Windows Embedded kann modular aus auf das Zielsystem zugeschnittenen
Komponenten zusammengesetzt werden, um u.a. die benötigte Speichermenge
beeinflussen zu können. Dazu kann man beispielsweise nur die wirklich
benötigten Devicetreiber ausliefern und alle anderen weglassen.
Auch lassen sich diverse Kernfunktionen von Windows selbst weglassen.
Es ist möglich, Windows Embedded so zu konfigurieren, daß es von nur
lesbaren Datenträgern (wie z.B. CDs) bootet; man kann damit sogar
ROM-Images für massenspeicherlose Hardware konstruieren.
Die Anpassung an die Zielhardware erfolgt mit einem Analysewerkzeug (das
die benötigten Devicetreibersignaturen zusammensucht) und dem "Platform
Builder", mit dem man sich das letztendlich benötigte System modular
zusammenstellen kann.
Da Windows Embedded auch auf komplett internetloser Hardware betrieben
werden kann, entfällt die "Aktivierung", weswegen MS hier ein sehr
restriktives Lizenzmanagement betreibt; andernfalls wäre das ein "gerne
geklautes" Windows, weil man Windows Embedded auch durchaus mit dem
vollen Funktionsumfang der normalen Desktopversion betreiben kann.
Ich beziehe mich hier überwiegend auf Windows XP Embedded, mit dem ich
vor etlichen Jahren mal selbst zu tun hatte; es ist nicht
ausgeschlossen, daß irgendwelche Details sich zwischenzeitlich verändert
haben.
Meine XPe-Images (die von CF-Karten gebootet wurden) hatten inklusive
eines lauffähigen Desktops eine Größe von wenigen hundert MByte und
waren inklusive Unterstützung für eine ISDN-Karte (Fernwartung) auf
Rechnern mit 256 MByte RAM noch benutzbar. Dabei wurde die CF-Karte im
nur-Lese-Betrieb genutzt, was bedeutete, daß das System auch nach
Stromausfällen etc. immer in einem definierten Zustand war.