Hallo Zusammen,
bin derzeit in der Planungsphase für einen Halbbrücken-Gegentaktwandler.
erst einmal ein paar Daten:
Eingangsspannung 24V/DC
Ausgangsspannungen/max. zu erwartende Leistungen:
+/- 12V / 570mW
und
5V / 2900mW
Spannungen werden auf der Sekundärseite natürlich noch Gleichgerichtet
etc.
Momentan bin ich dabei den entsprechenden PWM-IC auszuwählen und die
Ansteuerung des eigentlichen Wandlers sprich MOSFETs.
Hier ist die überlegung folgende ICs zu verwenden:
SG2524/SG3524, SG3532 oder TI494
Als MOSFETs würden sich ggf. die IFR7103 anbieten.
Jetzt die Frage, welchen der genannten ICs würdet ihr verwenden und ist
ein MOSFET-Treiber zwingend notwendig? ich denke es geht auch ohne
Treiber, da die Anstiegszeiten To der ICs ausreichen kurz sind,
Spannungen groß genug und Ströme ebenfalls ausreichend.
Würde mich über Tipps freuen.
Wenn Du es wirklich mit einer Gegentakt-Schaltung bauen willst (die ich
bei dem bißchen Leistung auch für unnötig halte), dann schau Dir den
UC3825 an. Der kann ohne Hilfsschaltungen FETs treiben.
Problem ist aber, daß Du 24V Eingangsspannung hast. Entweder suchst Du
FETs, die 30V Ugs aushalten, oder Du nimmst doch lieber bipolare
Transistoren. Die meisten FETs können nur 20V Ugs.
Ich hab selbst den Wald vor Bäumen nicht gesehen: wenn der TE keine
galvanische Trennung benötigt, kann er auch:
5V mit einem Buck
12V dito mit Buck
-12V aus extra Buck-Boost oder mit zweiter Wicklung auf dem 12V Buck
erstellen. Oder?
Hallo, vielen Dank für die vielen Rückmeldunge.
leider benötige ich eine galvanische Trennung weshalb hier schon einiges
angesprochenes rausfällt (Buck, Boost, Buck-Boost). Des Weiteren ist ein
Hoher Wirkungsgrad erforderlich.
Da sich meiner meinung nach der Schltungstechnische Aufwand im Vergleich
vom Sperrwandler zum Halbbrücken-Gegentaktwandler doch sehr in Grenzen
hält würde ich diesen deutlich bevorzugen. Oder spricht hier etwas
deutlich dagegen?
Aber zurück zur Ursprünglichen Frage:
Der von magic smoke vorgeschlagene UC3825 ist doch verhältnismäßig
teuer.
Und die von mir erwähnten Bauteile sollten doch ausreichen um die
MOSFETs zu schalten? Spricht denn hier etwas dagegen?
Danke schonmal
Schaltregler die hunderttausendste
Das gibts doch als fertiges Modul. Als Alternative zu einem Wandler mit
3 Ausgängen kann man ja auch einen für +-12V und einen für 5V nehmen. Da
ist alles dabei, galvanische Trennung, Gehäuse, CE und Garantie. Und
kost am Ende weniger, als die bei der Entwicklung gehimmelten Bauteile.
Es sei denn, es soll die Neuentwicklung eines Massenproduktes werden. Da
würd ich mir aber keine entwicklungsbegleitende Unterstützung aus einem
Bastlerforum holen, sondern jemand fragen, der sich wirklich auskennt.
MfG Klaus
Ein SG3525 kann MOSFet direkt ansteuern, wenn man die beiden
Ausgangsstufen entsprechend beschaltet. Als Beispiel mal ein
Zwischenkreiswandler aus einem WR mit SG3525 und 4 Stück 30N05.
Hallo Klaus,
es mag ja sein, dass es Schaltregler zu Hauf auch im Handel gibt. Hin
und wieder erfüllen diese jedoch nicht die erforderlichen Anforderungen
wie Bemessungsisolationsspannung, Platzbedarf, Ausgangsspannungen...
