Chip auslöten - ohne Spezialwerkzeug und Erfahrung?

(Firma: Q3) #4327151
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Kann mir jemand einen Tip geben, wie ich aus der Platine hier:

https://cdn.sparkfun.com//assets/parts/9/6/0/3/12787-01.jpg

den Sensorchip "Mit Hausmitteln" abbekomme?

http://d3i5bpxkxvwmz.cloudfront.net/resized/images/remote/http_s.eeweb.com/articles/2014/12/16/Digital-Proximity-Ambient-Light-RGB-and-Gesture-Sensor-1418721402_226_193.png

Es ist eine einmalige Angelegenheit, deshalb werde ich dafür keine 
Heißluftpistole kaufen. Die "Bügeleisenmethode" hat nicht funktioniert, 
entweder wird das Bügeleiesen trotz "Leinen"-Stellung nicht heiß genug 
oder die verwenden eine Zinnlegierung mit höherem Schmelzpunkt ...

Der eigentliche Sensor soll an eine Stelle montiert werden (Modellbau), 
wo die Platine keinen Platz hat. Die Überlegung ist, dünne Drähte 
zwischen die Platine und den Chip zu setzen. Also fein AN-Löten kann 
ich, habe kleinen Lötkolben, eine ruhige Hand und gute Lupe - nur wie 
bekomme ich den erstmal ab, ohne Alles kaputt zu machen?
Gast #4327164
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Frank E. schrieb:
> nur wie bekomme
> ich den ab, ohne Alles kaputt zu machen?

Gezielt auf die Schmelztemperatur des Lots hochheizen (so wurde
der Chip auch mal draufgebracht), vielleicht knapp darunter bleiben
und die Temperaturspitze mit einem Lötkolben erzeugen.

Auf die Schmelztemperatur des Lots hochheizen, wie?
--> Mit eine Herdplatte sich langsam herantasten.

Andere Technik:

Mit einem spitzen Lötkolben die Pads mit niedrigschmelzendem
Lot zusätzlich benetzen. Dann je einen dünnen Kupferdraht
an beiden Pad-Reihen anlegen, mit Zinn benetzen sodass die Pads
mit dem Draht kontaktieren. Dann mit zwei Lötkolben die Drähte
gleichzetig aufheizen sodass alle Pads gleichzeitig aufgeheizt
werden. Dann man das Teil von seiner Lötposition wegschieben.
#4327216
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Paul B. schrieb:
> Felix A. schrieb:
>> Für Schäden/Verfärbungen etc. übernehme ich keine Haftung ;-).
>
> Die Verfärbungen treten dabei meist auf dem Gesicht der Hausfrau auf...
>
> mfG Paul

Ich habe vor etlichen Jahren, als ich mit meiner Partnerin frisch 
zusammen war, mal den Prozessor aus ihrem PC samt KK in die Backröhre 
verfrachtet, weil zum Ausbau der HDD der KK im Weg war und der KK mit 
einem Kaugummiwärmepad befestigt war und das Ding bombenfest saß - und 
mit KK drauf bekam ich den Hebel vom Sockel zum Wiedereinbau nicht 
umgelegt.
80°C und ab in die Backröhre!
Sie guckte etwas irretiert und ich schwitzte insgeheim auch ein wenig, 
aber Operation gelungen, der Rechner funzte danach wieder.
Den PC gibts inzwischen nicht mehr, die Freundin schon ;-)))
Moderator Persönliche Seite #4327392
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Frank E. schrieb:
> Es ist eine einmalige Angelegenheit, deshalb werde ich dafür keine
> Heißluftpistole kaufen.

So ein 08/15-Baumarktteil hast du (oder ein Bekannter) nicht irgendwo
im Keller?  Eine mit Temperaturregelung ist zwar hübsch für den Zweck,
aber selbst mit den allereinfachsten Teilen geht das trotzdem auch.

Tut's für den Zweck.  Diese Dinger kann man senkrecht nach oben
pustend aufstellen.  Mit einer Zange die Platine drüber halten und
dann mit einer Pinzette vorsichtig immer wieder testen, bis du den
Chip abnehmen kannst.  Mit hinreichender Vorsicht bleibt dabei auch
der Rest der Platine ganz.

Ansonsten wurde das Ceran-Kochfeld ja schon genannt.  Etwas Alufolie
auf das Kochfeld legen und die Platine da drauf, dann bleibt die
Kochplatte auch sauber.  Allerdings ist nach meinen Erfahrungen dabei
die Gefahr, dass man die Platine schädigt, etwas höher als mit der
Heißluftpistole.
(Firma: Q3) #4327402
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Besitze leider kein klassisches Ceran-Kochfeld, nur Induktion. Und ich 
denke, DAS wäre wohl nicht so gut :-)

Mal im Ernst: Ich könnte eine Bratpfanne oder einen leeren Topf auf das 
Induktionsfeld stellen. Die Frage ist nur, in wie weit die Induktion da 
evtl. "durchschlägt" und die Schaltung kaputt macht?

Baumarkt-Heissluft habe ich wohl, ist aber im WE-Haus, da komme ich erst 
Sonnabend ran, hätte das Problem gerne früher gelöst ... :-(
Moderator Persönliche Seite #4327437
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Crazy H. schrieb:
> Aus welcher Gegend kommst du ?

Frank Esselbach Q3 => XING => Berlin ;-)

Da müsste man dann bloß wieder wissen, welche Ecke von Berlin es ist …

Frank E. schrieb:
> Mal im Ernst: Ich könnte eine Bratpfanne oder einen leeren Topf auf das
> Induktionsfeld stellen. Die Frage ist nur, in wie weit die Induktion da
> evtl. "durchschlägt" und die Schaltung kaputt macht?

Kannst du so machen, da kommt nichts durch.  Das ist ja schließlich
der Sinn der Angelegenheit, die HF nicht in die Gegend zu pusten,
sondern in der Pfanne in Wärme zu wandeln.
Gast #4327574
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Gerald B. schrieb:
> Ich habe vor etlichen Jahren, als ich mit meiner Partnerin frisch
> zusammen war, mal den Prozessor aus ihrem PC samt KK in die Backröhre
> verfrachtet, weil zum Ausbau der HDD der KK im Weg war und der KK mit
> einem Kaugummiwärmepad befestigt war und das Ding bombenfest saß - und
> mit KK drauf bekam ich den Hebel vom Sockel zum Wiedereinbau nicht
> umgelegt.
> 80°C und ab in die Backröhre!
> Sie guckte etwas irretiert und ich schwitzte insgeheim auch ein wenig,
> aber Operation gelungen, der Rechner funzte danach wieder.
> Den PC gibts inzwischen nicht mehr, die Freundin schon ;-)))

Glaub ich nicht.
Wenn der Prozessor samt KK ausgebaut ist steht der KK auch keiner HDD im 
Weg.
Schwacher "Ich bin so toll"-Versuch.

Der Nächste.

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