Mittelwellenantenne f. DCF77 brauchbar?

Gast #4348471
Lesenswert?

Vom Flohmarkt habe ich mir eine kleine Antenne (Kunststoffrahmen 15 cm x 
20 cm) mitgebracht. Sie stammt von einem LW/MW/KW-Radio und ist fest 
vergossen. Eine Messung mit dem TransistorTester ergab 0,01 mH und 0,2 
Ohm. Kann ich diese Antenne mit einem entsprechenden Kondensator für den 
Zeitzeichensender auf 77,5 KHz verwenden?
Gast #4348480
Lesenswert?

Route 6. schrieb:
> Hallo!
> Probiere es doch einfach aus - die geht schon nicht kaputt.

Als Kondensator für Prallelresonanz habe ich 420 nF(!) ermittelt. Der 
Wert scheint mir recht groß zu sein und da ich keinen habe dachte ich: 
erst einmal fragen, ob das überhaupt funktionieren kann.
#4348506
Lesenswert?

War da echt nur eine Wicklung auf dem Ferritstab? Ich kenne da die Stäbe 
aus den Röhrenradios mit bis zu drei Wicklungen für LW, MW und KW.

Eigentlich kann man so ein DCF-Empfangsmodul fertig kaufen, aber ich 
fine es gut, dass du das anderweitig probieren möchtest, denn da ist der 
Lerneffekt vorhanden, der bei den Fertiglösungen fehlt.
Gast #4348521
Lesenswert?

Bernd schrieb:

> Route 6. schrieb:
>> Hallo!
>> Probiere es doch einfach aus - die geht schon nicht kaputt.
>
> Als Kondensator für Prallelresonanz habe ich 420 nF(!)
> ermittelt. Der Wert scheint mir recht groß zu sein

Naja, da die Spule mit 10 µH ziemlich klein ist, ist ein
großer Kondensator unvermeidlich... :)

Rechnerisch passt das schon.

> und da ich keinen habe dachte ich: erst einmal fragen, ob
> das überhaupt funktionieren kann.

Güte und Empfindlichkeit werden nicht besonders sein.
Ob es ausreicht, musst Du einfach probieren.
Gast #4348572
Lesenswert?

Bernd schrieb:
> Auf der Antenne steht "COL LOOP ANTENNA".

Ist Deine Messung mit 10 uH korrekt ?
In amerikanische MW-Radios wurden früher
ähnliche Loops eingebaut, aber die hatten ca. 100 uH.

Egal, wenn 10 uH stimmen,
erreichst Du bei 77,5 kHz
noch eine Güte von ca. 20,
sollte also funktionieren.
#4349114
Lesenswert?

Solche Antennen - wenn man sie so nennen möchte - sind doch nur ein paar 
Windungen Luftspule, die von vornherein sehr kleine Induktivität hat. 
Aus dem Grund wird bei Längstwellen sonst auch ein Ferritkern verwendet, 
der einerseits die Induktivität drastisch erhöht, andererseits die 
Magnetkomponenze des 77.5kHz-Felds besonders konzentriert.
Probieren kannst du es natürlich dennoch DCF77.5 zu empfangen, einen 
Geradeausempfänger würde ich aber wegen der Gefahr der Selbsterregung 
nicht dahinter setzen.
#4349929
Lesenswert?

eric schrieb:
> Pd G. schrieb:
>> einen
>> Geradeausempfänger würde ich aber wegen der Gefahr der Selbsterregung
>> nicht dahinter setzen.
>
> Kein Problem, wenn man weiss, was man tut.
> Gibt genug Beispiele, auch hier im Forum.

Stimmt.
Meine Funkuhr läuft mit abgesetzter Ferritantenne zwischenzeitlich
3 Jahrzehnte. Der 1. Transistor des Empfängers sitzt unmittelbar neben 
Spule/Kondensator gleich mit auf dem Ferritstab.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren