Gesucht: einstellbarer Phasenschieber

Gast #4305363
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Hallo,

ich suche nach einer Möglichkeit, ein Signal im Bereich von 2.4 GHz 
elektronisch in der Phase zu verschieben. Ich möchte dabei den 
Phasenverschiebungswinkel elektronisch einstellen können. Toll wäre, 
wenn es z.B. in 10..20° Schritten möglich wäre.

Was ich schon mal gemacht habe war, dass ich mehrere 90° Splitter 
hintereinander geschaltet habe und dann jeweils noch verstellbare 
Abschwächer zwischen drin. Das hat wunderbar funktioniert, der Nachteil 
ist halt leider, dass die Ausgangsamplitude nicht konstant ist, aber das 
ist erst mal nicht so wichtig.

Gibt es vielleicht irgend etwas fertiges (z.B. von Minicircuits), womit 
ich eine solche Funktionalität realisieren könnte? ich möchte am 
liebsten Komponenten, welche ich vergleichsweise einfach auf eine 
Leiterplatte bekomme. Selber bauen könnte man sowas zwar, aber ich bin 
mir nicht sicher wie zielführend das ist, denn es ist nur ein 
Nebenkriegsschauplatz und ich möchte da nicht zu viel Zeit investieren.

Brauchen tu ich das um dann damit ein Array von Antennen anzusteuern, 
sodass ich die Richtung, in der die Antennen abstrahlen, elektronisch 
einstellen kann (und ohne dass sich das Array dazu mechanisch bewegen 
muss, wohlverstanden :-) ).

Wie könnte man das am einfachsten lösen?
#4305695
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HB9er schrieb:
> Brauchen tu ich das um dann damit ein Array von Antennen anzusteuern,
> sodass ich die Richtung, in der die Antennen abstrahlen, elektronisch
> einstellen kann (und ohne dass sich das Array dazu mechanisch bewegen
> muss, wohlverstanden

Da brauchst du aber einen ganzen Sack voller Phasenschieber und 
mindestens zwei Säcke Geld. Selbst wenn man das direkt in der Antenne 
mit PIN-Dioden erledigt.
Militärische Überwachungs- und Zielverfolgungsradare können so etwas um 
mehrere Ziele quasi gleichzeitig zu verfolgen. Aber wohl nicht auf der 
ISM-Frequenz.
http://www.radartutorial.eu/06.antennas/Phased%20Array%20Antennen.de.html
Gast #4305798
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Hi, HB9er,

> ich suche nach einer Möglichkeit, ein Signal im Bereich von 2.4 GHz
> elektronisch in der Phase zu verschieben. Ich möchte dabei den
> Phasenverschiebungswinkel elektronisch einstellen können. Toll wäre,
> wenn es z.B. in 10..20° Schritten möglich wäre.

Wie schnell soll das geschehen?
Denn die langsame Variante ist die Posaune, die von einem Servo 
auseinander gezogen wird.

Die digitale Variante ist die Kombination von
* 1 Hybrid.
* 2 reflektierenden Leitungsstücken.
* Umschaltrelais wie bei schaltbaren Dämpfungsgliedern.

Solche Module habe ich auch schon in Angeboten gesehen. Auf den Preis 
hin habe ich meine damals tolle Produktidee dann mit einem "schniff" 
verworfen.

Ciao
Wolfgang Horn
Gast #4305995
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Hallo

ja ich dachte zuerst auch an umschaltbare Streifenleitungen. Mit 16 
Phasenzuständen wäre mir einigermassen gedient, d.h. ich müsste 4 
verschieden lange Streifenleiter zu- und wegschalten können. Das wäre 
sicherlich das einfachste und auch günstigste, das problem dabei dürfte 
allerdings sein, dass das enorm viel Platz braucht. Ich würde das gerne 
auf einer Leiterplatte fertigen; ich habe hier Material mit er=10.2 und 
erhalte damit eine Wellenlänge von 40mm. Das gibt zwar schon recht kurze 
Leiterstücke, aber wenn ich das ganze 16 mal haben will, wird es dennoch 
gross, weswegen ich zuerst mal etwas fertiges suchen wollte.

Gibt es vielleicht einigermassen günstige, fertig integrierte 
HF-Switches, also Pin-Dioden mit Ansteuerung in einem Gehäuse, sodass 
ich da nur noch meine Streifenleiter ranbauen müsste? bei Minicircuits 
habe ich so etwas gefunden, ist aber sehr teuer (weil bis 10W tauglich 
und Frequenzbereich von DC bis 6 GHz). Es geht bestimmt günstiger.

Andernfalls werde ich in der Tat auf die Streifenleiter und PIN-Dioden 
zurückgreifen müssen, leider....
Gast #4306161
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AD8341? Gibt außerdem Gain Controll als zusätzlichen Freiheitsgrad fürs 
Phase Array.

Ansonsten bei Switches vielleicht Peregrine CMOS PEXXXX.

Alternative zu Switch: Varactor loaded line. Oder varactor tuned 
reflective phase shifter. Beides analoge Konzepte.
Gast #4309992
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Vom Ansatz her ist die Idee mit zwei 90°-phasenverschobenen Signalen und 
anteilgemäßer Addition schon ganz richtig. Das entspricht dann in 
Vervollständigung beider Polaritäten einem I/Q-Modulator, mit dem man 
bekanntlich alle Phasen einstellen kann. Der muss aber für I/Q bis DC 
herunter reichen. Berücksichtigt man dann noch einen konstanten Betrag 
des I/Q-Vektors beim Verstellen, sollte die Leistung des Ausgangssignals 
ebenfalls konstant bleiben.

Vy 73

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