Jo S. schrieb:
> Vorurteile von Ingenieuren ggü. BWLern und umgekehrt
Wieso Vorurteile ?
Als man BWLer noch nicht kannte, hatte man keine vorgefassten Urteile.
Die kamen erst, als man sie kennenlernte, und das sind dann keine
Vorurteile mehr, sondern Erfahrungen.
In der Theorie ist die Aufteilung einfach: Die Ingenieure sollen neues
erfinden und die Welt voran bringen, koste es was es wolle. Ist etwas
erfunden und erfolgreich, kommen die BWLer, die versuchen sollen die
Kosten zu senken zu denen es hergestellt werden kann. Ein BWLer erfindet
nichts Neues, hebt aber den Wohlstand weil er Produkte für mehr Leute
erschwinglich macht das Rationalisierung. Wobei für den BWLer
Rationalisierung darin besteht, die Arbeit an billigere Arbeitskräfte zu
verlagern, und der Ingenieur die Rationalisierung in weniger mühsamen
Fertigungsmethoden sieht.
So weit die Theorie. In der Praxis sieht es anders aus.
Der BWLer möchte seine Arbeit in Zahlen fassen und verwendet abstruse
Messmethoden um dann irgendwelche Zahlen als angeblich zu optimierenden
Wert darzustellen, die mit der Realität nichts zu tun habe. Vorzugsweise
werden Zahlen optimiert, die man kurzfristig erreichen kann und
langfristig nach hinten losgehen. So ähnlich wie ein Autofahrer, der die
Geschwindigkeit und Beschleunigung eines Autos schätzt, und damit
Vollgas auf eine Mauer zurast. Die Boni sind auf den ersten Metern
garantiert.