Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Frage zu Hantek


von Christian (Gast)


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Hallo,

Ja, es wieder eine Frage zu DSO. Und zwar interessiert mich dieses 
Modell (Hantek6022BE, Kostenpunkt so um 60€).

-Brauche ich so ein Ding?

nicht unbedingt. Aber ich würde gerne mit so einem  Oszi rumspielen, um 
die Funktionseiweiße kennen zu lernen. Natürlich, wenn es einigermaßen 
brauchbar wäre und bitte keine Diskussionen, wie es gibt nicht besseres 
als ein stationäres Gerät. Ja kann sein. Der kostet aber gleich 
300-400€.

Meinungen im Internet zu diesem Modell sind recht verschieden. Einigen 
sind der Meinung, dass es sich dabei um ein gutes Einsteigergerät 
handelt, andere dagegen verfluchen es, wahrscheinlich, weil die schon 
eine Stufe höher sind.

Deswegen was meint ihr, ist man mit so einem Ding in der Digitaltechnik 
für den Anfang gut bedient, oder es ist nur das rausgeschmissene Geld

PS: So LA Clone habe ich schon bestellt. Deswegen dachte ich, dass so 
ein DSO würde als so eine Art gute Ergänzung fungieren.

PS2: Manche beklagen sich, dass die Software so ziemliche Krücke wäre, 
ist es immer noch, weil da keine Version benannt wird, kann ich 
schleicht einschätzen, ob man die Review aus 2013-2014 noch vertrauen 
kann.

Danke

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Christian schrieb:
> Funktionseiweiße

Hmm.

Protein?


Mit diesem Gerät wirst Du wenig über die Arbeitsweise eines Oszilloskops 
kennenlernen, weil es sich in der Handhabung doch deutlich 
unterscheidet.
Auch must Du aufpassen, das Gerät verkraftet maximal ±5V an seinen 
Eingängen.

Ich würde sehen, ob nicht irgendwo ein einfaches gebrauchtes 
Analogoszilloskop aufzutreiben ist - das funktioniert auch ohne Deinen 
PC, und ohne "chinglischer" Software.

von Christian (Gast)


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Das kommt davon,  wenn man die Autokorrektur benutzt)

Also,  ist es doch so ein ähnlicher Mist wie diese DSO138 Kits. Ok. 
Danke dir,  dann würde mich vor erst mit LA spielen. Oszi wird also vor 
erst warten müssen.

von Norbert M. (Gast)


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Christian schrieb:
> ich würde gerne mit so einem  Oszi rumspielen, um die
> Funktionseiweiße kennen zu lernen. Natürlich, wenn es einigermaßen
> brauchbar wäre

Für diesen Zweck ist das Gerät dann meiner persönlichen Meinung nach 
völlig ungeeignet. Es handelt sich be den Geräten Hantek 60xxBE ja
gar nicht um Oszis, sondern um billige, via USB angeschlossene
Analog-Frontends, die erst in Kombination mit einem Windows-PC
erlauben, einige (wenige) Funktionen eines Oszis mit der passenden
Software nachzubilden. Oder anders gesagt: Um eine Krücke.

Ein Oszi soll ein Werkzeug sein, das man einschaltet und das dann
auch halbwegs funktioniert. Gut, neuere oszis, insbesondere DSOs
haben natürlich auch Software (oft sogar Windows CE) on board, aber
dem würde ich immer noch mehr trauen, als dass man sich auf irgendwelche
Anwenderprogromme auf einem extra PC verlassen muss - da ist Chaos
ja fast schon vorprogrammiert.

Denke auch 'mal eine Sekunde an den Punkt Bedienung bzw Ergonomie:
Ein "echtes" Oszilloskop hat beispielweise in der Regel Drehschalter,
um die Grösse der Einheiten im Koordinatensystem (also üblicherweise
U/div an der x-Achse und t/div für die y-Achse) schnell verändern
zu können. Und beispielsweise Schalter zur Kanalumschaltung, Triggerung, 
etc. Bei so einer USB-Krücke musst Du das natürlich alles am PC mit
den Softwaremenüs (Dropdown-Menüs, Reiter, Radio- und Checkboxen)
umstellen, weil das Teil natürlich keine taktil (also mit den Fingern)
bedienbare Elemente besitzt. Das würde mich nach spätestens 10 Minuten
"Arbeit" damit wohl de3rmassen in den Wahnsinn treiben, dass ich das
Gerät aus dem Fenster oder an die Wand werfen würde. Aber musst Du
selbst wissen, ob DU damit klarkommen kannst.

> und bitte keine Diskussionen, wie es gibt nicht besseres
> als ein stationäres Gerät.

Wenn du gar nicht diskutieren willst, warum fragst du dann überhaupt?
Und von wegen "Stationärgerät": Selbst ein Uralt-Analog-Oszi von vor
20 Jahren ist "mobiler" als so ein USB-Möchtegern, bei dem Du noch
zusätzlich einen Schlepptopp nebst Kabelsalat benötigst.

