Hallo,
bin heute zufällig auf die Monkeylights gestoßen. Finde ich sehr cool.
Zur Erläuterung: Sind LEDs, die auf die Fahrradspeichen montiert werden
und durch die optische Trägheit beim Fahren Bilder darstellen.
Will ich auch haben.
Den Preis finde ich allerdings sportlich - vor allem den für die
Version, die auch eigene Muster darstellt.
Jetzt würde ich gern selber so was bauen, das kann ja so schwer nicht
sein.
Damit da aber auch Bilder rauskommen muss die Drehzahl wenigstens
ungefähr bekannt sein. Das Original wird komplett innerhalb der Felge
montiert. Wie wird da die Drehzahl ohne Referenzpunkt erfasst?
Und kann man das auch mit einer normal ausgestatteten
Elektronikwerkstatt erreichen?
Grüße
radler ohne bier schrieb:> Wie wird da die Drehzahl ohne Referenzpunkt erfasst?
Denkbar wäre ein Beschleunigungssensor. Damit hast du eine konstante
Zentrifugalbeschleunigung überlagert mit der sich (gegenüber dem Sensor)
drehenden Erdbeschleunigung (= Drehzahl).
radler ohne bier schrieb:> Wie wird da die Drehzahl ohne Referenzpunkt erfasst?
Früher hat man einen Magneten gehabt, der hing an den Speichen und einen
Empfänger, die hing an der Gabel - so wurden Tachos ausgelesen nachdem
die mech. Wellen verdrängt wurden.
Dreh das Prinzip um, mach ein paar Messungen und interpoliere die
Geschwindigkeit... ;-)
Man braucht nicht immer einen teuren komplizierten Sensor!
...ein BS hat "unten" imm 0 Zentrifugalkraft, also zB nur az=g+"0" statt
"+x" - dieses Plateau lässt sich auswerten. Oder halt doch ein Magnet
(noch einfacher).
Klaus.
Klaus2 schrieb:> ...ein BS hat "unten" imm 0 Zentrifugalkraft,
Nein, die Zentrifugalbeschleunigung ist bei konstanter Drehzahl
natürlich auch konstant.
Ich weiss nicht, wie das teure Original arbeitet, ich weiss nur, dass
ein Fahrrad nicht schnell genug dreht um einen Bildeindruck zu erzeugen,
dafür braucht man eine Filmaufzeichnung.
Einfach wäre es, an der Nabe einen Incrementalencoder (runde
Plastikfolie mit Strichen) mit 360 Strichen anzubauen, optisch
abzutasten, und dadurch gesteuert die Zeilen auszugeben.
Natürlich wäre Matsch an der Lichtschranke blöd.
So wie man den Bildern in der Bucht entnehmen kann, sind es 2 Leuchtarme
mit je 16 LEDs pro Rad. Km/h / Radumfang *2 ergibt die Frequenz.
Oder andersrum:
Bei einem Reifenumfang von 160 cm und einer "Augenfrequenz" von 25Hz
muss man 12,5 U/s bzw. 20m/s oder 72km/h schnell sein, falls man einen
Film projizieren möchte.
Bei symmetrischen Grafiken, die ihrerseits virtuelle "Arme" haben geht
es natürlich der Anzahl dieser Arme entsprechend, auch langsamer.... :-)
Liebe Leute,
das wird nicht funktionieren.
Überlegt mal wie sich so ein teil durch den raum bewegt.
Siehe (furchtbare skizze).
Frank G. schrieb:> Vielleicht erstmal was> billiges:Ebay-Artikel Nr. 201217993671
Ist ganz nett wenn man es an einem Seil im Kreis schwingt.
MfG
Einer.
Einer schrieb:> das wird nicht funktionieren.
Doch, da gibts ja endlose Videos im Netz.
Sogar Tom und Jerry Filme kann man damit prima abspielen.
Ich weiss nur nicht, was die grün-weißen ääh blau-silbernen Herrschaften
dazu sagen.
P.S.: Gibts auch für Hubschrauberrotoren.
Das wär doch sogar was für die Polizei.
Stefan M. schrieb:> Doch, da gibts ja endlose Videos im Netz.> Sogar Tom und Jerry Filme kann man damit prima abspielen.
Irregeleitet durch idiotische Filmchen wie
https://www.youtube.com/watch?v=qIsHkolHj_Uhttps://www.youtube.com/watch?v=sUA2UmB7cX4
glauben die radfahrenden Kinder tatsächlich,
daß sich stehende Bilder ergeben.
