt nur Sinn für fertige Geräte die dann der Endanwender selber 
updaten können soll oder anderweitige Umstände die ISP verunmöglichen 
(Reset-Pin anderweitig benutzt, etc). Beim Entwickeln und Debuggen einer 
nackten Platine die vor einem auf dem Tisch liegt und bei der man 
sowieso überall bequem drankommt behindert ein Bootloader eher als dass 
er hilft. Meine Meinung.
Gast #4273714
Lesenswert?

Schau mal mit einem normalen Editor in die Hex-Datei.
Sind da brav ASCII-Zeichen in Zeilen verpackt, so sollte Dein 
Versuchsprogramm ladbar sein. Steht da aber Kuddel-Muddel, so kann es 
sein, das bei der Erstellung etwas in die Hose gegangen ist.
Eine Hex-Datei sieht, in etwa folgendermaßen aus:
:100024003007495A5BFAF40D1710494B494C183BF9
:10003400C060494AB709B928143CCFD5492A491C9C
:00000001FF
Zeigt denn der Device-Manager auch die USB bzw. serielle Schnittstelle 
an?
Die FTDI-Chips brauchen normalerweise keine expliziten Treiber.
Ein Problem könnte aber sein: Windoof nummeriert die seriellen 
Schnittstellen nach eigenem Gusto. Vielleicht sprichst Du ja den 
falschen Port (COMxx) an?
#4273782
Lesenswert?

Knut B. schrieb:
> Ein geschrotteter
> Bootloader sollte nicht einmal mehr zucken!

Das tut er ja auch nicht, sondern das PC-Programm wartet und bekommt 
keine Verbindung.

Dass ein Bootloader einmal geht und dann nie wieder, ist ja ein Problem, 
das hier auch schon öfter aufgetreten ist. Allerdings sollte man bei 
einem kommerziellen Produkt schon davon ausgehen, dass die BOOTRST-Fuse 
gesetzt ist. Aber der Fehler ist typisch dafür, dass sie es nicht ist.

Was sich aber wiederum nur mit einem Programmer feststellen liesse.

mfg.
OP #4274225
Lesenswert?

COMxx ist korrekt eingestellt.
Beschreibung über Bootloader lautet "...kleines FRANZIS-Programm auf 
ATmega88 vorinstalliert...um teuren ISP-Adapter zu umgehen...".

__Son´s B. schrieb:
> ... die ISP-Pins sind nicht separat heraus geführt.

Hier muss ich mich korregieren;
über Umwege (im Notfall) komme ich an die ISP-PINs (PB3, PB4, PB5, PC6 
mit Umständen, Gnd, ARef) des uC heran.
Ausser dem STK500 habe ich kein weiters Zbh.
Gast #4274255
Lesenswert?

Du könntest mal versuchen, mit dem STK500 als ISP-Programmer den 
Controller auszulesen.
Also vor allem erstmal die Fuse-Bits.
Ich bin da nur nicht auf Stand, ob das Atmel-Studio 6.2 inzwischen 
überhaupt wieder das STK500 unterstützt, sonst eben AVR-Studio 4.19.

Bei dem Lernpaket war kein Datenträger dabei, oder?
Bei Franzis finde ich spontan Online keine Support-Ecke, also direktes 
runterladen des Bootloaders und neu brennen ist schon mal schwierig.

Falls es wirklich den Bootloader zerlegt hat.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren