Gast
#4397026
Hi Leute ich hab mal ne Frage zum Aufbau von Waschmaschinen bzw. meine spinnt und ich bin langsam mit meinem Latein am Ende Im Genauen handelt es sich um eine HEC HW50-1010W, sollte aber bis auf Kleinigkeiten universal sein. Mir geht es dabei nicht um die Frage "Wo kommt die Wäsche rein" sondern um die Elektrik, ums schon mal vorweg zu sagen. Der Aufbau Zum einen natürlich Platine mit zig Relais Triacs Transistoren etc Motor mit 7 Anschlusskabeln Wasserpumpe 2 Anschlusskabel Türverriegelung Heizstab und Temperaturfühler Druckdose zum Messen des Wasserstands, 3 Anschlusskabel Entstörkondensator 2 elektrische Ventile zum Wasser einlassen (Vorwäsche und Haupt) Meine Frage wäre dabei unter anderem Moderne Waschmaschinen erkennen Unwucht in der Trommel. Ist diese gering, dreht die Maschine ganz langsam, die Wäsche fällt ohne Zentrifugalkraft nach unten, ordnet sich neu an, das macht sie so lange, bis die Unwucht in der Toleranz ist, ansonsten geht die Maschine auf Störung. Ich hab den Motor noch nicht genauer begutachtet, aber da an der ganzen Platine nur 5 Eingänge sind (Temperatur, 2 Füllstände und 2 Kabel zum Motor), vermute ich mal dass die Fehlermeldungen der Tabelle "Unwucht" bzw. "Blockiert" hier anzufinden sein sollte, vor allem weil die 2 Messleitungen am Motor schwarz, alle anderen rot sind. Kennt sich vllt. einer mit Hauselektrik aus?? So was bekommt man im Studium leider nicht erklärt xD Generell mal die Geschichte der Maschine Gebraucht geschenkt bekommen, da gelegentliche Aussetzer. Fehler war schnell gefunden, mit 2 neuen Motorkohlen/Bürsten war das Vergangenheit, die Maschine lief danach 3 Jahre ohne Mucks. Dann letzt der Schock: Wasserverlust und extreme Unwucht. Aber nicht Calgon Werbung "kein Enthärter im Wasser blabla), nee...Wellendichtring verschlissen, inneres Lager komplett zerrissen, äußeres schwer-gängig, einer der 3 Arme des Aufnahmekreuzes gerissen. Also neue Lager+WD-Ring rein, den Arm geschweißt, Maschine läuft wieder, aber mit starker Unwucht, Maschine geht NICHT auf Störung "Unwucht" Nochmal geöffnet: Schweißnaht gerissen, zweiter Arm gebrochen, Maschine lief aber trotzdem ein paar mal durch. Warum ich eine defekte Maschine in Betrieb nehme, auf die Gefahr hin dass sie ganz krepiert, anstatt auf Ersatzteile und fach-kräftige Hilfe zu warten? Irgendwann wird der Wäscheberg so groß, dass man die Maschine mit 3 gebrochenen Armen und Wasserzufuhr durchs Waschmittelloch mittels Gardena-Schlauch in Betrieb nehmen würde, Hauptsache endlich mal wieder frische Wäsche. Also neues Aufnahmekreuz rein, zusammengebaut, Start: Maschine läuft ruhig, geht aber nach dem Waschgang/vor dem Schleudern auf Störung! Fehlercode : Fehler beim Abpumpen: Fremdkörperfalle (Sieb) reinigen. Natürlich hatte ich dieses bereits beim Zerlegen inkl der Pumpe zerlegt und gereinigt, das passt. Ablauf-schlauch ebenfalls sauber. Und die Pumpe funktioniert ja auch einwandfrei, es befindet sich nur noch Wasser in der Fremdkörperfalle. Auch das Wasser, dass ich zum Testen mit der Gießkanne eingefüllt habe, wurde direkt und zügig aus dem Schlauch gepumpt, sprich Pumpe+Anbau sollte eig. OK sein. Noch witziger: Bei 5 Probeläufen liefen 2 Versuche tadellos durch!!! Maschine schleudert, pumpt ab, Wäsche trocken (bzw akzeptabel für den Trockner), die