Hallo liebe Experten,
und zwar habe ich die Möglichkeit ein duales Studium der
Wirtschaftsinformatik bei einem Unternehmen zu beginnen. Allerdings ist
dieses Unternehmen relativ klein (20-30 Mitarbeiter ->
Consulting/Aufzugsbranche) und ich hege meine Zweifel, ob man ein duales
Studium bei einem solch kleinem Unternehmen machen sollte, welches
keinen großen Namen hat. Der Kontakt kam familiär (Bekanntenkreis) zur
Stande. Zu mir: Ich habe dieses Jahr mein Abi mit 1,3 gemacht. Das
Unternehmen gedenkt mich an die HSBA zu schicken, dass ist eine private
Hochschule in Hamburg, die nur duale Studiengänge anbietet.
Was meint ihr, ist es von Nachteil ein duales Studium in keinem
renommierten Konzern zu absolvieren? Wie "leicht" gestaltet sich ein
Wechsel des Unternehmens nach einem dualen Studium, besonders wenn man,
wie bei mir vorgesehen, noch 2 Jahre danach vertraglich ans Unternehmen
gebunden ist? Besonders im Informatikbereich kann man ja ziemlich
zwischen den Branchen hüpfen, mit den Endprodukten der Firma hat man ja
nicht zwangsläufig allzu viel zu tun. Mit 1,3 hätte ich theoretisch die
Möglichkeit mich auch anderweitig zu orientieren (reguläres Studium,
duales Studium bei einer anderen Firma etc.) und was anderes zu finden,
was vielleicht besser passt.
Ich hoffe, dass ihr mich mit eurer Erfahrung ein wenig beraten könnt. ;)
Liebe Grüße.
Duali schrieb:> und zwar habe ich die Möglichkeit ein duales Studium der> Wirtschaftsinformatik bei einem Unternehmen zu beginnen.
Welche Form von dualen Studium?
Es ist ein duales Studium mit Praxisphasen, ich muss keine Ausbildung
gleichzeitig zum Studium absolvieren.
Für dich mögen es Luxusprobleme sein, für mich ist es eine wichtige
Entscheidung in meinem Leben und in meinem Alter hat man einfach keine
Ahnung von der Arbeitswelt, ist halt so.
@Cha-woma M.
Das heißt, ich wechsel immer im 3-Monatstakt zwischen Uni und der Firma.
Ich muss ganz normal während der Paxisphase 40 Stunden arbeiten und
werde auch bezahlt (ca. 800-1000€ Brutto). Gleichzeitig bezahlt die
Firma die Studiengebühren und zahl das Gehalt auch während der
Studienzeit.
Duali schrieb:> Für dich mögen es Luxusprobleme sein, für mich ist es eine wichtige> Entscheidung in meinem Leben und in meinem Alter hat man einfach keine> Ahnung von der Arbeitswelt, ist halt so.
Du bewertest das ggf. etwas zu hoch.
Was ist denn deine Erwartungshaltung? Duales Studium im Konzern und
danch "fette" Karriere?
genervt schrieb:> Duali schrieb:>> Für dich mögen es Luxusprobleme sein, für mich ist es eine wichtige>> Entscheidung in meinem Leben und in meinem Alter hat man einfach keine>> Ahnung von der Arbeitswelt, ist halt so.>> Du bewertest das ggf. etwas zu hoch.>> Was ist denn deine Erwartungshaltung? Duales Studium im Konzern und> danch "fette" Karriere?
Ich bin kein karrieregeiler Machtmensch, der jetzt mit 19 schon plant
welchen neuen Mercedes er sich später jedes Jahr in seine Garage stellen
möchte.
Ich wünsche mir einfach ein Studium, dass mir hilft mich
weiterzuentwickeln und als stabile Basis für die Zukunft dient. Ich
möchte mir natürlich keine Türen verschließen und die Möglichkeit haben
einen Arbeitsplatz zu finden, den ich auch interessant finde. Aber in
erster Linie arbeite ich um zu leben, ich will nicht leben um zu
arbeiten. Ich denke, dass keiner ein 08/15-Studium absolvieren möchte,
um dann später auf dem Abstellgleis zu verenden... auch ich will nicht
irgendwo vergammeln und meine früheren Entscheidungen bereuen. Also habe
ich mir vorgenommen es gleich richtig zu machen.
Das Problem ist einfach, dass, wenn man sich im Internet ein wenig
einliest, man tausende Beiträge und Kommentare dazu findet, dass man ja
unbedingt in einem renommierten Unternehmen seine Praktika, sein duales
Studium etc. pp. machen sollte und alles andere ja eh scheiße ist. Sowas
verunsichert einen natürlich.
Duali schrieb:> Das Problem ist einfach, dass, wenn man sich im Internet ein wenig> einliest, man tausende Beiträge und Kommentare dazu findet, dass man ja> unbedingt in einem renommierten Unternehmen seine Praktika, sein duales> Studium etc. pp. machen sollte und alles andere ja eh scheiße ist. Sowas> verunsichert einen natürlich.
Demzufolge müssten alle Absolventen, die nicht bei einem "renommierten"
Unternehmen landen, nach dem Studium bei MC-Donalds anklopfen.
Der entscheidende Faktor bei deinem beruflichen Erfolg, bis maßgeblich
DU und nicht das Unternehmen oder der Studienort.
Du hast im Moment nur eine Option (die nicht schlecht ist) und die Taube
auf dem Dach gibts grad nur theoretisch, es ist ja nicht gesagt, dass du
bei einem Konzern einen Platz kriegst.
Wenn du dich besser fühlst, kannst du ja noch Bewerbungen an andere
Firmen raushauen und auf die Zusage hoffen, aber ist halt auch die
Frage, wie lange die Stelle im Kleinbetrieb frei bleibt.
Duali schrieb:> Gleichzeitig bezahlt die> Firma die Studiengebühren und zahl das Gehalt auch während der> Studienzeit.
Du studierst an einer dualen Hochschule also?
genervt schrieb:> Demzufolge müssten alle Absolventen, die nicht bei einem "renommierten"> Unternehmen landen, nach dem Studium bei MC-Donalds anklopfen.
Ja, oder die heiraten ein.
Duali schrieb:> Was meint ihr, ist es von Nachteil ein duales Studium in keinem> renommierten Konzern zu absolvieren?
Was ist dein langfristiges Ziel?
Willst du in einem Konzern Karriere machen? Oder reizt dich ein
Mittelständler, wo man auch gesehen wird, wenn man den Kopf rausstreckt?
Oder gar ein Kleinbetrieb, wo man zur Not selber das Rad drehen muss?
Duali schrieb:> Das Problem ist einfach, dass, wenn man sich im Internet ein wenig> einliest, man tausende Beiträge und Kommentare dazu findet, dass man ja> unbedingt in einem renommierten Unternehmen seine Praktika, sein duales> Studium etc. pp. machen sollte und alles andere ja eh scheiße ist.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Ich habe mir einmal (in Zahlen 1)
so einen Großbetrieb angesehen und bin dann dankend wieder zum
Mittelstand zurück...