Vivado ILA-Fragen

#4398384
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Hallo zusammen

Ich kämpfe im Augenblick etwas mit dem ILA (integrated logic analyzer) 
in der Vivado Toolchain. Dabei brennen zwei Fragen:

- Von Quartus SignalTapII bin ich es gewohnt, Waveforms (z.B. mit
  reproduzierten Debug-Cases) abzuspeichern, damit ich später offline
  wieder darin browsen oder die Waveform als Use-Case benutzen kann
  um zu dokumentieren, was abgeht.
  Wie handhabt Ihr das beim ILA?

- Wie stelle ich enumerierte FSMs auch im ILA als enumeriert dar (siehe
  mstFsm_cur im Beispiel)?

Merci!
Angehängte Dateien:
Gast #4398436
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- Zum speichern/öffnen fehlt leider schon lange der GUI-Button. Es gibt 
aber TCL-Befehle:
1
write_hw_ila_data <Filename>

Wobei hierbei Filename mit .zip enden sollte - dann speichert Vivado 
alle Infos ab.

Zum öffnen:
1
display_hw_ila_data [read_hw_ila_data <Filename>]


- Zum Theme FSMs / Enums ist mir bisher leider nichts bekannt.

Grüße
#4398915
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Christian R. schrieb:
> Schau mal in die Release Notes.

Hab's gefunden. Im Kontextmenu des entsprechenden Signals gibt es den 
Punkt "Show as Enumeration". Nur ist leider dieser Punkt nicht 
selektierbar, d.h. Vivado hat nicht mitbekommen, dass dies in VHDL ein 
enumerierter Typ war. Die entsprechende Auswahl beim Debug-Setup habe 
ich noch nicht gefunden. Ich bleibe dran.
#4399593
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Christian R. schrieb:
> Schau mal in die Release Notes.

Hab's gefunden (p.111-119/213 im ug908) und ausprobiert. Das Feature ist 
geradezu armselig. Von Hand (GUI oder tcl) muss ich einem 
fixen(Hex-)Wert meine gewünschten Enumerated-Type-Properties zufügen.

Was ich erwarten würde ist, dass mein VHDL-Typ, in diesem Fall
1
type firFsm_type is (RESET, PARAMCLR, PARAM, SYNC, DATA);
vom Tool nach Wunsch direkt erkannt wird und automatisch als Enumerated 
Type dargestellt werden kann. Immerhin weiss ja das Synthese-Tool, 
welche Codierung es für die FSM verwendet hat (und der User kennt diese 
nicht a priori).

In dem Sinne: Frage geklärt, wenn auch unbefriedigend.
Gast #4552671
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P. K. schrieb:
> Immerhin weiss ja das Synthese-Tool,
> welche Codierung es für die FSM verwendet hat

Das ist wirklich zuviel verlangt! Woher soll denn die eine Komponente 
wissen, was die andere getan hat? So etwas ging bei Xilinx noch nie!

Die bekommen es ja noch nicht mal hin, zu zählen!!! Wenn man mit Set 
Debug irgendwelche Cores bearbeitet, dann verschwinden Signale, es 
werden unvollständige Beschreibungen erzeugt, die nicht synthetisierbar 
sind.

Das Vivado-Chipscope leidet unter denselben Macken, wie der 
ISE-Vorgänger. Höchstwahrscheinlich von denselben Typen programmiert 
worden!
#4553266
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Markus F. schrieb:
> Die bekommen es ja noch nicht mal hin, zu zählen!!! Wenn man mit Set
> Debug irgendwelche Cores bearbeitet, dann verschwinden Signale, es
> werden unvollständige Beschreibungen erzeugt, die nicht synthetisierbar
> sind.

Jep, es ist zum Haaröl seichen!

Weltbester FPGA-Pongo schrieb im Beitrag #4553156:
> So ist es. Nimm Altera.

Würde ich noch so gerne! Das Dumme ist nur die Arria 10 (20nm) haben 
offensichtlich einen so katastrophalen Yield, dass die Rollouts 
permanent geschoben werden. Trotzdem muss ich jetzt ein Board machen.
Xilinx ist mit den UltraScale (20nm) draussen, UltraScale+ (16nm FinFet) 
beginnt bereits mit dem Ramp-Up.

Jetzt habe ich also die Wahl zwischen einer gut funktionierenden, 
schnellen Toolchain (Altera) und FPGAs, welche lieferbar sind (Xilinx).
#4553505
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P. K. schrieb:
> Jetzt habe ich also die Wahl zwischen einer gut funktionierenden,
> schnellen Toolchain (Altera) und FPGAs, welche lieferbar sind (Xilinx).

Ja, das ist halt wie überall: Die Summe der Schei*** ist konstant.

Bei Xilinx ist schon immer das Problem, dass die Software in Indien von 
Leuten zusammen gekloppt wird, die überhaupt gar keine Ahnung von 
Hardware geschweigedenn von FPGAs haben.
Gast #4554212
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Christian R. schrieb:

> Bei Xilinx ist schon immer das Problem, dass die Software in Indien von
> Leuten zusammen gekloppt wird,

auch Inder können zählen. Wenn man Software sauber definiert, die 
Anfoderungen festlegt udn eine Testspec erlässt, dann arbeiten Inder, 
Chinesen und Deutsche gleich gut. Unterlässt man das, dann hat man eben 
einen Saustall.

Das Problem liegt eindeutig beim Softwaremanagement der Firma Xilinx und 
einer schlampigen Projektleitung. Solche bugs kann man sich nur bei 
einem eigenen tool erlauben und dies auch nur bei entsprechender 
Marktposition. In sucherheitskritischen Bereichen fiele eine solche 
Software rasch durch und die Firma auf die Schnautze!

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