Monkeylights nachbauen: Drehzahlerfassung beim Original?

Gast #4297623
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Hallo,

bin heute zufällig auf die Monkeylights gestoßen. Finde ich sehr cool. 
Zur Erläuterung: Sind LEDs, die auf die Fahrradspeichen montiert werden 
und durch die optische Trägheit beim Fahren Bilder darstellen.
Will ich auch haben.
Den Preis finde ich allerdings sportlich - vor allem den für die 
Version, die auch eigene Muster darstellt.
Jetzt würde ich gern selber so was bauen, das kann ja so schwer nicht 
sein.

Damit da aber auch Bilder rauskommen muss die Drehzahl wenigstens 
ungefähr bekannt sein. Das Original wird komplett innerhalb der Felge 
montiert. Wie wird da die Drehzahl ohne Referenzpunkt erfasst?
Und kann man das auch mit einer normal ausgestatteten 
Elektronikwerkstatt erreichen?

Grüße
Gast #4297638
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radler ohne bier schrieb:
> Wie wird da die Drehzahl ohne Referenzpunkt erfasst?

Früher hat man einen Magneten gehabt, der hing an den Speichen und einen 
Empfänger, die hing an der Gabel - so wurden Tachos ausgelesen nachdem 
die mech. Wellen verdrängt wurden.

Dreh das Prinzip um, mach ein paar Messungen und interpoliere die 
Geschwindigkeit... ;-)
Man braucht nicht immer einen teuren komplizierten Sensor!
Gast #4297660
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Ich weiss nicht, wie das teure Original arbeitet, ich weiss nur, dass 
ein Fahrrad nicht schnell genug dreht um einen Bildeindruck zu erzeugen, 
dafür braucht man eine Filmaufzeichnung.

Einfach wäre es, an der Nabe einen Incrementalencoder (runde 
Plastikfolie mit Strichen) mit 360 Strichen anzubauen, optisch 
abzutasten, und dadurch gesteuert die Zeilen auszugeben.

Natürlich wäre Matsch an der Lichtschranke blöd.
Gast #4297701
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So wie man den Bildern in der Bucht entnehmen kann, sind es 2 Leuchtarme 
mit je 16 LEDs pro Rad. Km/h / Radumfang *2 ergibt die Frequenz.

Oder andersrum:
Bei einem Reifenumfang von 160 cm und einer "Augenfrequenz" von 25Hz 
muss man 12,5 U/s bzw. 20m/s oder 72km/h schnell sein, falls man einen 
Film projizieren möchte.
Bei symmetrischen Grafiken, die ihrerseits virtuelle "Arme" haben geht 
es natürlich der Anzahl dieser Arme entsprechend, auch langsamer.... :-)
#4300405
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radler ohne bier schrieb:
> Jetzt würde ich gern selber so was bauen, das kann ja so schwer nicht
> sein.

Im Prinzip so:
https://www.mikrocontroller.net/articles/POV-Globe_mit_XMC2Go

Die Herausforderung wird sein, ein robustes Design zu entwickeln:
Wasserdicht, Stösse, Staub, wie aufladen?, abnehmbar sonst geklaut....
http://www.beachcruiser.de/product_info.php/info/p8254_Monkey-Light-M232---200-Lumen-Fahrradlicht.html?refID=GOOGLE_RSS_FEED_REFID&gclid=CjwKEAjw4s2wBRDSnr2jwZenlkgSJABvFcwQ_ZQ8fyuzXyk9_ApsH3T9foA1U7RcbHDf7EhmMr9ddhoCd3zw_wcB

Ich selbst fahre mit dem Bike täglich zur Arbeit und da es jetzt wieder 
dunkler wird, würde ich mir sowas auch ans Fahrrad klemmen.
Vielleicht erstmal was 
billiges:http://www.ebay.de/itm/like/201217993671?ul_noapp=true&chn=ps&lpid=106
#4300984
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Stefan M. schrieb:
> Doch, da gibts ja endlose Videos im Netz.
> Sogar Tom und Jerry Filme kann man damit prima abspielen.

Irregeleitet durch idiotische Filmchen wie
https://www.youtube.com/watch?v=qIsHkolHj_U
https://www.youtube.com/watch?v=sUA2UmB7cX4
glauben die radfahrenden Kinder tatsächlich,
daß sich stehende Bilder ergeben.

Während bei Alien und Herr Der Ringe jeder weiß
daß es bloss ein Film ist in dem man Beliebiges zeigen kann,
halten die solche Werbefilmchen für Realität.

Mit Begreifen ist es da nicht weit her, die müssen
halt erst selbst bauen und den Misserfolg mit eigenen
Augen sehen. Lass sie basteln, vielleicht verstehen sie
hinterher.

Der Sensor im zweiten Film sind übrigens simple Reedschalter
die auf einen Magneten reagieren.
Gast #4305750
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Ich denk schon, dass es funktioniert. Die Pro-Versionen haben 4 
Leuchtarme.

Man muss ja nicht TV-Qualität erreichen in Sachen Auflösung und 
Wiederholfrequenz. Im Prinzip müssen nur die kartesischen Koordinaten 
der Bildpixel per Tabelle(Drehmatrix) oder Integer-Trigonometrie mit den 
Polarkoordinaten der Dreharme winkelabhängig auf die LEDs gematcht 
werden. Da die Rasterung durch die relativ wenigen Pixel pro Arm recht 
grob ist, hält sich die nötige Rechenleistung in Grenzen.
Die Motiv-Übertragung per WLAN oder BT, wie bei den Profis, wäre 
natürlich komfortabel und flexibel.

Zur Energieversorgung ist ein inverser Nabendynamo denkbar, der den 
Stator mit Nd-Magneten am Rahmen hat und die mitdrehenden Spulen um die 
Radnabe herum.

Kennt sich jemand mit dem Timing von LED-Strips gut aus? Sind dort die 
Ansteuerzeiten kurz genug, um die Leuchtarme damit zu realisieren? 
Irgendwie würde mich das Ganze über die kommenden Wintermonate als 
Projekt reizen... vielleicht auch erstmal als Kunstobjekt für die Wand.

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