anderen 3 Fälle Fehlercode "Fehler beim Abpumpen". Also nachgedacht, wie erkennt die Maschine den (angeblich falschen) Wasserstand: Eine Überdruckdose mit 3 Pins / Schaltzuständen (leer, wenig Wasser, viel Wasser) Die Dose aufgemacht, verkohlte Kontakte gereinigt, mit Multimeter Durchgang geprüft, alles Top. An den Einstellschrauben trotzdem mal sicherheitshalber die Schraube 1/2 Umdrehung leichter. Anzumerken sei hier, dass die 2 Schalter bei unterschiedlichem Druck schalten, der stärkere ist vermutlich für die Fehlermeldung "Wasserstand zu hoch", den ich einmal hatte als irgwas in der Maschine war was nicht rein sollte und zuviel Schaum in der Trommel war. Der untere Füllstand ist (meiner Vermutung nach) für "genug Wasser da, Heizstab an und leg los" bzw für "Wasser draußen, schleudern, danach Tür entriegeln", was für mich bedeutet, dass die Maschine bei einem Defekt der Druckdose gar nicht erst waschen würde. Daher stellt sich mir nun die Frage, wie der Fehler "Fehler beim Abpumpen" überhaupt von der Platine erfasst wird. Die Pumpe hat nur 2 Kabel, keine Leitung für Drehzahl, Strom etc. und abpumpen tut sie ja auch tadellos. Die Druckdose macht auch ordnungsgemäß auf und zu (wobei ich diese ausgebaut getestet habe, später dazu mehr) und ansonsten sind keine Füllstandsensoren etc verbaut. Dass die 5 roten Kabel des Motors vermutlich für verschiedene Drehzahlen gedacht sind, sollte ja so passen, und die 2 schwarzen zum Messen. Für mich wären daher nur noch 2 Szenarien denkbar (bzw 3) *Die Druckdose funktioniert ausgebaut (liegend) aber nicht eingebaut (Ich vermute eher nicht). *Die Messelektronik bzw die Messleitungen haben entweder beim Wasserverlust oder beim mehrfachen Zerlegen und Zusammenbauen einen abgekriegt. Die Maschine misst einen falschen Strom Drehzahl Wucht) und Abbruch, wobei hier die Frage, warum dann erst beim Schleudern, warum nicht schon beim Waschen? Warum dann "Fehler beim Abpumpen" und nicht "Unwucht"? 3. wäre (Gott behüte) Platine am Arsch Dieser habe ich im Übrigen mit einem feinen Lötkolben die kalten Lötstellen ausgetrieben. Sooo, nun die Frage wer kennt sich mit so was aus? Wer kann mir sagen wie die Maschine diesen Fehler erkennt, da ja kein Füllstandssensor im Ablaufschlauch bzw der Pumpe ist (und die Druckdose funktioniert) Und falls eine Unwuchtmessung im Motor gibt, warum löst diese mit 2 gebrochenen Armen (von 3) nicht aus, aber wenn angeblich zuviel Wasser drin ist, obwohl ja abgepumpt wurde. Und gibt es Lösungsvorschläge? Meine Idee wäre gewesen, da die Maschine immer, wenn Sie zum Schleudern geht, über eine LED anzeigt "Restlaufzeit 15 min" Messe diese LED und den Füllstand (oder Drehzahl, egal) mit einem Attiny, wenn der Motor nicht mehr dreht liegt die Störung vor, schalte dann den Schleudergang ein für 15 Min und pumpe anfangs alle 2 Minuten 30 Sekunden lang und später für 15 Sekunden, um das ausgeschiedene Wasser abzupumpen (Dauerbetrieb halt ich hier für unpraktisch, da die Pumpe vllt. nicht richtig gekühlt wird und zu heiß wird) Die Fehlercodes werden durch Blinken einer LED angezeigt, wäre also bisschen mehr Arbeit, den Fehlercode einzulesen. Mit der Methode würde der Attiny das Schleudern übernehmen, da die Maschine ja bis dahin physisch dazu bereit wäre, Wasser ist draußen, Wäsche wuchtig etc nur irgendwo