Flüssigkristall - Schaltzeiten verringern

OP #4364515
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Hallo,

läßt sich die Schaltzeit(on) eines LC-Displays in den 2-stelligen(10ns) 
Nanosekundenbereich drücken?

Typisch liegt die Schaltzeit im Milisekundenbereich(o.5ms).
Nun hängt laut Wikiformel die Schaltzeit von der angelegten Spannung ab.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkristallanzeige#Schaltzeiten_und_Techniken
Dies sogar quadratisch.
Die "normale" Spannung beträgt, je nach LCD, so um die 5V. Rein 
rechnerisch müsste ich die Spannung dann auf 500V erhöhen. Der Puls soll 
nur ganz kurz sein (10ns).

Fragt sich nur, ob das in der Praxis auch funktioniert? Bei komerziellen 
LCDs wird wohl der Isolationswiderstand der dünnen Kristallschicht nicht 
reichen.
Evtl. eine Selbstbauzelle mit größerem Elektrodenabstand?
Hat da jemand schonmal Erfahrungen gesammelt?

Gruß
#4364524
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10 NANOsekunden? Beachte auch: Das Abschalten kannst du (laut Wikipedia) 
nicht schneller machen, nur da Anschalten.

Was du suchst, sind vermutlich Elektro-Optische-Modulatoren. Da ist aber 
nicht per Flüssigkristall sondern das ist ein LiNbO3 Kristall. Das geht 
dann bis in den GHz Bereich hinein.
OP #4364546
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Wozu? Licht zur Informationsübertragung modulieren?

Nein, kleines Experiment zur (Differenz)Laufzeitmessung 2er Laserpulse.

Johannes O. schrieb:
> 10 NANOsekunden? Beachte auch: Das Abschalten kannst du (laut Wikipedia)
> nicht schneller machen, nur da Anschalten.
>
> Was du suchst, sind vermutlich Elektro-Optische-Modulatoren. Da ist aber
> nicht per Flüssigkristall sondern das ist ein LiNbO3 Kristall. Das geht
> dann bis in den GHz Bereich hinein.

Ja, in Worten 10 milliardstel Sekunden. Mit dem Abschalten ist klar, 
deswegen hatte ich ja extra (ON) dazugeschrieben. Pockelszellen sind mir 
bekannt, aber leider sehr teuer.
Ich habe es mal mit einer Kerrzelle probiert, das funktioniert auch. Hat 
nur den Nachteil, dass in der Zelle viel Licht absorbiert wird und durch 
den Kerrlinseneffekt mir mein Laser aufgeweitet wird.

Ich bin also auf der Suche nach einer günstigen Alternative.

Jan H. schrieb:
> Bei Halbleitern kann man die Schaltzeiten (oftmals) mit Ruheströmen
> verringern (z.B. Laserdiode/Leuchtdiode).
> Jedoch weiß ich nicht wie das mit einem LCD aussieht, kannst du ja mal
> ausprobieren.

Das verstehe ich nicht.
#4364617
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Wenn durch ein Halbleiterelement im "Aus-Zustand" noch einen gewissen 
Strom Fließen lässt (wenige nA-mA) so kannst du dieses Schneller in den 
"An-Zustand" bringen.
So kannst du z.B. eine Laserdiode schneller schalten, wenn durch sie im 
"Aus-Zustand" noch ein wenig Strom fließt.
#4364775
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Peter F. schrieb:
> ...
>
> Die "normale" Spannung beträgt, je nach LCD, so um die 5V. Rein
> rechnerisch müsste ich die Spannung dann auf 500V erhöhen. Der Puls soll
> nur ganz kurz sein (10ns).
>
> Fragt sich nur, ob das in der Praxis auch funktioniert? Bei komerziellen
> LCDs wird wohl der Isolationswiderstand der dünnen Kristallschicht nicht
> reichen.
> Evtl. eine Selbstbauzelle mit größerem Elektrodenabstand?
> Hat da jemand schonmal Erfahrungen gesammelt?

Aus dem Bauch herraus würde ich sagen, dass mit größerem 
Elektrodenabstand die Spannung auch größer werden muss. - Wäre dann also 
keine Lösung.
#4364890
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Schreib doch bitte mal genauer, um was es geht. Die Information "Laser" 
hast du auch bereits schon im ersten Post unterschlagen.
Ist das ganze Fasergebunden?
Welche Wellenlänge(n)?
Wie polarisiert? Wie stark polarisiert?


Michael L. schrieb:
> Aus dem Bauch herraus würde ich sagen, dass mit größerem
> Elektrodenabstand die Spannung auch größer werden muss. - Wäre dann also
> keine Lösung.

Nach der Formel in Wikipedia: Korrekt.
d² steht im Zähler, U² im Nenner. (Bei kleinem Uth, wovon wir ausgehen 
können)
#4364949
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Es gibt verschiedene Wege, keiner wirklich guenstig.

-Pockelszelle ist eine Hochspannungszelle, benoetigt 
Hochspannungsschalter & Hochspannungssupply. Die Schalter waeren von 
Behlke.

-Eine VCSEL Diode mit einer Bandbreite in die GHz. Viel Leistung kommt 
da nicht raus, der Empfang koennte ein Problem sein.
OP #4366271
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Johannes O. schrieb:
> Schreib doch bitte mal genauer, um was es geht. Die Information "Laser"
> hast du auch bereits schon im ersten Post unterschlagen.
> Ist das ganze Fasergebunden?
> Welche Wellenlänge(n)?
> Wie polarisiert? Wie stark polarisiert?
>
>
> Michael L. schrieb:
>> Aus dem Bauch herraus würde ich sagen, dass mit größerem
>> Elektrodenabstand die Spannung auch größer werden muss. - Wäre dann also
>> keine Lösung.
>
> Nach der Formel in Wikipedia: Korrekt.
> d² steht im Zähler, U² im Nenner. (Bei kleinem Uth, wovon wir ausgehen
> können)

Nein, nicht unterschlagen, nur für irrelevant betrachtet.
Richtig, beides geht leider quadratisch ein.

Ich probiere es mal einfach aus, "Autodark" Schweißspiegel gibt es für 
10Euro.
Falls es klappt werde ich mal berichten....

Gruß
#4367394
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Peter F. schrieb:
> Johannes O. schrieb:
>> Schreib doch bitte mal genauer, um was es geht. Die Information "Laser"
>> hast du auch bereits schon im ersten Post unterschlagen.
>> ...
> Ich probiere es mal einfach aus, "Autodark" Schweißspiegel gibt es für
> 10Euro.
> Falls es klappt werde ich mal berichten....
>
> Gruß

Zur Sicherheit noch ein Auge mit einer Jack-Sparrow-Klappe abdecken, 
sonst könnte das der erste und letzte Versuch werden. ;-)

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