Ersa I-Con 2V: 2 x 150W an 120W?

#4321988
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Versteh ich nicht.... ;-)

Ersa bietet seine I-Con 2V mit einer Leistung von 120W an, obwohl 
durchaus Tools von gesamt 300W dran hängen können (z.B. I-Tool & X-Tool, 
je 150W).

Wie soll das gehen? Beide Tools könnten ja zeitgleich nur mit einem 
Bruchteil von max 60W betrieben werden? Sind die Tools dann überhaupt 
noch leistungsfähig genug? Selbst wenn nur ein Tool mit 120W befeuert 
wird, liegt das doch noch immer unter dessen Nennwert. Wie soll das 
gehen? ist zeitgleicher Betrieb beider Tools überhaupt möglich? Oder ist 
die max. Leistung der Tools einfach nur gesund überdimensioniert?

Danke für Antworten und Gruß
Achim
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Gast #4322186
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Ich kenne das von der Ersa I-Con 1, die ist mit 80W Nominalleistung 
angegeben und 150W Spitzenleistung.

Das heisst, beim Anheizen wird das i-tool in den ersten Sekunden mit 
150W befeuert und ist dann auch recht flott auf Arbeitstemperatur 
(praktisch genauso schnell wie die JBC mit Kartuschenspitze). Während 
des Lötens ist die Leistung dann natürlich viel geringer. Wenn du aber 
eine fette Spitze draufmachst und an einer fetten Massefläche rumlötest, 
oder einer M12 Mutter, dann schiebt die i-con auch während des Betriebes 
mal kurz 150W nach. Elektronik und Trafo sind darauf ausgelegt, gibt bei 
Ersa auch irgendwo PDFs, die das genauer erklären, suchen musst 
allerdings selbst, den Link habe ich nicht mehr parat.

Ich vermute das ist bei der 2V auch so ähnlich, also Nominal vs. 
Spitzenleistung.
#4322675
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Ersa hält die Dokumentation leider unter Verschluß. Die gibts nur, wenn 
man sich registriert. Nicht unbedingt verkaufsfördernd, diese Taktik.

In einem Produkt-Katalog fand ich allerdings folgenden Satz:

..."Die Station nutzt dafür ein intelligentes Powermanagement - 120 W 
werden dynamisch auf die angeschlossenen Tools verteilt."...

Was gibts denn da noch dynamisch zu verteilen, wenn die Last mehr als 
doppelt so hoch ist? Tse...
Gast #4322733
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Achim K. schrieb:
> Ersa hält die Dokumentation leider unter Verschluß. Die gibts nur, wenn
> man sich registriert. Nicht unbedingt verkaufsfördernd, diese Taktik.

Ich hasse sowas. Verdammte Marketroiden und sonstige Idioten!

> In einem Produkt-Katalog fand ich allerdings folgenden Satz:
>
> ..."Die Station nutzt dafür ein intelligentes Powermanagement - 120 W
> werden dynamisch auf die angeschlossenen Tools verteilt."...
>
> Was gibts denn da noch dynamisch zu verteilen, wenn die Last mehr als
> doppelt so hoch ist? Tse...

Simpel, die Annahme dahinter ist, dass Du selten von beiden Tools 
gleichzeitig maximale Leistung abforderst. Plausibel, besonders wenn man 
davon ausgeht dass ein Tool im Ständer liegt und daher nur 
Minimalleistung braucht. Solange die Leute halt nur zwei Hände haben...
#4322855
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Jasch schrieb:

> Simpel, die Annahme dahinter ist, dass Du selten von beiden Tools
> gleichzeitig maximale Leistung abforderst. Plausibel, besonders wenn man
> davon ausgeht dass ein Tool im Ständer liegt und daher nur
> Minimalleistung braucht...

Das stimmt im Grundsatz natürlich. Nur, daß die Leistung der Station ja 
nicht mal einem Kolben seine maximale Leistung zur Verfügung stellen 
kann...

Beschwert hat sich allerdings auch noch keiner, wird also funktionieren.

Trotzdem schade, daß es scheinbar keine anderen brauchbaren 
Löt-/Entlötstationen gibt, bei denen die Temperatur über einen 
ordentlichen Drehknopf geregelt werden kann, für mich absolut 
entscheidend...
Gast #4323847
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Achim K. schrieb:
> Jasch schrieb:
>
>> Simpel, die Annahme dahinter ist, dass Du selten von beiden Tools
>> gleichzeitig maximale Leistung abforderst. Plausibel, besonders wenn man
>> davon ausgeht dass ein Tool im Ständer liegt und daher nur
>> Minimalleistung braucht...
>
> Das stimmt im Grundsatz natürlich. Nur, daß die Leistung der Station ja
> nicht mal einem Kolben seine maximale Leistung zur Verfügung stellen
> kann...

Unterschied Nominal- und Maximalleistung, hat Bobby Dazzler ja schon 
erwähnt. Ich würde erwarten dass das in der Doku klar beschrieben ist.

> Trotzdem schade, daß es scheinbar keine anderen brauchbaren
> Löt-/Entlötstationen gibt, bei denen die Temperatur über einen
> ordentlichen Drehknopf geregelt werden kann, für mich absolut
> entscheidend...

Hmm, also ich würde für den Fall ja den einfachen Ausweg wählen und zwei 
Stationen für je nur ein Kolben kaufen, vielleicht auch mit 
unterschiedlicher Leistung, wer braucht schon zwei Monsterkolben? Wenn 
ich sowas wirklich öfter brauchen würde.
#4325258
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Genau in der Dokumentation lag ja das Problem. Wie ich oben sagte gibts 
die nur, wenn man sich registriert. Und im Netz ist sonst nix zu finden.

Aber es gibt ja Wegwerf-Emails. Somit hat Ersa jetzt einen auf ewig 
treuen Kunden mehr und ich meine Doku :-P

Darin heißt es "maximal kurzfristig 290W". Was auch immer "maximal 
kurzfristig" heißen mag...
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Gast #4326348
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Achim K. schrieb:
> Darin heißt es "maximal kurzfristig 290W". Was auch immer "maximal
> kurzfristig" heißen mag...

Kannst du dir selbst ausrechnen. Die Lötspitze + Heizung ist sehr 
kompakt und selbst die dicksten Lötstellen führen nicht unendlich viel 
Wärme ab.
Da kannst du garnicht dauerhaft 150W drauf loslassen.

Die Temperatureinstellung wirst du übrigens nur selten brauchen.
Ich habe sie fast immer auf 315° stehen (bleihaltig). Die Station 
schiebt so schnell Leistung nach, da musst du die Spitze nicht unnötig 
heiß halten um den ersten Wärmeverlust abzufangen. Das macht die für 
dich.
Entlötlitze geht auch mit höheren Temperaturen nicht besser, das größte 
Problem ist den Wärmeübergang herzustellen. Danach macht die Regelung 
kurz Party und fertig.

Jasch schrieb:
> wer braucht schon zwei Monsterkolben?

Der Löttkolben ist so groß wie ein hochwertiger Kugelschreiber. Hat 
trotzdem Power, wieso auch nicht.

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