wird irgendwie etwas falsch gemessen oder falsch interpretiert, und ich weiß wie gesagt nicht mehr was es sein könnte. Problem dabei ist, dass der Attiny ja nicht weiss, welche Störung anliegt, was wenn die Maschine jetzt blöderweise blockiert und der Attiny schaltet auf Schleudern, obwohl die Trommel blockiert? Dann wird irgendwas schmelzen, ob Attiny, Triac Relais etc. etc. oder der Motor, das entscheidet dann das Schicksal. Lösungsmethode 2 wäre einfach 2 Kippschalter für Motor und Wasserpumpe und manuell steuern, wäre aber natürlich mega umständlich, die Pumpe dürfte auch nicht dauerhaft laufen, und ob meine Freundin das hinkriegt (geduldstechnisch), man kann nur raten. Wenn ich genau wüsste es liegt an der Platine, Motor, Druckdose oder wasauchimmer könnte man sich nach einem günstigen Ersatzteil umsehen oder vllt sogar von einem Freund mit der gleichen Maschine mal ausleihen, aber auf gut Glück tauschen ist mir hier dann doch zu heikel, und da die neuen Lager + WD-Ring bereits ordentlich zur Kasse gebeten haben, würde ich auf spontane Ersatzteileinkäufe eher verzichten, irgendwann ist selbst einem Bastler eine neue Maschine vorzuziehen. In dem Fall könnte man immer noch die Trommel mit neuen Lagern sowie die anderen Verschleißteile einzeln auf ebay verhökern, aber wenn die Maschine einfach wieder laufen würde, wär auch dolle :) Zumal ja wie gesagt in 2/5 Fällen lief es einwandfrei, also kann ja eigentlich nicht großartig was kaputt sein, klingt für mich zumindest eher nach einem Wackelkontakt. Ich habe auch schon mal, nachdem (bis auf den Rest in der Fremdkörperfalle / Pumpe) das ganze Wasser draussen war (sein sollte) die Falle ausgebaut, danach war bis auf Tropfen wirklich kein Wasser mehr in der Maschine und die Maschine auf Schleudern gestellt, trotzdem Fehler beim Abpumpen. Auch über Nacht stehenlassen, dass alles Wasser abgetropft ist, auch ohne Wäsche schleudern lassen, jedesmal der Fehler beim Abpumpen. Was ich nun noch vor hab: Heut Abend vllt mal den Motor zerlegen, schauen wie er aufgebaut ist, vllt ist ja auch durch den Wasseraustritt irgendetwas geschmort Alle Kabel auf Kabelbruch / Wackelkontakt prüfen, wobei hier natürlich sein kann, dass das Kabel beim Messen ok ist aber eingebaut nicht. Ansonsten mal die Schaltzustände der Druckdose überprüfen (2 LEDs dran und dann danebenstehen, eine rooochen :D ) Wenn ich ein Oszi hätte, könnte ich auch mal die 2 schwarzen Messleitungen aus dem Motor ansehen, aber kein Oszi, und wie gesagt keine Ahnung was mich da erwartet bzw wie es denn aussehen sollte (Sinus? Rechteck? etc) Ich wollte aber mal fragen, ob hier Elektroniker mit Erfahrung bei Waschmaschinen haben (und nicht einfach nur wie die meisten Elektriker zum Neukauf raten oder auf gut Glück Teile tauschen) und den Fehler jetzt schon direkt wissen, warum den Motor komplett zerlegen, wenn man den Motor als Fehlerquelle ausschließen könnte? Ich frag lieber mal nach freundlichen Kollegen, die sich auskennen, anstatt mich stundenlang einzuarbeiten und das Rad neu zu erfinden. Also, ums mal ganz kurz zu machen, wie misst/erkennt die Maschine den Fehler, was kann als Fehlerquelle in Frage kommen bzw ausgeschlossen werden und was könnte man eventuell als Lösung in Betracht ziehen, ohne dass die Maschine brennt? Danke fürs Lesen Björn