> Ja kann sein. Der kostet aber gleich 300-400€.

Ein brauchbares Gebrauchtgerät sollte mit etwas Geduld im Unterforum
/markt für roundabout 100 Euro erhältlich sein, da hat man mehr davon.

> Deswegen was meint ihr, ist man mit so einem Ding in der Digitaltechnik
> für den Anfang gut bedient, oder es ist nur das rausgeschmissene Geld

Ich persönlich würde mir sowas nicht antun. Dann lieber ein altes
Analoggerät, oder eben sparen. Es hat ja auch keinen Sinn, sich Mist
zu kaufen, nur weil es günstig ist. Und ohne das Gerät zu kennen:
Es wird schon einen Grund haben, warum auf der Herstellerseite unter
dem Punkt "Features" an prominentester Stelle folgendes aufgeführt wird:

"Excellent industrial design - the same anodised aluminium casing as
iPad, which is not only beautiful and tasteful but also greatly enhanced 
the hardness of aluminum alloy surface, and has good heat resistance and 
strong wearability."

Übrigens: Das von Dir gewählte 6022BE ist selbst unter den Hantek'schen
60xxBE-USB-Krücken das absolut minderwertigste: Damit kann man weder
extern triggern (vielleicht verschmerzbar), aber das Ding kann ja noch
nichtmal AC-Coupling! Wundert mich, daß sie nicht auch noch den 
XY-Betrieb weggespart haben.

Aber wie gesagt: Ob das Gerät für dich taugt, kannst nur Du wissen, da
keiner deine Anforderungen kennt. Was für den einen ein Preis-Leistungs-
Schnäppchen sein mag, kann für den nächsten ubrauchbarer Schrott sein.
ICH würde das Gerät jedoch nicht kaufen und "auf was Besseres" sparen.

LG, N0R

von Christian (Gast)


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Das ist ja das Problem,  ich wollte mir das Teil anschaffen,  um ein 
Oszi kennen zu lernen, damit ich später weiß,  was ich von so einem 
Gerät bräuchte  (erwarte). Quasi,  einen Überblick  verschaffen

Bezüglich keine Diskussion meinte ich eher,  dass es schon klar ist, 
dass so ein USB Ding gegen einen stationären Gerät verlieren würde. 
Deswegen muss man das nicht ausdiskutieren.

Bei gebrauchten ist es immer so eine Sache,  man weißt ja nie,  was der 
Vorbesitzer da rum getrieben hat.

PS: Ok,  dann eben nicht. Ich spare halt etwas und dann hole ich so 
einen aus Hause von Rigol (so in die Richtung DS1054Z).

Danke,  dass sie beide die Zeit genommen haben und ihre Meinungen 
gepostet haben.

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

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Christian schrieb:
> Mist wie diese DSO138 Kits.

Habe gestern meinen DSO 138 fertig gelötet
und bin total begeistert davon.
Sehr empfehlenswert. :-)

von bianchifan (Gast)


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Das Hantek6022BE kenne ich nicht, ich habe mich dagegen entschieden, 
weil die max. Samplingrate bei  50MSa liegt.
Damit kann man max. ca. 5 MHz begutachten.

Ich habe mir statt dessen ein Sainsmart DDS140 für knapp 90€ bei Amazon 
besorgt, dessen max. Samplingrate liegt bei 200MSa.

Mein altes Hameg hatte beim letzten Umzug vor 10 Jahren zusammen mit 
meinem hochauflösenden Grafikmonitor entsorgt, sie waren mir zu schwer, 
zu sperrig e.t.c. ... ich konnte einfach keine Bildröhre mehr sehen.

Die Software vom DDS140 ist unterirdisch, nichtsdestotrotz kann man 
damit arbeiten.
Ggü. dem alten Analogteil hat es zwei Vorteile: Speicherung und FFT.
Die größten Nachteile sind die Beschränkung auf max. 5V Eingangsspannung 
und die max. Empfindlichkeit von 50 mV/div.
Gerade letzteres ist sehr ärgerlich, Hantek bietet da aber wohl 
10mV/div.

Ätzend ist die beschissene Triggerung bzw. die fehlende Feineinstellung, 
dann, wenn es drauf ankommt, lernen die Bilder ganz schnell laufen.
Auf deutsch: Stoppen und den Speicher durchwühlen.
Summasummarum: unkomfortabel!

Trotzdem möchte ich es nicht mehr missen, eben weil es zusammen mit 
einem kleinen Notebook unabhängig von der Netzspannung mobil einsetzbar 
ist.

Für das Hantek gibt es alternative Software, Openhantek.
Als stationäre Möglichkeit gibte es noch das 5072 für ca. 230 Euronen.

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