Nabend! Ich möchte gern ein übersichtliches Rechnersystem programmieren,
wäre schön wenn ein didplay inbegriffen wäre und man auch etwas hardware
wie taster, leds, motoren, sensoren anschließen könnte. Das ganze sollte
außerordentlich gut dokumentiert sein. Proggen wollte ich in ner
Hochsprache. Wäre evtl. ein RPI2 etwas für mich?
Das hängt davon ab, was Du machen willst.
Wenn Du mal Programmieren "spielen" willst, ist ein alter
BASIC-Interpreter mit interaktiver Bedienung ganz gut für die ersten
Versuche.
Wenn Du die Hintergründe verstehen willst, oder später mal C/C++/C#/Java
machen willst, dann solltest Du Dich mal mit Assembler beschäftigen.
Dafür sind die ATMegas sehr geeignet, da sie einen sehr einfachen
Befehlssatz haben und sehr bequem in Assembler programmiert werden
können.
Wenn Du mal Abstraktion erleben willst, so ist ein Raspberry Pi durchaus
sinnvoll, da läuft Linux drauf, was der Unix Philosophie folgt. Dazu
noch "The Art of Unix Programming" lesen, und Du weißt ungefähr wie man
ein ordentliches Betriebssystem aufbaut.
Christian B. schrieb:> Wenn Du mal Abstraktion erleben willst
Das ist eigentlich das Stichwort, ich möchte etwas GUI machen, aber auch
die Möglichkeit haben Sensoren und zB Modellbauservos an den Rechner
anzuschließen. Programmieren hatte ich in C++ vor, für dei PI gibts ja
auch nen C++ Crosscompiler soweit ich weis.
Hintergründe verstehen grundsätzlich ja, nur wieviel Hintergrund muss
ich denn verstehen? Muss es wirklich Assembler bei einem Quadcore
sein???
Marvin schrieb:> bei einem QuadcoreMarvin schrieb:> übersichtliches Rechnersystem
Sorry aber die beiden Aussagen schliessen sich völlig aus.
Einfach und möglichst vollständig dokumentiert: Nimm ein 8 Bit System.
Leistungsfähiger aber nix mehr mit übersichtlich: ARM
Und die Zwischennuancen...
Der Andere schrieb:> Sorry aber die beiden Aussagen schliessen sich völlig aus.>> Einfach und möglichst vollständig dokumentiert: Nimm ein 8 Bit System.> Leistungsfähiger aber nix mehr mit übersichtlich: ARM
Ok schon wieder was dazugelernt, kompakte Bauform heist nicht zwingend,
dass die Architektur übersichtlich ist :-)
Habe eine gute Seite für den PI gefunden, die handelt so ziemlich das ab
was mich interessiert, und das auch noch komplett in C++.
[RPI in C++ [http://hertaville.com/category/raspberry-pi.html]]
Der Andere schrieb:> Sorry aber die beiden Aussagen schliessen sich völlig aus.>> Einfach und möglichst vollständig dokumentiert: Nimm ein 8 Bit System.> Leistungsfähiger aber nix mehr mit übersichtlich: ARM
Würde ich so nicht sagen. Gut, wenn man jedes Detail verstehen will,
hast du recht. Aber bei einem Gerät wie dem Raspi muß man das nicht
unbedingt. Da kümmert sich das Betriebssystem um die ganze
"Drecksarbeit", und das, was man dann noch tun muß, um dem
Betriebssystem zu sagen, mit welcher Hardware es was machen soll, ist
dann wiederum hinreichend übersichtlich.
Viele Hersteller bauen, um ihre Prozessoren zu verkaufen, Systeme, die
Taster, Anzeigen und ähnliches, auf einem Board vereinen.
Oft sogar in der Fraktion: Kost' fast nix.
Also GUI programmieren und auch mal Sensoren und Taster anschließen
schreit geradezu nach Raspberry Pi!
Wenns ohne GUI, mit etwas mehr Hardware und wenig Elektronik
Grundkenntnissen sein soll, würde ich Arduino sagen.
Bei beiden gibt es eine sehr große Community und passende Foren und
Anleitungen
Wenn Du mit C# umgehen kannst, wäre vielleicht auch ein Windows auf dem
Raspi etwas für Dich.
MS verschenkt ein Windows 10 Image für den Raspi 2 und ein Visual Studio
2015 Community gibts zur kostenfreien Nutzung dazu.
www.windowsondevices.com
Du brauchst ein Windows 7 zum Entwickeln, besser ein Windows 10, und
alles funktioniert out of the box. Ideal für Anfänger.
...Ich hoffe, ich muss mich jetzt nicht ducken... ;-)
Auf Wikipedia finde ich:
" für das neueste Modell existiert auch Windows 10 in einer speziellen
Internet-of-Things-Version ohne grafische Benutzeroberfläche."
Also nix mit graphischer Benutzeroberfläche!
Er hat doch schon geschrieben:
Marvin schrieb:> ich möchte etwas GUI machen, aber auch> die Möglichkeit haben Sensoren und zB Modellbauservos an den Rechner> anzuschließen. Programmieren hatte ich in C++ vor,
Also ist der Hinweis auf C# und Win10 etwas fehl am Platz.
Ich denke mit einem RasPi kann Marvin nicht viel falsch machen.
Dann irrt Wikipedia.
Im Anhang ein Bild mit einem Temperatur/Feuchteschreiber an einem Bosch
BME280, einem Raspberry Pi 2 und Windows 10 IoT an einem hdmi Monitor.
Wenn es jemand interessiert, poste ich den Code, er basiert auf einem
Lernprogramm mit dem kleinen Bruder BMP280, ich habe die Grafik, die
Feuchtigkeitsmessung und einen kleinen http-Server hinzugefügt, der xml
zurück gibt, den letzten Messwert bzw, die gesamte Liste.
Für Modellbau, wenn das die üblichen Servos sind, gibt es bei Adafruit
oder Watterott einen 16Kanal-Servotreiber als Breakout, einen PCA9685.
Den löte ich gerade zusammen und am Wochenende schreibe ich die Klasse
für den Zugriff.
Was ein Problem sein kann, WinIoT unterstützt nicht alle Tastaturen, bei
mir gehen nur zwei von drei. Mit Logitech kabellos gibt es Probleme, mit
noname kabellos und Logitech USB geht es.
Für mich war IoT der Einstieg in die Sensortechnik und ich hatte keine
Probleme. OK, das mit dem Bitshiften kannte ich vorher nicht, das war
ein wenig hakelig, weil der Sensor zwei 12 Bit Integers in drei Bytes
verstaut. Aber es geht.
ps. ich habe mich jetzt mal angemeldet um den Thread beobachten zu
können.
pps. Wikipedia irrt nicht, es gibt keinen Desktop mit Startmenü, und so
ist das wohl auch gemeint, aber das sollte bei einem Device auch kein
Problem sein. Man kann seine App als Standardprogramm setzen dann wird
sie automatisch gestartet wenn der Pi hochfährt, und wenn sie im Betrieb
abschmiert, wird sie automatisch neu gestartet.