Da muss man dann eben selbst ansetzen und wo siehst du den Nutzen eines
Forums? Ich jedenfalls darin sich auszutauschen und ggf. nicht die
Fehler anderer erneut zu machen bzw. sich den einen oder anderen Tipp zu
holen.
Deshalb ja auch nur die Frage ob ich es richtig erkannt habe, dass die
oben genannten Bauteile keine extra Treiber für die MOSFETs benötigen
oder ob hier ggf. doch einer vorzusehen ist. Vielleicht hat der eine
oder andere ja noch einen guten Tipp worauf ich achten sollte um
mögliche Fehler zu vermeiden.
@ Matthias Sch.
Vielen Dank. den SG3525 würde ich ggf. einsetzen, wenn die anderen
Bauteile nicht ohne Treiber zu verwenden sind. Allerdings dachte ich
aufgrund der Zeiten und der Ausgangsspannungen dass die Werte alle
völlig ausreichend sind um die MOSFETs problemlos zu schalten.
Student schrieb:> Hallo Zusammen,>> bin derzeit in der Planungsphase für einen Halbbrücken-Gegentaktwandler.> erst einmal ein paar Daten:> Eingangsspannung 24V/DC> Ausgangsspannungen/max. zu erwartende Leistungen:> +/- 12V / 570mW> und> 5V / 2900mW> Hier ist die überlegung folgende ICs zu verwenden:> SG2524/SG3524, SG3532 oder TI> Würde mich über Tipps freuen.
Wenn Du mit Kanonen auf Mücken schießen willst mach ruhig weiter mit dem
3524, dazu ist ja schon alles gesagt.
Wenn Du eine (räumlich) kleine Lösung - ohne Regelung haben willst
(Stepdown auf der Sekundärseite geht natürlich auch)
MAX13256 oder LT3999, der MAX ist wahrlich sehr einfach zu verwenden
wenn der Trafo paßt, dazu gibts ein Excelfile auf der Website...
Und wenn Du eine sosolala Regelung brauchst:
LT3575 und zB. WE-750311856 von Würth (oder irgendeinen anderen von der
Familie)
Auch recht unkompliziert, Schematic & Layout ist trivial
Grüße
MiWi
Student schrieb:> wenn die anderen> Bauteile nicht ohne Treiber zu verwenden sind
Das Problem beim SG2524/3524 ist, das du jeweils nur einen
Ausgangsstransistor hast, der entweder gegen starke Pullups oder starke
Pulldowns arbeiten muss, um Flankensteilheit für die MOSFet zu bekommen,
was natürlich Energieverschwendung ist.
Dabei spielt es auch keine grosse Rolle, ob du die Common-Collector oder
die Common-Emitter Variante wählst.
Die Gegentaktendstufen des 3525 haben dieses Problem nicht und haben den
vollen Ausgangsswing der Betriebsspannung minus der Transistorsättigung.
Allerdings vertragen nur wenige MOSFet 23-24V als Gate-Source Spannung,
also obacht.
Super vielen Dank,
Der MAX13256 sieht ja super aus, allerdingst kostet der auch eine ganze
Stange.
Momentan würde ich wohl eher zu dem SG3525 tendieren. Wie ist es da mit
dem Feedback? muss das verwendet werden oder kann ich das Ganze auch
ungeregelt betreiben?
Student schrieb:> Da sich meiner meinung nach der Schltungstechnische Aufwand im Vergleich> vom Sperrwandler zum Halbbrücken-Gegentaktwandler doch sehr in Grenzen> hält würde ich diesen deutlich bevorzugen.
Wie kommst du auf dieses schmale Brett?
Ein Halbbrücken-Gegentaktwandler, zumal wenn er geregelt sein soll und
mehrere Ausgangsspannungen hat, ist deutlich aufwendiger als ein
Sperrwandler.
Schon allein deswegen weil beim Sperrwandler alle Ausgangsspannungen auf
einen Hieb geregelt werden. Und weil er keine Ausgangsdrosseln braucht.