Während bei Alien und Herr Der Ringe jeder weiß
daß es bloss ein Film ist in dem man Beliebiges zeigen kann,
halten die solche Werbefilmchen für Realität.
Mit Begreifen ist es da nicht weit her, die müssen
halt erst selbst bauen und den Misserfolg mit eigenen
Augen sehen. Lass sie basteln, vielleicht verstehen sie
hinterher.
Der Sensor im zweiten Film sind übrigens simple Reedschalter
die auf einen Magneten reagieren.
Stefan M. schrieb:> Warum auch, man muss allerdings schnell genug fahren damit das so> klappt.
Genau, 72km/h hat dir simpel vorgerechnet, sonst funktioniert das nur
mit einer Videokamera und Nachbearbeitung.
Michael B. schrieb:> Genau, 72km/h hat dir simpel vorgerechnet, sonst funktioniert das nur> mit einer Videokamera und Nachbearbeitung.
Das ist zwar mathematisch richtig, aber 25Hz sind doch schon absoluter
Luxus.
Um einen ausreichenden Eindruck eines Bewegtbildes zu bekommen reichen
auch schon weeeeeiiit weniger als 25Hz aus.
Stefan M. schrieb:> Das ist zwar mathematisch richtig, aber 25Hz sind doch schon absoluter> Luxus.> Um einen ausreichenden Eindruck eines Bewegtbildes zu bekommen reichen> auch schon weeeeeiiit weniger als 25Hz aus.
Wenn du dir wenigstens die Videos angesehen hättest, aber nein, nur dumm
schwätzen...
Michael B. schrieb:> Wenn du dir wenigstens die Videos angesehen hättest, aber nein, nur dumm> schwätzen...
Was soll der Quatsch, ich habe mir die Videos angesehen, wo ist dort das
Problem?
Es funktioniert doch.
Michael B. schrieb:> Und, nichts bemerkt bezüglich deiner Aussagen ? Wohl merkbefreit.
Hallo Michael, kannst du für alle anderen erklären, was mit den Videos
nicht stimmt. Beim kurzen Überfliegen ist mir nichts aufgefallen, obwohl
ich die Argumentation der Bildwiederholrate verstehe.
Man kann es doch einfach ausprobieren.
Es gibt doch so Taschenlampen mit einer Leuchtstoffröhre.
Wenn man die in Rad bauen würde müsste es ja beim Fahren eine Scheibe
ergeben (wenn es denn klappt)
Michael B. schrieb:> Das wurde in dem Thread schon erklärt, einfach lesen.
ach ja? was meinst du? die nicht haltbaren Behauptungen und falschen
Berechnungen die belegen sollen das es nicht geht?
Ich denk schon, dass es funktioniert. Die Pro-Versionen haben 4
Leuchtarme.
Man muss ja nicht TV-Qualität erreichen in Sachen Auflösung und
Wiederholfrequenz. Im Prinzip müssen nur die kartesischen Koordinaten
der Bildpixel per Tabelle(Drehmatrix) oder Integer-Trigonometrie mit den
Polarkoordinaten der Dreharme winkelabhängig auf die LEDs gematcht
werden. Da die Rasterung durch die relativ wenigen Pixel pro Arm recht
grob ist, hält sich die nötige Rechenleistung in Grenzen.
Die Motiv-Übertragung per WLAN oder BT, wie bei den Profis, wäre
natürlich komfortabel und flexibel.
Zur Energieversorgung ist ein inverser Nabendynamo denkbar, der den
Stator mit Nd-Magneten am Rahmen hat und die mitdrehenden Spulen um die
Radnabe herum.
Kennt sich jemand mit dem Timing von LED-Strips gut aus? Sind dort die
Ansteuerzeiten kurz genug, um die Leuchtarme damit zu realisieren?
Irgendwie würde mich das Ganze über die kommenden Wintermonate als
Projekt reizen... vielleicht auch erstmal als Kunstobjekt für die Wand.
Lady Ada hat sowas auch:
https://learn.adafruit.com/spokepov/
Beim Einsatz mehrerer Module pro Rad geht's auch bei niedrigerem Tempo.
Zitat:
With one spoke, total persistence at 15mph. Two spokes, 10mph. Three
spokes, 7mph.