Daniel A. schrieb:
> Dass stimmt aber auch nicht. Ein Physikalisches netzwerk kann in mehrere
> logische netzwerke unterteilt werden.
OK, dann setz' in meinen Satz das Wort „logisch“ ein.
Ja, klar kann man über ein Medium mehrere verschiedene Netze
befördern, aber nur die Teilnehmer, die in beiden vertreten sind,
können dann beliebig kommunizieren, die anderen jeweils nur
innerhalb ihres (logischen) Netzwerkes. Für den Rest benötigen
sie einen Router. Der Unterschied zu auch physikalisch getrennten
Netzen ist dann lediglich, dass die, die in beiden sind, sonst
(früher mal, vor IEEE 802.1q) jeweils zwei Netzwerkinterfaces in
jedem der Medien benötigten.
> Zudem können Logische netzwerke ebenfals weiter unterteilt werden. So
> kann beispielsweise ein Router das Netz 192.168.1.0/24 haben und die
> Rechner die an ihn angeschlossen sind können auf die Subnetze
> 192.168.1.0/25 und 192.168.1.128/25 aufgeteilt werden, oder auf
> 192.168.1.0/25 und 192.168.1.128/26 und 192.168.1.192/26.
Kann man machen, aber sauber ist das nicht. Die Broadcasts aus
dem Netz 192.168.1.0/25 würden dann beispielsweise nicht auf dem
Router wahrgenommen, weil dieser ja eine 192.168.1.255 als
Broadcast-Adresse erwarten würde statt der 192.168.1.127.
> Dieses
> vorgehen ist auch als Subnetting bekannt.
„Subnetting“ bezeichnete eine Verkleinerung der Netzmaske
gegenüber der klassischen Aufteilung nach Klasse A-B-C, um so
mehrere (normalerweise physisch getrennte) Netzwerke innerhalb
dieser Bereiche schaffen zu können, zwischen denen dann ganz normal
geroutet werden kann. Du wirst also von außen als komplettes Netz
141.30.0.0 aufgefasst (Klasse B, als 16 Bits Netzmaske; mal die TU
Dresden als Beispiel benutzt, da im WIN noch recht lange klassische
Klasse-B-Netze vergeben worden sind), aber der Router unterteilt
das dann in 141.30.1.0/24, 141.30.2.0/24 etc. für die einzelnen
Fakultäten oder Institute.
Analog wurde dann später auch noch das „Supernetting“ erfunden,
bei dem man mehrere Klasse-C-Netze mit einer größeren Maske
zusammenfassen konnte.
CIDR bedeutet ja weiter nichts, als dass die historischen Klassen
mittlerweile keinen mehr interessieren, sondern eine Netzmaske eben
immer explizit angegeben wird (“classless” eben).
Aber nochmal: die Intention dabei ist es normalerweise schon, dass
das getrennte Netze (auch physisch getrennt) sind, zwischen denen
dann ganz normal auf Layer 3 geroutet wird. So gehört eben 2.1.3.1
zu Wanadoo in Frankreich, 2.19.3.1 zum Akamai-Netzwerk – beide
einstmals Teil eines Klasse-A-Netzes gewesen.