Und bei gerade mal 4W Ausgangsleitung gibt es auch überhaupt keinen
Grund, einen Flußwandler statt eines Sperrwandlers zu verwenden.
@Axel
das mag schon zutreffen, allerdings ist es doch schon überschaubar.
Eine regelung ist erst mal nicht vorgesehen. Ich habe eine stabile 24V
DC VErsorgung (garantiert) und am ausgang wollte ich zusätzlich mit
Festspannungsreglern arbeiten.
@Matthias
was meinst du mit "wenn du das verantworten kannst"? siehst du hier
gravierende Probleme?
Student schrieb:> siehst du hier> gravierende Probleme?
Ich sehe nur, das wenn du eine Wicklung des Trafos belastest, die andere
auch in die Knie geht. Da der SG3525 schon eine Regelung eingebaut hat,
wäre es Verschwendung, diese nicht zu benutzen. Ansonsten geht dann
nämlich doch der simple 1-Transistor Sperrwandler und spart Geld.
Alternativ auch ein simpler Kontroller wie der UC3842/3844.
Student schrieb:> Super vielen Dank,> Der MAX13256 sieht ja super aus, allerdingst kostet der auch eine ganze> Stange.>
Wenn Du meinst... Frag bei Maxim direkt um die Menge an, die Du
brauchst, ich hab für 15 Stk à ~2,8€ zzgl Ust & Transport bezahlt und
finde das nicht sonderlich schlimm.
Aber vielleicht bin ich auch nicht mehr in dem Alter wo ich mit dem Kopf
durch die Wand will um sensationelle 0,2€ Materialkosten für genau 1 Stk
zu sparen sondern wo ich eine Lösung haben will, die funktioniert, wo
die Datenblätter passen und der Hersteller entsprechend Support schon
auf der Produktwebsite und nicht erst nach persönlicher Nachfrage in
irgendeinem Forum bietet.
Grüße
MiWi
MiWi schrieb:> Wenn Du meinst... Frag bei Maxim direkt um die Menge an, die Du> brauchst, ich hab für 15 Stk à ~2,8€ zzgl Ust & Transport bezahlt und> finde das nicht sonderlich schlimm.
Das klingt doch schon mal nach einem Finanziellen Bereich der Bezahlbar
bleibt. Vorallem da heir die Leistungsschalter schon verbaut sind.
Hast du denn Erfahrungen bezüglich mehrerer Sekundärwicklungen mit dem
MAX13256?
Student schrieb:>Axel S. schrieb:>> Ein Halbbrücken-Gegentaktwandler, zumal wenn er geregelt sein soll und>> mehrere Ausgangsspannungen hat, ist deutlich aufwendiger als ein>> Sperrwandler.
(Zitat von mir ergänzt)
> das mag schon zutreffen, allerdings ist es doch schon überschaubar.> Eine regelung ist erst mal nicht vorgesehen. Ich habe eine stabile 24V> DC VErsorgung (garantiert) und am ausgang wollte ich zusätzlich mit> Festspannungsreglern arbeiten.
Aha. Und wozu dann überhaupt einen "SG2524/SG3524, SG3532 oder TI494"?
Einen ungeregelten Gegentaktwandler baut man kanonisch aus zwei
Transistoren und einem Trafo:
http://joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap8_2/Kapitel8_2.html#8.3
Aber auch hier wird die Schaltung einfacher, wenn man einen Sperrwandler
baut. Der braucht nur ca. halb so viel Wicklungen auf dem Trafo und halb
so viele Gleichrichterdioden.
Student schrieb:> Des Weiteren ist ein Hoher Wirkungsgrad erforderlich.Student schrieb:> und am ausgang wollte ich zusätzlich mit Festspannungsreglern arbeiten
Punkt zwei konterkariert weitgehend Punkt eins.
Vielleicht sollte der TE erst einmal alle relevanten Anforderungen auf
den Tisch legen.