Out-DDR-FF bei Xilinx-FPGAs richtig ansteuern

Gast #4334539
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Wie erzeuge ich die beiden Takte, mit denen ich die beiden Flanken aus 
dem FF treibe?

Ich habe gesehen, dass einige aus einer PLL nicht einen, sondern zwei 
Takte (einen mit 180 Grad) beziehen und diese auf das FF geben, manchmal 
mit und manchmal ohne BUFG. Braucht man keinen BUFG?

Andererseits wird in manchen Beschreibungen auch komplett auf den 
negierten Takt verzichtet und dieser per Inverter generiert. und auch 
hier wieder mit und ohne Buffer dazwischen.

Was ist wann richtig?
Gast #4335053
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Achim S. schrieb:
> Der Spartan 6 hat keine ODDR sondern ODDR2, die mit 2 Takten
Welchen Grund gab es, für XILINX, das beim Spartan 6 anders zu 
handhaben? Führt der Inverter dann nicht zu einem anderen d.c. als 50%? 
Ok, das wäre meistens wohl nicht relevant, nehme ich an - mur so 
interessehalber.

Christian R. schrieb:
> Wenn der negierte Takt einzig an das ODDR2 geht
Warum nimmt man den negierten?  Um den anderen frei zu haben?
Gast #4335281
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FPGA-Ingenieur schrieb im Beitrag #4335053:
> Welchen Grund gab es, für XILINX, das beim Spartan 6 anders zu
> handhaben?

Wie Christian denke ich auch, dass es dabei um die "ökonomische 
Optimierung" der verschiedenen FPGA-Serien geht. Spartan6-Kunden sind 
daran gewohnt, dass ihr FPGA bei der Genauigkeit der IO-Timings hinter 
anderen herhinkt.

FPGA-Ingenieur schrieb im Beitrag #4335053:
>> Wenn der negierte Takt einzig an das ODDR2 geht
> Warum nimmt man den negierten?  Um den anderen frei zu haben?

Das hast du glaube ich falsch verstanden: man schickt den "normalen" 
Takt zum ODDR2. Dort invertiert man ihn lokal und nutzt die invertierte 
Kopie, um den zweiten Takteingang des ODDR2 zu bedienen. Christian 
meinte, dass der invertierte Takt nur fürs ODDR2 benutzt wird (und nicht 
als Takt für andere Teile des Designs).
Gast #4335897
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Achim S. schrieb:
> Dort invertiert man ihn lokal und nutzt die invertierte
> Kopie, um den zweiten Takteingang des ODDR2 zu bedienen. Christian
> meinte, dass der invertierte Takt nur fürs ODDR2 benutzt wird (und nicht
> als Takt für andere Teile des Designs).

Ok, aber wäre es gfs ein Vorteil wegen fan out, den negativen Takt zum 
ODDR2 zu führen und ihn dort zu invertieren?
Gast #4336054
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es mag sein, dass die eine Variante ein paar ps Timingvorteil gegenüber 
der anderen hat. Wenn man das wirklich wissen will, muss man halt tief 
in die timing Modelle des FPGAs einsteigen. Und wenn du auf diese paar 
ps angewiesen bist, dann hast du mit dem Spartan 6 den falschen Baustein 
gewählt (wobei noch nicht klar ist, von welchen konkreten Baustein es 
der TO zu tun hat).

Meine Empfehlung: mach dir keinen Kopf über solche hypothetischen 
Fragen. Setze die Timings Constraints so, wie sie benötigt werden, und 
schau, ob sie eingehalten werden können. Wenn ja: pfeiff auf ein paar 
hypothetischen ps.
Wenn nein: versuche das timing der Signalpfade zu verstehen, die zur 
Verletzung der constraints führen, und arbeite an den Parametern, die 
tatsächlich begrenzend für dein Design sind.
#4336251
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Für einen ADC ist der Ausgang wegen Jitter sowieso nicht brauchbar, 
alles andere sollte auch mit einem nicht ganz 50:50 Tastverhältnis klar 
kommen. Ich hab jedenfalls gerade da beim S6 keine Probleme. Ansonsten 
ist der halt wirklich Low Cost. Aber tut seinen Dienst, wenn man um die 
Bugs und Clocking Sachen herum schiffen kann. Für neue Designs nehmen 
wir aber nur noch die 7er Serie.
Persönliche Seite #4336478
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Christian R. schrieb:
> alles andere sollte auch mit einem nicht ganz 50:50 Tastverhältnis klar
> kommen.

Solange es nicht DDR ist, definitiv.

FPGA-Ingenieur schrieb im Beitrag #4335897:
> Ok, aber wäre es gfs ein Vorteil wegen fan out, den negativen Takt zum
> ODDR2 zu führen und ihn dort zu invertieren?

Theoretisch könnte es so sein, dass dieser Takt, weil er einen 
geringeren fan out hat, mit weniger Verzögerung daher kommt, aber wenn 
das Timing im Chip getroffen wird, bleibt es sich gleich. Der Grund, den 
Takt aus einem eigenen Zeig der PLL kommen zu lassen, ist meist ein 
anderer, nämlich der, dass der Takt gegen die Daten etwas verschoben 
werden muss und die beiden Optionen 0 Grad und 180Grad, die das DDR-Reg 
bietet, nicht reichen.

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